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Silvester, 31.12.2006
Wie schon im letzten Eintrag steht, habe ich heute einen stressfreien Tag, denn Norberts Kinder nebst Freund/Freundin haben die gesamte Organisation für Silvester übernommen...
Doch ich habe mich wohl zu früh gefreut... Noch vor dem Frühstück, fahre ich zum Bäcker, wo ich unsere bestellten Pfannkuchen und Baguettebrote abhole. Auf dem Rückweg höre ich im Autoradio, dass in der letzten Nacht über Berlin/Brandenburg ein Sturm hinweg gezogen ist, es aber keine Personenschäden gab. Nur wenige Male wurde die Polizei wegen herab gestürzten Ästen informiert, und in Berlin hat ein Baugerüst ein Auto beschädigt.
Ich komme mit den Bäckertüten nach hause, Norbert empfängt mich an der Tür und will mir von dem Sturm erzählen. Ich sage nur: "Ja, ja, habe ich gerade im Radio gehört, aber es gibt keine größeren Schäden." Norbert aber daraufhin: "Na, dann schau' mal in den Garten, Dein Motorrad ist umgekippt." Na klar, wieder so einer von Norberts Scherzen, und ich lache noch... Erst, nachdem Norbert es mehrere Male wiederholt hat, gehe ich zur Wohnzimmerterrasse, wo ich nach hinten in den Garten schauen kann. Nun sehe ich es mit meinen eigenen Augen und merke, dass Norbert keinen Scherz gemacht hat... Mir tut dieser Anblick richtig weh!

Das Bike hatten wir im Herbst wieder zum "Winterschlaf" hinten in den Garten gebracht, wo es nicht nur durch die Plane, sondern auch unter einem sehr dichten Nadelbaum gut geschützt steht. Damit der Hauptständer nicht im weichen Boden versinkt, buddelten wir (wie im Vorjahr) eine Steinplatte ein, auf der es stand. Diese war zwar nicht mit einer Wasserwaage ausgerichtet, aber die Suzi stand gut, wackelte nicht, und wir waren überzeugt, dass 200 kg nicht so einfach umfallen... ein Irrtum, wie wir heute sehen müssen. Da haben Sturm und Plane ganze "Arbeit" geleistet!
Nach dem Frühstück machen wir uns mit Norbert an die Arbeit. Die Steinplatte verlegen wir neu und achten darauf, dass sie absolut gerade liegt. Dann ziehen wir die Plane hoch, um die Suzi wieder aufzurichten. Da sie ganz dicht vor der Lattenwand des Nachbarn und leicht schräg stand, hat sie beim Umkippen diese Holzwand gestreift, und das Kennzeichen ist etwas verbogen. Ansonsten sind glücklicherweise keine Schäden zu erkennen. Auch die Rankhilfe vom wilden Wein, den die Suzi mit umgestoßen hat, richten wir wieder auf, und so kann ich ein weiteres Foto machen....

Hoffen wir, dass das Neue Jahr nicht so anfängt, wie das alte Jahr aufgehört hat!
Ich wünsche allen einen guten Rutsch in ein sorgenfreies, friedliches und gesundes Jahr 2007!
Donnerstag, 28.12.2006
Vor zwei Tagen hatte ich schon einmal angefangen zu schreiben, aber schaffte es nicht ganz. So ändere ich mal das Datum auf heute und vervollständige meinen "Weihnachtsbericht"...
Wie immer, holten wir am Heiligabend Norberts Mutter zu uns, und auch Norberts Tochter kam gegen Abend zu uns.
Das Spannendste in jeder Familie ist ja die Bescherung, und das nicht nur wegen der Geschenke, die man vielleicht selbst bekommt. Ich freue mich immer ganz besonders, wenn ich mit meinen Geschenken einen Wunsch erfüllen kann oder mir eine besondere Überraschung gelingt...
Gegen 18 Uhr war es bei uns soweit, die Bescherung sollte beginnen und alle Geschenke lagen unter dem Weihnachtsbaum. Andi war dafür, dass nicht nur einfach verteilt wird, sondern man sich jedes einzelne Geschenk "erwürfeln" muss. Das hatten wir, glaube ich, auch voriges Jahr schon gemacht. Mit zwei Würfeln im Becher einigten wir uns auf die Summe 7, die man für jedes Geschenk würfeln musste, und so ging es immer in der Runde herum...
Nach einer Weile hatte ich einen Sharpei- Kalender (von Momo) und eine Geschenkpackung von Jägermeister mit zwei tollen Gläsern (von Andi) bekommen...*freu* Als ich nach einer Weile wieder mal eine 7 hatte, wickelte ich aus einem ganz kleinen unscheinbaren Päckchen einen Akku aus und kam dann etwas ins Grübeln... Ich hatte keine Ahnung, wozu er gehören könnte, denn außer Lithium- Ionen- Akku, dem Hersteller Hähnel und 1500 mAh stand nichts drauf. Norbert hat das natürlich gefreut, denn er holte nach jeder 7 die Geschenke unter dem Weihnachtsbaum hervor und "bestimmte" somit auch deren Reihenfolge...*schmunzel* Aber irgendwann hatte ich wieder Glück und die nächste 7 lag unter dem Becher... Ich freute mich und war schon davon überzeugt, dass sich das Rätsel nun ganz bestimmt lösen wird. Es kam aber anders, denn aus dem Geschenkpapier kam eine leere Tasche für ein "Gerät", was kleiner sein musste, als meine Digitalkamera, denn diese hätte da nicht hinein gepasst, und nun wusste ich überhaupt nicht mehr, was ich denken sollte. Norbert und sein "Mitwisser" Andi amüsierten sich inzwischen auf meine Kosten, während ich vor Spannung bald platzte. Aber bei meiner nächsten 7 wurde das große Rätsel leider immer noch nicht gelöst, denn ich musste mit Norbert zusammen einen riesigen Karton öffnen, der für uns beide war. Er war randvoll mit Styroporteilen, worin wir 32 kleine Kärtchen mit Begriffen finden sollten. Das Lösung davon war, dass Norberts Kinder die Silvesterfeier ausrichten...*freu* Diese Idee fand ich ganz toll. So habe ich Silvester keinen Stress... Aber immer noch wusste ich nicht, was es mit dem Akku und dieser Tasche auf sich hat, mehrere Runden bekam ich keine 7 mehr, und meine Nerven lagen fast blank... Dann aber war es endlich soweit, ich bekam wieder ein Päckchen in die Hand und zerrte ganz nervös am Geschenkpapier... Ich traute meinen Augen kaum, als ich sah, was da zum Vorschein kam. Die Spannung, die sich immer mehr gesteigert hatte, entlud sich plötzlich - in Tränen... Ich konnte nichts dagegen tun, ich heulte vor Freude, denn in meinen Händen hielt ich einen JVC- Camcorder der neusten Generation mit einer integrierten 30 GB- Festplatte, und dieses süße Teil ist wirklich noch kleiner als meine Minolta- Kamera!
Als ich meine Fassung langsam zurück erlangt hatte, bin ich Norbert und seiner Mutter erst einmal um den Hals gefallen, denn die beiden haben zusammen gelegt, um mir diese Freude zu bereiten. Vor etlichen Wochen hatte ich mal im Internet nach Camcordern geguckt und über die Anschaffung eines solchen nachgedacht. Dabei blieb es dann auch, denn Norbert meinte damals, dass die neusten Geräte mit Festplatte sind und man sich kein billiges Auslaufmodell kaufen sollte. Ich legte daraufhin diesen Wunsch wieder "auf Eis", denn man kann und muss ja nicht alles haben... Nun liegt dieser von mir "konservierte" Wunsch auf meinem Schreibtisch, und ich kann es immer noch nicht richtig fassen... Ab und zu muss ich mich selber kneifen, weil ich immer noch das Gefühl habe, dass ich nur träume...
Natürlich konnte ich den Camcorder am Heiligabend nach dem Auspacken nicht gleich wieder beiseite legen, das versteht sich wohl von selbst...*schmunzel* ....und während die Familie sich bei Gesellschaftsspielen amüsierte, studierte ich bereits die Bedienungsanleitung meines Camcorders und machte kurze Zeit später die ersten Filmaufnahmen... Am zweiten Feiertag wollte Norbert dann wissen, ob ich von den bisherigen Aufnahmen auch eine DVD gebrannt bekomme, die man in einem DVD- Player abspielen und auf dem Fernseher anschauen kann. Ich schloss also den Camcorder per USB- Kabel an den Computer an. Dass es geht, wusste ich ja, nur habe ich es noch nie gemacht. Es machte mir richtig Spaß, denn ich brauchte nicht einmal die mitgelieferte Software. Bereits mit dem Brennprogramm "Nero" hat man für das Hauptmenü der Video- DVD eine große Auswahl an Hintergründen, Schriftarten usw. Ein Fehler ist mir beim ersten Versuch allerdings unterlaufen. Ich hatte mit dem Camcorder im Format 16:9 aufgenommen und dies bei "Nero" nicht eingestellt. So erschien das Video in 4:3, und alles war etwas "deformiert" ...aber das sind wohl typische Anfängerfehler... Wenig später hatte ich eine weitere DVD mit dem richtigen Format gebrannt und wir schauten uns die erste eigene DVD auf dem Fernseher an... Ich hatte daran ganz besonderen Spaß, denn Norbert hat bei meinen "Filmarbeiten" so viel Quatsch gemacht, dass er beim Ansehen vor Lachen fast von der Couch gerutscht ist und dann nur noch sagte: "Zeig' das bloß niemandem!"
Wie immer liegt über all dieser Freude auch wieder eine gewisse Wehmut. So gern hätte ich diese große Freude mit Jana geteilt und habe fast ein schlechtes Gewissen, wenn ich mich ohne sie so sehr freue. Sie war auch immer für alle technische Neuigkeiten zu haben: damals waren es die polyphonen Klingeltöne auf Handys und die ersten noch sehr teuren Digitalkameras... Als wir im Frühjahr 2002 unsere erste Digitalkamera kauften, war sie vor Begeisterung ganz aus dem Häuschen, und wir fotografierten wie am Fließband...
Damals hatten wir auch schon eine Videokamera mit Video8- Bändern, die ich mal billig gebraucht gekauft hatte, jedoch kam sie bei uns nur ein- oder zweimal zum Einsatz und stand dann nur in der Ecke. Das Ding hatte mindestens die Größe eines Schuhkartons und war so schwer, dass man sie nur auf der Schulter ruhig halten konnte. Heute steht sie hier im Haus hinter einem Schrank in dem dazugehörigen großen Alukoffer, der ungefähr die Ausmaße eines "Samsonite"- Schalenkoffers hat... Es ist schon Wahnsinn, wie sich die Technik weiterentwickelt hat... Mein kleines Schaf würde jetzt garantiert dieses große alte Monstrum hervor holen, neben den Camcorder legen und sich vor Lachen den Bauch festhalten...
