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Sonnabend, 31.03.2007
Wie ich ja gestern schrieb, hatte ich einen Termin beim Orthopäden. Als ich Anfang Februar das erste Mal bei diesem Arzt war, wirkte er auf mich etwas distanziert, fast arrogant, aber ich wusste, dass er ein sehr guter Orthopäde ist. Gestern schien er mir wie ausgetauscht, war wesentlich zugänglicher, regelrecht locker und mir natürlich auch viel sympathischer. Nun gut, manche Menschen sind bei der ersten Begegnung manchmal etwas distanziert und vermitteln dadurch einen anderen Eindruck, aber vielleicht hatte er damals ganz einfach auch nur einen schlechten Tag...*schmunzel*
Der Grund meines Termins beim Orthopäden war die Kernspintomographie meiner rechten Schulter, die Mitte Februar gemacht wurde. Ich wollte wegen der Befundauswertung bereits kurz vor meiner OP zu ihm, aber da war er gerade für eine Woche im Urlaub... Nun erklärte er mir gestern sehr ausführlich den Befund des MRT. Neben den allgemeinen Abnutzungserscheinungen und einem entzündlichen Prozess im Schultergelenk ist in der Gelenkkugel ein Tumor (Enchondrom) zu sehen, den auch ich als Laie auf den Aufnahmen deutlich erkennen kann (ca. 1,8 x 1,1 x 1 cm), der sich aber seit den letzten Aufnahmen vom September 2005 in seiner Größe nicht verändert hat. Er ist gutartig, könnte operiert werden, was aber nicht unbedingt nötig ist. Der Arzt sagte mir, dass dieser Tumor in sehr seltenen Fällen auch bösartig werden kann, schlug mir darum eine jährliche Kontrolle vor. Aufgrund meiner Krankengeschichte erschien mir dieser Zeitraum jedoch etwas lang. Der Arzt hatte Verständnis für meine Angst, und so einigten wir uns, dass diese Kontrolle halbjährlich stattfinden wird.
Nach diesem angenehmen und harmonischen Arztgespräch verlies ich zufrieden und beruhigt das Sprechzimmer und ging ein Zimmer weiter, um mir neue Akupunkturtermine für den Rücken geben zu lassen. Diese musste ich ja wenige Tage vor meiner OP absagen, ebenso wie den Reha- Sport. Dann ging ich in den anderen Teil des Gebäudes, um auch für den Reha- Sport neue Termine zu vereinbaren. Nun habe ich ab Montag zweimal wöchentlich Akupunktur (insgesamt 10 Behandlungen), und Mitte April geht es mit dem Reha- Sport los. Mein Kalender ist also voll mit Terminen...*schmunzel*
Nachdem Norbert dann gestern von der Arbeit kam und wir unseren Wochenendeinkauf hinter uns hatten, haben wir uns zu dritt an die Arbeit gemacht und die letzten Platten im Garten verlegt. Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden, zumal es wirklich aussieht wie echte Natursteine. Nur eins ist komisch: Wenn man auf den Platten läuft, ist das Trittgeräusch natürlich anders als auf echten Steinen, und das ist schon fast ulkig und etwas gewöhnungsbedürftig...*grins*
So, nun ist Zeit, muss schnell aktualisieren, und dann werde ich vor dem Fernseher sitzen und mal sehen, wie Henri Maske nach 10 Jahren wieder in den Ring steigt...
Freitag, 30.03.2007
Wenn ich mittags Arzttermine habe, ist der Tagesablauf immer völlig auseinander gerissen. Vorher schaue ich ständig auf die Uhr und will auch nichts machen, wodurch ich meine Kraftreserven für den Tag bereits ausgeschöpft habe. Nach solchen Terminen bleibt aber meist auch nicht mehr viel Zeit. Am Mittwoch war ich gegen 14 Uhr wieder zuhause, im Garten lohnte es kaum noch etwas anzufangen, denn gegen 16 Uhr kommt immer Norbert von der Arbeit, und da will ich das Essen fertig haben. Aber ich hatte trotzdem allen Grund zur Freude, denn es ist alles in bester Ordnung und die Ärztin war sehr zufrieden...*juchhu* Ich soll allerdings weiterhin noch aufpassen, nicht schwer heben oder tragen, aber dafür habe ich ja ohnehin zwei kräftige Männer im Haus...*grins* Ja, und erst Anfang Juli muss ich zur nächsten Kontrolle...
Gestern hatte ich sozusagen wieder frei, und in der Mittagszeit habe ich mich für ein Stündchen im Garten betätigt. Die Sonne lockte mich richtig raus, aber es ging ein heftiger Wind, und das fand ich doch weniger angenehm. Ein paar Platten habe ich wieder verlegt, und so geht es eben immer ein kleines Stückchen voran. Nachdem ich rund um die Platte immer mit einem langen Messer die Konturen in den Rasen steche, hebe ich dann mit einer kleinen Schippe die Grasnarbe aus, und da "begegneten" mir gestern nicht nur viele Regenwürmer... Dicke fette Engerlinge krabbelten da vor meinen Augen, und vorsichtig habe ich sie an anderen Stellen des Gartens wieder eingegraben...
Ja, und heute steht der nächste Arzttermin an, diesmal beim Orthopäden, aber schon um 9:20 Uhr, also ist der Tag nicht ganz so zerrissen...
Mittwoch, 28.03.2007
Ich denke mal, dass es nicht nur mir so geht: irgendwie fehlt einem in den ersten Tagen nach der Zeitumstellung immer die Stunde, die man uns "weggenommen" hat, vor allem morgens beim Aufstehen...*grins* Aber trotzdem bin ich Montag und Dienstag aufgestanden, kurz nachdem Norbert um 5 Uhr aus dem Bad kam, und wir konnten zusammen Tee trinken. Nur heute nickte ich noch mal kurz ein und werde "erst" um 5:45 Uhr munter, als Norbert bereits eine Viertelstunde weg ist...
Seit dem Wochenende haben wir begonnen, einiges im Garten zu machen. Obwohl wir bereits im Herbst die meisten Sträucher beschnitten haben, waren noch einige, die etwas gestutzt werden mussten. Beim Nachbarn, wo vor kurzem der Mann gestorben ist, wird vieles von einem Gärtner gemacht. So kommt er auch jedes Jahr zu uns, um an der Grundstücksgrenze die zu uns überstehenden Sträucher (hauptsächlich Koniferen) mit der elektrischen Heckenschere zu beschneiden. Obwohl er danach alles wegharkt, bleiben doch immer einige Schnipsel liegen. So habe ich mich daran gemacht, auf einem ersten Stück diese Reste zusammen zu harken und bin dabei gleichzeitig dem neuen Unkraut zuleibe gerückt. Allerdings bin ich damit noch lange nicht fertig, denn erstens darf ich ja noch nicht so viel machen, und zweitens soll es immer Spaß machen und nie in Stress ausarten...
Gestern folgte eine ganz neue "Aktion". Durch das Laufen mit Jill in ihre Gassi- Ecke oder zum Schuppen hinten im Garten ist auf dem Rasen ein regelrechter Trampelpfad entstanden. Norbert war dies schon lange ein Dorn im Auge und wollte irgendwann mal Trittsteine verlegen. Durch Zufall entdeckten wir neulich Kunststoff- Platten, die Natursteinen verblüffend ähnlich sehen, waren davon ganz angetan und bestellten diese... Obwohl 2 Wochen Lieferzeit angegeben waren, klingelte schon nach wenigen Tagen gestern Nachmittag der Paketbote und brachte drei große Pakete. Andi hatte kurz zuvor den Grill aus dem Winterquartier geholt und die Holzkohle angezündet, denn wir wollten eigentlich das erste Mal grillen, was dann jedoch fast zur Nebensache wurde... Gespannt packten wir die Platten aus und verlegten sie probeweise auf dem Rasen. Anfängliche Skepsis, die wir beim Auspacken der Platten hatten, verflog aber schnell wieder, denn dann waren wir ganz angetan, wie gut und vor allem echt es doch aussieht. So kribbelte es uns Dreien dann auch in den Fingern, und wir fingen an, die ersten Platten zu verlegen, das heißt, um jede Platte herum den Rasen abstechen und etwas Erde ausheben, damit sie auf gleichem Höhenniveau liegen. Klingt leichter als es ist, aber oft stößt man auf fingerdicke Wurzeln, die erst durchtrennt werden müssen. So haben wir zu dritt ungefähr die ersten 10 von 36 Platten verlegt und haben wohl noch einige Tage zu tun...*schmunzel* Obwohl ich jetzt auch schon wieder Lust dazu hätte, muss ich mich erst einmal auf den Weg zu meiner Frauenärztin machen, denn um 12 Uhr habe ich meinen nächsten Kontrolltermin, und das heißt, dass ich nun auch das Schreiben hier beenden muss...
Donnerstag, 22.03.2007
Ich glaube, ich hatte im Dezember mal geschrieben, dass ich zwei Weihnachtskarten an Freunde verschickt habe, mit denen ich lange keinen Kontakt hatte. Der eine war Martin, mein ehemaliger Nachbar und bester Kumpel, der Anfang 2000 zurück zu seiner Familie nach Chemnitz gezogen ist. Wir hatten zwar nach Janas Tod noch Kontakt, uns dann aber etwas aus den Augen verloren. Nun haben wir ja vor einer Weile wieder telefoniert...
