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Donnerstag, 28.09.2006
Manchmal vielleicht ganz gut, dass ich nicht so schnell schreiben kann, wie ich jetzt reden würde... So kann ich meine Gedanken noch etwas "ordnen" - und vielleicht ganz gut so...
Heute würde Mario seinen 20. Geburtstag feiern... Obwohl wir einen ereignisreichen Tag vor uns haben, bin ich schon morgens in Gedanken bei Renate, denn weiß ich doch nur zu gut, wie es ihr heute geht... Ich erreiche sie telefonisch leider nicht, aber sie wird auf dem Telefon sehen, dass ich versucht habe, sie zu anzurufen...
Es ist einer von den Tagen, an denen ich zwischen Freude und Traurigkeit hin und her gerissen bin, denn ich bin - unabhängig von allem anderen - den ganzen Tag in Gedanken bei Renate. Andererseits sitzen wir mit Norbert gespannt am Frühstückstisch, denn zwischen 8 und 9 Uhr soll der Tischler kommen und die neuen Fenster einbauen. Es ist nicht immer einfach, in einem Online- Tagebuch seine Gefühle zu beschreiben. Obwohl ich manchmal mehrere Stunden an einem oft locker klingenden Tagebuch sitze, vermag es wohl kaum einer nachzuvollziehen, wie bedacht man dabei auch sein muss, um nicht missverstanden zu werden, und genau diese Formulierung könnte mir schon wieder falsch ausgelegt werden, aber egal...
Ja, gegen 8:30 Uhr klingelt hier das Telefon, und die Tischlerei teilt uns mit, dass der Tischler wegen eines Notfalls (Schaufensterscheibe) erst so gegen 10 Uhr bei uns eintreffen wird. Norbert hat ja sowieso seit dem Aufstehen kein "Sitzfleisch", läuft ständig auf und ab, und ich amüsiere mich schon, denn er kommt mir vor, als wartet er auf den Weihnachtsmann...*grins* Dann zeigt die Zeit bereits 11 Uhr, und es klingelt, aber denkste! Es ist immer noch nicht der Tischler, sondern der Postbote... Er bringt mir ein Päckchen von PLUS, worin ein Autoradio mit Bluetooth ist, womit ich während der Fahrt schnurlos über das Autoradio und dessen Lautsprecher telefonieren kann... Dieses Autoradio "begegnete" mir während meiner Suche nach einer Küchenmaschine, und ich konnte ihm absolut nicht ausweichen...*grins*
Nun habe ich also ein neues Autoradio, aber vom Tischler ist noch nichts zu sehen. Also sage ich Norbert, dass ich schnell mal zu unserer netten Werkstatt fahre, dann kommt in dieser Zeit bestimmt auch der Tischler...*zwinker* In der Werkstatt frage ich, ob man mal 10 Minuten Zeit für mich hat, weil ich mir ein neues "Spielzeug" gekauft habe. Der Kfz- Schlosser - wie immer super freundlich und hilfsbereit - baut mir in wenigen Minuten das neue Radio ein, und keine Stunde später bin ich wieder zu hause. Auf meinem Parkplatz steht inzwischen das Auto des Tischlers... Gegen 15 Uhr sind nun unsere neuen Fenster fertig eingebaut, und wir sind einfach nur begeistert. Inzwischen steht mein Schreibtisch wieder an seinem alten/neuen Platz, nämlich vor einem schönen neuen Fenster. Für Fotos ist es heute etwas spät, ich werde sie "nachreichen"...
Aber ich habe noch eine weitere gute Nachricht: die bei Amazon bestellte Küchenmaschine wurde gestern pünktlich um 11:30 Uhr geliefert, also wie versprochen vor 12 Uhr. Ich bin nicht nur begeistert von Amazon und deren schnellem Lieferservice, auch meine Freude über dieses neue Gerät kann ich kaum in Grenzen halten. Es sind inzwischen auch Welten, die das neue Gerät von der alten Maschine trennen. Gleich nach dem Mittagessen rührte ich den ersten Kuchen an und kann wohl morgen den nächsten Kuchen backen, denn Norbert und Andi hat es richtig gut geschmeckt...*freu*
Dienstag, 26.09.2006
Als ich heute mit meiner Reibemaschine Kartoffelpuffer mache, hoffe ich wie auch schon bei den letzten Malen, dass das Gerät noch durchhält. In diesem sind schon irgendwelche Teile lose, die dann klappern, und ich warte immer auf den Moment, wo mir das Ding mal um die Ohren fliegt *grins* Auch die Reiben sind scheinbar langsam stumpf, stammt doch dieses Gerät noch aus der Zeit vor der Wende, hat also mehr als 17 Jahre auf dem Buckel... Was mache ich also? Ich verbringe den ganzen Nachmittag bis in den Abend hinein vor dem Computer und suche im Internet nach einer neuen Küchenmaschine. Es ist ja nicht so, dass man nichts findet, sondern dieses Überangebot macht es einem schwer, sich zu entscheiden. Dann entscheidet man sich, guckt aber noch mal woanders, um vielleicht ein günstigeres Angebot zu finden. Ja, und so vergehen Stunden... Bei Ebay zu kaufen habe ich mir dieses Mal verkniffen, denn ich möchte die Küchenmaschine noch in diesem Jahr bekommen...*grins* Nun habe ich sie bei Amazon.de bestellt und die Option "Overnight- Express" angeklickt, dann kommt sie morgen bis 12 Uhr *freu* ... und Norbert habe ich versprochen, dass ich damit gleich einen Kuchen backen werde...*schmunzel*
Morgen müssen wir auch etwas räumen, denn Donnerstag kommen ja nun die neuen Fenster. Das heißt aber auch, dass unsere Computer unter Abdeckfolie "verschwinden" werden, da ich ja nicht weiß, wie viel Staub und Dreck es hier geben wird. Zeit wird ohnehin kaum sein, und ich weiß schon jetzt, dass ich drei Kreuze machen werde, wenn unsere Schreibtische mit den Computern wieder an ihrem Platz stehen...
Freitag, 22.09.2006
Heute Vormittag fahre ich gleich noch einmal zum Friedhof, und zwar mit der Suzi. Im Tankrucksack habe ich eine kleine Gießkanne, denn ich möchte nicht, dass die frisch gesetzten Pflanzen austrocknen, zumal in den nächsten Tagen kein Regen kommen soll. Da ich gestern den Fotoapparat mal nicht vergessen hatte, war es dafür die Kerze, und ich ärgerte mich maßlos über mich selber... Heute habe ich die vergessene Kerze mitgenommen und kann sie in der Laterne anzünden...
Übrigens habe ich gestern die Grabvasen vom Friedhof mit nach hause genommen. Es waren einmal 7 Stück (siehe Grabfoto vom 05.04.2004), denn bereits vor Janas 22. Geburtstag kaufte ich zu den damaligen zwei Vasen fünf neue dazu, damit alle Geburtstagsblumen Platz finden. Davon sind ganze 3 Vasen "übrig geblieben". Ich schrieb ja schon einmal, dass man sich mehrmals "bedient" hat... Mir fiel einmal auf, dass auf einem Grab eine weiße Grabvase steht, die scheinbar mit Farbe besprüht wurde. Diese sehe ich immer auf dem gleichen Grab, denn sie ist, im Gegensatz zu dem "Einheitsgrün", unverkennbar. Das will ich nun auch machen. Mal sehen, welche schöpferischen Ideen mir einfallen. Falls ich im Keller keine passende Farbe finde, könnte ich die Vasen auch mit Dekokies oder Glassteinen bekleben, mal sehen...
Ansonsten verbringen wir den zweiten Urlaubstag von Norbert so richtig entspannt und gemütlich. Mein Schatz sitzt derzeit auch an seinem Computer und hat sich bei "Usenext" den 14-tägigen Test- Account eingerichtet. Nachdem er mit den Suchergebnissen und Downloads bei der kostenpflichtigen mp3- Börse "Firstload" nicht so recht zufrieden war, will er nun mal diesen Anbieter testen. Ja, und da er momentan voll beschäftigt ist, kam dann bei mir spontan die Lust zum Schreiben...
Donnerstag, 21.09.2006
Schon lange Zeit war ich mit der Randbepflanzung auf Janas Grab unzufrieden. Wie ich schon einmal schrieb, dürfen wir auf dem Friedhof keine Steine zur Begrenzung setzen, und man muss den Erdhügel mit einer entsprechenden Bepflanzung halten. Die meisten haben Efeu oder Cotoneaster (Zwergmispel) als Bodendecker, aber ich will ja immer etwas, was nicht alle haben... Das ist jedoch gar nicht so einfach. Wie ich festgestellt habe, wurzelt das Moos nur sehr oberflächlich, liegt dadurch nur wie eine Matte obenauf und gibt kaum Halt. Nach Hitzeperioden war es dann trotz vielem Gießen verbrannt, regenerierte sich zwar irgendwann wieder, aber letztendlich litt immer das Gesamtbild darunter, was auch auf einigen Grabfotos zu sehen ist.
Schon lange habe ich im Internet nach geeigneten Bodendeckern gesucht, dann waren wir neulich beim Holländer, aber Fehlanzeige, es gab nichts, was als geeignet erschien. Gestern fuhr ich dann zu Pflanzen- Kölle, um mal zu sehen, was die so haben... Dort wurde ich nun fündig. Ich entdeckte den so genannten Mauerpfeffer, einen Bodendecker, der ganz kleine fleischige Blätter hat, sehr anspruchslos ist und ein Überlebenskünstler an trockenen und sonnigen Standorten sein soll - so steht es auf dem Etikett. Somit wäre es die ideale Pflanze für Janas Grab, welches den ganzen Tag pralle Sonne hat. Ich nahm also 16 Töpfe vom Mauerpfeffer mit und einige Chrysanthemen für den Herbst.
Norbert hat ja heute seinen ersten Urlaubstag...*schmunzel* Allein würde ich auch kaum zwei Paletten Pflanzen, diverse Gartenwerkzeuge, eine Tüte Dünger, Gießkanne (und Fotoapparat!) auf den Friedhof tragen können. Sogar zu zweit sind wir froh, als wir die Schlepperei hinter uns haben. Nachdem wir das Moos, die bisherigen Blumen und viele alte Wurzeln aus der Erde geholt haben, mische ich den Dünger unter. Dann wird es schwierig, denn ich muss wieder ordentliche Kanten "bauen". An denen pflanze ich rundherum den Mauerpfeffer. Dabei muss ich immer wieder die Schrägen korrigieren, da die Erde relativ trocken ist und kaum hält. Also wässere ich, "modelliere" dann mit den Händen und sehe auch entsprechend aus...*grins* Ich hoffe ja, dass der Mauerpfeffer irgendwann diese schrägen Kanten bedeckt und hält...
Während ich pflanze, stutze ich plötzlich, denn Norbert hantiert am Grab links daneben. Zu beiden Seiten von Jana sind Gräber, die scheinbar abgelaufen sind. Rechts sind zwei, die total verwildert sind, und wir müssen immer schon den herüber rankenden Efeu abschneiden. Links das Grab wurde bis vor etwa zwei Jahren noch bepflanzt, seitdem steht nur noch die Randbepflanzung... Norbert setzt dort zwei Sommerblumen von Jana ein, die ihm zum Wegwerfen zu schade sind, weil sie noch so schön blühen. Dann beschneidet er mit der Gartenschere die Randbepflanzung und gießt - ich bin einfach nur gerührt...
Als ich Janas Grab fertig habe, fällt mir eine richtige Last von der Seele, denn schon lange hat es mich bedrückt, dass das Moos nicht die ideale Randbepflanzung ist. Auch wenn ich nicht täglich zum Friedhof gehe, möchte ich doch, dass das Grab immer schön aussieht...
P.S.: Fotos sind auf der Grabseite...
Montag, 18.09.2006
Wie die Zeit vergeht… Ein viertel Jahr ist wieder um, und ich habe um 11 Uhr den nächsten Termin zur Nachsorge. Das Brustzentrum ist ebenfalls auf dem Gelände des Klinikums Westend, wo ich operiert wurde, und Parkplätze sind in der Gegend knapp. Was liegt also wieder einmal näher, als das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden? Das Wetter ist außerdem so schön, dass es regelrecht zum Motorrad fahren einlädt. Dank der neuen Batterie brauche ich den Starter nur anzutippen, und schon ertönt wieder der Sound, den Jana so liebte. Wenn ich die Suzi starte, muss ich jedes Mal daran denken…
Im Brustzentrum erfahre ich, dass die Ärztin, die immer sehr nett war, heute nicht da ist. Aber die Vertretung ist mir nicht unbekannt, denn es ist die sympathische Stationsärztin, von der ich damals schrieb, dass sie noch so verdammt jung aussieht… Sie erkennt mich sofort wieder, und die Freude beruht auf Gegenseitigkeit. Ihre erste Frage ist natürlich, wie es mir geht. Dann erzähle ich wieder einmal, dass ich mit der Taubheit in der Achselhöhle und den Bewegungseinschränkungen relativ gut klarkomme, mir aber die Nebenwirkungen der Antihormone (Schweißausbrüche) so extrem zusetzen, zumal sie einem auch sehr viel Kraft nehmen. Leider kann mir die Ärztin auch nur sagen, dass ich die Antihormone trotzdem weiter nehmen muss. Na ja, ich habe schon gar nichts anderes mehr erwartet… Es folgt die Untersuchung durch Abtasten und per Sonographie (Ultraschall), und es ist alles in Ordnung *freu* Aber dann sagt mir die Ärztin, dass im Laufe der Nachsorge die gesunde Brust einmal im Jahr, und die operierte halbjährlich per Mammographie untersucht wird. Das heißt, dass ich demnächst zu dieser Untersuchung muss, und schon bei dem Gedanken wird mir richtig schlecht. Bei der Mammographie wird die Brust zum Röntgen zwischen zwei Platten regelrecht eingeklemmt, was schon bei einer gesunden Brust höchst unangenehm und teilweise sogar schmerzhaft ist. Nun soll bei der operierten Brust die Mammographie gemacht werden, die immer noch sehr empfindlich ist. Schon heute beim Ultraschall, wo der Sensor nur über das Gel auf der Haut gleitet gab es Momente, an denen mir ungewollt ein „Aua“ über die Lippen kam. Da ergreift mich die absolute Panik, wenn ich an die bevorstehende Mammographie denke…
Es gibt aber auch Dinge, denen ich mit Freude entgegen sehe. Heute früh telefoniere ich mit der Tischlerei, um mal nachzufragen, was denn unsere Fenster machen. Ich erfahre, dass sie diese Woche fertig werden, und man schlägt mir vor, gleich für nächste Woche einen Einbautermin zu vereinbaren. Wir einigen uns recht schnell auf den 28. September und ich sage natürlich sofort Norbert Bescheid. Dabei erfahre ich, dass er ab Donnerstag bis Ende nächster Woche noch Resturlaub nehmen und Überstunden abbummeln kann…*freu* Na ja, und wenn die neuen Fenster dann eingebaut sind, werde ich vielleicht mal wieder ein paar Bildchen mit der Überschrift "davor und danach" ins Tagebuch setzen...
Ja, das war es dann für heute, und bevor es Zeit für die Nachtruhe wird, werde ich noch etwas rätseln, denn bereits seit einigen Wochen bin ich im Sudoku- Fieber… Zum Geburtstag bekam ich dann natürlich Sudoku auf CD-ROM für den Computer…*schmunzel*
Donnerstag, 14.09.2006
Nun ist eine Woche vergangen, und ich schleiche mich mal durch die angelehnte Tür…*schmunzel*
Ich möchte zuerst einmal allen danken, die mir nach meinem letzten Eintrag liebe Zeilen im Gästebuch oder per Mail zukommen ließen. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass es mir sehr nahe geht, wenn ich lese, wie sehr man doch Anteil an meinem Leben nimmt und dass einige mein Tagebuch sehr vermissen würden. Wie ich dann gesehen habe, wurde es weiterhin viele Male angeklickt, um zu sehen, ob ich vielleicht doch noch etwas geschrieben habe…
Auch für mich waren die letzten Tage teilweise fast etwas ungewohnt. Es gab Momente, in denen ich merkte, dass es schon zum bedingten Reflex geworden ist, im Laufe des Tages bereits einige Dinge im Hinterkopf zu „parken“, um sie abends ins Tagebuch zu schreiben. Andererseits habe ich es genossen, etwas mehr Zeit zu haben.