Noch etwas muss ich loswerden, denn auch darüber hätte sich Jana köstlich amüsiert, zumal sie nicht nur Norbert, sondern auch seinen Humor immer sehr mochte... Oft war sie mir gegenüber im Vorteil, denn während ich noch auf der langen Leitung stand, lachte sie schon...*grins*
Norbert bekam von mir zu Weihnachten eine neue Armbanduhr, da er von der letzten Billiguhr immer eine rote Stelle am Handgelenk hatte und sich darum jeden Morgen ein Stück Zellstoff unter das Uhrenarmband "stopfte". Nun wollte ich meinem Schatz eine richtig gute Uhr schenken, aber sie sollte unverwechselbar sein... Darum suchte ich bei der Marke "Diesel", denn vor langer Zeit machte ich bereits Olav mit einer Diesel- Uhr eine große Freude, weil sie wirklich einmalig sind. Olav liebt seine Uhr bis heute und hat sich vor kurzem ein neues Armband dafür bestellt, was wirklich nur an diese Uhr passt. Relativ schnell fand ich bei "Diesel" auch für Norbert eine Uhr, die ihm sehr gut gefallen und auch gut zu ihm passen würde.
Norbert hatte am Heiligabend beim Würfeln das größte Glück und die meisten 7... Nachdem er von seiner Tochter und deren Freund unter anderem einen Tankgutschein ausgepackt hatte und etwas später dann die Uhr in den Händen hielt, sagte er: "Jetzt weiß ich, wozu der Tankgutschein ist. Den brauche ich, wenn die Uhr nicht mehr geht.." Ich grübelte noch, während alle schon wieder lachten... Irgendwann begriff auch ich, dass Norbert mit seiner Diesel- Uhr tanken will, und auch dieses Mal hätte Jana lange vor mir gelacht... Schaue ich jetzt zu ihrem Bild an der Wand, dann frage ich mich wieder einmal, ob sie mich an- oder auslacht....
Donnerstag, 21.12.2006
Etwas abrupt habe ich gestern aufgehört zu schreiben, aber musste sein...
Gestern hatte ich nun alle meine Geschenke verpackt und dachte, dass ich es geschafft habe. Heute bittet mich Norbert, dass ich auch seine Geschenke verpacke (außer einem natürlich...) Dabei gehört das Einwickeln gar nicht unbedingt zu meinen Lieblingsbeschäftigungen, zumal ich beim Einkaufen auch kein richtiges Weihnachtspapier, sondern so eine Art Folie erwischt habe, die beim Einwickeln immer nur rutscht...*stöhn* Norbert wäre schon mit normalem Papier total überfordert... Die Geschenke würden genauso aussehen, als hätte er Wäsche zusammen gelegt, und genau darum habe ich ihn von diesen beiden Tätigkeiten auf Dauer entbunden...*grins*
Neben dem Weihnachtsstress bekomme ich heute einen Anruf, über den ich mich so richtig freue. Vor einigen Tagen hatte ich zwei Weihnachtskarten verschickt. Die eine ging an meine Schulfreundin nach Leipzig, von der ich seit 4 Jahren nichts mehr höre... Die zweite schickte ich meinem ehemaligen Nachbarn, meinem alten Freund Martin. Er zog Anfang 2000 in seine Heimatstadt Chemnitz, und ich hatte damals tagelang geheult, denn er war für mich ein Freund, den man nicht gleich wieder findet. Der Kontakt wurde im Laufe der Zeit etwas weniger, und nun haben wir bestimmt fast zwei Jahre nicht mehr telefoniert. Martin ruft heute an und erzählt mir, wie sehr er sich über meine Karte gefreut hat. Er ist zwar so erkältet, dass er kaum eine Stimme hat, aber wir freuen uns beide so richtig. Zu erzählen gibt es natürlich viel, und nächste Woche werden wir unser Telefonat fortsetzen...
Ob ich nun vor Weihnachten noch einmal zum Schreiben komme, kann ich nicht einschätzen... Darum möchte ich heute schon allen zufälligen, besonders aber den regelmäßigen und treuen Lesen ein geruhsames und vor allem gesundes Weihnachtsfest wünschen!
Mittwoch, 20.12.2006
Ob wir wollen oder nicht, der Weihnachtsstress hat uns alle wieder voll im Griff...
Ich mag diese Hektik nicht. Schon früher war es mir ein Graul, wenn Weihnachten nahte und man bereits einige Wochen vorher von allen Seiten schmunzelnd gefragt wurde, ob man denn schon alle Geschenke zusammen hat... Allein diese Frage war für mich wie der Zahnarzt, der gerade mit dem Bohrer den Nerv trifft, und das mehrmals täglich...*schmunzel*
Nun gut, zurzeit habe ich weder Fahrgäste noch Kollegen, die mir des öfteren diese nervende Frage stellen, aber dieses Jahr könnte ich ganz locker antworten: "Na klar, alles beisammen...", denn ich habe bereits zeitig angefangen zu "sammeln"...*schmunzel* Heute nehme ich mir die Zeit und verpacke alles. Verraten tue ich hier natürlich nichts, denn auch Familienmitglieder schauen ab und zu ins Tagebuch...
Gern würde ich auch für Jana ein Geschenk einpacken... Genau das ist der Punkt, an dem meine Freude wieder von der Traurigkeit eingeholt wird... Unser letztes Weihnachten 2001 bekam sie von mir unter anderem ein blaues Plüsch- Nilpferd, welches ich einige Zeit zuvor in Rot von Norbert geschenkt bekam, vielleicht habe ich dies auch schon einmal geschrieben, aber egal... Jana hatte sich total in dieses rote Nilpferd verliebt, und als sie es Weihnachten in Blau (ihrer Lieblingsfarbe) bekam, war sie fast sprachlos vor Freude... Wenn ich Jana so überraschen konnte, freute ich mich mindestens genauso wie sie. Ihren glänzenden Augen werde ich nie vergessen... Heute nun sitzen diese beiden Nilpferde tagsüber immer auf meinen Bett...

Traurigkeit und Freude liegen bei mir immer sehr dicht beieinander. Da freut man sich über etwas und ist gleichzeitig traurig, dass man es nicht mehr mit Jana erleben kann.
So fahre ich heute auch allein ins Brustzentrum vom Klinikum Westend, denn 3 Monate sind wieder vergangen, und ich habe den nächsten Termin zur Krebsnachsorge. Die nette Ärztin freut sich, dass der Mammographie- Befund vom 31.10. in Ordnung ist, untersucht selber noch durch Abtasten und per Ultraschall. Sie stahlt über das ganze Gesicht, weil es keinen negativen Befund gibt und freut sich fast noch mehr als ich... Als sie sich nach meinem Algemeinbefinden erkundigt, erzähle ich ihr natürlich auch wieder von meinem größten Problem, den Nebenwirkungen der Antihormone... Es tut ihr leid, aber sie fleht mich regelrecht an, diese Antihormone weiter zu nehmen, da sie so enorm wichtig sind... Sie sagt auch, dass es Patienten gibt, die kaum unter diesen Antihormonen zu leiden haben, andere wiederum um so mehr... Ich scheine mir ja nun die letztere Gruppe "ausgesucht" zu haben...
So, 22 Uhr ist bereits vorbei, und bei uns ist Nachtruhe angesagt, denn Norbert Wecker klingelt ja kurz vor 5 Uhr...
Freitag, 15.12.2006
Nun habe ich es endlich geschafft...*freu* Meine Berichterstattung von der Fällung der Kiefer in Form einer kleinen Fotoreportage ist endlich fertig! Es war gar nicht so einfach, wie es anfangs schien. Meine Digitalkamera hat 5 Megapixel, und meist stelle ich auch die höchste Auflösung ein: 1920 x 2560 Pixel. Dies bringt zwar die beste Qualität, wenn man Papierabzüge bestellen möchte, aber für die Homepage wäre die kleinste Auflösung von 480 x 640 Pixel besser gewesen, das hatte ich schlichtweg versäumt... Durch die nun notwendige Verkleinerung der Fotos und Reduzierung des Dateivolumens für die Homepage (zur Vermeidung extrem langer Ladezeiten) leidet die Qualität der Fotos doch ganz erheblich. Lange habe ich mit meinem Fotoprogramm experimentiert, bis ich die notwendigen Einstellungen herausgefunden hatte, um die Bilder kleiner und dennoch einigermaßen scharf zu bekommen.
10 Tage sind jetzt seit der Fällung der Kiefer vergangen, allerdings hatte ich auch nicht jeden Tag Zeit und Lust, um mich intensiv mit der Auswahl und der Bearbeitung der Fotos zu beschäftigen. Nebenbei versuche ich ja auch immer, so viel Emails wie möglich zu beantworten. Nicht immer gelingt es mir, und man möge mir verzeihen, wenn es mir nicht immer klappt...
Oft bedrückt es mich, wenn ich nicht mehr schaffe, was ich eigentlich gern möchte... Heute Mittag war ich froh, als ich so einiges an Hausarbeit geschafft habe. Aber dann war ich K.O., guckte nur kurz nach Emails und schaltete den PC gleich wieder aus. Auf der Couch vor dem Fernseher schlief ich dann ein und wurde von Norbert geweckt, als er von der Arbeit kam... Wir fuhren einkaufen, und dann habe ich die restlichen Bilder von der Kiefer fertig gestellt...
Ich bin ganz froh, dass ich diese Fotoreportage endlich fertig habe. Dennoch habe ich bereits ein neues Problem, denn seit 2 oder 3 Tagen meldet sich nach einem guten Jahr mein Tennisarm zurück. Ich kann meinen rechten Arm wieder nicht mehr ganz anwinkeln und ebenso wenig ganz strecken... Sogar beim Kämmen und dem Hantieren mit dem Haargummi habe ich bereits Probleme... Manchmal ko...... es mich total an, dass man etwas geschafft hat und prompt das nächste Problem vor der Tür steht. Ich kann keine Arztpraxen mehr sehen und werde es darum erst einmal mit den Salben versuchen, die sich in unserer Hausapotheke befinden....
Allen Lesern wünsche ich einen schönen und besinnlichen 3. Advent,
und falls noch jemand in unserem Garten vorbeischauen möchte:
Meine Homepage --> Hobbys --> Unser Garten --> Fällung der Kiefer
Sonntag, 10.12.2006
Man soll doch nie den Tag vor dem Abend loben, und das habe ich wohl getan...*schmunzel* Es war doch noch nicht alles mit meinem Computer in Ordnung. Ich musste noch einmal ganz von vorn anfangen, weil das Media- Center von Windows (Programm für die Fernsehkarte) ständig einen schweren Ausnahmefehler anzeigte und beendet wurde, was sich nicht beheben lies. Aber keine Bange, ich werde jetzt nicht alles auflisten, was ich gemacht und versucht habe, da hätte ich auch ewig zu schreiben...*grins* Bin ja auch froh, dass ich es hinter mir habe, hoffe ich zumindest... So, nun muss ich noch die restlichen Programme installieren - oder ich mache dies morgen und jetzt zur Entspannung eins meiner Lieblingsspielchen...*lächel*
Doch zuvor werde ich zwei Kerzen ins Fenster stellen, denn es ist 19 Uhr... An jedem zweiten Sonntag im Dezember um 19 Uhr werden in der ganzen Welt von Hinterbliebenen brennende Kerzen ins Fenster gestellt, um ihren Kindern, Geschwistern oder Enkeln zu gedenken. So geht eine Lichterwelle um die Welt - während sie in der einen Zeitzone bereits erlöschen, werden sie in der nächsten angezündet...
Freitag, 08.12.2006
Wenn man sich schon mal etwas vornimmt... Da wollte ich gestern anfangen, die Fotoserie von der Kiefer zusammenzustellen, aber natürlich kam mal wieder alles ganz anders...