Die andere Weihnachtskarte ging an meine Schulfreundin. Wir haben 1972 zusammen Abitur gemacht und sind gemeinsam nach Leipzig zum Studium gegangen, wo sie heute noch wohnt. Ich zog dann 1976 nach Berlin, aber wir verloren uns nie aus den Augen und besuchten uns auch immer wieder. Manchmal hörten wir zwar viele Monate nichts voneinander, aber dafür gab es nach diesen langen Pausen immer ganz viel zu erzählen, auch hatte ich nie den Eindruck, dass wir uns fremd geworden sind. Unser letzter Kontakt war ein Besuch bei Christiane, zusammen mit Jana... Ich weiß auch nicht, warum ich sie nach Janas Tod nicht anrief. Ich vermutete damals, dass sie es sicher bereits aus TV oder Presse erfahren hat... Wie sie mir nach meiner Weihnachtskarte in einem Brief schrieb, erfuhr sie es erst später durch eine Bekannte, die mich im Fernsehen gesehen hatte, wusste aber bis jetzt nicht, was genau passiert ist. Ja, und dann wurde mit zunehmender Zeit auch die Berührungsangst immer größer, wie sie mir schrieb... Ich antwortete vorerst nochmals mit einem Brief. Einiges habe ich darin bereits erzählt, aber ich wollte ihr vor allem auch die Angst nehmen, mit mir über das Geschehene zu reden. Gegen 11:45 Uhr klingelt heute mein Telefon, und auf dem Display sehe ich Christianes Nummer. Zwei Stunden reden wir miteinander... Schon immer mochte ich an Christiane, dass sie sich direkt und klar ausdrückt. Sie fragt mich heute viele Dinge, ohne dies vorsichtig in irgendwelche Umschreibungen zu "verpacken", und genau das mochte ich schon immer an ihr. Ich habe den Eindruck, dass diese fast 40jährige Freundschaft zu den wenigen gehört, die weiter bestehen wird. Und wem kann ich dafür danken? Es ist mein kleines Schaf. Bevor ich Christiane Weihnachten die Karte schrieb, habe ich lange überlegt, ob es nach so langer Zeit noch Sinn macht. Aber dann hörte ich Jana: "Mum, dann mach' doch Du den ersten Schritt und melde dich bei Christiane!" Ich habe es getan und bin sehr froh darüber...
Montag, 19.03.2007
Drei Monate sind wieder um, und heute um 9:40 Uhr habe ich den nächsten Nachsorgetermin im Brustzentrum. Die Ärztin zeigt sich nach dem Tastbefund sehr zufrieden, und auch die Sonographie (Ultraschall) bringt nichts Negatives. Im April soll ich wieder zur Mammographie, die ja seit der OP immer halbjährlich gemacht wird. Ich verabschiede mich also gut gelaunt von der Ärztin und schlendere über das Klinikgelände zurück zum Parkplatz. Schräg gegenüber vom Brustzentrum ist das Haus, wo ich mittlerweile dreimal auf Station lag, heute sind es genau drei Wochen seit der letzten OP....
Auf dem Heimweg fahre ich noch kurz bei Lidl und Aldi vorbei, und gegen 11:30 Uhr bin ich wieder zuhause. Jill freut sich, dass Frauchen endlich kommt, und die Begrüßung fällt natürlich dem entsprechend aus...*grins* Die Freude hält jedoch nicht lange an... Ich wollte es schon längst machen, aber nun fahre ich mit ihr zu dem Tierarzt, der nur wenige Minuten von uns entfernt ist, denn ihre Krallen müssen geschnitten werden. Dadurch, dass sie meist nur im Garten herum flitzt, nutzen sich ihre Krallen nicht genug ab und werden zu lang. Im Wartezimmer beim Tierarzt schnüffelt sie noch den ganzen Fußboden ab, aber als das Sprechzimmer aufgeht und wir herein gebeten werden, habe ich wieder mal einen Esel an der Leine...*grins* Jill stemmt sich mit aller Gewalt gegen die Laufrichtung, steht dabei aber gerade auf einer Fußmatte, und diese rutscht nun mit. In solchen Momenten hat man natürlich nie den Fotoapparat oder den Camcorder zur Hand... Beim Krallen schneiden auf dem Behandlungstisch zittert und schnieft sie dann, als wäre sie im Schlachthof gelandet. Als wir uns vom Arzt verabschieden und das Sprechzimmer verlassen, muss ich ihr nicht mehr gut zureden, denn nun zieht sie mich mit aller Kraft in Richtung Ausgang...*grins*
Donnerstag, 15.03.2007
Heute vor einem Jahr wurde ich zum ersten Mal operiert... Zwei Tage zuvor am 13. März war Noras Geburtstag, und ich hatte keinen Nerv zum Feiern, aber mein Schwesterlein hatte Verständnis... Dieses Jahr habe ich es mir jedoch nicht nehmen lassen, sie zu überraschen, und es hat mir richtig Spaß gemacht... Nach einem gemeinsamen Vormittag habe ich Nora zu dem schon oft erwähnten Griechen eingeladen, der sich nur wenige Minuten von meiner ehemaligen Wohnung befindet. Es war wieder super lecker!
Gestern und heute mache ich Frühjahrsputz. Aber keine Bange, damit meine ich nicht, dass ich körperlich schwere Dinge mache oder Fenster putzte, darf ich ja auch noch nicht... In meinem Zimmer hier im Untergeschoß stehen mehrere Regale, und darin stehen viele Gläser, Vasen, Bücher, Ordner, viel Kleinkram, die Nilpferde von Jana und mir, und mittlerweile auch einige Schafe... Man wischt zwar regelmäßig Staub, aber nun räume ich Fach für Fach aus und wische sie feucht aus. Im Raum nebenan, wo die Waschmaschine steht, ist ja auch ein Waschbecken, und darin spüle ich Gläser und Keramik. Jetzt blitzt und blinkt alles wieder...*freu* Sicher hätte ich das auch an einem Tag schaffen können, aber ich wollte diese Aktion weder in Stress noch in Arbeit ausarten lassen, nehme mir also alle Zeit der Welt, und es macht sogar Spaß... Viele Dinge habe ich in den Händen, einiges landet im Müll, unnütze alte Unterlagen im Schredder. Dann gibt es aber auch einige Dinge, die mich wieder in die Vergangenheit versetzen, so wie dieses Zeugnis aus dem Jahre 1996...

Sonnabend, 10.03.2007
Die Woche seit meiner Entlassung aus dem Krankenhaus ist wie im Flug vergangen. Am Mittwoch hatte ich die erste Nachuntersuchung bei meiner Frauenärztin. Dabei zog sie mir auch die Fäden an den drei Einstichstellen im Bauch und belehrte mich, dass ich vorerst nicht schwer heben und tragen darf und mich noch schonen soll. Mit einem Grinsen im Gesicht verbot sie mir vorerst auch, den Garten umzugraben... Ende März folgt die nächste Untersuchung.
Den Donnerstag lasse ich in meiner "Berichterstattung" lieber mal aus, denn ich musste mich den ganzen Tag mit unserer Isdn- Telefonanlage beschäftigen, telefonierte auch mit der Technik- Abteilung von Arcor, weil alle Anrufe auf meiner Rufnummer auf dem Faxgerät ankamen, was ich nur bemerkte, weil Nora mich dann verzweifelt auf dem Handy anrief. Aber keine Bange, es folgen keine technischen Details... Nur soviel: eine blöde Tastenkombination leitete alle Anrufe auf meine Faxnummer um, jedoch muss man das erst einmal herausbekommen...*schmunzel*
Gestern Mittag klingelte nochmals mein Handy. Ich war überrascht, denn es meldete sich ein Redakteur von einer Produktionsfirma, die für Sat1 arbeitet. Man bat mich um ein Interview für einen Beitrag, in dem es um ein neues und sehr umstrittenes Video von Tokio-Hotel geht. Ich hatte zwar den Namen dieser Gruppe in letzter Zeit schon oft gehört, aber gehöre (vor allem auch altersmäßig) nicht unbedingt zu deren Fangemeinde... In diesem Video zu dem Lied "Spring nicht" wird gezeigt, wie einer von einem Parkhaus springt. Zwar kommt immer wieder der Text "Spring nicht", aber die letzte Textzeile des Liedes lautet: "spring nicht, und hält dich das auch nicht zurück, dann spring ich für dich" Ich finde es schon sehr makaber und verantwortungslos, das Thema Suizid dermaßen platonisch in einem Lied "abzuhandeln". Heute Vormittag kommt nun ein dreiköpfiges Kamerateam zu mir, denn der Beitrag ist bereits für das Mittagsmagazin am Montag (11- 12 Uhr) vorgesehen. Bisher hatte ich vor einer Kamera eigentlich kaum Probleme, aber heute fällt es mir nicht leicht, die richtigen Worte zu finden, denn ich bin einfach nur schockiert, wie oberflächlich das Thema Suizid per Musikvideo einer Zielgruppe von durchschnittlich 15jährigen Jugendlichen "präsentiert" wird...
Dienstag, 06.03.2007
Am Wochenende habe ich mich noch etwas von "meinen" Männern verwöhnen lassen. Andi hat am Sonntag das Kochen übernommen, und die Schnitzel mit grünen Bohnen und Pommes frites hat er richtig lecker zubereitet...
Gestern kehrte nun wieder der Alltag ein, Norbert ging zur Arbeit, und ich hatte mich mit bürokratischen Dingen zu beschäftigen... Ich musste die Krankenkasse über den Rentenbescheid informieren, denn ab jetzt gehöre ich in die Krankenversicherung der Rentner. Auch stand im Rentenbescheid, dass die Nachzahlung vom 1. Januar bis 31. März einbehalten wird, bis andere Ansprüche und Rückzahlungen geklärt sind. Ist ja alles gut und schön, allerdings habe ich das letzte Krankengeld Anfang Februar für den Zeitraum bis einschließlich 29. Januar erhalten, da immer nur rückwirkend gezahlt wurde. Auch die Rente gibt es rückwirkend am Ende des Monats, und so weiß ich bisher nur mit Sicherheit, dass ich ab Ende April die laufende Rente bekomme. Hätte ich noch meine Wohnung, würde ich jetzt wohl Mietschulden machen... Aber die Mitarbeiterin der Krankenkasse war am Telefon sehr nett und entgegenkommend. Ich faxte dann meinen Rentenbescheid durch, und so konnte man bereits mit der Bearbeitung beginnen...
Nachdem ich dies nun so gut wie möglich geklärt hatte, rief ich bei meiner Frauenärztin an. Dort bekam ich für morgen einen Termin und hoffe, dass mir dann auch die drei Fäden aus meinem Bauch gezogen werden...