Langeweile kam trotzdem nicht auf. Am Montag hatte ich wohl einen siebten Sinn, dass ich Noras Tower hierher geholt habe, um ganz gemütlich ihren Computer neu einzurichten. Aber nix mit gemütlich, das Ding gab mir einige „harte Nüsse“ zu knacken, auch bei Microsoft musste ich wieder einmal anrufen und um Hilfe bitten. Das hätte ich in zweimal 3 Stunden bei Nora nicht geschafft. Inzwischen ist er wieder bei „bester Gesundheit“ und an seinen Stammplatz zurückgekehrt…
Ursprünglich wollte ich erstmals wieder am Wochenende ein paar Zeilen schreiben. Womit ich jedoch nicht gerechnet habe, waren die zahlreichen Glückwünsche zu meinem Geburtstag, und dafür möchte ich mich ganz, ganz herzlich bedanken!
Nach dem 4. Geburtstag ohne Geburtstagskind war es nun auch mein 4. Geburtstag ohne Jana… In den letzten 3 Jahren war es auch an diesem Tag immer recht still, eine ruhige Kaffeerunde und kaum mehr. Gestern konnte man erstmals wieder von einer Feier reden, und ich habe mich dabei auch sehr wohl gefühlt.
Am Vormittag kam ich allerdings zu nichts, weil laufend das Telefon ging… Da meine Nummer auf zwei Apparaten klingelt, habe ich dann oft schon in „Stereo“ telefoniert…*grins* Dany kann ein Lied davon singen, denn wir konnten kaum zwei Sätze reden, da bimmelte es wieder auf dem zweiten Telefon…
Selten, dass ich an meinem Geburtstag solch ein schönes und vor allem noch sehr warmes Wetter gehabt habe, und natürlich wollten wir dies auch entsprechend nutzen. Andi half mir bei der Vorbereitung, wir fegten die Terrasse und wischten die mittlerweile etwas verstaubten Stühle und den Tisch sauber. Auch unser schöner neuer Sonnenschirm hatte „Premiere“ und wurde zum ersten Mal aufgespannt, denn mit seiner Lieferung kam ja auch das unbeständige Wetter… Um 15 Uhr holten wir dann Nora ab (Olav musste arbeiten) und besorgen auf dem Rückweg frische Brötchen und reichlich Grillfleisch. Dann trudelten auch alle nacheinander ein, Norbert kam von der Arbeit, Momo mit ihrem Freund und auch Andis Freundin… Es wurde eine schöne und gemütliche Familienfeier, und Grillmeister Andi sorgte für unser leibliches Wohl...
Nora, Momo und ihr Freund verließen uns am frühen Abend, aber für uns verbliebene Vier war die Feier noch lange nicht zu Ende, im Gegenteil… Auch wurde es mit einbrechender Dunkelheit nochmals richtig gemütlich, denn Norbert schaltete im Garten zwei Strahler an, die ihr Licht in die Baumkronen werfen, und auch die kleinen Lämpchen an der Innenseite des Sonnenschirms leuchteten nun. Dann hatte Andi die Idee, dass wir wieder Karten spielen, und es wurde nochmals genauso lustig wie an seinem Geburtstag. Nur schade, dass man mitten in der Woche dann irgendwann auf die Uhr schauen muss…
Für mich war es seit langer Zeit der erste Geburtstag, an dem ich wieder echte Freude empfunden habe und den ich relativ unbeschwert feiern konnte. Die Momente der Traurigkeit über den leeren Platz von Jana sind da und werden es bleiben. Aber ich weiß auch, dass es ihr sehnlichster Wunsch wäre, ihre Mum glücklich zu sehen, und gestern hat sich mein kleines Schaf mit mir gefreut, das weiß ich…
Eigentlich möchte ich jetzt den so genannten Kreis schließen und zum Ausgangspunkt zurückkommen, aber ich bin kein professioneller Moderator, der stets den passenden Übergang findet, also mache ich einfach mal einen Schnitt…
Ich fing damit an, dass ich mich – bildlich gesprochen - durch die angelehnte Tür schleiche… Nach den vielen Mails und Gästebucheinträgen weiß ich nun, dass mein Tagebuch doch immer noch mit großer Anteilnahme gelesen wird. Dafür möchte ich mich einfach mal bedanken und mich bei denjenigen entschuldigen, denen ich vorige Woche vielleicht sogar Unrecht getan habe. Es wird schon jeder wissen, „welche Jacke“ ihm/ihr passt…
Ich möchte es jedoch in Zukunft trotzdem dabei belassen, dass ich nicht mehr täglich schreibe, sondern nur, wenn es mir wirklich ein Bedürfnis ist, so wie heute… Damit nehme ich mir auch den selbst auferlegten Druck, täglich meine „Hausaufgaben“ machen zu müssen, was sicher in letzter Zeit auch dazu führte, dass einige beim Lesen bereits gähnten…*zwinker* Ja, auch Selbstkritik muss sein, denn was bringt einen sonst weiter? Mir persönlich haben die letzten Tage sehr viel gebracht, denn habe ich doch erkannt, dass auch ich in ein „Fahrwasser“ geraten bin. Wie sagt man doch immer: „weniger ist manchmal mehr“, hätte ich vielleicht eher erkennen sollen… Es schadet also nie, wenn man einmal in sich geht und auch über sich selber nachdenkt…
Bevor ich mich nun für heute wieder auf unbestimmte Zeit aus dem Tagebuch verabschiede, möchte ich noch einige Worte anfügen, die eventuell zum gegenseitigen Verständnis beitragen könnten.
Ich kann es durchaus nachvollziehen, dass man an Gedenktagen manchmal fast vergeblich nach den „passenden“ Worten sucht, wenn es sie überhaupt gibt… Selbst ich saß schon 30 Minuten und länger vor einem leeren Textfeld von Gästebüchern anderer Gedenkseiten, und dies an Geburts- oder Todestagen. Aber ich wusste auch, dass es keine langen Reden sein müssen, sondern nur ein paar wenige Worte, denn Schweigen tut weh…
Dieser Satz soll kein nachträglicher Vorwurf sein, sondern eher eine Hilfestellung. Für Nichtbetroffene ist es sicher nicht immer einfach, sich in das Gefühlsleben Hinterbliebener hinein zu versetzen.
Bis bald…
Freitag, 08.09.2006
Durch den Counter- Anbieter bekomme ich eine sehr ausführliche Besucherstatistik. In dieser kann ich sehen, über welche Verlinkungen man hierher gekommen ist, Begriffe, die in einer Suchmaschine eingegeben wurden, oder ob die HP direkt aufgerufen wurde. Neben den IP- Adressen und deren Provider bzw. den dazugehörigen Institutionen werden auch die Besuchszeiten sowie die Klickpfade (angesehene Seiten) erfasst...
Ich kann also sehen, dass etwa die Hälfte der Besucher nach der Startseite sofort das Tagebuch anklickt und die Homepage danach wieder verlässt, so auch an Janas Geburtstag… Es hat mich schon ziemlich betroffen und traurig gemacht, dass mir an diesem Tag von den vielen Stammlesern nur Birgitt, Dany und Nadine ein paar Zeilen geschrieben haben, und denen dafür ganz besonders lieben Dank!
In den darauf folgenden Tagen habe ich dann viel nachgedacht und bin zu dem Eindruck gelangt, dass mein Tagebuch zu einer „Lokalseite“ geworden ist. Sie wird gelesen, wieder weggelegt, und man wartet auf die nächste Ausgabe... Natürlich liegt die Ursache dafür auch bei mir, denn meine Trauer ist etwas leiser geworden, und im Tagebuch steht oft nur noch mein Tagesablauf. Ich verstehe, dass man täglich liest, zumal ich mit unseren Pleiten, Pech und Pannen auch einige Menschen zum Lachen bringen konnte.
Aber genau darum ist mein Tagebuch auch nicht mehr das, was es einmal war. Es war einmal die „Geh- Hilfe“ in meiner Trauerarbeit, und nun ist es zur Unterhaltungsseite geworden. Nach diesen ganzen Überlegungen habe ich erkannt, dass es an der Zeit ist, das Tagebuch in der jetzigen Form zu beenden. Leicht gemacht habe ich mir diese Entscheidung bestimmt nicht, im Gegenteil. Auch Tränen kullerten schon, denn ich habe dabei das Gefühl, als verabschiede ich mich von einer großen Gemeinschaft, die in der schwersten Zeit meines Lebens bei mir war.
Ich weiß heute noch nicht, ob mir das tägliche Schreiben fehlen wird, oder ob ich froh sein werde etwas mehr Zeit zu haben. Aus diesem Grund will ich die Tür auch nicht endgültig zuschlagen. Das Schreiben war für mich oft ein Ventil, aber auch ein Mittel, um manche Dinge zu verarbeiten. Wenn bei mir wieder einmal der Schuh drücken sollte oder eine Freude für mich allein zu viel ist, werde ich es mir sicher hier von der Seele schreiben. Eine tägliche „Lokalseite“ zur reinen Unterhaltung wird es jedoch nicht mehr geben…
Janas Geburtstag, 05.09.2006
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Mein kleines Schaf, mein Mäuselchen, meine liebe Jana,
es ist Dein 25. Geburtstag, der vierte ohne Dich... Du bist so allgegenwärtig, aber Dein Platz bleibt dennoch für immer leer. Geblieben ist die Sehnsucht nach Dir, Traurigkeit und ein Leben, in dem nichts mehr so ist wie früher. Geblieben ist aber auch die Liebe zu Dir, Erinnerungen, die immer kostbarer werden und eine endlose Dankbarkeit, dass Du 21 Jahre bei mir warst und ich Deine Mum sein durfte.
Das Band, das uns verbindet, wird mit jedem Tag etwas kürzer - bis ich bei Dir bin...
In Liebe, Deine Mum
Montag, 04.09.2006
Das Wochenende ist vorbei, Janas Geburtstag rückt unaufhaltsam näher, und bereits seit Tagen dreht sich in mir alles, wenn ich auf den Kalender schaue... Ich weiß nicht, warum ich versuche, mir nichts anmerken zu lassen. Vielleicht, um meine Ruhe zu haben, um nichts erklären zu müssen. Nicht immer möchte man darüber reden, denn nicht alle Gedanken und Gefühle lassen sich in Worte fassen...
Ich möchte heute einiges erledigen, aber was ich mir vorgenommen habe, versetzt mich gedanklich wieder in die Vergangenheit. Die Motorradbatterie hat ja nun, wie der letzte vergebliche Startversuch zeigte, offenbar ausgedient. Wer weiß, wie alt sie schon ist, im Oktober 2001 hat Jana das Bike gebraucht gekauft... Ich fahre also zu Louis, dem Laden für Motorradzubehör. Ich schrieb schon einmal darüber, wie gern und oft wir mit Jana dorthin fuhren... Ewig lange war ich nicht mehr dort, aber als durch die Tür gehe, habe ich sofort den so ganz typischen Geruch dieses Ladens in der Nase, und das Gefühl, als würde Jana wie früher mit strahlenden Augen neben mir laufen...
Wenn ich so in Gedanken bin, dann "falle" ich meist recht unsanft in die Gegenwart zurück. So geht es mir, als ich nun die alte Batterie abgebe und eine neue aussuche. Ich fange plötzlich an zu stottern, überlege, ob ich von Janas oder von meinem Motorrad rede, muss mich entscheiden, ob ich in der WIR- oder ICH- Form antworte...
Eine Stunde später fülle ich zu hause die Säure in die Batterie und hänge sie an das neue Ladegerät. Dies habe ich ebenfalls gekauft. Da es mit einer guten Elektronik ausgestattet ist, kann die Batterie den ganzen Winter über daran angeschlossen werden. Gegen Abend zeigt das Gerät die vollständige Ladung an und wechselt in den "Erhaltungsmodus". Ich klemme sie also ab und baue sie ein. Ich muss zugeben, ich bin richtig gespannt, aber kaum stelle ich die Zündung an und betätige den Starter, da brummt das Bike schon... Mein kleines Schaf sehe ich lächeln, denn der "Sound" ihrer Suzi ließ ihre Augen immer regelrecht funkeln...
Sonnabend, 02.09.2006
Als Norbert gestern Nachmittag von der Arbeit kam, hatte ich absolut keine Lust, um noch einkaufen zu fahren, obwohl es eigentlich so geplant war. Aber mein Schatz war weder sauer noch enttäuscht, im Gegenteil, denn ganz schnell zog er sich um und erschien dann in seinen bequemen Haushosen... Ich nehme mal an, dass sich seine Lust zum Einkaufen ebenfalls in Grenzen hielt...*grins* Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben, und so müssen wir uns nun heute wohl oder übel zum Wochenendeinkauf aufraffen. Jedoch wird erst einmal gemütlich gefrühstückt und ganz ausgiebig Zeitung gelesen...*schmunzel*
Nachdem wir die "Nahrungssuche" hinter uns haben, sitzen wir wieder in der Küche, erholen uns von den Strapazen des Einkaufs, trinken noch einen Tee und lesen weiter in den Zeitungen... Dann holt Norbert aus dem Bad seinen Kamm und die Bartschere. In den vergangenen Tagen sagte er schon mehrmals, dass wir (WIR heißt in diesem Fall: ICH) wieder mal seine Haare schneiden müssten. Ich wollte immer gleich loslegen, aber das war ihm dann auch nie recht... Ich nutze also die Gunst der Stunde und lege gleich los. Es lohnt sich richtig, denn das letzte "Styling" ist schon eine Weile her. So hat die Schere einiges zu tun, und anschließend auch der Staubsauger...
Danach muss ich nicht auf die Uhr schauen, denn mein Magen sagt mir bereits, dass es Zeit fürs Mittagessen ist. Beim Kochen brennt nichts an, und somit verläuft der Tag ohne weitere nennenswerte "Highlights".... Aber sollte noch irgendetwas "passieren", dann steht es natürlich hier im Tagebuch *zwinker*
Freitag, 01.09.2006
Der Termin gestern in der Strahlentherapie verlief relativ schnell und unkompliziert. Richtig lobenswert finde ich, dass dort die Termine fast auf die Minute eingehalten werden. Wenn ich da so an andere Praxen denke... Der Arzt fragte natürlich zuerst, wie es mir geht... Daraufhin erzählte ich, dass ich (ohne Stress und Zeitdruck) mit den Bewegungseinschränkungen ganz gut leben kann, auch mit der andauernden Taubheit in der Achselhöhle, an die ich mich allerdings immer noch nicht gewöhnt habe (und ob ich es irgendwann werde, bezweifle ich). Darauf erklärte er mir, dass es sehr, sehr lange dauern kann, falls sich diese Taubheit überhaupt zurück bildet. Aber dann erzählte ich ihm, was mir wirklich zusetzt, nämlich die Nebenwirkungen der Antihormone. Wieder bekam ich nur Mitleid und die Information, dass es auch Frauen gibt, die nicht solche extremen Nebenwirkungen haben... Dann schaute er sich die bestrahlte Brust an, die sich in den 13 Wochen seit der Bestrahlung in der Hautfarbe immer noch leicht von der anderen Haut unterscheidet, und die Untersuchung ist ähnlich wie das Abtasten beim Frauenarzt. Der Doktor ist zufrieden, und bittet mich, in einem Jahr wieder zu kommen. Bei der Anmeldung bekomme ich gleich einen Termin für den 26.09.2007 um 12Uhr, und ich überlege, ob ich an diesem Tag Zeit haben werde...*grins*
Nachdem Norberts PC so gut läuft, kribbelte es mir schon gestern Abend in den Fingern, und ich nehme mir heute meinen Computer vor...*schmunzel* Damit habe ich auch fast den ganzen Tag zu tun. Mein System wird nicht wie bei Norbert formatiert und mit der Windows- CD neu installiert, sondern mit der Recovery- CD in den Auslieferungszustand (Targa- PC von Lidl) versetzt. Aber dadurch ist wieder soviel Software auf dem PC, die ich nicht will und nicht brauche. Also habe ich eine Weile zu tun, um einiges zu deinstallieren. Danach geht es erst einmal weiter mit den Windows- Updates... Na, und es gibt ja auch ein paar Programme, die man schon jahrelang benutzt, und die nie fehlen dürfen... Das ist bei mir zum Beispiel Windows Draw, ein Programm, das ich mal zusammen mit Jana im Media- Markt gekauft habe. Die Glückwunsch-, Grußkarten und CD- Cover, die wir damit erstellt und gedruckt haben, kann ich gar nicht mehr zählen...