Ich wollte nur kurz mit einem Programm eine Datenträgerüberprüfung durchlaufen lassen, aber nix mit kurz, es dauerte über eine Stunde, und ich saß vor dem blauen Bildschirm und konnte nichts machen. Ich war froh, als es endlich 100% anzeigte und zu Ende war, aber typischer Fall von "Denkste!", denn es begann wieder von vorn. Da schaltete ich die Stromleiste aus und wollte nach dem Einschalten den PC wieder hochfahren. Nur kam es nicht dazu, denn sofort ging wieder die Datenträgerüberprüfung auf dem "schönen" blauen Hintergrund los...*grummel* Dieses Spielchen habe ich dann noch mehrmals gemacht, dann versuchte ich eine Systemwiederherstellung mit der Recovery- CD. Leider war auch diese Aktion umsonst... Ich war mittlerweile auf 180, nahm die Windows- CD, formatierte die C- Festplatte und installierte Windows neu. Alle weiteren Programme, Einstellungen etc. habe ich nun heute im Laufe des Tages gemacht, denn gestern war es ohnehin viel später geworden, als ich wollte.
Mutig wie ich bin, habe ich heute nun noch einmal die Datenträgerüberprüfung gemacht...*grins* Siehe da, es lief ohne Probleme und auch nicht so lange. Kann schon sein, dass da doch irgendetwas war, zumal mein PC in der letzten Zeit beim Hochfahren ab und zu mal stehen blieb... Na gut, nun ist wieder alles frisch und sauber, vielleicht hätte es mir ohnehin irgendwann wieder in den Fingern gekribbelt...*schmunzel* Auch die lizenzierte 3- Platz- Version von Kaspersky- Internet- Security ist installiert, das vor wenigen Tagen mit der Post kam. Auf Norberts Computer habe ich es dann auch gleich installiert und auf dem Laptop die 30- Tage- Testversion mit dem Key frei geschaltet.
Nun ist es auch heute schon spät geworden... Bestimmt fange ich aber am Wochenende mit den Fotos an...
Dienstag, 05.12.2006
Ein aufregender Tag - und wenn ich jetzt nicht mindestens 3 Zeilen schreibe, dann platze ich...*grins*
Natürlich mache ich gleich früh, als es einigermaßen hell ist, noch ein paar "Erinnerungsfotos" von unserer Kiefer, die uns so viele Jahre "geärgert" hat...

...und deren Nadeln ungezählte Laubsäcke füllten... Aber komisch, so kurz vor dem Fällen überkommt einen auch eine gewisse Traurigkeit, ähnlich wie damals bei der Pappel vor dem Balkon meiner ehemaligen Wohnung. Ewig schimpften wir über die Nadelplage, den dadurch übersäuerten Boden, auf dem nichts wächst, und als man sich eigentlich über das Ende dieses Ärgers freuen könnte, kommt Wehmut auf...
Gegen 9 Uhr klingelt es, und der heutige Tag nimmt seinen Lauf. Vor dem Grundstück wird der Häcksler neben dem Anhänger postiert, und dann geht es los...

9:45 Uhr 9:46 Uhr 12:14 Uhr
Diese wenigen Aufnahmen sind nur ein winziger Bruchteil von dem, was ich fotografiert habe, es ist sozusagen der absolute Zeitraffer... 161 Fotos sind auf der Speicherkarte meiner Kamera, und ich werde wohl ein paar Tage brauchen, um auszuwählen und die "Fotoreportage" zusammenzustellen. Spannend ist solch eine Aktion allemal... Sobald ich die Fotos zur Bildergeschichte zusammengefügt habe, wird für Interessierte hier der entsprechende Hinweis bzw. Link erscheinen.
Andi hat heute rein zufällig frei, und wir schauen die ganze Zeit staunend zu... Als Norbert von der Arbeit kommt, gibt es nichts mehr außer dem Baumstumpf zu sehen, denn der Baumfäller ist schon einige Zeit weg. Auch Norberts Freund Bernd und seine Frau Rita waren inzwischen dreimal da und haben sich das Schnittholz für ihren Kaminofen mit dem PKW abgeholt, was sich Rita ja neulich als Geschenkgutschein wünschte... Andi und ich, wir haben inzwischen auch schon einiges geschafft, nämlich noch viele Reste zusammen geharkt und den Weg gefegt. So kann Norbert wirklich nur noch den Baumstumpf bestaunen. Aber wozu habe ich fotografiert? Abends zeige ich ihm alle Fotos auf dem Computer, und so kann er einigermaßen nachvollziehen, was Andi und ich heute live erlebten...
Schön, dass Norbert für morgen kurzfristig frei nehmen kann, so können wir gemeinsam noch etwas im Garten machen, ein paar letzte Handgriffe, obwohl es schon besser aussieht, als wir vorher dachten....
Montag, 04.12.2006
Nun habe ich heute doch noch etwas Zeit für ein paar Zeilen…
Heute früh setze ich mich bereits kurz vor halb acht ins Auto und fahre zum Friedhof. Der morgendliche Berufsverkehr verhindert, dass ich sehr schnell dort bin, denn es ist auch noch relativ dunkel. Während ich mich im Stau langsam fortbewege, wird es hell, und kurz vor acht Uhr bin ich auf dem Friedhof. Ich traue meinen Augen kaum, denn die Blumen vom Todestag sehen immer noch gut aus. Von den 5 Stängeln entferne ich lediglich zwei und kann es kaum fassen, dass sich die Blumen so lange halten… Ich staune und freue mich zugleich. Auch die beiden Rosen von Steffi sind noch nicht verblüht, und so kürze ich sie nur etwas. Die Kerze, die ich vor einer Woche angezündet habe, ist natürlich abgebrannt, aber in der Grablaterne leuchtet immer das mit Batterien brennende Grablicht, welches mir einmal Renate mitbrachte… Ich habe das Gefühl, als wäre ich heute auf dem Friedhof der erste Besucher, außer einem kleinen Fahrzeug mit Gärtnern sehe ich noch niemanden…
Auf dem Rückweg fahre ich zu Lidl, mache meine Einkäufe, und so habe ich für die bevorstehen Tage alles beisammen… Jill überschlägt sich vor Freude, als ich zuhause ankomme, wie immer...
Am späten Vormittag klingelt es, Jill spielt wieder Wachhund und bellt lautstark. Ich wundere mich, denn ein Paket erwarte ich zurzeit nicht…*schmunzel* Ich muss also mit nassen Haaren (hatte sie kurz zuvor gewaschen) zum Gartentor, und dort steht der Baumfäller... Er fragt mich, ob er heute schon seinen Anhänger hier abstellen darf. Ich habe nichts dagegen, zumal er ja auf der Parkfläche von Norberts Auto steht…*grins* Morgen möchte er dann den Häcksler mitbringen und braucht somit nicht zweimal zu fahren. Ich freue mich, denn ist es doch ein Zeichen dafür, dass nun wirklich nichts mehr dazwischen kommt und es morgen wirklich der Schwarzkiefer an den Kragen geht, die nicht nur uns, sondern auch unseren Grundstücksnachbarn jahrelang mit ihren langen Nadeln zu schaffen gemacht hat. Die letzte Nadel werde ich als Souvenir aufheben, nur wird es bestimmt lange dauern, bis wir wirklich nach der letzten Kiefernnadel suchen müssen…*schmunzel*
So, nun werde ich meinen Fotoapparat für morgen noch mit neuen Batterien und eine leeren SD-Card bestücken, und dann wechsle ich in die Horizontale...
Sonntag, 03.12.2006
Ich weiß noch nicht, ob ich in den nächsten Tagen die nötige Zeit und auch Lust haben werde, um Tagebuch zu schreiben, darum heute noch einige Zeilen…
Hier läuft der Countdown, denn am Dienstag kommt ja nun der Baumfäller. Wir wissen noch nicht, wie es danach hier auf dem Grundstück aussieht und welche Nacharbeiten auf uns zukommen. Ich sehe schon Berge von Nadeln vor mir, die wir zusammen harken müssen…*schmunzel*
Heute habe ich – was ich sonst nie mache - einen „Speiseplan“ für die kommende Woche gemacht. Darum will ich morgen einkaufen, um zumindest in dieser Beziehung schon mal den Rücken frei zu haben. Auch werde ich morgen früh zum Friedhof fahren. Die Blumen vom Todestag am 3. November hielten sich erstaunlich lange, und als Steffi am Totensonntag am Grab war, sagte sie am Telefon zu mir, dass die Blumen immer noch sehr frisch aussehen. Am Tag darauf sah ich es dann selber, Steffi hatte zu den Blumen noch zwei lange Rosen in die Vase gestellt…
Das Wochenende ist nun vorüber, und wir haben es sehr ruhig verbracht, zumal wir uns auch etwas erholen wollten. Bei mir ist der Verbrauch an Papiertaschentüchern weiter gestiegen, und besonders abends kribbelt meine Nase ständig. Norbert hat mit seiner Erkältung zwar ein paar Tage „Vorsprung“, aber könnte mit seinem Husten durchaus Jill am Gartentor vertreten…*grins*
Noch mal ein anderes Thema: Gestern habe ich mich nun dazu entschieden, das Internet- Security- Programm von Kaspersky in der 3-Platz- Version für uns zu erwerben und online bestellt. Es läuft nun seit 10 Tagen auf meinem PC und dem Laptop in der 30-tägigen uneingeschränkten Testversion, ich bin immer noch sehr angetan von diesem Programm und kann es nur jedem empfehlen, der eine zuverlässige Software gegen Viren und andere Internet- Bedrohungen sucht. Da auch mein Schwesterlein sich mit einem veralteten Antivirus- Schutz begnügt, habe ich für sie ebenfalls eine Lizenz bestellt, was dann mein Weihnachtsgeschenk für Nora sein wird. Ich kann es hier schreiben, denn am Telefon erzählte ich ihr bereits von meiner Geschenkidee…
In meinem Hinterkopf überschlagen sich in diesen Tagen jedoch auch noch ganz andere Gedanken… Es ist die Zeit, in der ein Jahrestag dem anderen folgt. Heute ist der 3. Dezember, und heute vor 4 Jahren war es genau einen Monat her, denn damals zählte ich noch in Wochen und Monaten, nun sind es Jahre geworden… In drei Tagen - am Nikolaustag – jährt sich der Tag der Beerdigung… Ich habe neulich einen Text gefunden, ich weiß nicht mehr wo, aber ich habe ihn kopiert, da ich ihn als sehr zutreffend empfand:
Nicht alle Schmerzen sind heilbar,
denn manche schleichen sich tiefer ins Herz hinein,
und während die Tage verstreichen, werden sie Stein.
Du lachst und sprichst, als wenn nichts wäre,
sie scheinen geronnen zu Schaum,
doch Du spürst ihre lastende Schwere bis in den Traum.
Der Frühling kommt wieder mit Wärme und Helle,
die Welt wird ein Blumenmeer,
aber in Deinem Herzen ist eine Stelle, die blüht nicht mehr.
Ricarda Huch
Donnerstag, 30.11.2006
Gut, dass man über das Internet keine Bazillen und Viren übertragen kann, jedenfalls keine biologischen...*grins* Norbert hat nämlich seit Anfang der Woche eine deftige Erkältung, aber quält sich trotzdem jeden Tag zur Arbeit. Mein Verständnis dafür hält sich in Grenzen, denn es ist in meinen Augen kein Heldentum, sondern leichtsinniger Umgang mit der eigenen Gesundheit. Aber Männer wollen ja immer Helden sein...*schmunzel* Andi hat es nun auch "erwischt", gestern und heute bleibt er zuhause. Man sieht ihn zwar nicht, aber hört ihn schniefen und schnaufen.... Ja, und die letzte in der Runde werde wohl ich sein, denn mein Hals sendet bereits die ersten "Signale"....