Gestern hatte ich mir auch vorgenommen, mich bei unserer Nachbarin zu melden, deren Mann vor kurzem gestorben ist, aber sie kam mir zuvor... Ich wollte mich vormittags, jedoch nicht vor 10 Uhr bei ihr melden, und dann rief sie mich genau um 9:50 Uhr an... Wir schwatzten eine Weile und verabredeten uns für heute um 15 Uhr zum Kaffee. Gut, dass ich bereits vormittags die Kartoffelsuppe zum Aufwärmen fertig gemacht habe, denn sonst wäre Norbert wohl nach der Arbeit verhungert, denn erst um 20 Uhr trete ich den "Heimweg" an... Ja, wenn Frauen mal schwatzen, das verrinnt die Zeit wie Sand zwischen den Fingern....*grins*
Sonnabend, 03.03.2007
Vor lauter Freude über meine heutige Entlassung will das Frühstück gar nicht so richtig rutschen, obwohl es immer leckere Brötchen gibt. Genau um 9 Uhr sehe ich am Fenster Norbert kommen... Im Schwesternzimmer bekomme ich nun den Entlassungsbrief für meine Frauenärztin, dann geht es heimwärts...
...und da freut sich jemand! Jill ist total aus dem Häuschen, und ihr Schwänzchen könnte man glattweg mit einem Ventilator verwechseln...*grins* Kurze Zeit später steht sie am Napf und frisst... Nun ist ihre Welt wieder in Ordnung, aber mache ich ein paar Schritte, guckt sie sofort, ob ich nicht wieder weggehe...
Mit Norbert trinken wir erst einmal gemütlich einen Tee, und dann mache ich mal den PC an... Das Postfach ist nach 6 Tagen ziemlich voll, einige Gästebucheinträge müssen frei geschaltet werden... Jetzt habe ich auch die Tagebuchaufzeichnungen aus dem Krankenhaus hierher kopiert, aber das soll es erst einmal für heute sein. Das längere Sitzen strengt doch noch ganz schön an, und ich werde es mir darum jetzt auf der Couch gemütlich machen...
Freitag, 02.03.2007
Nach dem Mittagessen bittet mich der Oberarzt zur Abschlussuntersuchung in sein Arztzimmer. Er ist zufrieden. Auch der histologische Befund ist inzwischen da, und es ist alles ok. Er gibt mir noch einige Hinweise, worauf ich in nächster Zeit achten soll und was ich noch nicht machen darf.
Nun freue ich mich auf meine morgige Entlassung und kann es kaum noch abwarten… Nach dem Frühstück wird mich Norbert abholen, und wenn ich dann nach hause komme, wird Jill sicher vor Freude Purzelbäume schlagen…
Donnerstag, 01.03.2007
Jeden Tag geht es mir ein wenig besser, zwar sind es nur kleine Fortschritte, aber die vielen kleinen ergeben ja zusammen die großen…
Wenn ich mir am Büffet mein Frühstück oder Abendbrot hole, könnte ich zwar noch keinen Wettlauf gewinnen, aber zumindest komme ich hin und auch wieder zurück…*schmunzel*
Heute Mittag holt mich die Ärztin ins Untersuchungszimmer, wo sie mit Ultraschall die Nieren untersucht. Sie möchte sehen, ob sich etwas staut. Es ist alles in Ordnung, meine Nieren zeigen keinen Befund. Dabei erfahre ich auch, dass ich vielleicht Sonnabend nach hause darf. Natürlich „sichere“ ich mir gleich diesen Termin, denn liegen kann ich auch zu hause…
Zur Besuchszeit kommt Nora heute wieder, denn Norbert hat nach der Arbeit „Hundedienst“… Dass Jill versorgt ist, ist mir ja sehr wichtig, und ein Besuch mehr oder weniger finde ich nicht schlimm, außerdem telefonieren ja ohnehin mehrmals täglich… So ruft Norbert auch noch einmal an, als er von der Arbeit nach hause kommt und erzählt mir, dass für mich ein dicker Brief von der Rentenversicherung angekommen ist. Ich bitte ihn, diesen zu öffnen, und was mir Norbert dann vorliest, ich kann es kaum glauben. Es ist die Bewilligung auf Rente für Erwerbsunfähigkeit, rückwirkend ab 1. Januar 2007 bis einschließlich 30.04.2008. Ich bin total von den Socken! Noch vor einer guten Woche glaubte ich, dass ich die Rente bestimmt „erkämpfen“ muss, und nun ist sie genau vier Wochen nach Antragstellung bewilligt! Da fällt nicht nur der berühmte Stein, sondern ein ganzes Gebirge von meinen Schultern… Eine Rentenbewilligung ohne vorherigen Widerspruch und in solch kurzer Zeit, davon wagte ich kaum zu träumen. Es ist schön, dass dieser nervliche Druck nun ein Ende hat…
Mittwoch, 28.02.2007
Nach zwei Tagen nur auf dem Rücken liegen habe ich nun auch heftige Rückenschmerzen… Gegen Mittag wird die Drainage aus meinem Bauch entfernt, und ich habe nun etwas mehr Bewegungsfreiheit. Meine ersten Versuche auf der Seite zu liegen, tun meinem Rücken sehr gut…
Nach der Arbeit kommt Norbert wieder, denn Andi kann heute kurzfristig nochmals die Nachmittags- Gassi- Runde mit Jill übernehmen…*freu* So erfahre ich auch von Norbert, dass Jill dass Futter zwar nicht ganz verweigert, aber doch sehr wenig frisst, und das auch meist nur, wenn Norbert zuhause ist. Wie groß meine Sehnsucht nach der kleinen Schnecke st, brauche ich wohl kaum zu schreiben…
Dienstag, 27.02.2007
Geschlafen habe ich schlecht, aber was will man nach solch einer OP auch erwarten?
Als mir das Frühstück gebracht wird, stehe ich auf, setze mich an den Tisch und komme mir dabei schon vor wie ein Held…*grins* Aber dieser große Held ist froh, als er wieder im Bett liegt, denn nie hätte ich gedacht, dass das Sitzen noch so anstrengend und schmerzhaft ist…
Gegen Mittag wird der Katheder gezogen. Nun hängt nur noch die Drainage, durch die die Wundflüssigkeit aus dem Bauchraum in einen Beutel läuft.
Mittags kommt wieder Nora zu Besuch, und gegen 16 Uhr Norbert…*freu*
Fast den ganzen Tag habe ich ziemlich heftige Schmerzen. Diese kommen teilweise auch daher, weil bei der Operationsmethode der Bauchspieglung der Bauch mit Gas „aufgeblasen“ wird. Reste dieses Gases werden in der Zeit danach vom Körper absorbiert, und dies verursacht teilweise ein unangenehmes Stechen und Ziehen. Allerdings kann ich bei diesen heftigen Scherzen kaum noch unterscheiden, ob es Stechen, Ziehen oder Wundschmerz ist, ist mir auch egal… Zur Nacht lasse ich mir wieder ein Schmerzmittel geben…
Montag, 26.02.2007
Norbert bringt mich heute früh mit dem Auto zum Krankenhaus. Um 8 Uhr soll ich auf Station sein, für 11:30 Uhr stehe ich auf dem OP- Plan, aber dann geht es bereits viel eher los… Bereits kurz vor 9 Uhr soll ich plötzlich schon die Beruhigungspille nehmen, und während ich noch schnell meine Kontaktlinsen aus den Augen nehme, stehen bereits zwei Schwestern neben mir, die mich im Bett zum OP fahren wollen. Meine letzte Erinnerung ist wieder die Uhr im Anästhesieraum, sie zeigt 9:25 Uhr…
Ganz anders ist es dieses Mal im Aufwachraum. Kaum, dass ich zu mir komme, merke ich auch schon, dass mir der ganze Bauch weh tut. Da sich jedoch in meinem Blickfeld keine Uhr befindet, frage ich zuerst nach der Zeit. Ich verstehe irgendetwas von Viertel nach 11 Uhr oder so ähnlich… Die Schwestern wollen gleich wissen, ob ich Schmerzen habe. Dann wird kurz der Stöpsel von dem Zugang aufgemacht, der noch in meinem Handrücken steckt, Schmerzmittel gespritzt, und kurz darauf wird es etwas erträglicher. Nach einer Weile gibt es einen kleinen „Nachschlag“, und den Rückweg zur Station verschlafe ich…
Je munterer ich dann nach und nach werde, desto mehr melden sich Durst, Hunger aber auch Schmerzen. Ich bin sogar froh, dass man mir einen Katheder gelegt hat, denn so wie nach der Brust- OP gleich aufstehen und den ersten Besuch bereits auf der Bettkante sitzend empfangen, das wird wohl dieses Mal nichts, denn es ist schon ziemlich heftig. Allerdings brauche ich nur Bescheid sagen, und ich bekomme etwas gegen die Schmerzen.
Nachmittag besucht mich Nora. Mit Norbert kann ich heute nur telefonieren, denn wenn er Feierabend hat, wartet Jill auf ihn… Zwar helfen auch Norberts Kinder Momo und Andi bei der Betreuung von Jill, aber heute geht es nicht anders.
Gegen Abend fragt mich die Schwester, ob ich trotzdem schon einmal versuchen will, aufzustehen. Der gute Wille ist da, aber trotz ihrer Hilfe schaffe ich nur drei Schritte bis zum Tisch. Also folgt morgen der nächste Versuch… Wenn ich daran denke, wie ich voriges Jahr wenige Stunden nach der Brust- OP gleich herumgelaufen bin…
Sonnabend, 24.02.2007
Als ich am Freitag meinen Termin zum Vorgespräch im Krankenhaus hatte, lief alles ab "wie immer": Blutabnahme, Anästhesie... Anders war nur das Gespräch beim Arzt, denn bei jeder OP sind andere mögliche Risiken, über die man belehrt wir. Aber das war natürlich nicht alles. So wurde ich nochmals untersucht und habe dabei auch erfahren, dass man bei der Gebärmutterentfernung nur noch in Ausnahmefällen einen Bauchschnitt macht. Die gängigste Operationsmethode ist derzeit die Bauchspiegelung. Allerdings kann es während der OP notwendig werden, trotzdem noch einen Bauchschnitt zu machen, was aber nur selten vorkommt...