Als Norbert von der Arbeit kommt, sitzen wir gemeinsam für eine Weile an seinem PC und kopieren die auf CD gesicherten Daten zurück auf seinen Computer, und zwar auf die nun zweite Festplatte (Partition). Sollte also wieder einmal ein "Frühjahrs- oder Herbstputz" im Hause Windows nötig sein, müssen wir diese Daten nicht mehr extra sichern.
Ja, und damit ich meine derzeitige Hochform nicht verliere, hat sich auch mein Schwesterlein inzwischen für eine Systemerneuerung angemeldet. Ihr PC meldet inzwischen diverse Fehler, die sie zwar mit Schließen und Neustart der Programme immer noch in den Griff bekommt, aber wer weiß, wie lange noch... Da werde ich wohl demnächst etwas mehr Zeit in Charlottenburg verbringen, als sonst beim Kaffeeklatsch...
Donnerstag, 31.08.2006
Norberts Computer ist soweit wiederhergestellt. Wie immer gab es einige Hürden zu nehmen, denn ich würde sicher ungläubig aus der Wäsche gucken, wenn alles glatt liefe. Beim Formatieren habe ich die Festplatte in zwei Partitionen aufgeteilt. Das hat den Vorteil, dass man persönliche Daten auf der Festplatte speichern kann, wo nicht das Betriebssystem liegt und beim nächsten Mal die Datensicherung auf CD oder Sticks entfällt. Die Windows- Installation hat gut funktioniert, nur habe ich dabei festgestellt, dass ich zwar alle CDs von Norberts Computer gefunden hatte, aber dennoch eine fehlt... Es ist die CD "Treiber und Utilitys", die wir scheinbar an einer anderen "sicheren" Stelle liegen haben... Aber ich wäre nicht ich, wenn ich mir nicht zu helfen wüsste *grins* Auf der Homepage von Medion kann man nach Eingabe der Computer- Seriennummer die nötigen Treiber herunter laden. So blieb durch die fehlende CD nur noch ein Problem: für die Fernsehkarte hatte ich keine Software. Ich fand sie zwar im Internet beim Hersteller "CyberLink", aber nur zusammen mit der Fernsehkarte, und das für 99,- €...*stöhn* Also stöberte ich noch eine Weile, und das Suchen hat sich richtig gelohnt! Bei http://www.tvoon.tv gibt es eine ganz tolle TV- Software, und das kostenlos! Ich suchte immer wieder nach dem berühmten "Haken", aber fand keinen. Ohne Probleme ließ sich die Tvoon- Software auf Norberts PC installieren und läuft tadellos... Sie gefällt ihm sogar noch besser, als die vorherige, und er ist ganz begeistert. Jetzt bin ich fast etwas neidisch, denn das Media- Center, welches in meinem Windows XP Media Center Edition integriert ist, sieht dagegen richtig Sch.... aus *schmunzel* Habe natürlich versucht, das Tvoon auch auf meinem PC zu installieren, aber hatte zum Fernsehbild keinen Ton. Könnte sein, dass dieses Windows Media Center etwas blockiert oder vielleicht keine andere TV- Software "duldet", was mich bei Microsoft nicht verwundern würde...*schmunzel* Aber vielleicht finde ich ja noch einen Weg...
Während ich hier schreibe, ist es noch früh am Tage. In meiner Taskleiste steht 08:33 Uhr, werde dann noch mal Norberts Computer durchchecken, ob vielleicht irgendetwas fehlt... Oben warten zwei Ständer mit Wäsche auf mich, die zusammengelegt werden muss, was zu meinen absoluten "Lieblingsbeschäftigungen" gehört. Danach mache ich immer drei Kreuze, denn kaum eine Hausarbeit hasse ich mehr... Am späten Vormittag, wenn Andi ausgeschlafen hat (er hat heute frei), werden wir zusammen einkaufen fahren, und um 15:30 Uhr habe ich den Termin zur Nachkontrolle in der Strahlentherapie...
Dienstag, 29.08.2006
Ich hatte mir gestern außer Kochen eigentlich etwas mehr an Hausarbeit vorgenommen, aber es lief ja wieder mal alles ganz anders... Darum hole ich heute Vormittag einiges nach, allerdings mit Pausen, denn meine Kondition ist nach wie vor begrenzt. Nun blitzt die Küche, Betten sind frisch bezogen, und die Wäsche hängt bereits auf der Leine... Es ist jetzt Mittag und eigentlich eine ungewöhnliche Zeit für mein Tagebuch, aber das hat seinen Grund...
Ich habe bereits angefangen, den Brief an Medion zu schreiben, aber im Hinterkopf überlege ich immer noch, wo die CDs sein könnten. Ich bin mir eigentlich auch sicher, dass wir sie nicht weggeworfen haben, wäre ja auch ganz schön bescheuert...*grins* Mir kommt die Idee, mal im Abstellkeller zu suchen, denn da steht eine ausrangierte Schrankwand... Viele alte Verpackungen stehen hier, kleinere und größere. Einige sind leer, andere mit altem Kram gefüllt. Als ich ein Fach ausräume, finde ich einen flachen Karton, der mich schon etwas ahnen lässt... Beim Öffnen kommt dann ein juchhu! Vor meinen Augen habe ich sämtliche Software- CDs von Norberts Computer nebst Papieren und einem Modemkabel...*freu* Mein nächster Griff ist natürlich zum Telefon, um Norbert die freudige Mitteilung zu überbringen. Dann lösche ich den angefangenen Brief an Medion, und den Rest des Tages werde ich wohl an Norberts Computer verbringen....
Montag, 28.08.2006
Den ganzen Vormittag verbringe ich damit, im Internet auf den Seiten von Microsoft eine Telefon- Hotline zu finden. Ich hatte Anfang des Jahres, als ich den Laptop neu einrichtete und wegen Problemen bei der Aktivierung von Windows XP bei Microsoft anrief, eine ganz "normale" Telefonnummer, aber diese finde ich im Internet nicht. Jedoch bin ich irgendwann erstaunt, als ich lese, dass bei Computern mit vorinstalliertem Windows der Computervertrieb für den Support zuständig ist, gut zu wissen... Somit muss ich mich an Medion wenden, und da haben wir ja seit dem 13.07. eine Kundennummer, als Norberts Computer nicht mehr startete und der Arbeitsspeicher als Übeltäter entlarvt wurde. Also rufe ich dann bei Medion an. Die Nummer fängt mit 01805 an, und "natürlich" erst einmal über fünf Minuten Warteschleife...*knurr* Nachdem ich endlich einen Ansprechpartner habe, erzähle ich, dass unsere CDs vom Computer leider nicht mehr auffindbar sind, aber man kann mir keine verbindliche Auskunft geben und verbindet mich weiter... Ich muss noch einmal mein Problem darlegen und höre schon langsam, wie das Geld durch die kostenpflichtige Hotline rieselt...*stöhn* Letztendlich sagt man mir, dass ich mich schriftlich unter Beifügung einer Rechnungskopie des Computers an Medion wenden soll, um die Recovery- CD nochmals zu erhalten. Na gut, das ist schon mal eine Antwort mit der ich etwas anfangen kann, und nach 17 Minuten kann ich endlich den Hörer auflegen... Das macht 2,04 €, denn Sondernummern werden nicht über die Telefon- Flatrate abgerechnet. Sicher macht uns das nicht arm, aber schon beim Wählen solcher Nummern sträuben sich bei mir regelrecht die Nackenhaare! Möchte nicht wissen, was mit diesen kostenpflichtigen Hotlines eingenommen wird...
Da ich nun den halben Tag mit diesem Mist verplempert habe, mache ich den PC erst einmal aus. Ich muss noch einkaufen und mir überlegen, was ich meinem Schatz heute koche...
Nach einem leckeren Brokkoli- Gratin und Minutensteaks sitze ich nun wieder am PC und Norbert vor dem Fernseher, wo zurzeit die 2. Bundesliga spielt. Gerade hat sich der Kommentator so richtig aufgeregt, und dann plötzlich sagt er: "Geht doch!" Ohne uns abzusprechen, wiederholen Norbert und ich: "Geht doch!" Ja, es ist der Text aus Janas Lieblingsvideo, bei dem sie doch immer so herzhaft lachte...
( Falls man das Video sehen möchte, am besten erst das Ende der Hintergrundmusik abwarten...)
Sonntag, 27.08.2006
Norbert sitzt mit seinen Kindern oben im Wohnzimmer und guckt Bundesliga, wo Hertha gegen Hamburg spielt. So habe ich hier unten in meinem Zimmer Ruhe zum Schreiben, glaubte ich, aber "Kommentare" von Fußballfans sind doch oft auch sehr lautstark...*schmunzel*
An den letzten beiden Tagen saß ich jedes Mal schon vor dem Tagebuch, hatte bereits Tag und Datum eingetippt, aber dann überlegte ich, was denn so wichtig war, dass ich es mir hätte von der Seele schreiben wollen. Wie man sieht, ich habe nichts geschrieben... Na gut, ich hätte aufzählen können, was ich an Hausarbeit gemacht habe, aber es ist nun mal ein Online- Tagebuch, und ich will niemanden vergraulen...*schmunzel* Dann wäre da noch der Wochenendeinkauf, dessen Kassenbon ich hätte einscannen können...*ganz doll grins* Ja, manchmal gibt es wirklich Tage, die vergehen eben nur, an anderen wiederum überschlägt sich alles...
Heute ärgere ich mich zum Beispiel darüber, dass wir von Norberts Computer nicht die mitgelieferten Softwarte- CDs finden. Kaum zu glauben, dass man damit etliche Stunden verbringen kann *stöhn* Ich will Norberts PC formatieren und neu einrichten und suche die dazugehörige Windows- CD. Vielleicht rufe ich morgen mal bei der Microsoft- Hotline an, was ich machen kann, denn der Produkt- Key steht ja auf dem Aufkleber am Tower... Norberts PC hat XP- Home. Ich bin nun auch überfragt, ob ich das XP- Home vom Laptop nehmen kann und nur den Key von Norberts Computer eingeben muss, denn der Laptop ist von Hewlett- Packard, Norberts PC aber von Medion. Die Windows- Version meines Computers kommt nicht in Frage, denn es ist die Media Center Edition. Klingt verflixt kompliziert, aber wenn man gaaaaanz langsam liest, kann man es verstehen...*zwinker*
Das Ergebnis von Hamburg gegen Hertha: 1:1. Die Laune der Fußballfans hält sich in Grenzen, aber es hätte schlimmer kommen können...
Donnerstag, 24.08.2006
Gestern hatte Andi Geburtstag. Darum haben wir uns nachmittags alle bei Norberts Mutter getroffen und sind zusammen essen gegangen. Als wir abends wieder zu hause waren, haben wir mit Andi und seiner Freundin noch sehr lange Karten gespielt und richtig Spaß gehabt. Um 23:23 Uhr wurde noch einmal mit Sekt auf das Geburtstagskind angestoßen, denn das war die Zeit, als Andi das Licht der Welt erblickte. Der Abend war so richtig gemütlich und lustig, und die Uhr zeigte mittlerweile 1:45 Uhr, als wir schlafen gingen...
Norbert muss heute zwar nicht wie sonst um 5 Uhr aufstehen, denn es ist Betriebsausflug, aber leicht fällt ihm das Aufstehen auch eine gute Stunde später nicht...*zwinker* Ich selber drehe mich noch einmal auf die andere Seite... Gegen 9 Uhr bekomme ich dann fast einen Schreck, denn mittags habe ich Arzttermin. Ich überlege mir, dass ich doch mit dem Motorrad hinfahren könnte, denn bestimmt drei Wochen bin ich nicht gefahren, und außerdem ist heute das ideale Wetter. Bloß gut, dass ich vorher schon einmal ohne Motorradhelm und -Jacke rausgehe und sie probehalber starten will, ... aber sie "stöhnt" nur noch und springt nicht an... Wenn ich mich schon mal aufraffe und mit dem Bike fahren will...*schmunzel*
Ich fahre also mit dem Auto zu meiner Frauenärztin. Eine einschneidende Veränderung gibt es bei mir nicht, und so verläuft der Arztbesuch ähnlich wie beim letzten Mal. Erst für Anfang Oktober bekomme ich den nächsten Termin, da die Ärztin im September Urlaub hat...
Dienstag, 22.08.2006
Jill wird jährlich gegen Tollwut, Staupe und einige andere Sachen geimpft. Da es wieder an der Zeit ist, will ich mit ihr heute zu unserer Tierärztin. Als ich vor der Arztpraxis stehe, stutze ich, denn es steht ein neuer Name dran. Ich finde es schade, denn 4 Jahre lang war ich mit Jill bei der bisherigen Ärztin und habe darum auch nach meinem Umzug gern den etwas längeren Weg in Kauf genommen. In der Praxis erfahre ich, dass unsere Ärztin nach Brandenburg "ausgewandert" ist. Die "Neue" ist zwar nett, aber irgendwie vermisse ich etwas. Während meine kleine Schnecke auf dem Untersuchungstisch vor Angst zittert, geht sie kaum auf sie ein. Als sie Jill dann in die Ohren schaut, sagt sie: "Da kann man ja kaum etwas sehen." Dazu muss ich erklären, dass beim Sharpei der Gehörgang nicht wie ein glatter Trichter aussieht, sondern fast genauso faltig ist wie der Hund *schmunzel* Nach diesem Satz der Ärztin ist mir klar, dass sie heute zum ersten Mal einen Sharpei sieht... Beim nächsten Mal werde ich mir den Weg sparen und den Tierarzt "testen", der wenige hundert Meter von uns entfernt seine Praxis hat...
Montag, 21.08.2006
Manchmal schreibe ich einen Zettel, was ich mir für den Tag vornehme, und heute mache ich das auch wieder mal. Unter anderem will bzw. muss ich meinen Haaren zu frischer Farbe verhelfen. Diese Prozedur gehört nicht gerade zu meinen Lieblingsbeschäftigungen, aber ist alle 4 Wochen nötig ist. Die Friseurpreise haben mich schon vor Jahren so abgeschreckt, dass ich die do it yourself- Methode vorgezogen habe. Alle halbe Jahre lasse ich nur die Spitzen schneiden, und das privat, was gerade 10 € kostet...
Obwohl ich mir keinen Stress mache, erledige ich alles, was ich mir morgens auf dem Zettel vorgenommen habe. Nachdem Norbert von der Arbeit zuhause ist, wollen wir schnell noch bei Lidl eine Rolle Aluminiumdichtband holen (ist heute bei den Angeboten). In unserer Straße ist ein Stück weiter seit heute Mittag bis morgen früh um 4 Uhr Halteverbot. Vor einigen Tagen hatten wir Zettel im Briefkasten, worauf stand, dass für eine neue Staffel der Serie "Im Namen des Gesetzes" gedreht wird und man sich für eventuelle Beeinträchtigungen entschuldigt. Als wir dort vorbeifahren, sehen wir einige LKWs mit Filmtechnik, Scheinwerfer werden schon aufgebaut, und ein Catering- Service sorgt für die Verpflegung...
Sonnabend, 19.08.2006
Ich muss da noch etwas berichtigen, denn das mit den 8 Programmen bei DVBT stimmt nicht. Bei uns in der Küche steht nämlich ein Fernseher (damit ich immer viel und lange koche *schmunzel*) Dieses Gerät empfängt über DVBT. Im Internet finde ich heute eine Liste mit den Sendern, die über DVBT zu empfangen sind, und das ist eine ganze Menge. Wir machen noch einmal einen Suchlauf, aber der Empfang ist nicht allzu gut, und etwas über 20 Programme kann er empfangen. Na ja, da hatte ich wohl mit dem Empfang im Untergeschoss kaum eine Chance...