Ich bin nur froh, dass ich am Montag noch die letzten Sträucher beschnitten habe. Unser Garten sieht nun richtig "aufgeräumt" aus. In den letzten Jahren haben wir es selten geschafft, bereits im Herbst alle nötigen Arbeiten zu erledigen. Oft haben wir dann im darauf folgenden Frühjahr noch den Rückschnitt der Sträucher nachgeholt. Der derzeit schöne Anblick wird sich ja am Dienstag noch einmal ändern, wenn die Kiefer gefällt wird. Ich erwarte dieses Ereignis wie ein Kind, das auf den Weihnachtsmann wartet und bin richtig gespannt...
Auch am Computer hatte ich in den letzten Tagen einiges zu tun. Mein Antivirus- Programm von Norton läuft demnächst ab. Ich müsste dann ein Update kaufen, um die Lizenz zu verlängern. Zuvor wollte ich mich jedoch mal informieren... Bei meinen Recherchen im Internet musste ich feststellen, dass Norton gar nicht unbedingt das Beste ist, es ist lediglich das bekannteste Antivirus- Programm, mehr aber auch nicht... Ich stieß auf ein Internet- Security- Programm namens Kaspersky. In vielen Tests belegt es Spitzenplätze. Gegenüber anderen Programmen wird es am schnellsten mit neuen Virendefinitionen aktualisiert. Sympathisch auch, dass es einen deutschsprachigen Email- und Telefon- Support gibt, und die Hotline hat keine kostspieligen 0180er Nummern, sondern eine ganz normales Festnetz- Nr. in Ingolstadt...*staun* Nach langem Nachlesen im Internet und den vielen positiven Testergebnissen habe ich mir nun die 30- Tage Testversion für 3 Arbeitsplätze herunter geladen und inzwischen auf meinem PC und dem Laptop installiert. Wie es aussieht, werde ich wohl vor Ablauf dieser 30 Tage das Programm kaufen, denn nach den wenigen Tagen gibt es nichts, was mir daran nicht gefällt... Hier mal der Link zu Kaspersky, falls es jemanden interessiert...*schmunzel*
Sonntag, 26.11.2006
Wenn ich so lange nichts geschrieben habe, dann ist es vielleicht für manchen "stillen Leser" etwas langweilig, aber es kann auch ein gutes Zeichen sein, nämlich, dass hier nichts "passiert" ist, was besonderen Stress verursacht hat. Mir soll es nur Recht sein...
Ja, die letzte Woche verlief sehr ruhig, und meine tägliche Hausarbeit soll ja nicht mehr unbedingt das Hauptthema meines Tagebuches sein...
Beim Durchlesen meiner letzten Einträge habe ich jedoch festgestellt, dass ich vergessen hatte, etwas zu erwähnen. Am 17. November hatte ich Norbert nachmittags von der S- Bahn abgeholt, wo er derzeit immer sein Auto parkt und umsteigt. Diese S- Bahn- Station ist genau neben dem "Holländer", wo ich zuvor Besenheide für die Winterbepflanzung des Grabes gekauft hatte. Wir fuhren dann zum Friedhof und machten die Winterbepflanzung. Dabei staunten wir, dass die Schnittblumen vom Todestag am 3. November immer noch aussahen, als hätten wir sie gerade erst in die Vase gestellt.
Heute Nachmittag klingelt mein Handy... Es ist eine SMS von Steffi. Sie schreibt mir, dass sie Jana besucht hat und hoffte, mich auf dem Friedhof zu treffen. Ja, es ist Totensonntag. Ich bin traurig, denn über nichts hätte ich mich mehr gefreut, als Steffi zu treffen. Hätte sie sich doch nur eher gemeldet.... Ich rufe sie auf dem Handy an und sage ihr, wie schade ich es finde, dass wir uns nicht getroffen haben. Norbert und ich haben uns heute mehrere Stunden im Garten betätigt. Es war noch einiges zu tun, da sich doch für die kommende Woche der Baumfäller angesagt hat. Wir haben Sträucher beschnitten, um den Zugang zur Kiefer und den Abtransport des Schnittgutes zu erleichtern. Auch war nochmals reichlich Laub wegzuharken... Seit Freitag warten wir auf einen Anruf des Baumfällers, heute Vormittag sprach ich ihm auf den Anrufbeantworter, und gegen 21 Uhr versuche ich es nochmals, da noch kein Rückruf erfolgte. Nun erfahre ich, dass die Schwarzkiefer endgültig am 5. Dezember gefällt werden soll. Ich hoffe, dass es nun endgültig bei dem Termin bleibt. Spät ist es wieder geworden, und vielleicht folgen in den nächsten Tagen noch einigen Zeilen...
Sonnabend, 18.11.2006
Die Grillsaison ist ja nun endgültig beendet, aber es gibt in der kalten Jahreszeit auch eine Alternative... Vor einigen Tagen machte ich den Vorschlag, dass wir wieder mal Fondue machen, und sowohl Norbert als auch Andi waren von meiner Idee gleich ganz angetan. Also hole ich heute das Fondue- Set aus dem Schrank... Dazu passend die Fondue-Teller mit den Vertiefungen für die Soßen, die ich damals bei Ebay ersteigerte...*grins* Fleisch vom Rind, Schwein und Huhn habe ich besorgt und schneide es in Happen. Wie geplant steht zum Beginn der Bundesliga um 15:30 Uhr alles auf dem Tisch...
So kann es ein gemütlicher Fußballnachmittag werden... Hertha spielt heute auswärts und gegen Dortmund. Voller Spannung sitzen wir nun alle im Wohnzimmer vor dem Fernseher. Laut Statistik hat Hertha in Dortmund das letzte Mal vor 34 Jahren gewonnen! Schon in der ersten Halbzeit schießt Hertha zwei Tore, und bei dem Jubel hätten wir in einem Mietshaus bestimmt Ärger mit den Nachbarn bekommen...*schmunzel* Aber leider gibt es kurze Zeit später einen Elfmeter gegen Hertha, der auch im Tor landet... So steht es aus Dortmunder Sicht 1:2, und mit diesem Spielstand geht es auch in die Halbzeitpause. In den zweiten 45 Minuten liegen nun Norberts Nerven blank...*grins* Aber es fällt glücklicherweise kein Tor mehr, und wir freuen uns, als die Zweite Halbzeit endlich abgelaufen ist. Ende gut, alles gut...*jubel* So hat Hertha also nach 34 Jahren wieder in Dortmund gewonnen, wurde ja auch Zeit...
Das war nun ein spannender Tag für die Hertha- Fans, und erschöpft liegt Norbert jetzt auf der Couch vor dem Fernseher *schmunzel*
Aber ich muss noch etwas loswerden. Am Montag der vergangenen Woche wollte ich mich wieder mal nach dem Befinden des verunglückten Baumfällers erkundigen, um vielleicht auch zu erfahren, ob bereits eine neue Terminplanung in Aussicht ist. Dabei erfuhr ich, dass er sich gut fühlt und am nächsten Tag einen Arzttermin hat, an dem über seine Arbeitsfähigkeit entschieden wird. Gestern rief er mich an und erzählte mir, das er nach dem so genannten Hamburger Modell anfängt zu arbeiten. Das heißt, dass er mit wenigen Arbeitsstunden anfängt, was sich wöchentlich steigert. Dadurch hat er jetzt auch angefangen, seine vorliegenden Aufträge neu zu planen und hat uns für die Woche ab 27. November vorgemerkt. Den genauen Termin erfahren wir spätestens am kommenden Freitag. Ja, nun läuft endlich für die Schwarzkiefer und ihre ca. 16 cm langen Nadeln der Countdown. Nach dem Fällen werden wir sicher noch einmal viele Nadeln zusammenharken müssen, aber es wird das letzte Mal sein, und das macht dann vielleicht sogar Spaß. Ich habe mir auch vorgenommen, das Fällen der Kiefer in Fotos festzuhalten, und sicher wird es dann hier auch einen Link zu einer ausführlichen "Fotoreportage" geben...
Mittwoch, 15.11.2006
Gestern habe ich abrupt aufgehört, aber es war auch wirklich schon viel zu spät...
Heut bin ich total aufgekratzt, denn der Postbote hat mich reichlich "beschenkt". War mir fast schon peinlich, weil ich am Gartentor gar nicht alle Pakete gleichzeitig entgegen nehmen konnte. Ja, da kamen das Futter und das Hundebett für Jill in zwei großen Kartons, und auch die das ersehnte Gerät mit Modem und Router traf ein, ebenfalls die dLan- Adapter, aber der Reihe nach...
Am aufregendsten war es mit den dLan- Adaptern für das Netzwerk über die Steckdose. Ich war ja trotz aller Begeisterung für diese Technik sehr skeptisch, ob es bei uns auch funktioniert, wollte es probieren, zumal wir dann auch für Andi im 2. OG den Computer ans Internet anschließen könnten. Wer mich kennt, weiß, dass ich nur selten sprachlos werde, aber heute fehlen mir wirklich wieder einmal die Worte. Ich habe den ersten Adapter an Steckdose und Router angeschlossen und habe dann mit dem Laptop und dem zweiten Adapter fast alle Steckdosen im Haus "abgeklappert". Schon in der Küche (im EG) war ich total baff, es funktioniert! Auch, als ich unter dem Dach im 2. OG angekommen war, funktionierte es! Die Probedownloads waren vorbildlich, und ich musste wirklich meine Kinnlade festhalten, damit sie mir nicht aushakt...*grins* Es ist echt der Hammer, warum habe ich die dLan- Technik nicht eher entdeckt? Ein kleiner Trost: selbst ein Kollege von Norbert (Computer- Spezi) erfuhr erst durch uns von dLan und wartet auf unsere Erfahrungsberichte...*grins*
Die Uhr rennt mir schon wieder in Richtung 23 Uhr, aber ich möchte noch kurz von Jills neuem Hundebett erzählen. Norbert und ich, wir waren uns einig, dass es zu groß ist, um bis Weihnachten versteckt zu werden. Außerdem wollten wir wissen, ob Jill es überhaupt annimmt und sich darin wohl fühlt. Ich brauche wohl nichts weiter zu erzählen, sondern füge nur ein Foto bei, was ich auf die Schnelle gemacht habe....

ohne Worte......
Dienstag, 14.11.2006
Fast eine Woche ist seit meinen letzten Zeilen vergangen, mir ist, als wäre es erst gestern gewesen. Zum Jahresende hin habe ich sowieso immer den Eindruck, als vergeht die Zeit besonders schnell, wie ein Läufer, der einen Endspurt einlegt... Weiß nun gar nicht, womit ich anfangen soll, denn die letzten Tage würde ich nicht gerade als langweilig bezeichnen...