Ja, nun steht neben mir meine Tasche, die ich langsam packe, nur soll unten zuerst der Laptop hinein. Den habe ich aber vorerst auf meinen Schreibtisch gestellt und mal angeschaltet, denn ewig hatte ich ihn nicht an, und nun läuft das Windows- Update und die Aktualisierung der Antiviren- Software... Ich will ihn dieses Mal im Krankenhaus hauptsächlich für den Zeitvertreib (Spiele) nutzen, und falls ich Tagebuch schreibe, werde ich es vorerst in Word machen und erst zuhause in die HP kopieren und online stellen. Alles andere wäre viel zu umständlich, denn die HP- Dateien sind auf der externen Festplatte, ich müsste sie erst wieder auf USB- Stick kopieren, dann beim Besuch Nora mitgeben und, und, und... alles nur Stress...
Morgen Nachmittag muss ich im Krankenhaus anrufen, um zu erfahren, an welcher Stelle ich auf dem OP-Plan stehe und wann ich am Montagmorgen auf Station erscheinen soll.
Danke für die lieben Zeilen, die mich in den letzten Tagen erreichten! Ja, dann bleibt mir für heute wohl nur noch eins: mich von den treuen Lesern (auch von den stillen...) für einige Tage zu verabschieden... Ungefähr eine Woche wird mein Krankenhausaufenthalt dauern... Schon heute tut es mir unendlich leid, wenn ich daran denke, wie sehr Jill mich wieder vermissen wird... Könnte ich ihr doch nur erklären, dass Frauchen bald wiederkommt! Aber vielleicht kann ich ja auch schneller als gedacht sagen: "Ick bin allhier...!"
Dienstag, 20.02.2007
Bereits um 7:45 Uhr ist der Termin beim Gutachter, und darum raffe ich mich heute wieder kurz nach 5 Uhr aus dem Bett.. Ich brauche morgens immer geraume Zeit, um "in Gang" zu kommen, zumal ich beim Aufstehen meist gleich von der ersten Hitzewelle "begrüßt" werde... Geschlafen habe ich letzte Nacht total besch...
Ich versuche, ganz in Ruhe meinen Tee zu trinken, essen lohnt nicht, denn jeder Happen würde mir im Hals stecken bleiben. Aber nicht einmal der Tee bleibt im Magen...
Um 7 Uhr fahre ich dann los und schleiche im morgendlichen Berufsverkehr Richtung Charlottenburg. Gut, dass ich rechtzeitig losgefahren bin, denn lange muss ich bei der Rentenversicherung nach einen Parkplatz suchen... 10 Minuten vor dem Termin bin ich dann "zur Stelle".
Lange warten muss ich nicht und werde von einem Arzt ins Sprechzimmer geholt. Relativ schnell kommt bei mir etwas Erleichterung auf, denn er macht vom ersten Moment an einen sehr ruhigen und netten Eindruck. Zuerst fragt er mich nach den Kopien, die ich mitgebracht habe. Einige davon hat er bereits in der Akte, andere legt er dazu und beginnt dabei das Gespräch. Er lässt sich ausführlich über meine Beschwerden erzählen, über jetzige und frühere Erkrankungen. Dabei kommt auch die psychologische Betreuung nach Janas Tod zur Sprache, die ich über zwei Jahre in Anspruch genommen hatte... und plötzlich kullern bei mir Tränen... Es ist mir fast peinlich, aber der Arzt erkennt wohl, dass meine Nerven derzeit blank liegen. Er legt mir nah, dass ich mir vielleicht doch wieder Hilfe beim Psychologen holen sollte. Ich bin fast etwas überrascht, dass kein "Standardspruch" kommt, sondern sehr viel Verständnis. Ich hatte in der letzten Zeit selbst schon daran gedacht, ob ich wieder zum Psychologen gehen sollte, nur blieb ja kaum Zeit dafür... Ich verspreche dem Arzt, dass ich mich nach der Operation um einen Termin kümmern werde. Vielleicht habe ich in der vergangenen Zeit zu viel mit mir selber abgemacht oder auch mit meinem Optimismus verdrängt...
Nach unserem Gespräch folgen noch einige Untersuchungen, dann verabschiedet mich der Arzt und wünscht mir alles Gute. Ich muss jetzt noch ins Labor zum Blut abnehmen und Urin abgeben. Der letzte Gang ist dann zum EKG. Gegen 9 Uhr verlasse ich das Gebäude der Deutschen Rentenversicherung... Ja, und nun heißt es wohl abwarten, und wie lange das sein wird, keine Ahnung...
Als ich wieder zuhause bin, habe ich eine Email vom alten Gästebuchanbieter. Ich hatte ihn gestern angeschrieben und darum gebeten, das alte Gästebuch zu löschen, da seit dem Hackerangriff auf seinen Server kein Login und somit keine Einstellungen mehr möglich sind. Er schickte mir ein neues Passwort, was zuvor nicht möglich war, da auch die Mailadressen der Gästebuchinhaber gelöscht waren. Das hätte ich eher wissen sollen! Nun kann ich mich wieder einloggen und habe mich dann entschlossen, das bisherige Gästebuch wieder "herzurichten" und weiter zu führen, denn es ist von den Einstellungen her wesentlich komfortabler und hat einen besseren Spamschutz, vor allem für die Mail- Adressen der Besucher. So habe ich das neue Gästebuch wieder gelöscht und zuvor die 10 Einträge in das alte hinüber kopiert. Hoffen wir mal, dass solch ein Hackerangriff nicht wieder passiert... Muss nur gerade schmunzeln, denn hätte ich den Gästebuchanbieter eher angeschrieben, wäre neulich das stundenlange Kopieren der Einträge unnötig gewesen, und mein kleines Schaf würde jetzt nicht wieder vor Schadenfreude grinsen...
Montag, 19.02.2007
Die Tage vergehen, und der nächste OP- Termin rückt unaufhaltsam näher... Das Wochenende habe ich damit verbracht, die Fragebögen für die Rentenversicherung auszufüllen und Anlagen zu schreiben, da die Zeilen auf den Formularen ja nicht ausreichten... Gut, dass ich einen Drucker habe, der auch scannen, kopieren und faxen kann. So musste ich nicht mit meinem Ordner in einen Copy- Shop, um Epikrisen, Befunde und alles Mögliche zu kopieren. Nun brauche ich morgen zu meinem Termin beim Gutachter der Rentenversicherung fast einen Diplomatenkoffer, um diesen Papierberg zu befördern...*schmunzel*
Heute fahre ich mittags zu meiner Gynäkologin. Vorher rufe ich Nora an, ob sie Lust hat, mich zu begleiten, und zu meiner Freude kommt sie mit. Ich hole sie also ab, und wir fahren quer durch die Stadt zu unserer Frauenärztin. Ich will mir meine Krankenhauseinweisung abholen, um danach bei der Krankenkasse die Kostenübernahme bescheinigen zu lassen. Von den Schwestern erfahre ich, dass der Histologie- Befund immer noch nicht eingetroffen ist, aber nach ein paar Telefonaten kommt er dann per Fax... Nun möchte die Ärztin den Befund noch mit mir besprechen. So erfahre ich, dass es "5 vor 12" ist...
Abends gebe ich bei google mal als Suchbegriff ein, was als Diagnose auf der Krankenhaus- Einweisung steht: "Carcinoma in situ..." Bei der Internet- Enzyklopädie Wikipedia finde ich noch folgende Erklärung:
"Als Carcinoma in situ (CIS) (wörtlich: "Krebs an Ort und Stelle") wird ein Frühstadium eines epithelialen Tumors ohne invasives Tumorwachstum bezeichnet... ...Die Bedeutung des CIS liegt darin, dass es sich zu einem lokal invasiven (bösartigen) Tumor entwickeln kann, doch lässt sich wegen der unterschiedlich langen Latenzzeit im Einzelfall nicht voraussagen, wann ein CIS die Basalmembran durchbricht. Auch nach unvollständiger Exzision kann das CIS als invasives Karziom wiederkommen und dann metastasieren."
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Carcinoma_in_situ
Bisher habe ich alles noch ziemlich locker gesehen und auch meinen Humor noch nicht verloren, aber es fällt mir zurzeit doch immer schwerer... Jeder, der hier einige Zeit gelesen hat, weiß, dass ich immer Optimist geblieben bin. Im Moment ist meine Stimmung jedoch wieder einmal auf Talfahrt. Ein Grund dafür ist sicher auch der Druck, den ich durch den morgigen Gutachtertermin bei der Rentenversicherung verspüre. Vielleicht mache ich mir auch zuviel Gedanken, aber sehr oft habe ich schon gehört, dass absolut berechtigte Rentenanträge abgelehnt wurden, und die Leute sich erst durch mehrere Instanzen kämpfen mussten... In meinem Kopf hat sich derzeit auch die Vorstellung "eingenistet", dass bei den Gutachtern sicher ein gewisses Misstrauen und Vorurteil existiert, denn täglich hören sie, dass man nicht mehr arbeitsfähig ist... Nichts ist für mich aber schlimmer, als in diesen "großen Topf" geworfen zu werden...
Mittwoch, 14.02.2007
Heute ist Valentinstag, und natürlich habe ich für meinen Schatz auch eine Überraschung. Ich hatte da neulich so schöne Schuhe für ihn gesehen... Aber Männer brauchen ja nie etwas...*schmunzel* Jedenfalls war auch Norbert dieser Meinung, obwohl sein Schuhregal durchaus eine Auffrischung vertragen könnte. Also bekam er sie heute geschenkt und hat sich auch richtig gefreut! Das Glück dabei ist, dass Norbert nie anprobieren muss, Größe 44 passt immer, und so ist es auch dieses Mal. Ich glaube aber, das ich dies schon mehrmals geschrieben habe...*grins*
Sicher kommt jetzt die Frage auf, was ICH denn zum Valentinstag bekommen habe... Es ist fast etwas lustig, denn Norbert hat bei Hertha für mich ein so genanntes Lady- Trikot (im Gegensatz zu den Herrentrikots etwas figurbetonter und tailliert) bestellt. Auf dem Rücken steht EVA und die Nummer 13 - eine nette Ergänzung zu meinen Sachen für den Reha- Sport...*grins*
Apropos Reha- Sport... Dort habe ich nun angerufen, den Check- Termin von morgen und das Probetraining am nächsten Dienstag abgesagt. Es bringt ja nichts, wenn ich wenige Tage vor der Operation anfange und dann gleich wieder aussetzen muss. Bin nun dort so verblieben, dass ich mir neue Termine geben lasse, sobald ich wieder fit bin, nur weiß ja noch nicht, wann das sein wird...