Heute ist das erste Heimspiel von Hertha in der neuen Bundesligasaison. Norbert und Andi haben wieder Dauerkarten und gehen ins Olympiastadion. Gegen Hannover gewinnt Hertha mit 4:0, und so ist für den Rest des Tages gute Laune garantiert *grins*
Freitag, 18.08.2006
Da die Fernsehkarte meines Computers über Antenne, Kabel oder DVBT empfangen kann, will ich heute mal etwas ausprobieren. Bisher hing die TV- Karte immer mit am Hauskabel, aber ich will nicht schon wieder einen Verteiler stecken und Norbert vielleicht etwas von seinem nun so guten Empfang abzapfen *schmunzel* Da irgendwo im Haus eine nicht mehr benutzte DVBT- Antenne herumliegt, will ich es damit mal probieren. Aber ich finde dieses Teil nicht und rufe Norbert an, der mir dann sagt, dass sie im Wohnzimmerschrank liegt… Na, da hätte ich noch lange suchen können, denn ich vermutete sie im ehemaligen Zimmer seiner Tochter im 2. OG (wo sie zuletzt benutzt wurde) und setzte meine Suche dann im Keller fort *grins* Dann probiere ich, richte die DVBT- Antenne immer wieder anders aus, um besseren Empfang zu haben, aber es werden beim Sendersuchlauf nicht einmal 10 Programme gefunden… Nach einigen Stunden gebe ich entnervt auf, packe das blöde Teil wieder dahin, wo ich es hergeholt habe und stecke jetzt doch noch einen Verteiler in die Antennendose… Siehe da, es werden 33 Fernsehprogramme gefunden *freu* Als Norbert nach hause kommt, betrachtet er etwas argwöhnisch den Verteiler an „seiner“ Antennendose. Sofort prüft er, ob im Fernseher alle Programme noch einwandfrei empfangen werden, aber alles im grünen Bereich *grins* Ich bin gerade noch beim Umsortieren der Programmplätze auf der TV- Karte und teile Norbert mit, wie frustrierend der Versuch mit DVBT war, und dass ich den ganzen Tag damit vergammelt habe. Da erzählt er mir, dass man in Berlin mit DVBT doch nur 8 Programme empfangen kann… Ich traue meinen Ohren kaum! Hätte er mir das nicht vorher sagen können? Meine Zeit und meine Nerven, alles umsonst…*grins*
Donnerstag, 17.08.2006
Heute Vormittag bekomme ich einen Anruf. Es ist die Frau des Mannes, der im Oktober die Kiefer fällen wird. Sie erzählt mir, dass sich der Termin wahrscheinlich verschieben wird, weil ihr Mann gestürzt ist und im Krankenhaus liegt. Er hat wohl sogar noch Glück im Unglück gehabt, hat keine komplizierten Brüche und ist sozusagen ganz knapp am Rollstuhl vorbei geschlittert. Nach anfänglicher absoluter Ruhe fängt er zurzeit wieder ganz langsam an zu laufen. Ich bin von dieser Nachricht völlig geschockt und bitte die Frau, ihrem Mann ganz herzliche Grüße und Genesungswünsche zu übermitteln.
Als ich mittags zum Gartentor gehe, um in den Briefkasten zu schauen, stört mich ein kleiner Zweig, der in den Weg hineinragt. Ich hole die Gartenschere und schneide ihn ab, aber dann sehe ich noch mehr... Auch am Weg, der neben dem Haus nach hinten zu Garten führt, sind die Sträucher und Büsche so sehr gewachsen, dass man beim Laufen oft den Kopf einziehen muss. Das stört mich schon eine ganze Weile, und so werden aus meinem Gang zum Briefkasten zwei volle Stunden...*schmunzel* Als Norbert nach hause kommt, stehen mehrere volle Garteneimer da, die er in Laubsäcke umgefüllt...
Eigentlich wollte ich schon vorgestern schreiben, was mir Norbert erzählte, als er von der Arbeit kam: Seit genau diesem Tag gibt es in Deutschland mehr Handys als Einwohner *staun* Er hatte es im Radio gehört...
Mittwoch, 16.08.2006
Obwohl ich gestern Abend vom Saubermachen die Nase voll hatte und auch ziemlich geschafft war, habe ich scheinbar trotzdem noch einen "Restschwung" übrig behalten *schmunzel* Das hat "zur Folge", dass bereits um 6 Uhr die Waschmaschine läuft und ich noch so einige Handgriffe im Haushalt mache... Nun bin ich wieder mal so richtig zufrieden und könnte mir am liebsten selber auf die Schulter klopfen *grins*
Vor einer Weile schrieb ich von meinem Versuch, auf so genannte Bifocal- Kontaktlinsen "umzusteigen", mit denen ich sowohl nah- als auch fernsehen kann und keine extra Lesebrille brauche. Nun sind 4 Wochen vergangen, und es ist wohl langsam ein kleiner Erfahrungsbericht fällig *schmunzel* Mein allererster Eindruck war ja sehr gut, da ich auch kleinste Schrift sofort lesen konnte. Was lustig war, dass ich in den ersten Tagen vor dem Lesen aus Reflex immer noch zur Brille greifen wollte. Dann habe ich sie "unter Verschluss" gebracht *schmunzel* Im der ersten Woche fiel mir jedoch auf, dass ich nach dem Lesen, wenn ich in weitere Entfernung schaute, eine Weile brauchte, um wieder scharf zu sehen. Nach einer Woche war ich dadurch nah dran, die Probelinsen in den Mülleimer zu werfen, denn es nervte mich, und besonders beim Autofahren fand ich das nicht gerade prickelnd. Mir fiel aber auch auf, dass ich ständig darauf achtete, wie gut oder schlecht ich gerade sehen kann. Nach etwa 14 Tagen dachte ich kaum noch daran. Dann fiel mir plötzlich auf, dass ich eigentlich alles sehr gut sehen kann, egal ob es eine Zeitung war, vor dem PC oder im Auto... Wahrscheinlich hat nun auch im Gehirn eine Umstellung stattgefunden. Das klingt sicher ulkig, aber ähnlich ist es bei einer Gleitsichtbrille zum Fern- und Nahsehen. Solch eine hatte ich vor einigen Jahren, und damit bin ich in meinem ehemaligen Wohnhaus in Charlottenburg anfangs fast die Treppe herunter gefallen... Bis ich mit dieser Brille klar kam, das dauerte eine Weile. Aber zurück zu den Bifocal- Linsen... Wenn ich nun heute ganz bewusst mein Sehvermögen teste, habe ich keine Probleme mehr, alles ist scharf, egal ob nah oder fern, also doch das Gehirn...*schmunzel* Inzwischen habe ich auch bei dem preiswertesten Anbieter die Linsen für die nächsten 6 Monate nachbestellt. Da nun fast genau ein Monat vergangen ist, ersetze ich die Probelinsen heute durch neue, denn es sind ja Monatslinsen... Fazit: absolut positiv, und dieser Reflexgriff zur Brille hat sich inzwischen etwas zurückgebildet *grins*
Ja, ich weiß, mindestens eine Person liest hier ganz ungeduldig und will endlich wissen, ob die Vogeltränke angekommen ist *grins* Ja, das gelbe Auto brachte heute endlich das ersehnte Paket, aber es waren noch einige Hürden zu nehmen... Dany, ich hoffe, dass meine Mail mit den Kontaktdaten angekommen ist (AOL spinnt manchmal und alles landet im Spamordner), und wenn Du mal auf meine Homepage schaust, hast Du auch wieder etwas zum Lachen, also:
Meine HP ---> Interessen ---> bei "Blumen, Pflanzen, Garten" auf das Bild klicken und schmunzeln...
Dienstag, 15.08.2006
Im Gegensatz zu gestern weiß ich heute gar nicht, womit ich anfangen soll..... Also tief durchatmen, ganz ruhig bleiben und dann der Reihe nach...*grins* Pünktlich um 8 Uhr stehen die beiden Handwerker vor der Tür. Der Verstärker, eine dafür benötigte Steckdose und ein Überspannungsschutz werden zuerst neben dem Kabeleingang im Keller angebracht. Dann verlegen sie ein neues Antennenkabel ins Obergeschoss und eins in mein Zimmer hier im Untergeschoss. Zur Befestigung der Kabeltunnel müssen die Handwerker viel bohren, und so habe ich letztendlich im ganzen Haus Bohrstaub, nichts geht ohne Bohrmaschine, denn hier ist alles Beton (darum habe ich in meinem Zimmer zum Beispiel auch viele Bilder mit Tesa- Power- Strips oder mit der Heißklebepistole angebracht...) Aber lange Rede, kurzer Sinn, genau um 14:30 Uhr verlassen die Handwerker das Haus. Ich setze mich erst einmal hin und rufe meinen Schatz auf Arbeit an. Norbert ist natürlich ganz happy, zumal ich ihm auch erzähle, dass beim "Probelauf" alle Fernseher einen super Empfang haben. Ich dagegen habe ein ganz anderes Problem und überlege, wo ich mit dem Saubermachen anfange *grins* Von oben nach unten ist meine Devise, und dann lege ich los. Als Norbert kurz nach 16 Uhr nach hause kommt, steckt er die Premiere- Smartcard zuerst im Wohnzimmer und dann in meinem Zimmer in den Premiere- Decoder, und macht jeweils einen Sendersuchlauf. Beide Decoder finden so viele Sender wie noch nie und sind bei der Anzahl der gefundenen Sender identisch, das hatten wir noch nie! Norbert ist beeindruckt und glücklich zugleich. Es ist doch schön, wenn das Lieblingsspielzeug so gut funktioniert *schmunzel* Ich kann es nachempfinden, nur dass mein Lieblingsspielzeug einen anderen Namen hat... Nachdem Norbert nun alle Fernseher im Haus durchgetestet hat, stellen wir fest, dass die Service- Firma wirklich gute Arbeit geleistet hat. Gegen 18 Uhr bin ich dann auch mit dem Saubermachen fertig und mindestens genauso zufrieden wie Norbert, denn ich habe nicht nur den Bohrstaub weggesaugt, sondern schon einiges geschafft, was ich sonst auf mehrere Tage aufteile. Aber nun bin ich auch geschafft...
Nachdem wir dann so langsam zur Ruhe kommen, stellen wir fest, dass auch heute kein Paketbote mit einer Vogeltränke vor der Tür stand. Tagelang sah es Norbert fast gelassen, denn der Kabelempfang war ihm erst einmal wichtiger. Nun hat er den Kopf wieder frei, aber umso größer seine Wut, dass uns der Verkäufer so verschaukelt. Also loggen wir uns mit Norberts Account ein und melden Ebay eine nicht gelieferte Ware...
Ja, ein absolut positives und vor allem zufrieden stellendes Ergebnis brachte das Kapitel 4 mit unserem Kabelempfang, aber es würde doch Eintönigkeit und Langeweile aufkommen, wenn damit hier absolute Ruhe einkehrt... *schmunzel*
Montag, 14.08.2006
Heute führe ich zwar keine langen Telefonate, dass ich mich damit für meine Schreibfaulheit entschuldigen kann, aber große "Highlights" hat der Montag auch nicht zu bieten *grins* Also muss ich mich wohl nochmals an der Vogeltränke "festhalten", die immer noch nicht angekommen ist... Am Freitag teilte mir ja der Verkäufer auf meine Anfrage mit, dass er die Ware einen Tag zuvor abgeschickt hat. Der Postbote klingelt zwar heute, aber was er mir bringt, wiegt keine 14 kg und ist nur etwas größer als ein Briefumschlag. Es ist eine DVD, die ich bei Amazon bestellt habe. Morgen bin ich ja sowieso zu hause, weil der Kabelverstärker eingebaut wird, aber sollte auch dann nichts kommen, werden wir es auf jeden Fall bei Ebay melden. Dany schreibt heute schon im Gästebuch, dass ich eine negative Bewertung abgeben soll. Ist im Prinzip schon richtig, nur werden negative Bewertungen meist auch mit negativ (so genannte Rachebewertungen) "beantwortet". In den meisten Fällen schießt man also ein Eigentor. Meine "Strafe" ist dann immer, dass diese Leute von mir gar keine Bewertung bekommen, zumal die meisten Verkäufer ihre Bewertung immer erst abgeben, wenn sie selber eine erhalten haben. Viele Käufer wissen das, und man liest dadurch bei den "vielen" positiven Beurteilungen inzwischen auch schon zwischen den Zeilen...
Mein letzter Satz erinnert mich schlagartig an mein Bewerbungstraining Anfang des Jahres. Am vorletzten Tag bekamen wir einen Zettel mit einer Liste. Da Zeugnisse von Arbeitgebern nie negativ sein dürfen, gibt es ganz bestimmte Formulierungen, die zwar gut klingen, aber eine völlig andere Bedeutung haben. Auf dieser Liste standen sie alle drauf, und mir fiel fast die Kinnlade herunter, denn ich hatte noch nie zuvor davon gehört. Total entsetzt zeigte ich Norbert die Liste, aber er kannte sie bereits fast auswendig, denn er musste schon viele Beurteilungen schreiben...
Hier mal ein paar Beispiele:
"...galt im Kollegenkreis als toleranter Mitarbeiter." bedeutet: Er kam nicht mit dem Vorgesetzten zurecht.
"...war ein gewissenhafter Mitarbeiter." bedeutet: Er war zur Stelle, wenn man ihn brauchte, aber nicht immer brauchbar.
"...bewies stets Einfühlungsvermögen für die Belange der Belegschaft." bedeutet: Er suchte Sex- Kontakte im Betrieb.
"...trug zur Verbesserung des Betriebklimas bei." bedeutet: Er hat vielleicht Alkoholprobleme.
"...Kassierer/in war pünktlich und fleißig." bedeutet: Sie ist nicht ehrlich.
Die hier aufgeführten Bespiele haben mich damals am meisten geschockt. Es gibt aber auch Formulierungen, die durchaus positive Bedeutung haben, in Abstufungen von sehr gut bis befriedigend... Natürlich habe ich damals sofort meine letzte Beurteilung rausgesucht und verglichen *schmunzel* ...und nach diesem Satz will nun bestimmt jeder wissen, was dabei herausgekommen ist *grins* Na ja, eigentlich war ich sehr zufrieden, auch stand da nichts von sexueller Belästigung oder Alkoholproblemen ![]()
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Sonntag, 13.08.2006
Die Zeit, in der ich eigentlich Tagebuch schreiben wollte, habe ich heute mit meinem Schwesterlein am Telefon verbracht. Es gab ein kleines Computerproblem, welches wir telefonisch lösen konnten, und dies sogar mit viel Humor *grins* Nun ist es leider spät geworden, aber es gab heute sowieso nichts Besonderes...
Sonnabend, 12.08.2006
Wie vereinbart kommt heute gegen 10:30 Uhr der Chef der Servicefirma, die unseren Kabelempfang verbessern soll. Wir führen ihn durch das Haus, zeigen ihm den Kabeleingang im Keller und die Verteilung der Antennendosen im Haus. Er schlägt uns vor, am Hauseingangskabel einen so genannten Sternverstärker einzubauen, von dem drei Leitungen in die verschiedenen Etagen gehen. Wir haben den Eindruck, dass er sich sehr bemüht, hier eine effektive Lösung zu schaffen, aber mit zu vielen Details will ich nicht nerven... Nach etwa einer halben Stunde haben wir alles besprochen und vereinbaren, dass seine Kollegen am Dienstag den Auftrag ausführen. Somit ist Kapitel 3 abgeschlossen, und Norbert freut sich auf Kapitel 4...*grins*
Leider kommt auch heute kein Paketbote mit der Vogeltränke. Anfänglich ärgerte sich Norbert über das tägliche Warten, da war es mir egal. Jetzt ist es mittlerweile genau umgekehrt. Während Norbert es nun gelassen sieht, werde ich jeden Tag wütender, zumal ich gestern ahnte, warum ich keine Antwort bekam, als ich nach der Paketnummer fragte. Hätte er wirklich vorgestern die Ware verschickt, wäre sie spätestens heute angekommen...
Freitag, 11.08.2006
Da wir immer noch auf die Lieferung der Vogeltränke warten, wasche ich gleich früh um 6 Uhr meine Haare, denn zu dieser Zeit wird ja wohl kaum ein Paketbote klingeln *schmunzel* Aber auch heute hält das Postauto nicht bei uns, und ich bin langsam stinksauer. Nachmittag schreibe ich dem Ebay- Verkäufer eine Mail und frage, wo die am 31.07. gekaufte Ware bleibt. Seine Antwort ist kurz und knapp: "Ware ist gestern versendet" Ich bitte dann noch um die Paketnummer, damit ich die Sendung im Internet verfolgen kann, aber eine Antwort bleibt aus...