Am Sonnabend gingen Norbert und Andi wieder ins Olympiastadion, wo Hertha gegen Bochum spielte. Ich schaltete hier den Fernseher an, um nebenbei auf Premiere das Spiel zu verfolgen, denn wie immer wollte ich ja wissen, mit welcher Laune "meine beiden Männer" nachhause kommen werden...*schmunzel* Es sah für Hertha nicht besonders gut aus. Kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit klingelte es hier, Jill bellte, als wollte sie gleich mehrere Einbrecher stellen, aber vor der Tür stand Norbert! Er hatte kurz vor Ende der ersten Halbzeit wütend das Stadion verlassen, als sich Hertha das zweite Tor eingefangen hatte und es damit 1:2 stand... Gewundert habe ich mich nicht, denn kenne ich doch meinen Schatz nun lange genug, um zu wissen, wie er reagiert...*grins* Na ja, und als das Spiel letztendlich mit 3:3 zu Ende ging, war Norbert dann vor dem Fernseher zwar nicht gerade glücklich, aber unentschieden ist immer noch besser als verloren... Norbert ist halt immer für eine Überraschung gut...*grins* Als Dany neulich hier war, sagte sie am nächsten Tag zu mir am Telefon: "Man, Dein Norbert ist ja richtig lustig, für den kannst du glatt Eintritt nehmen..." Diesen Spruch werde ich so schnell nicht vergessen, und lachen muss ich darüber immer noch...
Absoluter Themenwechsel: Seit Tagen recherchiere ich im Internet, um herauszubekommen, warum wir mit unserem DSL seit längerer Zeit immer wieder Verbindungsabbrüche haben. Da bin ich neulich im Onlinebanking, will eine Überweisung machen, und mittendrin kann die nächste Seite nicht mehr angezeigt werden... Ziehe ich dann den Netzstecker von Router und stecke ihn wieder ein, bezieht er eine neue Netzwerkadresse, und die Verbindung funktioniert wieder. Das ist allerdings auf Dauer trotzdem unbefriedigend. So habe ich tagelang in Foren nachgelesen, wo diese Probleme besprochen wurden. Dabei fand ich heraus, dass dies meist ein Hardware- Problem ist. Lange Rede - kurzer Sinn, ich bin durch meine Recherchen auf eine noch relativ unbekannte Firma aufmerksam geworden, die aber ein Vorreiter für neue Technologien ist. So habe ich nach langen Preisvergleichen bei verschiedenen Anbietern nicht nur einen neuen Router mit integriertem Modem bestellt, sondern auch zwei Adapter für dLan. Keine Panik - den Begriff dLan kannte ich bis vor zwei Tagen selber noch nicht. Es ist ganz einfach und dennoch total beeindruckend. Ich habe zum Beispiel das Problem, dass ich die Wireless- LAN- Verbindung (drahtlose Internetanbindung) meines Laptops nicht nutzen kann, denn die Wände schirmen einfach zuviel ab. Also nichts mit schnurloser Internetanbindung im Wohnzimmer, auf der Terrasse oder an anderen Stellen des Hauses. Aber da gibt es von besagter Firma Adapter, die ein Netzwerk über die Steckdose ermöglichen. Ich verbinde den einen Adapter am Router und verbinde ihn mit einer Steckdose... An einer beliebigen anderen Steckdose im Haus wird der zweite Adapter in die Steckdose gesteckt und an die Eternet- Karte des Laptops (oder Computers) angeschlossen. Das Netzwerk wird erkannt und ich kann ohne Probleme ins Internet. Ich bin immer noch total von dieser neuen Technik beeindruckt und möchte sie hier auch mal publik machen, denn sicher haben auch andere das Problem, dass Wireless LAN nicht so funktioniert wie erhofft... Ich weiß, viele sind froh, wenn der Computer funktioniert und haben mit technischen Details nicht viel im Sinn, Aber es gibt auch ganz neugierige, und falls es einige interessiert, die Firma heißt Devolo und hier der Link zu der Homepage, wo auch vieles erklärt wird. Dankesschreiben für diesen Tipp sind bitte über das Email- Formular direkt an mich zu senden...*grins*
Ja, beim dem vielen Surfen geriet ich in den letzten Tagen manchmal auch etwas von meinem Ziel ab, und landete auf ganz anderen Seiten... Ein Schelm, wer jetzt anderes denkt...*schmunzel* Nein, ich entdeckte bereits ein paar Geschenkideen für Weihnachten, aber aus verständlichen Gründen kann und will ich hier darüber keine Details verraten, denn die Welt ist ja bekanntlich sehr klein... Fazit: in den nächsten Tagen kann ich das Haus kaum verlassen, denn der Postbote wird einige kleine Päckchen bringen...
Gut, dass Jill nicht lesen kann, denn auch ihr Weihnachtsgeschenk ist bereits auf dem Weg... Norbert hatte die Idee, dass Jill zu Weihnachten ein Hundebett bzw. -Körbchen bekommt. Dies haben wir bei ZooPlus bestellt, einem Online- Tiershop, den man nur empfehlen kann. Dazu habe ich gleich noch Jills Futtersorte bestellt, denn ab 19 € bezahlt man keine Versandkosten. Da der Preis nicht höher ist, als in unserem Futterhaus, spare ich sogar noch Benzinkosten und die Schlepperei... Aber nun muss ich langsam aufhören, denn es ist 23 Uhr....
Mittwoch, 08.11.2006
Norbert und Andi fiebern vor dem Fernseher für Hertha, und ich habe wieder einmal Lust, mir meine Gedanken und Erlebnisse der letzten Tage von der Seele zu schreiben...
Am Montag kam Olav zu mir. Wir wollten uns einen gemütlichen Vormittag machen. Aber wie ich es von meinem Sohnemann fast schon gewöhnt bin, kam unverhofft etwas dazwischen...*schmunzel* Statt wie verabredet gegen 10 Uhr traf er dann kurz vor 12 Uhr bei mir ein... Da ich mittags einen Termin in der Werkstatt zum Wechsel der Sommer- auf Winterreifen hatte, war es höchste Zeit, denn Olav hatte mir auch seine Hilfe zugesichert. Die Winterreifen lagerten auf einem Reifenbaum hinter dem Schuppen und mussten durch den ganzen Garten nach vorn gebracht und ins Auto geladen werden. Das ist für mich zu schwer und männliche Unterstützung absolut notwendig...
In der Werkstatt mussten wir nur wenige Minuten warten, dann wurde mein Felix auf der Hebebühne hochgefahren, die Räder gewechselt und der Luftdruck überprüft. Statt der schönen Alufelgen sind nun wieder Radkappen drauf, die die dunklen Felgen der Winterräder verdecken. Alles zusammen dauerte kaum eine Viertelstunde... Für Anfang November hatte ich den Räderwechsel schon eingeplant, aber nach den Unfallmeldungen an den zwei Frosttagen in der vorigen Woche war ich fast in Panik geraten. Nun hatte man im Fernsehen auch noch darauf hingewiesen, dass man bei Glatteisunfällen mit Sommerreifen nicht den vollen Versicherungsschutz hat. Wäre dumm gelaufen, wenn man selber keine Schuld hat, aber aufgrund der Sommerbereifung Mitschuld bekommt... Ich bin ja ohnehin für solche "Glücksfälle" vorgemerkt, denn stehe in nur wenige Minuten im Parkverbot, erwischt man mich, andere parken ganz dreist und unbehelligt stundenlang im absoluten Halteverbot... Da fällt mir auch wieder ein, wie man mich voriges Jahr auf dem Gelände des Virchow- Klinikums abschleppen wollte, als ich mit Norberts Mutter trotz Termin ewig lange in der Augenklinik warten musste. Nur dem Verlangen nach einer Zigarette vor der Tür hatte ich es zu verdanken, dass mein Felix nicht auf dem Abschleppwagen landete... Wenn ich daran denke, wird mir noch heute schlecht...
Aber zurück zum Montag... Nachdem wir mit Olav aus der Werkstatt kamen, hat er mir die Sommerreifen aus dem Auto ausgeladen, durch den Garten gerollt und zum "Überwintern" in den Schuppen gebracht. Bevor er wieder los musste, blieb noch ein wenig Zeit zum Plaudern... Obwohl ich über seine Verspätung anfänglich etwas sauer war, freute ich mich doch sehr, dass wir wieder mal einige Stunden miteinander verbringen konnten, denn man telefoniert zwar oft miteinander, aber sieht sich eigentlich viel zu selten...
Den Dienstag lasse ich mal aus, denn es gab ohnehin nichts, worüber sich zu schreiben lohnt...
In der letzten Zeit fällt es mir ziemlich schwer, kurz nach Norbert - also gegen 5 Uhr - aufzustehen. Der Grund dafür ist, dass ich kaum noch eine Nacht durchschlafe, weil ich oft durch diese blöden Schweißausbrüche wach werde... Dann schiebe ich die Bettdecke von mir weg, wenige Minuten später ziehe ich die Decke fast über den Kopf, weil mir wieder kalt wird. So fühle ich mich morgens beim Weckerklingeln oft, als wäre ich kurz zuvor erst ins Bett gegangen...
Heute gelingt es mir wieder, kurz nach Norbert aufzustehen, denn im Hinterkopf "arbeitet" bereits mein ausgefüllter Tagesplan. Ich will früh gleich etwas Wäsche waschen. Dies schaffe ich auch. Kurz nach 10 Uhr fahre ich zu Norberts Mutter. Sie hat mittags einen Termin beim Augenarzt zum Lasern. Da sie nicht mehr allein aus dem Haus gehen kann, bin ich wieder Begleiter und Chauffeur in einer Person. Ich mache es aber auch sehr gern, denn ich habe ohnehin einen guten Draht zu meiner Schwiegermama. Nach ihren Augenarzttermin hat meine Schwiegermama Hunger, aber nicht nur sie...*grins* Genau nebenan vom Augenarzt ist ein gemütlicher Italiener, und wir essen gemütlich... Danach fahre ich Norberts Mutter nach Hause, bringe sie in die Wohnung und verabschiede mich, denn meine kleine Schnecke Jill wartet sicher schon...
Auf dem Heimweg halte ich am Friedhof. Ich möchte sehen, ob die Schnittblumen in der Vase noch gut aussehen. Ich komme zur rechten Zeit, die Blumen sehen noch gut aus, aber das Wasser in der Vase ist verbraucht, ich fülle frisches Wasser nach... Die abgebrannten Grabkerzen entsorge ich und zünde für Jana und Mario zwei neue an...
Als ich zuhause ankomme, ist es eigentlich noch vor der Zeit, in der Norbert nachhause kommt, aber sein Auto steht bereits vor dem Grundstück, und ich wundere mich... Dafür, dass er gestern länger als normal gearbeitet hat, machte er heute etwas eher Feierabend, um bei trockenem Wetter und vor allem vor Einbuch der Dunkelheit noch einmal den Rasen mähen zu können... Andi hat bereits einige Vorarbeit geleistet und Laub zusammen geharkt. Dies habe ich vorige Woche ja auch schon einmal gemacht, und zwei Tage später sah es im Garten aus, als hätten wir weder eine Harke noch einen Besen...*schmunzel* Als ich heute Vormittag zum Auto ging, begegnete ich der Frau unseres Grundstücksnachbarn, die auch gerade beim Laub harken war. Sie gab mir nur zu verstehen, dass sie langsam die Nase voll hat...
Nachdem ich nun wieder zu hause bin, fahre ich mit Andi noch kurz zu Lidl, und dann kann ich meinen Computer endlich wieder anschalten...*grins* Wie ich dann sehe, kam kurz nach dem Ausschalten heute Vormittag ein Gästebucheintrag von Nicole, den ich nun erst frei schalten kann. Ich muss dabei auch etwas schmunzeln, denn Nicole schreibt: "... wie es Renate geht... genauso wie dir?? Hat sie nicht auch einmal an einer Seite für Mario gebastelt?? Ich meine so was in Erinnerung zu haben..." Ich antworte Nicole, dass Renate absolut kein Computerfreak ist und für sie eine Homepageerstellung eine Doktorarbeit wäre... Ich finde dies so lustig, dass ich spontan Renate anrufe, ihr dies erzähle, und Renate kann darüber lachen, was man ihr so zutraut... Nicole, keinesfalls wollen wir uns über Deine Frage lustig machen, im Gegenteil... Ich habe die Gelegenheit genutzt, um Renate auch mal anzustupsen, was die Geschichte von Mario betrifft, für deren Inhalt sie zuständig ist und deren Fortsetzung noch aussteht... Ich bekam diesbezüglich bereits Anfragen und kann sie immer nur an Renate weiter geben... Renate hat mir aber heute versprochen, dass sie sich meine "Ermahnungen" zu Herzen nimmt...