Die Post bringt mir heute einen Brief von der Deutschen Rentenversicherung. Nachdem ich vorige Woche einen Dreizeiler bekommen habe, in dem der Eingang des Rentenantrages bestätigt wurde, ist dieser Brief heute etwas dicker... Es ist noch kein Bescheid, denn das wäre ja nach 14 Tagen auch absoluter Rekord. Aber man weiß wohl, womit man mir eine "Freude" bereiten kann, nämlich mit Formularen...*grins* Der Brief beinhaltet einen Termin zu einer ärztlichen Begutachtung, zu der ich am kommenden Dienstag vorgeladen werde, und dazu muss ich diese ganzen Fragebögen ausfüllen. Mittlerweile entwickelt sich meine Ablehnung gegen Formulare fast zu einer Phobie, besonders, wenn man für die Ärzte, bei denen in den letzten drei Jahren in Behandlung war, für Namen und Anschriften ganze zwei Zeilen zur Verfügung hat...
Montag, 12.02.2007
Etwa 5 Tage sollte es dauern, bis das Krankenhaus die Befunde von den Gewebsuntersuchungen bekommt. Als ich heute Vormittag kurz einkaufen fahren will und gerade die Haustür öffne, klingelt das Telefon... Am Apparat ist ein Arzt aus dem Klinikum Westend, und er sagt mir, dass die Befunde vorliegen. Ich bin erstaunt, dass sie schon da sind, aber da er selber anruft, vermute ich natürlich sofort, dass er mir keine guten Nachrichten mitteilen wird. So ist es dann auch. Ich kann diese ganzen medizinischen Formulierungen nicht genau wiedergeben, aber nach dem vorliegenden Befund ist nun doch eine Gebärmutterentfernung nötig...
Nach dieser neuen Hiobsbotschaft rufe ich erst einmal Norbert an. Er ist ja sonst immer sehr schlagfertig und hat auf alles eine Antwort, aber nun fehlen auch ihm die Worte...
Dann will ich erst einmal meinen Einkauf machen, denn auf meinem "Speiseplan" steht heute ein leckerer Wirsingkohleintopf. Ich fahre also kurz zu Lidl, aber mir schwirren bereits tausend Gedanken durch den Kopf...
Wieder zuhause, sitze ich längere Zeit am Telefon. Die Ersten, die ich anrufe, sind meine Mum, meine Schwester und Norberts Mutter... Auch mit meiner Frauenärztin telefoniere ich, denn sie wird den Befund erst in den nächsten Tagen per Post erhalten. Wir werden nochmals miteinander reden, wenn sie den Befund bekommen hat, rät mir aber, schon jetzt im Krankenhaus anzurufen, um sobald wie möglich einen OP- Termin zu bekommen. Das mache ich dann, und so werde ich genau in 14 Tagen, also am 26. Februar, wohl wieder einmal sagen: "Jetzt bin ich gleich weg..." Am Freitag zuvor (23.02.) muss ich wieder zur Voruntersuchung, dem Gespräch mit dem Anästhesisten usw., also wie jedes Mal...
Es ist irgendwie komisch. Anfangs dachte ich, dass ich auf der sicheren Seite bin, wenn die Gebärmutter entfernt wird. Dann wurde mir letzten Donnerstag beim Gespräch vor der Konisation (kegelförmige Gewebeprobe aus dem Gebärmutterhals) gesagt, dass bei den meisten Frauen nach diesem Eingriff keine weitere OP nötig ist, weil bei diesem Eingriff oft bereits alle bösartigen Zellen entfernt werden. Nun schwankte ich zwischen der Hoffnung, dass ich nicht noch einmal ins Krankenhaus muss, aber auch der ständigen Angst, die ich sicher bei jeder weiteren Kontrolle gehabt hätte.
Neulich schrieb meine treue Leserin Renate aus Bayern im Gästebuch, dass ich ein unverbesserlicher Optimist bin, und ich denke mal, dass sie sogar Recht hat und ich auch dies noch packen werde. Langsam höre ich auch auf zu fragen, warum immer die Gleichen "dran sind". Es bringt ohnehin nichts. Nur wer sein Schicksal annimmt, kann damit wachsen... und wenn ich nun zur Wand schaue, wo die Bilder von Jana und Mario hängen, sehe ich mein kleines Schaf wieder einmal grinsen... "Mum, nix mit Wiedersehen, Du hast noch einiges zu tun..."
Sonnabend, 10.02.2007
"Ick bin allhier..." sagte der Igel, als er beim Wettlauf mit dem Hasen immer Erster war... Ich bin auch wieder da, und das ebenfalls viel schneller als ich zu träumen gewagt hätte...*freu*
Fast genau 9 Uhr war es gestern auf der großen Wanduhr im Anästhesieraum, und meine letzten Worte waren wohl: "Jetzt bin ich gleich weg..." Bereits im Aufwachraum merkte ich, dass ich außer der noch anhaltenden Müdigkeit keinerlei Beschwerden hatte, und das blieb auch so. Gegen 11:30 Uhr habe ich bereits telefoniert...
Den Rest des Tages habe ich noch viel geschlafen, gegen Mittag kam Nora... Als ich nachmittags wieder eine Weile eingenickt war, wurde ich wach, als die Zimmertür aufging... Ich traute meinen Augen kaum! Vor mir standen Steffi und Gorden mit Klein- Jamie auf dem Arm... Ich dachte erst, ich träume, und meine Freude war riesengroß. Diese Überraschung ist voll gelungen! Von Jamie habe ich bisher nur Fotos gesehen, nun ist er schon 7 Monate und sooooo süß.....
Da ich den gestrigen Tag ja fast verschlafen habe, schlief ich dann nachts nicht so besonders. Aber heute früh sagt die Schwester, dass ich nachhause darf...*ganz doll freu* Mit meinem frühen Anruf hole ich Norbert aus dem Bett...*schmunzel* Ich will aber nicht, dass er sich nun hektisch ins Auto setzt, um mich abzuholen und nehme mir ein Taxi... Jill überschlägt sich vor Freude, hatte sie doch seit meiner Abwesenheit fast nichts gefressen. Nun ist Frauchen wieder da und ihre Welt wieder in Ordnung...
Mittwoch, 07.02.2007
Kopieren, einfügen, kopieren, einfügen - das habe ich nun fast den ganzen Tag gemacht. Wie einige sicher bereits gesehen haben, wurde das Gästebuch wieder angezeigt, aber jegliche Einstellungen wie Hintergrund, Anzahl der Einträge pro Seite und Layout sind abhanden gekommen. Bis zum jetzigen Zeitpunkt ist es nicht möglich, sich in den Account des Gästebuches einzuloggen. So habe ich den ganzen Tag lang die bisherigen Einträge kopiert und auf der Homepage gespeichert - es waren 1.070 Einträge auf insgesamt 214 Seiten! Unter der Seite Gästebuch/Kontakt sind nun unter einigen neuen Links die kopierten Einträge von 2003 bis Anfang 2007 zu lesen. Manchmal blieb ich beim Kopieren auch "hängen" und habe noch ein wenig gelesen, sowohl Einträge, die ich noch in lieber Erinnerung hatte, aber auch andere: da nannte man sich Badewanne, Fruchtzwerg, Jupp oder auch gleich Anonym und gab dann seine "Weisheiten" von sich... Manche haben mich damals sehr getroffen, aber heute kann ich nur noch darüber lächeln. Wie sich doch die Zeiten geändert haben...
Während dieser stupiden Tagesbeschäftigung mit dem ewigen Kopieren war es fast eine willkommene Abwechslung, als ich am späten Vormittag diese Tätigkeit unterbrechen konnte und zum Friedhof gefahren bin, um das Blumengebinde zu bestellen.
Als die Frau unseres verstorbenen Nachbarn gegen 15 Uhr klingelte, um mich zum Kaffee rüber zu holen, waren von den 214 Seiten noch 45 zu kopieren... Ich war froh, dass ich nochmals eine Pause machen konnte und hatte auch keine Eile... So haben wir bis gegen 18 Uhr zusammen gesessen, und es gab nicht nur traurige Themen, über die wir uns unterhalten haben...
Nun sitze ich bereits wieder einige Stunden vor dem PC, habe diese nervende "Beschäftigung" endlich hinter mir und ein neues Gästebuch eingerichtet. Jetzt bin ich nur noch gespannt, ob noch irgendwann ein Login in den alten Gästebuch- Account möglich ist, damit ich es abmelden und löschen kann. Nachdem ich im bisherigen Gästebuch selber einen Eintrag gemacht habe, um die Funktionalität zu testen, scheint auch nichts mehr anzukommen...
Morgen ist nun der absolute Stress- Tag, denn vormittags muss mich mich ja bereits im Krankenhaus vorstellen. Danach werde ich nur kurz Jill holen und mit fliegenden Fahnen zu Norberts Mutter fahren, wo wir uns alle zum Kaffee und Essen treffen, um ihren 80. Geburtstag zu feiern. Freitag früh wird mich Norbert auf dem Weg zur Arbeit und einem kleinen Umweg mit dem Auto zum Krankenhaus bringen... Ich hoffe nur, dass man mich nach zwei oder drei Tagen wieder nach hause lässt. Dieses Mal werde ich den Laptop nicht mitnehmen, denn alle Homepage- Dateien sind auf der externen Festplatte, und ich müsste erst alles rüber kopieren... Auch komme ich ja im Krankenhaus nicht ins Internet... Also verabschiede ich mich erst einmal für einige Tage und verspreche, dass ich mich umgehend zurück melde, wenn ich wieder zuhause bin...