Donnerstag, 10.08.2006
Gegen Mittag kommt heute der Mitarbeiter von Kabel Deutschland. Am ankommenden Kabel im Keller schließt er sein Messgerät an und überprüft die Signalstärke. Nach einigen Messungen erzählt er mir, dass die analogen und digitalen Signale in der vorgeschriebenen Stärke ankommen. Ich will das nicht so recht glauben, denn von der Servicefirma hörte ich es ja anders. Der Mitarbeiter von Kabel Deutschland bietet mir daraufhin an, mit der Servicefirma zu telefonieren, um dies abzuklären. Ich gebe ihm also ein Telefon und die Nummer der Firma, dann höre ich viele Fachausdrücke und verstehe so gut wie nichts mehr *grins* Abgeklärt ist nun jedenfalls, dass die im Haus ankommende Signalstärke in Ordnung ist, und für mehr ist Kabel Deutschland nicht zuständig. Was die Verstärkung im Haus auf die verschiedenen Antennendosen betrifft, das müssen wir nun veranlassen. Ich rufe darum nochmals bei der Servicefirma an. Der Chef macht mir den Vorschlag, dass er am Sonnabendvormittag zu uns kommt. Er möchte sich ein Bild von den örtlichen Gegebenheiten machen, damit er uns dann auch ein optimales Angebot unterbreiten kann. Klingt gut, und Kapitel 3 folgt also am Sonnabend...
Mittwoch, 09.08.2006
Vor einiger Zeit hatten wir bei Lidl einen neuen Sonnenschirm gekauft. Wie so oft, war es ein sehr preisgünstiges Angebot. Allerdings erlebten wir zu hause beim Auspacken eine unangenehme Überraschung. Das Mittelrohr des Schirmes war bereits verformt - anscheinend wurde die Ware sehr unsanft verladen... Ich brachte diesen Schirm zurück. Von einem Umtausch nahm ich jedoch Abstand, zumal mir auch auffiel, dass alle Verpackungen bereits mit Klebestreifen ausgebessert waren. Ich vermutete, dass es eine Endlosgeschichte werden könnte...
Vor einer guten Woche saßen wir mit Norbert abends jeder an seinem Computer und stöberten beide wieder mal bei Ebay. Norbert suchte für den Garten eine Vogeltränke und schaute sich auch mal nach Sonnenschirmen um. Ich dagegen gab das Suchwort "Nilpferd" ein, denn diese Sammelleidenschaft von Jana und mir ist immer noch aktuell *schmunzel* Was mir besonders gefiel, waren zwei CD- Taschen, die wie Nilpferdköpfe aussehen, aber ich stellte sie vorerst nur unter "beobachten"... Norbert wurde fündig, kaufte eine Vogeltränke und machte dann bei den Sonnenschirmen eine erstaunliche Entdeckung. Ein und derselbe Sonnenschirm (mit Holzgestell und kleinen Lampen an der Unterseite der Streben) wurde von mehreren Verkäufern angeboten. Jeder Verkäufer hatte bei dem Angebot den ursprünglichen Katalogpreis von 149,- Euro erwähnt. Einer bot ihn für nur 119,- Euro an, sicher bereits preiswert... Aber dann trauten wir unseren Augen kaum, denn genau dieser Sonnenschirm wurde von einem anderen Verkäufer für 52,- Euro angeboten! Da haben wir dann nicht mehr lange überlegt! Die Beträge haben wir sofort per Onlinebanking überwiesen, damit wir schnell unsere gekauften Sachen bekommen. Ein oder zwei Tage später kehrte ich zu den Nilpferden zurück und kaufte für 15 Euro diese beiden CD-Taschen, denn sie gingen mir seit meinem Ebay- Besuch nicht mehr aus dem Sinn...*schmunzel*
Am Montag klingelte nun zum ersten Mal der Paketbote, und was soll ich sagen, es sind meine Nilpferde! Zuletzt bestellt und zuerst erhalten, aber das ist ja bei Ebay nicht selten. Norbert guckte jedoch etwas traurig... Schon am Sonnabend rechneten wir mit den ersten Paketen, aber umsonst... Dienstag, also gestern, bringt DHL nun endlich das Paket mit dem Sonnenschirm, und es ist ein richtig tolles Teil *freu* Heute warte ich, ob endlich die Vogeltränke kommt und traue mich wieder nicht aus dem Haus... Ich weiß nicht, mit welchem Versand sie verschickt wird, DPD kommt meistens ab 9 Uhr, DHL manchmal um 12, manchmal erst um 15 Uhr... Man ist also regelrecht hier festgenagelt, und nicht nur das, denn eigentlich will ich heute meine Haare waschen, traue mich aber nicht. Hätte ich den Kopf gerade unter der Dusche, würde es garantiert klingeln *grins* Die Postboten sind auch immer sehr ungeduldig, klingeln Sturm, und wenn man nicht drei Sekunden später am Gartentor steht, klebt ihr Daumen nochmals auf dem Klingelknopf. Manchmal habe ich mir auf den Treppen fast schon die Knochen gebrochen, weil ein Postbote am Garentor sicher glaubte, dass ich fliegen kann...*grins* Auch heute kommt kein Paket mit der Vogeltränke, aber morgen muss ich sowieso zu hause sein, denn zwischen 10 und 15 Uhr kommt Kabel Deutschland , es bleibt also spannend...*schmunzel*
Dienstag, 08.08.2006
Wenn ich ohne Ankündigung mehrere Tage nichts ins Tagebuch schreibe, bekomme ich immer sofort Post und werde gefragt, ob alles in Ordnung ist... Außer, dass ich in den letzten Tagen abends einfach zu faul zum Schreiben war, ist nichts passiert *schmunzel*
Gestern waren ja die beiden Techniker da und haben unseren Kabelempfang überprüft. Wie ich nun mitbekommen habe, wird die Signalstärke des Kabelfernsehens in Dezibel (db) gemessen und sollte mindestens 70 db haben. Im Durchschnitt liegt der Wert wohl zwischen 70 und 90 db. Bei uns im Keller, wo das Kabel ins Haus kommt, wurden jedoch nur 67 db gemessen, und das ist nun definitiv zu schwach. Im Wohnzimmer kamen dann nur noch um 50 db an. Kein Wunder, dass Norbert dadurch nicht alle Sender bekommt und manche auch sehr unstabil sind. Man kann nun im Keller einen Verstärker für den Kabelempfang einbauen, aber wie mir der Chef der Firma am Telefon sagte, ist zuerst der Kabelbetreiber verpflichtet, einen Mindestwert an Signalstärke einzuspeisen. So hat er auch gleich die Initiative ergriffen, selber bei Kabel Deutschland angerufen und unseren Fall als Störung gemeldet. Schon wenige Minuten später rief Kabel Deutschland bei uns an und entschuldigte sich dafür, dass sie leider erst am Donnerstag kommen können. Also folgt dann das nächste Kapitel in Sachen Kabelempfang...
Nun ist Norberts Urlaub vorbei, und er ist heute den zweiten Tag wieder arbeiten. In den letzten drei Wochen sind wir immer relativ spät aufgestanden, und dementsprechend verlagerte sich unser Tagesablauf auch nach hinten. Ich muss wohl kaum erzählen, wie "schön" es ist, dass der Wecker nun endlich wieder morgens um 5 Uhr klingelt...*grins*
Freitag, 04.08.2006
Es gibt heute weder positive noch negative Überraschungen, auch kann ich nicht von irgendwelchen Spontanaktionen berichten, es steht also alles noch an seinem Platz *schmunzel* Es ist einfach mal ein ganz ruhiger Tag… Darum belasse ich es bei diesen wenigen Zeilen und wünsche allen ein erholsames Wochenende!
Donnerstag, 03.08.2006
Wir erwarten morgen einen Techniker, der unseren Kabelempfang überprüft, da speziell die digitalen Programme (Premiere und Kabel Deutschland) nicht einwandfrei und vollständig zu empfangen sind. Norbert hatte schon versucht sich im Internet zu informieren, was man da machen kann, aber es gibt nicht nur viele mögliche Ursachen, sondern auch einen unüberschaubaren Markt von Geräten zur Verstärkung des Fernsehsignals. Also muss ein Fachmann her. Darum haben Norbert und Andi bereits im Wohnzimmer das Schrankwandteil mit dem Fernseher abgerückt, weil die Antennendose morgen zugänglich sein muss. Da wir nun nicht jede Woche die Schränke von der Wand abrücken und dahinter sauber machen, sieht es hinter dem Schrank nicht gerade sehr einladend aus. Ich hole also den Staubsauger, und wenn ich schon einmal dabei bin, sauge ich halt das ganze Wohnzimmer…
Aber da liegt noch ein Stapel mit neuen Teppichfliesen, um den ich heute zum x-ten Mal herumsauge. Norbert hatte sie vor einigen Wochen aus dem Keller geholt. Im Laufe der Zeit haben einige kleine Missgeschicke auf dem Teppichboden ihre Spuren hinterlassen, und darum wollten wir die unansehnlichen Teppichfliesen gegen neue austauschen, aber bisher blieb es bei dem Vorhaben… Ich „beschließe“ also spontan, dass wir es jetzt endlich machen, und Norbert hat gar keine Wahl, denn ich dulde keinen Widerspruch *grins* Alles ist halb so wild, und es kommt mir vor als wenn wir puzzeln… Nachdem die kleinen Missgeschicke durch die 11 neuen Teppichfliesen verschwunden sind, bin ich bereits ganz angetan von dem Anblick. Aber da sind noch ein paar, die zwar keine Flecken haben, auch nicht mehr sehr schön aussehen... Natürlich hatte ich die Lösung für diesen „Fall“ schon vorher im Kopf *schmunzel* Mitten im Zimmer liegt nämlich ein großer Teppich, und die Teppichfliesen darunter sehen genauso gut aus wie die neuen, also tauschen wir noch einige aus und lassen die nicht mehr so schönen unter dem Teppich verschwinden… Wie sagt man doch immer: man kann blöd sein, man muss sich nur zu helfen wissen…
Obwohl es manchmal etwas Mühe kostet, Norbert von meinen spontanen Ideen und deren Ausführung zu überzeugen, so ist er doch meist froh, wenn wieder etwas erledigt ist. Irgendwie ergänzen wir uns doch ganz gut. Man sagt ja immer, dass es für jeden Topf einen Deckel gibt, nur kann ich nicht sagen, wer bei uns der Topf, und wer der Deckel ist *schmunzel*
Zeitlich passt heute alles ganz prima. Da im Erdgeschoss Wohnzimmer und Küche sind, sauge ich auch noch in der Küche und wische. Wir sind gerade fertig und machen eine Zigarettenpause, da ruft gegen 15 Uhr die Autowerkstatt an. Der Astra ist fertig und kann abgeholt werden. Norbert freut sich, dass die Reparaturkosten deutlich niedriger sind, als angenommen. Wir machen uns also auf den Weg und holen das Auto ab. Wir sind nur kurz wieder zu hause, da klingelt erneut das Telefon. Die Techniker, die morgen wegen des Kabelempfangs kommen wollten, sind mit ihrem derzeitigen Auftrag durch unvorhersehbare Probleme mit ihrem heutigen Auftrag nicht fertig geworden. Darum können sie erst am Montag kommen. Ist zwar schade, aber es gibt schlimmeres… Norberts Urlaub ist am Montag vorbei, aber ich bin ja da…
Mittwoch, 02.08.2006
Nach dem gestrigen Anruf aus der Autowerkstatt gibt es heute mal eine positive Überraschung. Mit der Briefpost kommt das Angebot der Tischlerei für die Fenster. Norbert legt mir den Brief wortlos vor, und ich suche ganz hektisch die Stelle, wo die Summe steht… Dann muss ich jedoch zweimal hinschauen, denn ich denke zuerst, dass ich mit meinem Blick bei einer Zwischensumme gelandet bin. Für insgesamt drei Isolierglasfenster mit Dreh- und Kipp- Öffnung (zwei in meinem Zimmer und eins im anderen Kellerraum) hat man 900,- Euro veranschlagt. Ich bin total platt, denn das Angebot der ersten Tischlerei lag bei 1350,- Euro! Es lohnt sich also durchaus, mehrere Angebote einzuholen, aber solch einen Preisunterschied hielten wir kaum für möglich. Auch durch den Erfahrungsaustausch mit Kollegen hat Norbert eher mit noch teureren Angeboten gerechnet. Nachdem wir uns von dem "Schock" erholt haben, greife ich zum Telefonhörer und wähle die Nummer der Tischlerei...
Dienstag, 01.08.2006
Sicherheitshalber klingelt heute der Wecker, damit wir nicht verschlafen. Gegen 9 Uhr fahren wir dann zur Werkstatt, um Norberts Auto abzugeben. Wie immer verbleiben wir, dass angerufen wird, falls größere Reparaturen notwendig sind. Gerade sitzen wir beim Mittagessen und haben den ersten Happen im Mund, da klingelt Norberts Telefon. Das Gespräch ist nicht gerade kurz und knapp, und ich habe keine gute Vorahnung. Als Norbert den Hörer auflegt, ist ihm fast der Appetit vergangen. Keine Bange, ich zähle jetzt nicht auf, was alles gemacht werden muss...*schmunzel* Frühestens Donnerstag wird der Astra fertig werden, eventuell auch erst Freitag...
Montag, 31.07.2006
Norbert putzt heute Vormittag ein wenig an seinem Auto, da morgen der Werkstatttermin für TÜV und AU ist. Obwohl der Opel- Astra keine offensichtlichen technischen Mängel hat, ist Norbert etwas mulmig, weil er befürchtet, dass vielleicht doch einiges zu machen sein wird...
Ansonsten plätschert der Tag so vor sich hin, keine Termine, kein Stress... Abends ruft Renate an, und da unser letztes Telefonat eine Weile her ist, haben wir uns reichlich zu erzählen...
Wie ich in der Besucherstatistik sehe, haben viele meine "Einladung" in den Garten angenommen und mal über den Zaun geschaut *schmunzel* Als ich es Norbert sage, meint er: "Kein Wunder, dass der Rasen schlecht wächst, wenn so viele Leute durch den Garten laufen..." Ja, so ist mein Schatz, immer hat er einen passenden Spruch parat *grins*
Sonntag, 30.07.2006
Eine ganze Weile habe ich nichts an meiner eigenen Homepage gemacht. In der letzten Zeit hatte ich hier mehrmals Fotos ins Tagebuch gesetzt. Dadurch kam mir die Idee, doch eine Seite mit Bildern von Blumen und vom Garten zu erstellen. Ja, dann habe ich Fotos rausgesucht, nochmals fotografiert und eine neue Seite erstellt, die ich vielleicht auch jahreszeitlich aktualisieren werde. Somit habe ich wieder etwas, wo ich ständig basteln kann *grins* Über einen Link auf der Seite "Interessen" meiner Homepage kann man nun über den Gartenzaun schauen, aber sicher interessiert sich nicht jeder für Blumen...*zwinker*
Um ehrlich zu sein, in der letzten Zeit, habe ich nur noch mit einem halben Auge Formel 1 geschaut, denn als Ferrari- Anhänger machte es kaum noch Spaß. Immer nur hieß es: Alonso, Alonso und nochmals Alonso... Er schien in seinem Renault fast unschlagbar. Man hielt es kaum für möglich, dass es noch einmal richtig spannend wird. Ja, und heute holt Schumi auf dem Hockenheimring seinen dritten Sieg in Folge, der Punkteabstand zu Alonso schrumpft... Nun "klebe" ich wieder am Fernseher, und auch die beiden Ferrari- Fans Jana und Mario sehe ich schmunzeln...
Sonnabend, 29.07.2006
Nun hat es letzte Nacht doch noch einmal geregnet, und zwar so viel, dass einige meiner Wunderblumen heute Morgen flach auf dem Boden liegen. Glücklicherweise sind sie nicht abgebrochen, aber haben dem Druck des starken Regens und der Last des Wassers nicht standhalten können. Ich richte die teilweise über einen Meter hohen Blumen wieder auf und binde sie mit Gartendraht an Bambusstangen...
Gegen Mittag telefoniere ich mit Olav und rede mit ihm über den Anruf von gestern. Wie ich von ihm erfahre, möchte die Mutter von Marie derzeit keinen Kontakt herstellen und hat dafür auch ihre Gründe. Man muss es akzeptieren, und ich werde mich da auch nicht einmischen. Ich bin ja hier nur Vermittler, eine Rolle, die ich mir selber nie ausgesucht hätte, zumal sie immer sehr undankbar ist...