So, Hertha hat inzwischen das Spiel unentschieden beendet, Norbert liegt bereits in den Federn, und auch ich bin hundemüde....
Sonnabend, 04.11.2006
Viele Mails und Gästebucheinträge haben mich gestern erreicht. Ich möchte allen, die mir geschrieben haben, ganz lieb dafür danken! Ich fühlte mich von Euch in den Arm genommen, und das tat einfach nur gut und gab mir die Kraft, um diesen Tag zu überstehen. Danke nochmals!
Der Todestag ist und bleibt der schlimmste Tag im Jahr. Man kann sich auch nicht dagegen wehren, dass jedes Jahr dieser Film vor einem abläuft, der schon Tage vorher beginnt und einem regelrecht die Kehle zuschnürt. Man möchte diesen Film anhalten, aber es gelingt einem nicht, man muss ihn jedes Jahr aufs Neue schmerzhaft durchleben...
Ich habe gestern viel telefoniert, mit Olav, mit meiner Mum, am längsten mit Renate... Mit Norbert gingen wir nachmittags auf den Friedhof. Symbolisch für die 4 Jahre zündeten wir ebenso viele Grabkerzenerzen an und stellten frische Blumen in eine Vase. Die neue Randbepflanzung ist offenbar gut angewachsen, denn sie zeigt inzwischen neue Triebe - eine kleine Freude an diesem traurigen Tag...
Freitag, 03.11.2006
„Die Zeit und das Wasser im Fluss fließen nicht zurück…“ (Verfasser unbekannt)
Schmerzlich musste ich lernen ohne Jana zu leben, aber dennoch lebe ich immer mit ihr… Die Anzahl der dunklen Tage ist weniger geworden, und oft überrollen einen auch wieder ganz alltägliche Probleme... Ich weiß nur zu gut, dass es Janas Wunsch wäre, dass ich irgendwann ins „normale“ Leben zurückfinde. Aber was ist nach vier Jahren ohne mein Kind normal? Ich kann wieder lachen und ausgelassen sein, kann Freude und Glück empfinden, aber über allem liegt auch immer der Schatten von Janas Abwesenheit, und genau das ist heute meine Normalität…
Werde ich gefragt, wie es mir geht, antworte ich oftmals: „Danke, ganz gut...“. Meist ist man zufrieden und sogar erleichtert, wenn meine Antwort so kurz und knapp ausfällt. Nein, die Maske brauche ich dazu nicht mehr, denn ich habe inzwischen gelernt, mich einfach nur der Sprache derer zu bedienen, die ohnehin nur diese Antwort hören wollen...
Wenn ich aber sage, dass es mir gut geht, dann bedeutet das, dass ich die Trauer nicht mehr als unüberwindbaren Gegner sehe, sondern als meinen ständigen Begleiter angenommen habe. Liebe und Trauer kämpfen in meiner Seele nicht mehr gegeneinander, sondern akzeptieren sich gegenseitig…
Seit vier Jahren hat Jana nicht nur ihren Platz in meinem Herzen, sondern nach wie vor auch in meinem Leben. Viele Dinge versuche ich mit ihren Augen zu sehen, und so ist es auch immer wieder Jana, die meine Entscheidungen beeinflusst. Mit Hilfe ihrer Gedanken, die ich wie einen Schatz in mir hüte, kann ich manche Dinge gelassener sehen, verschwende weniger Zeit für Banalitäten, entscheide zwischen Wichtig und Unwichtig…
„Leben muss man vorwärts, verstehen kann man es nur rückwärts…“ (Sören Kierkegaard)
Mittwoch, 01.11.2006
Der Oktober ist vorbei, und es beginnt der Monat, den ich auch schon früher nie mochte...
Genau darum vielleicht ganz gut, dass ich ab Mittag wieder mal "frei nehme"... Neulich habe ich Nadine in Schwedt besucht, heute muss ich nicht fahren, sondern bekomme Besuch - es ist Dany. Schon oft haben wir gemailt, dann telefoniert, und nun wurde es langsam Zeit, dass wir uns mal "in natura" begegnen, zumal Dany - relativ gesehen - fast nur einen Katzensprung entfernt wohnt, nämlich am Rand von Berlin. Das Wetter mit seinem starken Wind und dem Regen kann nicht verhindern, dass es für uns trotzdem ein richtig gemütlicher Nachmittag wird, zumal wir ja im Warmen sitzen... Wir haben uns soviel zu erzählen, und Langeweile kommt nicht auf. Am späten Nachmittag gesellt sich dann Norbert zu uns. Noch eine Weile später kommt Danys Lebensgefährte, eigentlich, um sie abzuholen. Aber wir sitzen nun noch eine ganze Weile zu viert zusammen... Wir sind einfach nur eine richtig gemütliche Runde, und dabei gibt es auch reichlich zu lachen. Aber damit die Nacht nicht zu kurz wird, verabschieden wir uns gegen 20:30 Uhr. Dieser Tag hat mir sehr gut getan und etwas abgelenkt, denn bereits seit Tagen kann ich kaum noch auf den Kalender schauen...
Dienstag, 31.10.2006
Heute um 10:30 Uhr ist der Termin in der Radiologie. Ich nehme auf dem Weg dorthin all meinen Mut zusammen und versuche mich selber zu beruhigen, was mir auch relativ gut gelingt. Als ich aufgerufen werde, ist von meiner Ruhe jedoch nicht mehr viel übrig. Zuerst macht man die Röntgenaufnahme von meinem Rücken, dann folgt die Mammographie. Die Röntgenschwester versucht meine panische Angst abzuschwächen, indem sie sagt, dass es beim Zahnarzt doch viel schlimmer ist. Ich antworte ihr: "Lieber säße ich jetzt beim Zahnarzt auf dem Stuhl..." Ich bin froh, als ich es hinter mir habe, muss aber zugeben, dass die Mammographie zwar wieder schmerzhaft war, aber nicht so extrem, wie ich befürchtet habe. Trotzdem drei Kreuze, ich habe es hinter mir! Kurze Zeit später folgt noch ein kurzes Gespräch mit dem Röntgenarzt. Nach dem erstem Anschauen der Aufnahmen ist wohl alles in Ordnung. Auch der geröntgte Bereich meiner Wirbelsäule ist außer einer Anomalie eines Wirbels ohne Befund. Da jedoch auf einer Röntgenaufnahme nur die knöchernen Bestandteile der Wirbelsäule zu sehen sind, würde eine Kernspintomografie mehr Aufschluss geben. Ab Donnerstag kann ich mir die Aufnahmen mit den schriftlichen Befunden abholen...
Als ich gegen Mittag wieder zuhause bin, hole ich erst einmal mein zweites Frühstück nach, denn mein Magen knurrte schon im Wartezimmer der Radiologie... Ich muss auch noch einkaufen fahren, zumal mich Norbert heute früh daran erinnerte, dass wir noch Süßigkeiten besorgen müssen, weil heute Halloween ist und bestimmt wieder einige Kinder klingeln werden. Andi hat frei und begleitet mich zu Lidl. Damit es mir nicht wie voriges Jahr geht, wo unsere Süßigkeiten etwas knapp wurden, holen wir reichlich. Auch die Zutaten für ein neues Auflaufrezept landen in unserem Einkaufskorb, und so beginne ich bald mit der Zubereitung, damit das Essen pünktlich fertig ist. Als Norbert dann von der Arbeit kommt, hat er außer seiner Tasche auch einen Einkaufsbeutel dabei. Er hat seine Mittagspause genutzt, um Süßigkeiten einzukaufen...*gröhl* Nun liegt hier ein Berg von süßem Zeug, und es hat erst zweimal geklingelt...
Montag, 23.10.2006
Allem Anschein nach haben wir mit der Reinigung der Pumpe wohl das Richtige getan. Gestern habe ich noch Wäsche gewaschen, und es blieb alles schön trocken...*freu* Allerdings war ich immer noch so skeptisch, dass ich die Türen breit offen hatte, um kein Geräusch der Waschmaschine zu verpassen und bei jedem Anspringen der Pumpe nachzusehen, ob irgendwo Wasser austritt. Auch heute früh fülle ich nochmals Wäsche in die Maschine und laufe ständig hin und her...*schmunzel* Immer noch ist alles trocken, aber dieser Schreck mit dem Wasser wird mir wohl noch einige Zeit anhängen. Hier mal ein Blick auf das "Schreckgespenst"...

Das Foto hätte ich eigentlich schon eher machen sollen, dann wären einige Erklärungen viel einfacher gewesen...*grins*
Ich könnte jetzt noch ein weiteres Bild hier einfügen, nämlich die Kopie eines Ausweises, aber das ist natürlich nicht ernst gemeint... Das Versorgungsamt hat mir nämlich den Schwerbehindertenausweis zugeschickt und für mich den Grad der Behinderung auf 50% festgelegt. Dieser Ausweis hat nun eine Gültigkeit von 5 Jahren, danach erfolgt eine erneute Begutachtung. Ich denke mal, dass dies nach meiner Krebserkrankung auch durchaus angemessen ist. Wenn ich nur an die Nebenwirkunkungen der Antihormone denke, die mir unverändert zusetzen und eine Menge Kraft nehmen, dann habe ich heute sogar mehr als 50% von der Power eingebüßt, die ich früher einmal hatte, denn ich war jemand, der nie untätig herumsitzen konnte. Heute muss ich spontan meine Haus- oder Gartenarbeit für einige Zeit unterbrechen, weil plötzlich nichts mehr geht. Als ich bei meiner Mutter war, brachte sie mich auf die Idee, mal die Zeiten aufzuschreiben, wann diese Hitzewellen (Schweißausbrüche) auftreten. Ich staunte dann selber, denn die Liste, die dabei entstand, zeigte stündliche und noch kürzere Abstände... Ja, und wenn man irgendwo unterwegs ist oder bei jemandem zu Besuch, bleibt man auch nicht davon verschont und möchte in diesen Momenten am liebsten unsichtbar werden. Auch, als ich am Mittwoch bei Nadine war, hat es mich mehrmals "erwischt". Aber soll ich mich darum zuhause einschließen? Als ich arbeiten ging, war ich froh, wenn ich endlich zuhause war und meine Ruhe hatte. Heute bin ich zuhause, das Gewicht der "Waage" ist nun auf der anderen Seite, aber nur durch Mails oder Telefonate kann ich das Gleichgewicht nicht wieder herstellen. Ich muss also ab und zu auch mal raus - kein Wischmopp, keine Waschmaschine, kein Staubsauger und kein Herd - sondern andere Menschen, und wie gut mir das tut, habe ich gemerkt, als ich Nadine besuchte. Ich denke mal, dass es auch daran liegt, dass ich von 1980 bis 2005 - also 25 Jahre - nicht 8 Stunden täglich in einem Büro mit den gleichen Leuten verbracht habe, sondern fast stündlich mit anderen Menschen zu tun hatte. Das fand ich an der Arbeit als Berufskraftfahrer auch immer sehr reizvoll, denn nicht ein einziger Tag in den 25 Jahren glich dem anderen. Wer kann das von seiner Arbeit schon behaupten? Vor der Wende chauffierte ich 10 Jahre viele Ärzte zu Hausbesuchen und machte Versorgungsfahrten für das Gesundheitswesen. Nach der Wende folgten 15 Jahre beim Telebus, dem Behindertentransport in Berlin. Es waren aber immer Tätigkeiten, bei denen ich mit vielen Menschen zu tun hatte. Ja, und nun bin ich wieder da, wo ich angefangen habe, bei den Kontakten zur Außenwelt, die mir heute manchmal fehlen. Aber ich habe mir unabhängig von meinen Handicaps vorgenommen, mir ab und zu mal solch einen Tag wie den letzten Mittwoch zu gönnen. Wenn man etwas für die Seele tut, sind auch andere Dinge leichter zu ertragen...