Dienstag, 06.02.2007
Bevor ich hier gerade anfing zu schreiben, brach ich etwas in Panik aus. Die Gästebücher meiner Webseiten waren nicht mehr aufrufbar, zu lesen war nur ERROR. Nach einer Weile war dann folgender Text zu lesen: "Wegen eines Hackerangriffes sind leider viele Gästebücher beschädigt worden, derzeit wird versucht das Problem zu beheben." Kurz darauf erschienen die Gästebucheinträge auf weißem Untergrund , nun sind sie wieder weg und da steht: "Serverfehler! Die Anfrage kann nicht beantwortet werden, da im Server ein interner Fehler aufgetreten ist." Sicher wird sich das im Laufe des Abends noch mehrmals ändern... Ich hoffe nur, dass nichts verloren gegangen ist, denn das wäre sehr schade. Diese Sch... Hacker! Da das Mailformular mit dem Gästebuch gekoppelt und dadurch auch nicht aufrufbar ist, schreibe ich hier mal meine derzeitige Mailadresse, falls mich jemand dringend erreichen will: by [at] jana-unvergessen.de (die Klammern natürlich durch das @ ersetzten...)
In den letzten Tagen habe ich versucht, im Haushalt noch so viel wie möglich zu schaffen Auch habe ich einiges erledigt, was ich in der letzten Zeit immer vor mir her geschoben hatte. So habe ich mir für die
Tage im Krankenhaus einen kleinen "Vorlauf" geschaffen, und das macht mich etwas ruhiger. Mein Computerschreibtisch hat sich etwas gelichtet, denn etliche Schriftstücke sind nun endlich in den Ordnern gelandet, wo sie auch hingehören...*schmunzel* Hinzu kamen noch einige Einkäufe, denn übermorgen feiert Norberts Mutter ihren 80. Geburtstag. So blieb mir also kaum Zeit zum Nachdenken oder Grübeln, vielleicht ganz gut so... Ja, und heute "reserviere" ich mal den halben Tag nur für mich, denn meine Haare sind dran, aber nicht nur mit Waschen, sondern "frische Farbe" ist fällig, und zu dieser zeitaufwendigen Prozedur muss ich mich immer mit viel Energie aufraffen... Nun habe ich auch das hinter mir und bin wieder etwas beruhigt.
Morgen will ich noch in einen Blumenladen, um einen Grabstrauß zu bestellen... Vor wenigen Tagen erfuhren wir, dass unser Grundstücksnachbar nach kurzer Krankheit im Alter von 70 Jahren verstorben ist. Viele Stunden verbrachte er täglich in seinem Garten, und uns fiel bereits auf, dass wir ihn draußen schon längere Zeit nicht mehr gesehen hatten. Wir dachten, dass er vielleicht krank ist, aber mit einer Trauerkarte im Briefkasten hat keiner von uns gerechnet... Als ich heute Vormittag von einem Einkauf zurück bin und aus dem Auto aussteige, verlässt gerade die Frau das Haus. Ich gehe auf sie zu und reiche ihr die Hand... Mir stehen sofort die Tränen in den Augen und mit Mühe und Not bekomme ich noch die wenigen Worte zusammen: "Es tut mir so leid..." Sie ist sichtlich berührt. Wir unterhalten uns zwar nur kurz, weil sie in Eile ist, aber dann sagt sie zu mir: "Sie haben ja auch so viel durch, wollen sie nicht morgen mal zu einem Kaffee rüber kommen?" Ich nehme ihre Einladung an, weiß ich doch nur zu gut, wie sehr man Menschen zum Reden braucht, wenn es einem nicht gut geht. Bisher haben wir uns in den ganzen Jahren in größeren Abständen immer nur am Gartenzaun unterhalten...
Mittwoch, 31.01.2007
Nach dem gestrigen Schock bin ich heute wieder etwas ruhiger, denn es würde ja nichts ändern, wenn ich nur Panik verbreiten würde...
Gegen 10 Uhr kommt heute der Versicherungsälteste zu mir, und er füllt für mich die ganzen Formulare für den Rentenantrag aus. Das Ganze dauert gerade eine halbe Stunde, allein hätte ich sicher mehrere Tage dazu gebraucht, aber wie das Ergebnis ausgesehen hätte, weiß ich nicht...*schmunzel*
Kurze Zeit später klingelt der Paketbote, denn ich habe mir für den bevorstehenden Reha- Sport ein paar Sachen bestellt. Aber nach dem Anprobieren packe ich alles wieder ein, obwohl ich bereits mehrere Sachen bestellt hatte, um auswählen zu können. Nichts passt so richtig, trotz verschiedener Größen sind die Sachen entweder zu weit oder zu eng, und in den Sportschuhen habe ich beim Laufen das Gefühl, als hätte ich Pantoffeln an...*grins* Ich packe also alles wieder ein, bin frustriert und bringe die beiden Pakete in einen Zeitungsladen bei uns in der Nähe, wo man Retour- Sendungen von Hermes abgeben kann. Um meinen Frust etwas zu reduzieren, fahre ich in die Spandau- Arkaden, dem großen Einkaufszentrum unseres Stadtbezirks. Nachdem ich etwa zwei Stunden alle möglichen Läden abgeklappert habe, sind in meiner Einkaufstüte eine hellblaue Sweathose, weiße Sneaker und zwei T- Shirts. Ich kann mich wieder etwas freuen, denn obwohl ich nun um insgesamt 85 Euro ärmer bin, ist dieser Einkauf sogar noch preiswerter, als meine Bestellung im Versandhaus...
Mir hat dieser Einkaufbummel sehr gut getan, konnte ich doch zumindest für einige Stunden mal "abschalten" und einfach nur durch die Läden schlendern. Auch zu hause freue ich mich noch über meine Schnäppchen...
Gegen Abend holt mich jedoch die Gegenwart wieder ein. Meine Mum ruft an und fragt mich nach einer Weile ganz nebenbei, wie es mir denn geht... Ich hatte sie gestern noch nicht angerufen, da ich mit mir selber noch nicht klar kam und wollte einen besseren Zeitpunkt abwarten. Nun habe ich ihr schonend erzählt, dass ich wieder ins Krankenhaus muss. Komisch nur, dass meine Mum fast wie einen 7. Sinn hat, sie fühlte bereits, dass etwas nicht in Ordnung war...
Dienstag, 30.01.2007
Gegen Mittag erhalte ich heute einen Anruf von meiner Frauenärztin. Die letzten Befunde der Abstriche waren nicht ganz in Ordnung, jedoch bezahlt die Kasse erst weitergehende Laboruntersuchungen, wenn dieser schlechte Befund dreimal hintereinander vorliegt. Das war inzwischen der Fall, und Anfang Januar ging dann der vierte Abstrich ins Labor, um den vorhergehenden schlechten Befunden weiter auf den Grund zu gehen. Ich machte mir darum bisher nicht allzu viel Gedanken, aber was ich heute von meiner Gynäkologin am Telefon erfahre, ist wieder einmal niederschmetternd. Sie spricht von "schwerwiegenden Zellveränderungen, welche als Vorstufe von Krebs anzusehen sind". Ich habe kurze Zeit das Gefühl, als wäre ich "im falschen Film" gelandet. Nein, nicht wieder ich! Aber so sehr ich mich innerlich auch dagegen wehre, dass das, was ich höre, meine Person betrifft, es hilft nichts... Die Frauenärztin sagt mir, dass ich zur weiteren Abklärung umgehend ins Krankenhaus muss, wo man eine Gewebeprobe aus dem Gebärmutterhals schneiden wird. Danach wird entschieden, ob die Gebärmutter entfernt werden muss.
Nach der Diagnose Brustkrebs voriges Jahr am 8. März hoffte ich so sehr, dass das Neue Jahr besser wird... Nun ist nicht einmal ein ganzer Monat vergangen, und bereits die nächste Hiobsbotschaft erzeugt das Gefühl, als wird mir erneut der Boden unter den Füßen weggezogen...
Am späten Nachmittag erhalte ich einen weiteren Anruf aus der Praxis meiner Frauenärztin. Die Schwester teilt mir den Termin mit, den sie für mich vereinbart haben, denn nach dem Telefonat am Mittag war ich selber dazu nicht mehr in der Lage. Am 8. Februar muss ich mich vormittags im Klinikum Westend (wo ich voriges Jahr operiert wurde) in der Aufnahme der Frauenklinik vorstellen. An diesem Tag werden OP- Vorbereitungen getroffen, wie sicher auch das Gespräch mit dem Anästhesisten. Danach darf ich wieder nach hause. Am nächsten Tag muss ich nochmals hin, aber mit Gepäck...
Donnerstag, 25.01.2007
Mein letzter Eintrag ist schon wieder eine Woche her - man, die Zeit rennt aber auch... Zuerst noch ein Nachtrag zum Orkan, falls es jemanden interessiert, wie wir ihn überstanden haben...*schmunzel* Nachdem, was ich im Fernsehen an Berichten über die Sturmschäden in ganz Deutschland gesehen habe, hatten wir sogar richtig Glück, sind wohlauf und haben keine Schäden zu beklagen. In unserem Garten stehen noch alle Bäume, und außer ein paar leeren Blumentöpfen aus Kunststoff, die vorher neben dem Schuppen standen, war nach dem Orkan noch alles an seinem Platz...*freu* Auch das Bike ist nicht noch einmal umgekippt und hat im wahrsten Sinne des Wortes Stand gehalten. So habe ich am nächsten Tag richtig aufgeatmet, denn nach dem Schrecken vom Sivestermorgen war ich mir fast sicher, dass die Suzi erneut zum Sturmopfer wird...