Freitag, 28.07.2006
Heute gibt es fast heute nur ein Thema bzw. eine Frage, und diese stellt Norbert: "Wann kommt endlich der Regen?" Vormittags sieht es fast schon aus, als "braut" sich etwas zusammen, aber dann kommt zwischen den Wolken plötzlich wieder die Sonne hervor. Jeder Mensch freut sich darüber, aber bei Norbert wird das Gesicht immer länger... Nachmittags mäht er dann den Rasen und hofft darauf, dass die laut Wetterbericht auf Berlin zusteuernden Regenwolken auch ankommen... Gegen Abend fängt es leicht an zu grummeln, ich gehe mit Jill noch schnell in die Gassi- Ecke, da sie ja wasserscheu und bei Regen nicht mehr vor die Tür zu bekommen ist.... Die ersten Tropfen fallen, und Norbert wechselt seinen "Standort" vom Untergeschoss ins Wohnzimmer, wo er die Wetterlage im Blick hat und beobachten kann... Alles, was jedoch hier in Berlin- Spandau ankommt, ist ein kurzzeitiger und eher dürftiger Landregen...*schmunzel*
Während Norbert im Wohnzimmer dass Wetter beobachtet, klingelt in meinem Zimmer unten das Telefon. Es ist die Mutter von Olavs zweiter Tochter. Sie hatte ja vor einiger Zeit schon einmal versucht über mich Kontakt zu Olav aufzunehmen, als er noch in London war. Ich hatte auch alles an Olav weitergegeben, aber wollte den Gang der Dinge weder in der einen, noch in der anderen Richtung beeinflussen. Da der gewünschte Kontakt zu meiner ersten Enkeltochter Marie noch nicht zustande gekommen ist, wendet sich die Mutter von Olavs Tochter Rachel nun nochmals an mich. Ich bin am Anfang unseres Telefonats fast etwas ungehalten und mache ihr den Vorwurf, dass sie sich zurückgezogen hat, als Olav damals Verantwortung übernehmen wollte. Wir hatten versucht, uns damit abzufinden, aber nun soll innerhalb weniger Wochen wieder alles auf den Kopf gestellt werden. Sie räumt daraufhin Fehler in ihrem eigenen Verhalten ein, die sie aber nun eingesehen hat, zumal Rachel auch wiederholt den Wunsch äußert, ihre Halbschwester Marie kennen zu lernen. Irgendwie kann ich es sogar verstehen, denn auch ich habe Halbgeschwister, von deren Existenz ich mit 16 Jahren erfuhr, aber die ich erst mit 38 Jahren kennen lernte...
Ich verbleibe mit Rachels Mutter, dass ich Olav nochmals informiere und mich bei ihr melde. Was mache ich also? Ich rufe sofort bei Nora an, aber Olav ist nicht da.... Trotzdem dauert unser Telefonat über eine Stunde, denn wir haben reichlich Gesprächsstoff...
...und nach unserem Telefonat will ich Tagbuch schreiben. Wie fast jeden Tag sitze ich zuerst davor und denke: was soll ich denn schreiben, ist doch gar nichts "passiert", es werden sicher kaum drei Zeilen, und dann bin ich selber überrascht...
Donnerstag, 27.07.2006
Die Zeit vergeht wie im Fluge, vier Wochen sind schon wieder um, und ich habe Termin bei meiner Gynäkologin. Ich bin für 12 Uhr bestellt, muss aber heute fast eine Stunde warten, bis ich dran bin. Bei dem Gespräch mit der Ärztin geht es hauptsächlich darum, dass mir die Nebenwirkungen der Antihormone (extreme Schweißausbrüche) sehr zusetzen. Mittlerweile verlasse ich auch nur ungern das Haus länger als ein oder zwei Stunden, weil es mir unterwegs noch unangenehmer als zu hause ist. Auch von einer Wirkung des pflanzlichen Gegenmittels merke ich noch nichts. Die Ärztin meint, dass es bei pflanzlichen Mitteln mehrere Monate dauern kann, bis sie mit ihrer Wirkung einsetzen. So richtig zufrieden bin ich nach dem Arztbesuch heute nicht, denn ich bin nicht schlauer als vorher. Ich erzähle der Ärztin auch, dass vor einigen Tagen die Krankenkasse angerufen und mir eine Reha vorgeschlagen hat. Die Gynäkologin befürwortet es ebenfalls, aber 4 Wochen wegfahren kommt für mich nicht in Frage, weil ich weiß, dass ich extremes Heimweh hätte und Sehnsucht nach Norbert, Jill und dem Garten... Es wäre für mich keine Erholung, sondern eher das Gegenteil. Eine Tagesklinik ist momentan ebenso unakzeptabel, solange ich ständig von diesen Schweißausbrüchen geplagt werde. Wie soll ich täglich 6 Stunden und länger Behandlungen überstehen? Außerdem müsste ich wohl jeden Tag mit einem Koffer hinfahren, um genug Sachen zum Wechseln dabei zu haben...*schmunzel* Zu hause treibt mich niemand, ich kann mir meine Zeit allein einteilen. Da gehe ich in den Garten, wenn ich mich danach fühle, und ich ruhe mich aus, wenn mir danach ist. Die Ärztin versteht es und meint, dass wir noch einige Zeit abwarten werden. Sollte es mir irgendwann besser gehen, kann man immer noch über eine Reha reden...
Mittwoch, 26.07.2006
Am Wochenende schrieb ich von meinen schlechten Erfahrungen mit den Tischlereien und dass ich eine weitere Anfrage per Kontaktformular abgeschickt habe. Gestern habe ich schon zu Norbert gesagt, dass es wohl dieses Mal kaum anders sein wird, denn es kam noch keine Reaktion. Heute jedoch klingelt um 9 Uhr das Telefon, und eine nette Frau von der Tischlerei meldet sich. Sie haben meine Anfrage erhalten und möchten wissen, ob es uns recht wäre, wenn der Chef in einer halben Stunde bei uns wäre, weil er gerade in unserer Nähe zu tun hat. Ich bin richtig überrascht und sage spontan zu, denn wir haben uns für heute sowieso noch nichts vorgenommen. Eine Weile später steht dann der Chef der Tischlerei bei uns vor der Tür. Er nimmt die Maße der Fenster, macht ein paar Notizen und fragt nach unseren Vorstellungen und Wünschen. Das Angebot mit Kostenvoranschlag will er uns bis spätestens Anfang nächster Woche zukommen lassen. Na, das ist doch ein Wort! Warten wir also ab, ob es im Gegensatz zum ersten Angebot eine positive oder negative Überraschung wird...
Dienstag, 25.07.2006
Heute Vormittag schwinge ich mich nach einigen Tagen wieder einmal aufs Bike. Ich will zu meiner Hausärztin, und dort ist immer schwer ein Parkplatz zu bekommen, Biker finden jedoch immer ein Plätzchen *grins* Bei meiner Ärztin will ich mir Überweisungen holen, denn übermorgen habe ich Termin bei der Gynäkologin. Auch für die Strahlentherapie brauche ich einen Überweisungsschein. Die Schwester möchte mir diesen nicht so ohne weiteres ausstellen und meint, dass ich doch lieber zur Ärztin reingehen solle. Damit habe ich gar nicht gerechnet, da ich doch keinen Termin habe. Anfang letzten Jahres war ich das letzte Mal in der Praxis, als sie mich mit dem Tennisarm an den Orthopäden überwiesen hat...
Da Nora sich vor etwa zwei Monaten einen neuen Hausarzt suchen musste, empfahl ich ihr gleich meine Ärztin, da sie immer einen sehr gewissenhaften Eindruck macht und zudem auch sehr nett ist. Außerdem ist die Praxis in meiner alten Wohnnähe und bei meiner Schwester nur um die Ecke... Ich bat Nora damals, beim ersten Arztbesuch Grüße von mir auszurichten. Dadurch weiß sie heute auch schon, wie es mir in der Zwischenzeit ergangen ist. Sie erkundigt sich nach einigen Daten, aktualisiert meine Krankenakte und fragt, ob ich ihr beim nächsten Mal eine Kopie des Krankenhausberichtes mitzubringen kann....
Auf dem Rückweg halte ich am Friedhof, um zu gießen. Da die Blumen zu der Zeit schon voll in der Sonne stehen, versuche ich nur auf die Erde zu gießen. Abends wäre es mit dem Gießen günstiger, aber als ich neulich mit dem Bike nach 18 Uhr am Friedhof war, fuhr ich auf dem gesamten Rückweg (ca. 5 km) gegen die niedrig stehende Sonne. Am Motorradhelm ist ja keine Sonnenblende, die man dann einfach mal herunterklappen kann. Es war so gemein, dass ich kaum noch etwas sah, als würde man in einen großen Scheinwerfer gucken. Die Augen tränten, und ich hatte regelrecht Angst, dass ich nicht heil nach hause komme. Ich glaube, da hat mich mein Schutzengel begleitet. Danke, mein kleines Schaf...
Montag, 24.07.2006
Dieses Mal habe ich mich wohl geirrt. Unser Besuch im Hellweg- Baumarkt war nicht umsonst, und Norbert ist demzufolge auch nicht stinksauer *schmunzel*. Allerdings bekommen wir kein Komplettangebot, aber dafür einen Schlauchwagen, der für unsere Ansprüche genau der Richtige ist. Den Schlauch kaufen wir extra dazu. Wir nehmen gleich 50 m mit, wovon wir über 30m abschneiden und auf den Schlauchwagen wickeln. Diese Länge brauchen wir für den hinteren Teil des Grundstücks, um den Rasensprenger anzuschließen und um auch noch in der äußersten Ecke des Gartens Sträucher bewässern zu können. Da wir am Wasserhahn zwei Anschlüsse haben, schließen wir den verbliebenen kürzeren Teil des Schlauches ebenfalls an, womit man nun den vorderen Teil des Grundstücks erreicht. Das hat den Vorteil, dass man den ausgerollten Schlauch nicht von ganz hinten durch den Garten nach vorn ziehen muss, um vor dem Haus zu gießen oder die Regentonne zu füllen. Da wir dafür aber keinen zweiten Schlauchwagen brauchen, haben wir eine Halterung mitgebracht, über welche man diesen kurzen Schlauch hängen kann. Diese hängen wir an ein Brett, das ich vorher mit einer langen Eisenlatte verschraubt habe. Diese Latte soll dann in die Erde gesteckt werden, aber das wäre nach kurzer Zeit sicher eine sehr wackelige Angelegenheit. Also haben wir noch eine Tüte mit so genanntem Schnellbeton mitgebracht. Diesen kann man direkt in ein Erdloch schütten und Wasser dazu geben. Norbert greift also zum Spaten, buddelt ein kleines Loch, wir stellen die Stange mit der Halterung hinein, schütten den Beton in das Loch und gießen Wasser dazu. Dann rühren wir ein wenig. In diesem Moment muss ich an frühere Zeiten im Sandkasten denken, wo man aus Sand und Wasser "Eierpampe" machte *schmunzel* Schon nach wenigen Minuten können wir die Stange loslassen, sie steht bereits fest... Man soll jedoch 24 Stunden abwarten, weil dann erst die volle Belastungsfähigkeit erreicht ist, also werden wir den Schlauch erst morgen anhängen. Den ganzen Nachmittag haben wir nun mit unseren Gartenschläuchen und allem Drum und Dran zugebracht, allerdings ohne Stress, aber die Zeit verging wie im Fluge. Bevor wir nun den Rasensprenger anmachen, muss ich natürlich die Sträucher ganz weit hinten wässern *schmunzel* Der alte Schlauch hatte nur 20 m, und man musste mit einem langen Strahl immer zielen wie an einer Schießbude auf dem Jahrmarkt. Heute stehe ich nun ganz dicht vor den Büschen und kann einfach gießen, es macht richtig Spaß...*freu*
Sonntag, 23.07.2006
Im Gegensatz zu den vergangenen Tagen ist es heute öfter bewölkt, die Luft "steht" regelrecht, und genau dadurch ist die Wärme noch drückender, als in den letzten Tagen. Norbert schimpft schon frühmorgens, dass es kaum auszuhalten ist. So lassen wir den Tag wieder gemütlich angehen, denn schwitzen tun wir auch ganz von allein *schmunzel* Norbert verschwindet irgendwann mal kurz in den Schuppen, und als er wiederkommt, legt er etwas auf den Küchentisch. Es sieht aus wie eine riesige Lakritzschnecke, ist aber ein 20 Meter langer Rieselschlauch, noch unbenutzt und original verpackt. Den haben wir voriges Jahr mal bei den Angeboten von Lidl gekauft... Bei dem Wetter müssen wir oft mit Schlauch und angesteckter Sprühpistole die Sträucher am Weg und in den Ecken wässern, wo der Rasensprenger nicht hinkommt. Norbert hat nun die Idee, dass wir diesen Rieselschlauch am vorderen Weg verlegen könnten, da es uns doch einiges an Arbeit sparen würde. Gesagt - getan - zusammen kriechen wir unter die Sträucher, legen und "fädeln" den Schlauch durch die Büsche. Wir verbinden das Ende mit der Kupplung vom Gartenschlauch, und dann folgt der "Probelauf". Da stehen wir nun und freuen uns über die kleinen Minifontänen, die unter den Sträuchern aus dem Schlauch kommen *schmunzel*
Obwohl die Verlegung des Schlauches keine körperlich schwere Arbeit ist, sind wir durch die Wärme erst einmal völlig geschafft. Erholung folgt nun im Untergeschoss *grins* Hier schauen wir im Internet mal nach Gardena Schlauchwagen und werden nach einer Weile fündig, auch die Preise für Komplettangebote sind akzeptabel. Im Baumarkt bekam man für diesen Preis nur einen leeren Schlauchwagen... Bevor wir jedoch bestellen, will Norbert morgen erst einmal zu Hellweg, in dessen Prospekt er gestern einen Schlauchwagen von Gardena als Angebot entdeckte. Dieser hat zwar zu wenig Schlauchlänge, aber er will mal sehen, was Hellweg noch anbietet. Ich weiß schon jetzt, dass er wieder wütend diesen Laden verlassen wird und wegen des miesen Angebots nicht mehr betreten will. Diesen Satz hörte ich schon, als wir dort kein Ersatzmesser für den Rasenmäher bekamen... *schmunzel*
Sonnabend, 22.07.2006
Wie ich vor einiger Zeit schon einmal schrieb, wollen wir hier im Untergeschoss die ehemaligen Kellerfenster durch neue Fenster mit Wärmeschutzverglasung ersetzen. Aus diesem Grund habe ich zu Tischlereien Kontakt aufgenommen, die eine ansprechende Homepage haben und um Angebote gebeten. Die Ergebnisse sind jedoch haarsträubend. Die erste Tischlerei rief ich zuerst an, und am Telefon verblieb ich mit der netten Dame, dass ich ihr unsere Adresse, Tel.- Nr. etc. an die auf der HP angegebene Email- Adresse sende. Der zuständige Mitarbeiter war gerade außer Haus und sollte dann zurück rufen. Aber es meldete sich niemand. Nach über einer Woche klingelte hier das Telefon, und man fragte nach meinem Anliegen, da man gerade meine Mail mit Namen und Telefon- Nr. im Spamordner "gefunden" hätte... Ich war zuerst sprachlos, dann erzählte ich von unserem Vorhaben und gab die Adresse einer Unterseite meiner HP an, auf der einige Fotos und Details der jetzigen Fenster zu sehen sind. So konnte man sich die erste Besichtigung sparen. Das Angebot erhielten wir dann etwa eine Woche später, jedoch auch erst nach nochmaliger Nachfrage...
Wir hatten uns ja vorgenommen, zum Vergleich mehrere Angebote einzuholen, und ich kümmerte mich weiter...
Diese Erfahrung mit dem schlampigen Umgang von Kundenanfragen ist sicher ein Einzelfall, dachte ich... In der Zwischenzeit hatte ich eine weitere Tischlerei ausfindig gemacht, individuelle Fensteranfertigung wird angeboten, und das auf einer sehr schön gestalteten Homepage. Man hat sogar ein Kontaktformular, mit dem ja nichts schief gehen kann, und ich schrieb... Die sofort zugesagte Kontaktaufnahme ließ aber auf sich warten. Nach 2 Wochen ging ich nochmals auf die Homepage, suchte mir die Telefonnummer raus, rief an und wollte nachfragen. Von einer Anfrage wusste man nichts, sondern sagte nur, dass diese Anfragen oft nicht ankommen und es wohl an ihrem Internetprovider liegen könnte... Ein weiteres Mal verschlug mir diese Sorglosigkeit fast die Sprache, aber ich nahm das Angebot an, dass man ein paar Tage später sich die Fenster hier anschaut und dann ein Angebot machen wird. Dieser Besichtigungstermin war vor genau 3 Wochen, aber ein Angebot ist noch nicht eingetroffen...