Sonnabend, 21.10.2006
Ein gemütlicher Sonnabend sollte es werden, der Einkauf bei Lidl, und Nachmittag wollten Norbert, Andi und Momo gemeinsam zum Hertha- Spiel ins Olympiastadion...
Ich ziehe gegen Mittag unsere Betten ab und packe die Wäsche in die Waschmaschine. Diese steht in der Waschküche. Das ist ein ca. 4 bis 5 qm großer Raum neben meinem Zimmer im Untergeschoss. Als ich nach einer guten Stunde wieder die Waschküche betrete, ist die Wäsche zwar fertig, aber auf den Fußbodenfliesen steht das Wasser... Der Schreck ist groß, Norbert ist mit Momo gerade bei Lidl, und ich nehme erst einmal mit dem Wischmopp das Wasser auf. Als ich dies geschafft habe, ist der Eimer halbvoll...
Als Norbert vom Einkaufen kommt, erzähle ich ihm von der Bescherung. Andi hatte es vorher geahnt - Norbert vergeht die Lust aufs Olympiastadion und will zuhause bleiben. So ziehen Andi, Momo und eine Freundin allein los, und wir betätigen uns hier wieder einmal als Haushandwerker. Ich glaube, dass die Pumpe der Übeltäter ist, denn das Gehäuse ist außen nass, als wäre sie übergelaufen. Die Pumpe steht in der Waschküche unter dem Waschbecken. Sie ist notwendig, da ja im Keller der Abfluss unter dem normalen Niveau liegt. Der Behälter der Pumpe fasst ungefähr 20 oder 30 Liter. Darin befindet sich ein Schwimmer, ähnlich wie bei einem Toilettenspülkasten. Bei einer bestimmten Wassermenge geht die Pumpe dann an, und das Wasser wird hoch in das normale Abflussrohr gepumpt. Ich vermute, dass sie verschlammt und eine Art Verstopfung eingetreten ist, denn vor einigen Jahren haben wir sie schon einmal gereinigt. Wir müssen zuerst den Traps vom Waschbecken entfernen, der in die Pumpe führt und können dann den Deckel der Pumpe abnehmen. Der erste Blick in das Innenleben der Pumpe erzeugt bei mir den absoluten Ekel! Ich bin sonst nicht zimperlich, aber hole mir nun Gummihandschuhe... Mit einem Löffel kratze ich den "Kitt" von den Innenwänden der Pumpe, und mit einer Suppenkelle hole ich eine ganze Schüssel Schlamm heraus. Mehrmals füllen wir dann Wasser ein, heben den Schwimmer, damit wieder abgepumpt wird. Das Absauggeräusch hört sich nach mehreren Spülungen sehr gut an. Nun bauen wir alles wieder zusammen. Danach mache ich die Waschmaschine an und stelle sie ohne Wäsche nur auf Spülen und Abpumpen, um die Pumpe nochmals zu testen und durchzuspülen. So ganz sicher bin ich mir noch nicht, dass wir das Problem behoben haben, denn ab und zu kommt noch ein kleines Rinnsal, was aber auch daher kommen kann, dass ich mit dem Wischmopp nicht in alle Ecken und unter die Waschmaschine gekommen bin. Die Tür zur Waschküche steht nun offen, damit sie besser austrocknen kann, und morgen werde ich dann einen weiteren Probelauf mit Wäsche starten...
In einem Eigenheim versucht man halt immer zuerst, ohne teure Handwerker auszukommen, es sei denn, man hat zwei linke Hände, aber dann braucht man ein pralles Bankkonto, um die Rechnungen der Handwerker bezahlen zu können...*grins* Dafür gibt es aber auch so viele Vorteile, die eine Mietwohnung immer in den Schatten stellen werden... Ich habe ja nun beides kennen gelernt, und solch eine "Schlammschlacht" wie heute nehme ich gern in Kauf, muss sogar inzwischen darüber lächeln...ebenso wie mein kleines Schaf...
Freitag, 20.10.2006
Hinter mir liegt eine ruhige Woche. Meine Hausarbeit habe ich mir gleichmäßig auf die Tage verteilt, und so gab es in auch in dieser Hinsicht keinen Stress. Am Mittwoch habe ich mir sogar mal frei genommen, aber dazu später mehr...
Heute bin ich so richtig zufrieden, denn ich habe etwas geschafft, was mir schon lange auf der Seele lag. Gegenüber von meinem Zimmer ist ein unbeheizter Keller, eben das, was man unter einem richtigen Keller versteht... Dort wird alles gelagert, was man nicht täglich braucht, wie zum Beispiel sämtliches Handwerkszeug, Malerutensilien, die Weihnachtsbaumkugeln nebst Pyramide und vieles mehr... Solch ein Raum verleitet aber auch immer dazu, dass er im Laufe der Zeit regelrecht zugemüllt wird. Dort wird alles "abgestellt", wofür man an anderer Stelle keinen Platz hat, immer nach dem Motto: " Erst einmal in den Keller..." Da liegen dann alte Schuhkartons, die man ja vielleicht mal "gebrauchen" könnte, ebenso alte Schuhe, von denen man sich noch nicht trennen wollte, die man aber mit Sicherheit nie mehr anzieht, oder eine alte Aktentasche, mit der man sich eigentlich gar nicht mehr auf die Straße gehen würde...*grins* Solche "Entrümpelungsaktionen" mache ich meistens spontan, weil ich dazu auch Lust und Laune haben muss, und heute ist mir einfach danach... Als Norbert von der Arbeit kommt, hilft er mir und bringt viele Dinge, die nun vor dem Keller stehen, in die Müll- und Papiertonne. Einiges müssen wir noch für die nächste Woche "aufheben", denn sonst passen unsere normalen Mülltüten nicht mehr in unsere 120- Liter- Tonne. Auch muss ich nächste Woche ein paar Teile zur Stadtreinigung bringen, die man nicht mehr im Hausmüll entsorgen darf. Der Keller sieht nun wieder richtig gut aus, und man muss nicht mehr "klettern", um in bestimmte Ecken zu kommen...*freu* Etliche Stunden sind vergangen, denn ich habe viele Pausen gemacht (wie immer), weil ich mich nicht übernehmen wollte, was ich sowie so nicht kann. Auch wollte ich nach dieser Aktion ja nicht K.O. umfallen... Es ist also mein heutiges "Tagwerk", und ich kann gar nicht beschreiben, wie sehr ich mich darüber freue...
Wie ich oben schon erwähnte, habe ich am Mittwoch mal "frei genommen". Damit meinte ich, dass mal nicht die Hausarbeit an erster Stelle stand, sondern meine Freizeit. Obwohl ich ein kontaktfreudiger Mensch bin, beschränkten sich in den letzten Monaten meine Kontakte meist nur auf Email- Basis oder auf Telefonate. Aber da gab es die Nadine, mit der ich seit langem bereits mailte, dann telefonierten wir irgendwann das erste Mal, und es war, als ob wir uns schon lange kennen. Da sie nur einen Katzensprung von Berlin entfernt wohnt, setzte ich mich am Mittwoch spontan ins Auto und besuchte Nadine. Sie sitzt augrund einer Querschnittslähmung selbst im Rollstuhl, aber steht mitten im Leben und setzt sich in ihrer Stadt als Vorstandsvorsitzende der Behindertenselbsthilfe für die Bedürfnisse der Behinderten und Bedürftigen ein. So hat sie monatelang mit Montagsdemos gegen die Kündigung ihrer Räumlichkeiten und den Erhalt ihrer Suppenküche gekämpft... Es war leider umsonst, denn gestern war Gerichtstermin, und dabei wurde gegen sie entschieden ... Heute telefonieren wir, und Nadine ist bereits auf der Suche nach neuen Räumlichkeiten, um Bedürftigen und Behinderten weiterhin eine warme Mahlzeit und einen Anlaufpunkt zu geben. Hut ab, denn ich habe in den vielen Jahren meiner Tätigkeit in der Behindertenbeförderung sehr viele Menschen kennen gelernt, die aufgrund ihrer Behinderung resignierten, aber Nadine hat scheinbar die Power, die anderen fehlt, denn im Rollstuhl ist das Leben noch lange nicht zu Ende... Sicher ist das auch ein Grund, warum wir so einen guten Draht zueinander haben, vielleicht haben wir irgend etwas gemeinsam, und ich weiß auch, was es ist: wir geben uns nicht auf... Als ich Nadine am Mittwoch zum ersten Mal gegenüber stand, musste ich sie einfach in den Arm nehmen, und es war bestimmt nicht das letzte Mal...
Ähnlich wird es mir irgendwann mit Dany gehen. Da steht das erste Treffen noch aus... Uns trennen nur wenige Kilometer, den vielen Mails folgten Telefonate, und bald werden auch wir uns mal richtig kennen lernen....
Nicht zum ersten Mal geht mir durch den Kopf, dass ich all diesen lieben Menschen nie begegnet wäre, wenn Jana noch leben würde. Vieles in meinem Leben habe ich bisher in die Schublade Zufall/Schicksal eingeordnet. Manchmal aber frage ich mich, ob Jana vielleicht doch etwas nachgeholfen hat...
Sonntag, 15.10.2006
Meistens verlaufen unsere Wochenenden sehr ruhig. Dieses Mal war es etwas anders, denn am Sonnabend waren wir bei Norberts Freund Bernd eingeladen. Seine Frau Rita hatte vor einigen Tagen Geburtstag, und da wurde etwas nachgefeiert. So blieb bei uns hier die Küche kalt, denn bereits ab 14 Uhr wurden wir bei Bernd und Rita mit leckerem Essen bewirtet. Wenige Zeit später stand dann schon wieder Kuchen auf dem Tisch, und man konnte einfach nicht widerstehen...*grins*
Unser Geburtstaggeschenk für Rita war etwas ausgefallen, aber es war ihr ausdrücklicher Wunsch. Sie wollte einen Holz- Gutschein. Die Erklärung dafür ist eigentlich ganz einfach. Seit kurzem steht bei Bernd und Rita ein Kaminofen im Wohnzimmer, und dafür braucht man Holz. Nun möchten sie das Holz unserer Kiefer haben, wenn sie gefällt wird. So habe ich am Computer einen Gutschein gebastelt, darauf ein Foto der Kiefer und die Zusage, dass ihr nach dem Fällen das Holz gehört...*schmunzel*
Gestern sollte aber auch dieser Kaminofen in Aktion vorgeführt werden. Rita gab zu bedenken, dass es warm genug ist, aber dann fand die "Vorführung" doch noch statt... und als die Flammen im Kaminofen gemütlich loderten, zeigte das Thermometer an der Wand 26°C... Ich bin eine absolute Frostbeule, aber da wurde auch mir irgendwann warm...*grins*
Nach und nach wurde der Kreis der Gäste immer kleiner, und gegen 21 Uhr haben auch wir uns dann auf den Heimweg gemacht... Nach dem alkoholfreien Bier, was ich als Kraftfahrer getrunken hatte, durfte ich zuhause nun ein "echtes" trinken, und dann guckten wir mit Norbert noch den WM- Kampf im Boxen. Es wurde also noch spät, und gegen 9 Uhr machte ich heute morgen erstmals die Augen auf...