Am Montag war ich nun beim Orthopäden in der Biberburg. Es ist schön, wenn man nur 15 Minuten vor dem Arzttermin hier losfahren kann, lediglich zweimal abbiegen muss und in knapp 5 Minuten ohne Stau und Stress beim Arzt ist. So hatte mein "Irrtum" von voriger Woche schon mal einen positiven Nebeneffekt, denn für den Weg zum ehemaligen Orthopäden (ca. 15 km) musste ich in die City und ca. 45 Minuten für den Weg einplanen, zu Zeiten des Berufverkehrs unter Umständen auch noch länger...
Ich war gespannt, auf was für einen Arzt ich nun treffen werde. Ich wurde ins Sprechzimmer gerufen und musste noch einige Minuten warten. Dann kam der Arzt und seine ersten Worte waren: "Guten Tag, was kann ich für sie tun?" Ich erklärte ihm, dass ich ihm das nicht in drei Sätzen erklären kann und fing an zu erzählen... Während ich auf einem Stuhl saß, blieb er vor mir stehen und machte anfangs einen ungeduldigen Eindruck. Aber dann lockerte sich das Gespräch langsam, er untersuchte mich und diktierte dabei der Schwester. Ich verstand nur noch Bahnhof, denn es "flogen" nur so die lateinischen Begriffe... Die einzigen deutschen Worte waren: Beckenhochstand links und Schulterhochstand... Die Wirbelsäule lies er nochmals röntgen und erklärte mir danach anhand der Aufnahmen, dass meine Bannscheibe abgenutzt ist und dadurch die Wirbel aufeinander reiben, was der Auslöser für meine oft extremen Rückenschmerzen sein dürfte. Da ich auch die letzten Aufnahmen von meiner Kalkschulter mithatte, veranlasste er, dass zur Kontrolle nochmals ein MRT von der rechten Schulter gemacht wird. Für den Rücken bekam ich Akupunktur verschrieben. Außerdem soll ich zur Kräftigung des Rückens 50 mal zum Reha- Sport. Dafür bekam ich ein Formular, was ich zwecks Kostenübernahme bei der Krankenkasse einreichen muss.
Als ich auf dem Weg zu meinem Auto war und wieder nach hause fahren wollte, fiel mir an einem Baum ein Wegweiser auf, welchen ich zuvor gar nicht wahrgenommen hatte. Unter einem Pfeil, der auf einen anderen Eingang zeigte, las ich: "Medicus Reha- Sport". Fast wie ein Hase schlug ich einen Haken und steuerte diesen Eingang an, denn kurz zuvor grübelte ich bereits und hoffte, dass ich nicht 50 mal ans andere Ende der Stadt zum Reha- Sport fahren muss... Eine nette Dame an der Anmeldung erklärte mir alles und gab mir bereits für den 15. Februar einen Termin zu einem Vorgespräch, was dazu dienen soll, den Reha- Sport ganz speziell auf den betreffenden Patienten abzustimmen. Die späteren Termine werden dann zweimal wöchentlich für eine Stunde sein. Ich bin davon ganz angetan und frage mich, warum man mir nicht schon eher Reha- Sport verschrieben hat. Rehabilitationsmaßnahmen wie Kur und Tagesklinik hatte ich voriges Jahr abgelehnt, weil für mich 6- 8 Stunden in einer Tagesklinik mit meinen stündlichen Schweißausbrüchen mehr Quälerei als Hilfe gewesen wären. Für eine Reha- Kur hätte ich meinen gesamten Wäscheschrank mitnehmen müssen, aber solche großen Koffer gibt es nicht...*grins* Auch drehte sich alles in meiner Magengegend, wenn ich daran dachte, 4-6 Wochen von Norbert und Jill getrennt zu sein, ich hätte furchtbares Heimweh gehabt...
Nach dem Besuch in der Biberburg rief ich am nächsten Tag meine Krankenkasse an, informierte sie über den neuesten Stand, denn die drängeln bereits seit geraumer Zeit, dass ich doch wenigstens eine Zeitrente beantragen soll. Ja, man möchte mich wohl langsam loswerden... Ich habe mich daraufhin von einem Versicherungsältesten beraten lassen, und wollte nun zuerst wissen, ob meine behandelnden Ärzte aufgrund der Befunde einen Rentenantrag auch befürworten würden. Schon Anfang Januar war ich bereits bei meiner Gynäkologin und meiner Hausärztin, und beide sicherten mir sofort ihre volle Unterstützung zu. Meine Hausärztin machte mich auch darauf aufmerksam, dass nicht nur die gynäkologischen und hausärztlichen Befunde, sondern auch die des Orthopäden für den Rentenantrag wichtig sind. Darum sollte ich umgehend für aktuelle Befunde von Rücken und Schulter sorgen, was ich bis dahin etwas vor mir her schob. Na ja, das habe ich ja nun angeleiert, das MRT der Schulter ist allerdings auch erst Mitte Februar, denn da bekommt man nicht von heute auf morgen einen Termin.
Nun habe ich sicher viel Papierkram und Bürokratie vor mir, was mir so zuwider ist wie dem Vampir der Knoblauch oder das Sonnenlicht... und seit Tagen versuche ich bereits den Versicherungsältesten zu erreichen, der einem beim Ausfüllen der vielen Formulare hilft. Habe schon auf AB gesprochen, aber noch keinen Rückruf erhalten. Kann mich schwach erinnern, dass er im Januar irgendwann für eine Weile nicht zu erreichen ist...
Hat man Arbeit, gibt es oft Stress, ist man arbeitslos, stresst das Arbeitsamt... Geht es einem nicht gut, ist man froh, wenn man den Alltag einigermaßen bewältigt und ist bemüht nicht ständig zu jammern. Aber es gibt doch immer reichlich Leute, die dafür sorgen, dass nie Langeweile aufkommt....
Donnerstag, 18.01.2007
Es ist schon nach 22 Uhr, und eigentlich wollte ich heute gar nichts schreiben. Aber gerade bin ich mit Jill noch einmal in die Gassi- Ecke hinten in den Garten gegangen... Wegen des Orkans habe ich meine kleine Schnecke sicherheitshalber an die Leine genommen, nicht, damit sie nicht wegweht, sondern falls sie sich erschreckt. Es ist so richtig gruselig da draußen, zumal, wenn man mit der Taschenlampe in die hinterste Ecke des Gartens geht, denn bis dahin reicht die Terrassenbeleuchtung nicht. Die Bäume biegen sich, und die Windgeräusche können einem fast das Fürchten lernen. Wie ich hinten gesehen habe, steht die Suzi noch, und ich hoffe, dass es auch dabei bleibt. Bin froh, dass ich die Terrassentür nun wieder von innen zu gemacht habe....*schmunzel* Wie mir Norbert gerade sagt, wird in der Nacht ein zweiter Sturm- Höhepunkt folgen, der noch stärker sein soll...*grummel*
Früher kannte bzw. sah man solche Stürme und deren Verwüstungen nur im Fernsehen, denn es gab sie nur ganz weit weg von uns... Nun hat es auch uns "erwischt". Die Deutsche Bahn hat seit Stunden ihren Betrieb eingestellt, und die Straßen sind menschenleer. In Deutschland herrscht Ausnahmezustand, und das Fernsehen berichtet in Sondersendungen. Es ist zwar schön, wenn man so wie wir gerade in seiner warmen Stube sitzen kann und nicht auf einem Flughafen oder Bahnhof warten muss, aber trotzdem finde ich es einfach nur bedrückend...
Dienstag, 16.01.2006
Heute Abend habe ich mir mal die Zeit genommen, um ein paar kleine „Reparaturen“ an der Homepage vorzunehmen. Ich finde es immer nervig, wenn ich auf anderen Seiten Links anklicke, die es gar nicht mehr gibt. Darum gehe ich von Zeit zu Zeit auf der Homepage alle externen Links durch, ob die Seiten noch erreichbar sind. Werden Seiten mehrere Tage nicht mehr gefunden, entferne ich den Link.