Da hört man immer von schlechter Konjunktur und miserabler Auftragslage in den Handwerksbetrieben, aber Mails "versickern" als Spam, Kontaktformulare "funktionieren" nicht, und Angebote lassen endlos auf sich warten. Wie passt denn das zusammen?
Heute habe ich an eine weitere Bautischlerei eine Anfrage gesendet, ebenfalls über ein Kontaktformular... Mal sehen, ob eine Antwort kommt. Es könnte ja immerhin sein, dass dort vielleicht gerade der Computer abgestürzt ist... *grins*
Freitag, 21.07.2006
Heute Mittag fahren wir zu Norberts Mutter. Zwar zeigt das Thermometer wieder über 30°C, aber es ist der Geburtstag von Norberts Vater, er wäre heute 87 Jahre geworden... Wir gehen essen und verbringen einige Stunden miteinander. Obwohl es bei Norberts Mutter immer sehr gemütlich ist, sind wir bei dieser unerträglichen Hitze froh, als wir wieder zu hause sind. Hier können wir uns in meinem Zimmer im Untergeschoss etwas "abkühlen". Das einzige, was wir nun noch tun werden, ist Blumen gießen und den Rasensprenger anstellen...
Donnerstag, 20.07.2006
Hat denn niemand gemerkt, dass ich seit Montag beim Datum immer 06 statt 07 stehen hatte? Sonst kommt bei solchen Schreibfehlern immer mindestens eine Mail *schmunzel* Ja, bei der Hitze kann man kaum noch klar denken, ganz Deutschland stöhnt, und ein Ende ist nicht abzusehen...
Trotz alledem setzen wir uns mit Norbert vormittags ins Auto, um einige Besorgungen zu machen. Hätten wir es nur gelassen, denn Norbert ist stinksauer, dass er in zwei verschiedenen Baumärkten nicht den Schlauchwagen bekommt, den er sucht. Wenigstens ich bin zufrieden, denn meine Bambusstangen zum Abstützen von Pflanzen habe ich im Auto, aber muss nun Norberts schlechte Laune ertragen *grins* Unser letzter Gang ist in den Supermarkt, denn der Herd soll heute kalt bleiben. Die letzten Tage war auch ich gar gekocht, wenn ich das Essen fertig hatte *schmunzel*
Mittwoch, 19.07.2006
Gleich um 9 Uhr fahren wir mit beiden Autos los, um meins in der Werkstatt abzugeben. Wie immer vereinbaren wir telefonische Rücksprache, falls eine größere Reparatur nötig sein sollte. Aber solch ein Anruf kommt nicht, sondern gegen 14 Uhr nur der, dass mein Auto fertig ist. Wir fahren mit Norbert gleich los, er setzt mich nur an der Werkstatt ab und fährt sofort zurück, um möglichst wenig von der Tour de France zu verpassen *grins* Der Schlosser erzählt mir, dass außer dem Ölwechsel noch die hinteren Bremsschläuche erneuert wurden. TÜV und AU sind ohne Problem abgelaufen, und auf den Kennzeichen kleben nun die neuen Plaketten...*freu* Ein weiteres Mal bin ich mit dieser kleinen Werkstatt sehr zufrieden. Bald werden wir wieder dort sein, denn am 1. August haben wir den Termin für Norberts Auto...
Dienstag, 18.07.2006
Nach meiner kurzen Fahrt gestern zur 1 km entfernten Tankstelle will ich es heute etwas weiter probieren. So verbinde ich das Angenehme mit dem Nützlichen. Ich fahre zum Friedhof, denn vorige Woche hat Norbert das letzte Mal gegossen. Die Blumen sehen gut aus, die Portulakröschen haben ganz viele Blüten, nur das Moos am Rand quält sich bei der Wärme etwas. Immer wieder überlege ich, was ich alternativ als Randbepflanzung nehmen könnte, denn auf diesem Waldfriedhof dürfen die Gräber nicht mit Steinen eingefasst werden. Efeu und andere Bodendecker- Pflanzen müssen ständig beschnitten werden und sind irgendwann nicht mehr zu bändigen, außerdem finde ich sie stockhässlich...
Als ich mit dem Gießen fertig bin, begebe ich mich auf die zweite "Etappe". Ich fahre zur Autowerkstatt, denn ich brauche einen Termin. Bei meinem Auto läuft diesen Monat TÜV und AU ab, und schon morgen Vormittag kann ich es hinbringen. In der ersten Augustwoche ist dann Norberts Auto dran. Er hofft, dass nicht allzu viel zu machen ist. Bei meinem Auto schaue in dem Termin relativ gelassen entgegen, denn die letzte Inspektion war letztes Jahr im September, als der Marder am Kühlwasserschlauch geknabbert hatte...
Ich brauche wohl nicht zu schreiben, dass ich von meiner Tour wieder heil zu hause angekommen bin, sonst würde ich jetzt und hier nicht im Tagebuch "kritzeln" Mit meinem Arm hatte ich beim Fahren keine Probleme, aber dafür vorhin beim Festhalten einer Küchenmaschine, weil sie so vibrierte. Klingt wie ein Witz, ist aber keiner...
Montag, 17.07.2006
Vormittags ein paar Einkäufe, und wir sind durch die Hitze bereits k.o. Nach dem Mittagessen und einigen faulen Stunden auf der Couch vor dem Fernseher nehme ich die Motorradbatterie vom Ladegerät. Ich baue sie ein und will die Suzi zur Probe starten. Sie quält sich nach der langen Standzeit etwas, aber als sie dann anspringt, summt sie wie eine Biene. Meine erste "Tour" ist nur etwa 1 km lang und führt mich zur Tankstelle, wo ich vor allem den Luftdruck der Reifen überprüfe und etwas aufpumpen muss. Es ist doch wieder ein schönes Gefühl auf dem Bike zu sitzen...
Sonntag, 16.07.2006
Meine gestrige "Freizeit" habe ich damit verbracht, das Fotoalbum für meine Mum fertig zu stellen. Ist ein ganz schöner Aufwand gewesen, zu jedem der 45 Bilder eine Erklärung zu schreiben, aber nun habe ich es ja geschafft, werde es verpacken und meiner Mum schicken.
Ansonsten haben wir mit Norbert gestern und heute so einiges im Garten geschafft. Er hat gestern den Rasen gemäht und gedüngt, während ich mein Erdbeerbeet auf Vordermann brachte. Viele von den langen Trieben mit Ablegern habe ich entfernt, reichlich Unkraut gezogen, den Boden aufgelockert und auch gedüngt, denn die Pflanzen haben viele neue Blüten angesetzt...
Heute beschneiden wir einige Sträucher, die so ausgetrieben haben, dass sie anderen Pflanzen das Licht nehmen oder in den Weg hinein ranken. Die meiste Arbeit macht jedoch das Zerkleinern der abgeschnittenen Zweige, um sie in Laubsäcken zu entsorgen *stöhn*
Bevor wir uns dann mittags zu Formel 1 vor den Fernseher setzen, bringen wir noch eine Aktion hinter uns. Zusammen mit Norbert und Andi schieben wir die Suzuki auf die Straße, die seit dem Herbst ganz hinten im Garten unter der Plane steht. Ich setze mich drauf und lenke, Andi schiebt, und Norbert drückt die Büsche zur Seite, denn das letzte Stück Weg am Haus ist sehr schmal und nicht unbedingt für ein Motorrad ausgebaut *grins* Ich bin froh, als wir das Bike heil vor dem Grundstück abgestellt haben, dann hole ich die Batterie aus dem Keller und hänge sie erst einmal an das Ladergerät. Es tut mir richtig leid, dass die Suzi erst jetzt aus ihrem Winterquartier vorgeholt wird, aber vorher hätte sie auch nur auf der Straße gestanden. Nach der OP und während der Bestrahlungen war gar nicht an das Motorrad fahren zu denken, da meine Beschwerden noch viel zu groß waren. Auch jetzt bin ich mir eigentlich noch nicht sicher, ob und wie es denn gehen wird. Aber ich möchte in den nächsten Tagen mal eine kurze Teststrecke fahren, um zu sehen, wie es mir bekommt. Voriges Jahr traute ich mich auch lange Zeit nicht wegen meines Tennisarmes, mit dem ich kaum einen Einkaufsbeutel tragen konnte. Aber dann staunte ich, dass ich problemlos Motorrad fahren konnte. Nun hoffe ich, dass es vielleicht jetzt auch so sein wird...
Wenn ich die Suzi nun wieder ohne Plane und auf der Straße stehen sehe, dann kommt doch eine gewisse Traurigkeit auf und mit ihr auch die Erinnerungen. Mit Jana hatten wir immer viel Spaß, wenn wir beide auf unseren Motorrädern zusammen irgendwo hinfuhren. Schaltete eine Ampel auf grün, dann hatte neben uns kein Auto eine Chance, und sah nur unsere Rücklichter. Kamen wir dann am Ziel an, sagte Jana manchmal zur mir: "Mum, was war denn das wieder für ein Idiot, der glaubte, dass er es mit einem Motorrad aufnehmen kann?" Ja, und dann lachte sie...
Es ist nun der vierte Sommer, den ich allein mit Janas Suzi verbringen werde. Ich selber fahre zwar immer noch sehr gern Motorrad und habe auch Freude dran, aber allein ohne Jana ist es nicht mehr der Spaß, der es früher war. Die Begeisterung, mit der sie mich damals angesteckte, die hat sie mitgenommen... Jana und ich mit dem Motorrad unterwegs, das war Spaß pur! Geblieben sind mir die Erinnerungen und auf dem Sozius ein Schutzengel...
Freitag, 14.07.2006
Manchmal hat man auch Glück, denn mit dem Computer von Norbert ist wieder alles in Ordnung. Ich wollte gestern zuerst schauen, ob er vielleicht sogar noch Garantie hat. Aber Norbert winkte ab und war der Meinung, dass er ihn schon länger als zwei Jahre hat. Typischer Fall von "denkste!" Sogar das Prospekt haben wir noch, und dieser Medion- PC wurde am 27.09.2004 in den PLUS- Filialen verkauft, also doch noch Garantie! Auf dem Prospekt steht, dass Vor- Ort- Service für Hardware angeboten wird, auch die Telefon- Nr. der Hotline ist abgedruckt. Ich wählte also sofort diese Nummer, und nach 5 Minuten Warteschleife hatte ich einen sehr netten Techniker am Telefon. Ich sollte den PC einschalten, denn er wollte diesen Piepton hören. Ich hielt den Hörer an den Tower, und er sagte sofort, dass es sich nach Arbeitsspeicher anhört, dieser aber selten kaputt geht, sondern vielleicht locker ist oder keinen Kontakt hat. Ich sollte dann den Arbeitsspeicher rausnehmen, die Kontakte mit einem Tuch abwischen und wieder einsetzen. Siehe da, danach startete der Computer! Ich bedankte mich bei dem netten Techniker, freute mich, dass der Abend solch eine positive (und Nerven schonende) Wende brachte, schraubte den Tower wieder zu und lies den Computer an. Norbert saß die ganze Zeit oben und schaute im Fernsehen Tour de France. Ich ging dann zu ihm und sagte, dass nächste Woche Freitag jemand vom Service kommen wird, musste aber aufpassen, dass ich mich nicht durch Grinsen verrate. Er gab sich damit zufrieden, allerdings war für diesen Tag ein Besuch bei seiner Mutter geplant, und er grübelte... Wenige Minuten später war die Tour de France- Etappe zu ende, Norbert kam zu mir ins Untergeschoss... Er überlegte, redete und hoffte, dass der Service vielleicht schon vormittags kommt und wir trotzdem zu seiner Mutter fahren können... Dann plötzlich sah er seinen Monitor, der nicht mehr schwarz war, und er stutzte... Nun konnte ich nur noch lachen, und auch mein kleines Schaf hatte wieder einmal etwas zum Schmunzeln... Norbert holte ein Flasche Sekt aus dem Kühlschrank, Grund dafür war nun nicht nur der Urlaub...
Heute ist nun Norberts erster Urlaubstag, und wir sind erst einmal ziemlich faul, muss auch mal sein... Fast den ganzen Vormittag sitzen wir am Frühstückstisch, lesen Zeitung und quatschen... Norbert freut sich besonders über die Pressemitteilungen, dass Premiere nun die Fußball- Bundesliga für Arena über Kabel ausstrahlt. Fußballinteressierte Premiere- Abonnenten wissen sicher, wovon ich rede... Gegen Mittag ist dann die Freude auf meiner Seite, denn mit der Post kommen meine Probe- Kontaktlinsen und die Bilder vom Lidl- Fotoservice. Die Linsen setze ich natürlich sofort ein *schmunzel* Dann nehme ich mir nochmals die Zeitung vor, suche besonders klein gedruckte Schrift und bin von meinen Sehfähigkeiten ganz begeistert. Aber ich will nicht vorschnell entscheiden und den Tag vor dem Abend loben, sondern einige Tage abwarten...
Die Bilder vom Lidl- Fotoservice sind auf Hochglanzpapier, und über die Qualität kann ich absolut nicht meckern. Inzwischen habe ich gesehen, dass man auch mattes Fotopapier wählen kann, das hatte ich scheinbar übersehen. So werde ich bei Bedarf sicher wieder dieses preiswerte Angebot nutzen, denn 12 Cent für ein Foto 10x13 oder 10x15 ist wohl kaum zu toppen. Also wie versprochen hier mein "Testurteil": absolut empfehlenswert!
Inzwischen habe ich die Fotos in das kleine Album gesteckt und für ungefähr die Hälfte der 45 Bilder auch schon die Kommentare geschrieben, ausgedruckt und dazu gesteckt. Aber dazu brauchte ich bereits einige Stunden und werde vielleicht morgen den Rest schaffen. Ohne eingebildet zu sein weiß ich schon jetzt, dass dieses Fotoalbum für meine Mum eine riesen Überraschung wird. Nichts macht mir jedoch mehr Spaß, als jemandem eine Freude zu bereiten und ihn sprachlos zu erleben...*lächel*
Donnerstag, 13.07.2006
Heute Abend werde ich wohl kaum zum Schreiben kommen, darum mal etwas eher. Norbert wird in einer halben Stunde von der Arbeit kommen, tief Luft holen und sich freuen, denn dann ist Urlaub angesagt. Wie er mir schon am Telefon sagte, bringt er von einem Kollegen eine Festplatte mit, denn ich soll hier etwas testen. Gestern Abend wollte Norbert nach einigen Tagen wieder mal seinen PC anschalten, aber er fuhr nicht hoch. Der Bildschirm blieb schwarz, und der Tower gab in regelmäßigen Abständen nur einen Piepton von sich. Das große Rätselraten begann, denn da war auch ich überfragt. Ich tippte auf Netzteil oder Festplatte, kann aber auch die Grafikkarte sein. Na ja, und nun "darf" ich heute Abend alles durchtesten, die mitgebrachte Festplatte anschließen, vielleicht noch die Grafikkarten umstecken... *stöhn* In der Vergangenheit war es immer so, dass man "mal schnell" etwas probieren wollte und dann Stunden damit verbrachte. Also weiß ich, was mir heute bevorsteht...