Für mich ist auch der Sonntag schon verplant. Gegen Mittag fahre ich mit Jill zu einem erneuten Sharpei- Treffen, 30 km ans andere Ende von Berlin... Treffpunkt ist um 14 Uhr beim Züchter von Jill in Berlin- Biesdorf. Vor dort aus fahren wir alle wieder auf eine Lichtung in der Wuhlheide. Dort können die Hunde immer richtig toben. Mindestens 15 Hundebesitzer kommen mit ihren Knautschgesichtern, und es ist wieder sehr amüsant. Wundern tue ich mich allerdings über Jill, die früher immer mit den anderen Hunden getobt hat, bis die Zunge seitlich aus dem Maul hing und kein Ende fand. Ich packe eine Decke aus, lege sie auf die Wiese, und Jill setzt sich zuerst drauf, als wäre sie die Prinzessin auf der Erbse... Sie geht mir kaum von der Seite, immer wieder legt sie sich auf die Decke, und andere Hundebesitzer amüsieren sich schon...
Nach zweieinhalb Stunden löst sich das Treffen langsam auf, auch wird es einem bei bewölkten 15°C langsam frisch. In meiner Digitalkamera sind 58 Fotos, aber alle Hunde auf einmal auf ein Foto zu bekommen, das war unmöglich...*schmunzel* Darum nur dieses eine Foto von den spielenden Hunden und eins von meiner kleinen Schnecke, die heute keine Lust zum Toben hatte...

Donnerstag, 12.10.2006
Der Herbst zeigt sich zurzeit von seiner schönen Seite, und so nutze ich die Sonnenstunden, um mich an der frischen Luft zu betätigen. Im Frühjahr und Herbst gibt es im Garten die meiste Arbeit, aber wir lassen es ja nie in Stress ausarten...*schmunzel* Gestern und heute entsorge ich meine ganzen Wunderblumen, denn sie sind verblüht und sehen langsam unansehnlich aus. Viele Wurzeln buddele ich aus, um sie in Blumentöpfen im Keller zu überwintern. Man kann sie im nächsten Jahr zwar auch neu aus Samen ziehen, aber das braucht wesentlich länger, und die Pflanzen sind nicht gleich so kräftig. Nun stehen da draußen ca. 15 Blumentöpfe, für die ich im Keller erst wieder einen Platz finden muss...*grins* Aber das waren noch längst nicht alle, denn hätte ich alle Wurzeln zum Überwintern in Töpfe gesetzt, bräuchten wir wohl einen extra Raum...*grins* Ich hatte ja im Frühjahr in fast jede Lücke im Garten Wunderblumen gesät...
Als Norbert von der Arbeit kommt, bin ich gerade fertig und mein Schatz "darf" zwei prall gefüllte Laubsäcke zubinden und an den Straßenrand bringen. Etwa vier Stunden sind vergangen, oft habe ich Pausen eingelegt, weil es anders nicht mehr geht... Früher hätte ich nur einmal die Ärmel hoch gekrempelt und wäre in einer Stunde fertig gewesen. Manchmal ist es schon frustrierend, wenn man merkt, dass die Kräfte nicht mehr so lange reichen. Als die Welt noch in Ordnung war, hätte ich vormittags das ganze Haus sauber gemacht und nachmittags den Garten umgegraben. Das geht nun nicht mehr, aber dies zu akzeptieren, fällt nicht immer leicht. Ich, die sonst kaum lange stillsitzen konnte (außer am Computer...) muss mich damit abfinden, dass ich mit meinen Kräften haushalten muss. Akzeptieren tue ich es bereits, aber daran gewöhnen, das wird wohl etwas länger dauern...
In einer meiner "Gartenpausen" habe ich heute nicht nur einen Tee getrunken, sondern auch meinen ganzen Mut zusammen genommen und in der Radiologie angerufen. Ich ließ mir einen Termin für die Mammographie geben, obwohl ich es gern noch vor mir her geschoben hätte. In der gleichen Radiologiepraxis wird dann auch die Röntgenaufnahme von meinem Wirbelsäulenbereich gemacht, der bei der Skelettszintigraphie laut Befund eine vermehrte Anreicherung zeigte. Irgendetwas wird da sicher sein, und wundern würde es mich nicht nach der jahrelangen Schlepperei... Auch habe ich seit Wochen im Lendenwirbelbereich ständige Beschwerden... Der Termin ist am 31. Oktober, und wie gern hätte ich ihn schon hinter mir... Wenn früher meine Mutter sagte: "Komm' mal in mein Alter, dann wirst Du sehen...", da lächelte ich nur. Heute würde Jana lächeln...
Bevor ich nun in die bequeme und Rücken schonende Schlafstellung wechsele, will ich noch kurz diejenigen beruhigen, die sich ebenfalls Sorgen um Jill machten oder noch machen. Ich war am Montag in der Tierarztpraxis hier bei uns um die Ecke. Jill bekam ein Antibiotikum gespritzt und für den Tag eine Dose Diätfutter. Mir wurde gesagt, dass sie durch das Antibiotikum vielleicht öfter schmatzen wird, weil es eine Wirkung hat, die wir bei uns Menschen als trockenen Mund bezeichnen - und so war es dann auch...*grins* Jill macht ohnehin oft schon Geräusche, dass ich sie manchmal als "Hausschwein" bezeichne, aber an dem Tag war es dann extrem. Inzwischen ist meine kleine Schnecke jedoch wieder ganz die Alte...*freu*
Sonntag, 08.10.2006
Wenn man DSL gewöhnt ist und plötzlich wieder per Modem online geht, dann ist das ein Gefühl, als wenn man vom Ferrari in einen Trabbi umsteigt...*schmunzel*
So ging es mir in den letzten Tagen, darum habe ich lediglich dreimal täglich nach Emails geschaut bzw. Gästebucheinträge frei geschaltet... Ich hatte vor ein paar Tagen spontan ein paar Sachen (und natürlich den Laptop) eingepackt und bin zu meiner Mum gefahren. Letztes Jahr im Mai war ich das letzte Mal bei ihr... Danach war ich ja noch bis Dezember krank geschrieben, und der lange Winter folgte. Dann kam der März, der mein Leben nochmals auf den Kopf stellte, und mit der OP und den Bestrahlungen rückte eine Fahrt nach Quedlinburg zu meiner Mum in weite Ferne... Es tut mir immer leid, dass ich sie nicht so spontan und oft besuchen kann, wie es bei Norberts Mutter, die in Berlin wohnt, möglich ist. Ein Besuch bei meiner Mum war also mehr als überfällig, und wir waren beide einfach nur glücklich, dass wir uns nach so langer Zeit endlich wieder in die Arme nehmen konnten. Obwohl ihr auch schon vieles nicht mehr so leicht fällt (sie wird im Januar 79 Jahre), hat sie versucht, mich so richtig zu verwöhnen, vor allem mit ihren Kochkünsten... Aber ich habe nicht nur auf der faulen Haut gelegen, sondern ihr auch etwas geholfen, z.B. die Gardinen abgenommen und nach dem Waschen wieder aufgehängt, denn das kann sie nicht mehr. An einem Tag fuhr ich dann spontan zum Baumarkt... Dort holte ich einen neuen Duschkopf und tauschte ihn dann gegen den alten aus. Der Grund war, dass nach dem Haare waschen nicht nur meine Haare nass waren, sondern auch meine gesamte Kleidung, denn das alte Ding sprühte in alle Richtungen...*grins*
Am Freitag waren wir zusammen auf der Bank. Es war schon lange der Wunsch meiner Mum, denn ihr liegt sehr viel daran, bereits zu Lebzeiten einiges zu regeln... Ich finde es gut, wenn man solche Dinge nicht zu einem Tabu abstempelt und somit der Verwandtschaft nach dem Ableben einige bürokratische Hürden erspart. Sie wollte schon lange, dass wenigstens einer von uns Schwestern eine Bankvollmacht hat. Dies haben wir nun geregelt. Meine Mum sagt immer, dass sie ja nicht weiß, ob sie noch ein Jahr, fünf Jahre oder länger auf dieser Welt ist. Ich hoffe natürlich, dass es noch viele Jahre sind...
Gestern "gesellte" sich dann noch Nora zu uns, denn sie hatte eine Mitfahrmöglichkeit bei Freunden, die am Wochenende ebenfalls Verwandte in Quedlinburg besuchen... Heute nach dem Frühstück nahm ich sie auf der Heimfahrt mit, musste somit nicht allein fahren und gegen Langeweile auf der Autobahn ankämpfen. Am Sonntag auf den Straßen keine LKWs, also freie Fahrt, und so konnte mein Felix einen neuen Fahrzeitrekord von unter zwei Stunden aufstellen...*zwinker*
Es war sehr schön bei meiner Mum, und ich bin unendlich froh, dass ich endlich wieder mal bei ihr war. Aber nach jedem noch so schönen Besuch freut man sich auch auf sein Zuhause... und die nächsten Tage sind bereits voll "ausgebucht". Morgen früh muss ich bei meiner Hausärztin Überweisungen holen, denn am Dienstag habe ich Termin bei der Frauenärztin. Auch will ich morgen mit Jill zum Tierarzt, denn heute früh kurz vor unserer Abfahrt hatte sie blutigen Durchfall, und ich habe panische Angst... Da sie durch ihre Allergie nur immer das gleiche Futter bekommt, kann es daran nicht liegen, und ich hoffe, dass mir der Tierarzt morgen meine Ängste nehmen kann...
Sonntag, 01.10.2006
Eigentlich gibt es heute gar nichts schreiben, aber ich habe ja versprochen, dass ich Bilder von unseren neuen Fenstern "nachliefern" werde. Wenn ich am Computer sitze, habe ich ja eins von den neuen Fenstern immer vor meinen Augen, und ich kann gar nicht aufhören, mich darüber zu freuen. Es ist doch erstaunlich, wie Fenster den Charakter eines Zimmer mitbestimmen...
Hier nun erst einmal, wie es vorher aussah...
Es waren eben typische Kellerfenster, aus Blechgittern und Kunststoff- Scheiben und ohne jegliche Wärmeisolierung...
Hier nun die neuen, mit Energiesparverglasung, zum Kippen oder Drehen, kein Vergleich zu vorher, und weil sie so schön sind, auch etwas größere Fotos...*zwinker*

Ist das nicht ein Unterschied wie Tag und Nacht? Wenn jetzt noch jemand dieses Zimmer im Untergeschoss als Keller bezeichnet, dann kommt eine Klage wegen Beleidigung...*schmunzel* Aber egal, welchen Namen man diesem Raum gibt, es ist nun mal meine ehemalige Wohnung in Kleinformat, eben mein ganz persönliches Reich...