Ich habe heute allerdings auch einen Link bei den anderen Schicksalen entfernt, der eigentlich noch funktioniert... Vorige Woche besuchte ich einen Tag wieder einmal viele von den mir bekannten Gedenkseiten. Dabei kam ich auf eine Seite, die ich als eine der ersten bei Jana und Mario verlinkt hatte, musste aber feststellen, dass der Gegenlink zu Jana und Mario nicht mehr existiert. Unter dem Button „Anfrage“ kann man nun lesen, dass einen G..…stein gegen eine einmalige Zahlung von 10 Euro erstellt wird, um die entstehenden Kosten zu decken und wem dies nicht passt, möchte die HP bitte ohne beleidigende Mail wieder verlassen… Ich schrieb trotzdem, nicht beleidigend, aber fragte nach, ob ich da irgendetwas falsch verstanden habe oder wirklich für eine Verlinkung 10 Euro zahlen soll. Dies ist nun fast eine Woche her, und eine Antwort darauf bekam ich bisher nicht…
Lange habe ich überlegt, ob ich darüber im Tagebuch schreibe oder nicht, denn es liegt mir wirklich fern, hier jemanden zu kompromittieren (darum auch kein Link zu dieser HP). Aber diese Sache liegt mir seit Tagen wie ein Stein im Magen, und in meinem Tagebuch habe ich mir ja schon so manches von der Seele geschrieben, wodurch es mir hinterher besser ging…
Aber es gab heute auch etwas zum Schmunzeln… Kurz nach Norbert quäle ich mich um 5 Uhr aus dem Bett, denn ich will gleich früh zum Orthopäden, weil ich ja noch die Röntgenaufnahmen von meiner Wirbelsäule vorlegen will. Ich habe keinen Termin, aber wenn man um 8 Uhr da ist, gibt es trotzdem kaum eine lange Wartezeit… Ich setze mich als gegen 7:20 Uhr ins Auto und fahre Richtung Ku- Damm, wo sich in einer Querstraße die Orthopädiepraxis befindet. Im morgendlichen Berufsverkehr kommt da nicht gerade Freude auf, aber ich bin froh, dass ich mich heute endlich aufraffen konnte. Die Parkplätze in dieser Gegend sind knapp, aber ich habe Glück. Vor dem Haus stutze ich dann. Das Arztschild gibt es nicht mehr, es ist nur noch eine leere Tafel am Haus. Nun ist es auch schon über ein Jahr her, dass ich dort war, und ich überlege… Bei uns fast nur um die um die Ecke ist die so genannte „Biberburg“, eine Gemeinschaftspraxis von mehreren Orthopäden. Ich fahre dorthin und bekomme für nächsten Montag gleich einen Termin. Eigentlich bin ich sogar froh, denn dann habe ich es nicht so weit… Wieder zuhause schalte ich den Computer an, klicke die gelben Seiten an und will mal sehen, wo mein bisheriger Orthopäde „abgeblieben“ ist. Ich finde ihn, er hat seine Praxis immer noch in der gleichen Straße, und um genau zu sein, noch im gleichen Haus… Ich hatte mir nie die Hausnummer gemerkt, aber die Altbauten sehen dort fast alle gleich aus, und so musste ich feststellen, dass ich heute Morgen vor dem falschen Haus stand! Der Zufall wollte es, dass dort diese leere Tafel war, auf der irgendwann mal ein Schild war… Ich rief Norbert an, der sich natürlich köstlich amüsierte und bat ihn, es niemandem zu erzählen… Auch Nora konnte ich am Telefon mit dieser Geschichte ein herzhaftes Lachen entlocken. Ja, und dann dachte ich mir, warum eigentlich für mich behalten, wenn ich damit noch andere Lachmuskeln in Schwingung versetzen kann? Ich bin alles andere als sauer und kann auch über mich selber lachen. Manche Dinge im Leben haben ja auch ihren Sinn, den man manchmal erst später erkennt…
Sonntag, 14.01.2007
Hat ein neues Jahr angefangen, verschreibt man sich noch oft beim Datum... und so habe ich gerade meinen vorhergehenden Eintrag berichtigt, denn da stand bis eben noch 2006...*grins*
Gerade wusste ich auch noch, was ich schreiben will, aber Norbert hat mich etwas aus dem "Konzept" gebracht, denn eben erzählt er mir, was er vorhin beim Baden im Radio gehört hat: Zurzeit sind Emails unterwegs, die angeblich von der GEZ stammen und Gebühren für WAP- fähige Handys und für den Internetzugang von PCs eintreiben wollen. Man soll diese Emails auf keinen Fall öffnen, da sie Trojaner enthalten, für die es noch keinen Antivirus- Schutz gibt (was sich hoffentlich schnell ändern wird). Ungefähr 500 000 Mails sind bereits versandt und haben wohl schon viele PCs infiziert. Wenn ich ganz ehrlich bin, ich hätte sie vielleicht auch geöffnet, obwohl ich sonst immer äußerst vorsichtig bin...
Ja, das Wochenende geht inzwischen auch seinen letzten vier Buchstaben entgegen...*schmunzel*
Bevor ich hier anfing zu schreiben, haben wir mit Norbert noch zwei Kündigungsschreiben aufgesetzt, die er morgen in den Briefkasten werfen wird. Das erste ist für die Zeitung, die oft noch nicht da ist, wenn Norbert morgens zur Arbeit fährt (und dann gern in der S- Bahn lesen würde)... Wer möchte denn erst nachmittags um 16:30 Uhr die Tageszeitung lesen? Das hatte ich ja in meiner alten Wohnung auch schon einmal. Da lag dann den ganzen Tag die Zeitung genau vor der Wohnungstür, und jeder konnte zudem auch noch sehen, dass niemand zuhause ist....
Die zweite Kündigung geht an Vodafone D2. Schon lange meckere ich mit Norbert, dass er viel zu viel bezahlt... Er hat seine Hauptkarte und Partnerkarten für Andi und seine Mutter. Daran hängen viele "günstige" Tarife mit etlichen Grundgebühren wie zum Beispiel Mindestumsatz oder kostenloses Telefonieren am Wochenende, Feiertagen und nach 20 Uhr... Klingen alle sehr gut, aber nun habe ich mir heute mal die Mühe gemacht und nachgerechnet. Allein die Summe aller Basistarife für die drei Telefonkarten beträgt monatlich über 50 Euro! Ja, so zockt man Kunden ab! Ich selber bin bei Simply, bekomme zwar kein subventioniertes Handy, aber mein Taschenrechner hat mir trotzdem Recht gegeben... Da Simply keine "Grundgebühren" hat und der Minutenpreis für alle Netze gilt, hätte Norbert allein diesen Monat bei Simply 60 bis 65 Euro weniger bezahlt. Angesichts dieser Rechnung musste ich Norbert nicht mehr zu einer Kündigung überreden...*schmunzel* Wie wir dann anhand der Unterlagen festgestellt haben, ist auch der Zeitpunkt gerade günstig, denn das letzte subventionierte Handy wurde im März 2005 gekauft, also sind die 24 Monate Vertragsbindung fast abgelaufen... Ich könnte nun noch weiter rechnen: Allein von den monatlich gesparten 55 Euro Grundgebühren könnte man sich alle 3 bis 6 Monate ein neues nicht subventioniertes Handy "leisten", was es bei Vodafone subventioniert nur alle 24 Monate gibt... Obwohl ich diese Werbung nicht mag, aber da passt doch der Slogan von Saturn: "Geiz ist geil!" ...und eigentlich haben sie doch Recht, nur sollte man dabei nicht nur an Saturn denken...
Donnerstag, 11.01.2007
Am 27. Dezember erfuhr ich von einem weiteren tragischen Schicksal. Im Gästebuch schrieben mir Eltern, dass sie ihren Sohn Daniel erst vor wenigen Wochen am 7. Dezember durch Suizid verloren. Dieses Schicksal ging mir sehr nah, zumal die Eltern bei ihrem Sohn waren, um zu helfen, aber daran gehindert wurden. Ich habe mehrmals mit Daniels Vater gemailt, dann wählte ich am Silvesternachmittag die Telefonnummer, die in der Signatur der Emails stand, um Ihnen die nötige Kraft für den Jahreswechsel zu wünschen... Unser Telefonat dauerte über eine Stunde und Daniels Vater war für meinen Anruf sehr dankbar. Da wusste ich, das ich das Richtige getan hatte. Seitdem bin ich täglich in Gedanken bei Gabi und Wilfried, denn weiß ich doch nur zu gut, wie es einem so kurz "danach" geht. Ich weiß aber auch, welchen Weg sie vor sich haben und wie schwer dieser ist. Inzwischen haben wir nochmals telefoniert und Wilfried hat angefangen, auch für Daniel eine Gedenkseite zu erstellen. Sie ist auf der Seite "Andere Schicksale" zu finden und ich hoffe, dass noch viele liebe Gästebucheinträge den Eltern ein wenig Kraft geben...
In den letzten Tagen habe ich wieder viele Gedenkseiten besucht, gelangte dabei durch Links auch auf Seiten, die ich noch nicht kannte. Dadurch gibt es noch weitere Verlinkungen zu Gedenkseiten, was mich jedoch auch traurig stimmt, denn in Gedanken bin ich bei all den Eltern, die ihre Kinder genauso vermissen wie ich...
Sonntag, 07.01.2007
Nun ist das Neue Jahr schon wieder 7 Tage alt, und ich hoffe, dass alle gut hinein gerutscht sind...
Norberts und mein Weihnachtsgeschenk, dass wir uns Silvester um nichts kümmern müssen, ist Norberts Kindern gut gelungen. Da Momo Weihnachten ein Raclette geschenkt bekommen hatte, sollte es Silvester das erste Mal ausprobiert werden... Der große Küchentisch reichte kaum für die vielen Schälchen und Teller mit den verschiedensten Zutaten. Momo hatte sich richtig viel Arbeit gemacht, und es war einfach nur lecker!
Nach dem Essen vergnügten wir uns mit verschiedenen Gesellschaftsspielen, und ich filmte auch wieder fleißig mit meinem Camcorder...*schmunzel* Als wir uns dann am nächsten Tag das daraus entstandene Video ansahen, gab es reichlich zu lachen... Erstaunlich fand ich nur, dass sogar meine Aufnahmen etwas geworden sind, die ich mitten in der Nacht draußen gemacht habe, als Norbert und seine Kinder ihre Feuerwerkskörper abbrannten....*freu*
Eigentlich wollte ich dann Anfang der Woche schon Tagebuch schreiben, aber irgendwie kam ich nicht dazu, immer war irgend etwas anderes... Zur Zeit sichern wir mit Norbert viele unserer Dateien, die wir auf CD sicher glaubten, bis wir neulich einen Fernsehbeitrag sahen... Dort wurde erzählt, dass gebrannte CDs manchmal bereits nach einem Jahr nicht mehr zu gebrauchen sind. Wir waren regelrecht geschockt, und Norbert schimpfte wie ein Rohrspatz, dass uns die Industrie jahrelang für dumm verkauft hat... Nun haben wir uns externe Festplatten zugelegt. So kann Norbert seine vielen Musikdateien und ich meine Fotos sichern. Aber auch Janas mp3- Dateien, die ich zuvor auf CD sicher glaubte, sind jetzt auf der externen Festplatte.
Am Mittwoch dann erzählte mir Norbert, dass sich mehrere seiner Kollegen am nächsten Tag bei PLUS ein Gerät kaufen wollen, mit dem man VHS- Videokassetten auf Computer überspielen und somit digitalisieren kann. Wir hatten dieses Angebot gar nicht gesehen, aber wurden neugierig... Die meisten Aufzeichnungen von Fernsehberichten über Jana und Mario habe ich auf VHS- Videokassetten und schon oft überlegt, wie lange diese "halten". Kurz vor 8 Uhr stand ich nun Donnerstag vor dem Plus- Markt und hatte Glück. Von 5 Geräten, die zum Verkauf standen, bekam ich das letzte! So waren diese Teile bereits um 8.05 Uhr ausverkauft...
Zwei Tage habe ich dann allerdings damit verbracht, um die bestmögliche Qualität beim Überspielen zu erreichen, aber mit Details will ich jetzt nicht nerven....*grins*