Mittwoch, 12.07.2006
Noch eine ganze Weile habe ich heute mit dem Auswählen und Sortieren der Fotos zu tun. Letztendlich sind es insgesamt 45 Fotos geworden, die ich für meine Mum als Papierfotos bestellen will. Bisher hatte ich immer einen guten Fotoservice, wo ich 29 Cent pro Bild bezahlt habe, macht bei 45 Bildern 13,05 € plus Versandkosten. Dort konnte ich zwischen Hochglanz und matt wählen und auch die Sorte des Papiers aussuchen. Aber neulich sah ich, dass nun auch Lidl einen Online- Fotoservice anbietet, und dies für weniger als die Hälfte. Ich probiere es mal aus, kann allerdings keine Papiersorte aussuchen. Bei den 45 Bildern plus 1,99 € Versandkosten komme ich auf 7,39 €, das ist natürlich ein Hammer! Übermorgen sollen sie im Briefkasten sein, und ich bin ganz gespannt, was ich für diesen Preis bekommen werde... Nun gut, ich mache mal den Verbrauchertest und werde das Ergebnis hier veröffentlichen *schmunzel*
Ganz besonders freue ich mich heute, dass ich Steffi endlich mal an der Telefonstrippe habe. Mehrmals habe ich es schon versucht, aber nie Glück gehabt und stand darum nur per Mail mit ihr im Kontakt. So konnte ich ihr auch zu ihrem Geburtstag am 2. Juli letztendlich nur eine Grußkarte schicken. Vor zwei Tagen hat sie mir nun einige Bilder von Jamie geschickt. Ich finde den Kleinen so süß, dass ich am liebsten gleich die Bilder hier allen gezeigt hätte... Ich mache so etwas jedoch nicht ohne Zustimmung von Steffi, aber als ich sie heute am Telefon frage, da hat sie nichts dagegen *freu* ....und hier nun ein Foto von Jamie...

Dienstag, 11.07.2006
Nachdem ich heute Vormittag wieder mal mein eigener Friseur bin und meine Haarfarbe etwas "auffrische", beziehe ich Betten, wasche die Wäsche und bin letztendlich ganz zufrieden mit dem, was ich insgesamt geschafft habe.
Nachmittags "bewaffne" ich mich spontan mit der Kamera und fotografiere Haus und Garten. Ich will für meine Mum einige Fotos machen, versprochen habe ich es ihr schon lange - Asche auf mein Haupt... Sie war ja noch nie hier, kennt Norberts Haus nicht und wünscht sich schon lange ein paar Fotos. Nun habe ich die SD-Karte voller Bilder... Mit einer Digitalkamera fotografiert man ja immer alles doppelt und dreifach, und nun habe ich die Qual der Wahl beim Aussuchen, welche ich als Papierabzüge bestelle *stöhn* Ich möchte die Fotos in eine Reihenfolge bringen, dass es einem Rundgang gleicht, und das ist nun doch aufwendiger, als ich vorher dachte. Ein kleines Album habe ich schon hier, will noch ein paar Kommentare und Beschreibungen hinzufügen und hoffe, dass es für meine Mum eine richtige Überraschung wird. Nun habe ich auch ein paar Bilder von unserer Schwarzkiefer, die im Oktober gefällt wird. Allerdings kann ich die Kamera halten wie ich will, sie passt sie nie vollständig auf ein Foto *grins*

Montag, 10.07.2006
Der Alltag hat uns wieder, die Fußball- WM ist vorbei... Es wurde ja gestern noch ziemlich spät, und ich stehe zwar mit Norbert auf, aber komme den ganzen Vormittag nicht so richtig in die Gänge. Gegen Mittag raffe ich mich dann auf und will einige Besorgungen machen. Ich fahre ins Spandauer Einkaufszentrum, was ich zwar gar nicht so mag, aber da ist alles beisammen.
Ich will für Norbert Socken holen, denn in der letzten Zeit habe ich beim Wäsche aufhängen öfter mal einige in den Mülleimer befördert. Auch eine Uhr braucht mein Schatz, denn vor wenigen Tagen hat er seine zu den drei anderen gelegt, die auch nicht mehr gehen *schmunzel* Er will unbedingt wieder nur eine billige Uhr. Ich kenne ja Norberts Geschmack, sie soll einfach, gut lesbar und ohne Schnickschnack sein. Bei Real im Multimediaregal finde ich eine schlichte goldfarbene Uhr mit schwarzem Lederarmband, und ich bin mir sicher, dass sie Norbert gefallen wird.
Was wäre bei mir ein Einkaufsbummel ohne Schuhladen? Zumindest mal durchlaufen muss ich. Aber ich schaue nicht nach Damenschuhen, sondern in der Ecke für Herren! Norbert kann ich ja Schuhe ohne Anprobe kaufen, sie passen immer. Ich gucke immer nur nach Bama- und Rieker- Schuhen, denn davon hat er schon mehrere und fühlt sich darin sauwohl. Beim letzten Mal hatte ich mich in schwarze Bama- Schuhe verliebt, waren aber leider nicht in Norberts Größe da, heute gibt es sie, und ich gehe strahlend mit dem Schuhkarton zur Kasse...
Als Norbert von der Arbeit kommt, steht auf dem Tisch der Schuhkarton, darauf liegen 5 Paar neue Socken und die Uhr. Volltreffer! Meinem Schatz gefällt alles und er freut sich richtig.
Sonntag, 09.07.2006
Ich habe mich gestern Abend richtig gefreut, dass nach der großen Trauer und Sprachlosigkeit die Spannung und Euphorie bei den deutschen Fußballfans zurückgekehrt ist. Alle fieberten nochmals für "unsere Jungs", und nun feiert das ganze Land den 3. Platz... Heute Vormittag sitzen Norbert, Andi und ich vor dem Fernseher, und wir schauen uns die Bilder von der Fan- Meile am Brandenburger Tor an. Als unsere Spieler eintreffen, werden sie als Weltmeister der Herzen gefeiert. Als ich diesen unbeschreiblichen Jubel sehe und dann höre, wie sich die Spieler bei den Fans bedanken, da stehen sogar mir Freudentränen in den Augen...
Inzwischen läuft das Finale Italien gegen Frankreich. Damit ich mich nicht immer zum Fernseher umdrehen muss, habe ich das Bild von der Fernsehkarte auf dem Monitor, kann also schreiben und gleichzeitig Fußball gucken *schmunzel* Eigentlich könnte es einem egal sein, wer nun Weltmeister wird, aber trotzdem hat doch jeder seinen ganz persönlichen Favoriten. Während Andi oben im Wohnzimmer mit seiner Freundin das Spiel ansieht und für Italien die Daumen drückt, fiebert Norbert hier für Frankreich. Auch meine Sympathien sind auf der Seite der Franzosen, denn ich kann Italien nicht so richtig verzeihen, dass sie uns den Weg ins Finale "versperrt" haben. Darum konnte ich auch über den Witz, der mich gestern per Email erreichte und den ich hier zitierte, so richtig herzhaft lachen...
Sonnabend, 08.07.2006
Gestern Abend ging in Berlin noch ein kräftiger Gewitterguss runter. In der Innenstadt standen Autotunnel und Straßen unter Wasser. Bei uns war anfangs nur ein kurzer Schauer, aber mitten in der Nacht ging es dann noch mal richtig los. Auch heute Vormittag regnet es noch eine ganze Weile. Meine Regentonnen sind nun wieder randvoll, die eine sogar schon übergelaufen...*grins* Wir sitzen lange am Frühstückstisch, denn solange es regnet, hält sich die Lust zum Einkaufen in Grenzen. Nachdem es sich langsam aufklart, fahren wir los.
Ich muss zuerst zu Fielmann, um meine Probelinsen abzuholen. Dort hat man jedoch nicht nur für das linke Auge den falschen Dioptrienwert bestellt, sondern bei beiden Linsen auch noch den falschen Additionswert für die Lesestärke. Außerdem gibt es einen Wert "D" für das so genannte Führungsauge und "N" für das andere. Ich brauche "D" für rechts, aber die Linse für rechts hat "N". Es stimmt absolut nichts, und die Mitarbeiterin will mich doch nun tatsächlich dazu überreden, diese Linsen trotzdem zu probieren, aber ich lehne strikt ab. Dann will sie neue bestellen, auf die ich bis Ende nächster Woche warten müsste. Ich lehne nochmals ab und erzähle ihr einfach, dass ich dann im Urlaub bin. Aber sie lässt nicht locker und meint, ich könne sie auch nach dem Urlaub abholen. Ich lasse sie dann in dem Glauben und will nur noch aus dem Laden raus, denn ich bin stinksauer und weiß, dass ich dieses Geschäft garantiert nicht mehr betreten werde!
Als wir vom Einkaufen zurück sind und gemütlich Mittag gegessen haben, setze ich mich an den Computer. Ich schaue im Internet nochmals nach Kontaktlinsen. Ich kann mich nämlich erinnern, dass man bei einigen Anbietern ebenfalls Probelinsen bekommt. Ich werde auch fündig und bestelle, natürlich mit den für mich richtigen Werten *schmunzel* Diese werde ich nun probieren. Die Kontrolle wird jedoch nicht durch die "Experten" von Fielmann erfolgen, sondern bei meinem Augenarzt...
Heute ist nochmals Spannung angesagt. Deutschland spielt nachher um den dritten Platz in der WM. Der Schock vom verlorenen Halbfinale gegen Italien ist ein wenig überwunden, die Fußballfans drücken unserer Mannschaft heute wieder alle Daumen, und per Email bekomme ich heute folgendes zugesandt:
Ein Deutscher, ein Argentinier und ein Italiener werden in Saudi-Arabien beim dort strengstens verbotenen Konsum von Alkohol erwischt. Der Scheich lässt sie vorführen, sieht sie sich an und sagt: "Für den Konsum von Alkohol bekommt ihr eine Strafe von 50 Peitschenhieben! Aber da ihr Ausländer seid und von dem Verbot nichts wusstet, will ich gnädig sein. Ihr habt vor der Strafe noch einen Wunsch frei! Fang du an, Argentinier!"
Der Argentinier: "Ich wünsche mir, dass ihr mir ein Kissen auf den Rücken bindet, bevor ihr mich auspeitscht."
Der Wunsch wird ihm erfüllt, doch leider zerreißt das Kissen unter der Wucht der Peitschenhiebe bereits nach 25 Schlägen.
Der Italiener, der das sieht, wünscht sich, dass man ihm zwei Kissen auf den Rücken binden möge. Gesagt, getan, doch leider reißen auch bei ihm die beiden Kissen vorzeitig.
Nun wendet sich der Scheich an den Deutschen und sagt: "Nun, Deutscher, da ich ein großer Fußballfan bin und ihr so schön Fußball spielt, bin ich dir besonders gnädig! Du hast zwei Wünsche frei! Aber wähle gut!!!"
Der Deutsche: "OK, schon gewählt, als ersten Wunsch hätte ich gern 100 Peitschenhiebe statt nur 50!"
Der Argentinier und der Italiener schauen sich kopfschüttelnd und entgeistert an.
Der Scheich sagt: " Ich verstehe es zwar nicht - aber es sei dir die doppelte Zahl an Peitschenhieben gewährt! Und dein Zweiter Wunsch?"
Der Deutsche: "Bindet mir den Italiener auf den Rücken!"
Freitag, 07.07.2006
Nachdem ich einige Tage früh kaum aus dem Bett gekommen bin, stehe ich heute wieder mit Norbert auf. Da es um diese Zeit noch angenehm ist, betätige ich mich draußen etwas. Ich hoffe nur, dass man mich nicht für verrückt hält, als ich früh kurz nach 6 Uhr den Gartenweg fege *schmunzel* Es lohnt sich aber, denn durch den heftigen Regen gestern Abend ist reichlich von zwei Nadelbäumen herunter gekommen, die beim Nachbarn an der Grundstücksgrenze stehen. Hier und da mache ich noch einige Handgriffe, und um 8 Uhr setze ich mich auf die Küchenterrasse, die derzeit noch Schatten hat. Eine Stunde lang stopfe ich einige Zigaretten auf Vorrat, aber dann ergreife ich die Flucht, denn die Sonne hat die Terrasse erreicht...
Nachmittag kommt Katrin zu mir. Ich hatte ihr gestern am Telefon gesagt, dass die Johannisbeeren nach ihr "rufen". Sie sind inzwischen reif, und Katrin freut sich, dass sie pflücken kommen kann. Ich habe zwar ab und zu schon mal am Strauch genascht, aber bin kein Fan von Johannisbeeren. Ich freue mich über Katrins Besuch, zumal wir auch wieder mal so richtig quasseln können...
Donnerstag, 06.07.2006
Langsam fällt bei dieser Hitze schon das Denken schwer, und das Schreiben erst recht *grins* Ich nehme mir heute nichts weiter vor, muss nur einkaufen, aber das reicht auch. Mein Zimmer ist im ganzen Haus nach wie vor der angenehmste Ort mit "kühlen" 22°C. Gerade komme ich aus dem Garten. Nach dem Gießen habe ich noch einige Wunderblumen an Stäbe angebunden, denn bei stärkerem Wind brechen sie manchmal weg. Sie sind inzwischen ganz schön groß geworden, bilden jetzt immer mehr Knospen, und vor drei Tagen entdeckte ich die erste offene Blüte *freu* Aber da ich schon so viel von meinen Wunderblumen geschwärmt habe, hier mal zwei Bilder:


Dies ist ein Teil unserer Küchenterrasse. Die Pflanzen in den großen dunklen Holzblumenkästen sind die Wunderblumen. Die kleinen habe ich aus Samen gezogen. Die große ist aus dem vorigen Jahr, die Überwinterung der Wurzeln im Keller hat sich also gelohnt...
Während ich hier schreibe, fängt es leise an zu donnern, dann wird es heftiger, und jetzt platzt gerade eine Wolke. Da war ich mit dem Gießen meiner Blumen heute wohl etwas vorschnell, aber so bekommt wenigstens der ganze Garten das dringend benötigte Wasser, und auch meine Regentonnen freuen sich *grins* Zum Überlaufen reicht es jedoch nicht, denn nach einer knappen halben Stunde ist alles vorbei...
Mittwoch, 05.07.2006
Ich kann mir nicht vorstellen, dass es jemand noch nicht weiß... Einfach nur schade, dass Deutschland gestern verloren hat. Aus der wochenlangen Euphorie ist große Traurigkeit geworden...
Einige Stunden verbringe ich heute im Internet, denn ich schaue, wo es die preiswertesten Kontaktlinsen gibt. Ich kaufe sie immer in Online- Shops, denn da sind sie wesentlich günstiger. Das sollte man allerdings nur tun, wenn bereits eine Anpassung durch einen Optiker stattgefunden hat. Da meine Augen relativ wenig Tränenflüssigkeit haben, benutze ich seit Jahren so genannte biokompatible Linsen, die speziell für trockene Augen geeignet sind. Da ich weitsichtig bin, brauche ich allerdings zum Lesen und am Computer zusätzlich noch eine Lesebrille. Es gibt ja seit einigen Jahren schon Bifocal- Linsen mit zwei Sehstärken, das Pendant zur Gleitsichtbrille. Aber es gab sie nie für meine trockenen Augen - bis heute! Beim Stöbern im Internet entdecke ich, dass genau die Firma meiner langjährigen Marke nun auch Bifocal- Linsen herstellt. Sie sind aus eben genanntem Material und werden wieder für trockene Augen empfohlen. Ich will jedoch nicht ohne Fachmann ausprobieren, setze mich darum ins Auto und fahre zu Fielmann. Dort bestellt man nun ein Paar Probelinsen, und ich bin schon gespannt... Als ich nach dem Preis frage, falle ich jedoch fast um. Von diesen Monatslinsen kosten 6 Stück bei Fielmann 81,-Euro! Im Internet bekomme ich sie ab 49,-Euro bis 89,-Euro. Als ich dem Optiker sage, dass Fielmann sich da aber an der Preisobergrenze bewegt, stammelt er etwas von Service usw. Nun gut, dann werde ich dieses Probepaar bezahlen und bei Verträglichkeit die anderen dann im Internet bestellen...*grins* Aber wäre schön, wenn man nicht mehr ständig Brille auf- und Brille absetzen müsste...
So, und nun muss ich noch meine Runde mit der Gießkanne machen - dass geht ohne Brille *grins*
Dienstag, 04.07.2006
Man hat das Gefühl, als wird es jeden Tag heißer *stöhn* Nur ungern steige ich vormittags ins Auto, denn ich will einen Brokkoli- Nudel- Auflauf machen und muss einkaufen. Als ich nur wenige Minuten wieder zu hause bin, kommt Momo auf einen Sprung vorbei, um von uns aus ein Fax zu schicken. Wir plaudern noch etwas, und nachdem sie gegangen ist, begebe ich mich in den Garten. Wir haben zwei Regentonnen, eine vorn am Haus und eine ganz hinten am Schuppen. Daraus schöpfe ich immer mit der Kanne das Wasser zum Gießen der vielen Blumenkästen und Kübelpflanzen. Es ist bequemer und geht vor allem schneller, als wenn man jedes Mal an den Wasserhahn geht. Wenn es manchmal tagelang geregnet hat, da laufen diese 200- Liter- Tonnen auch schon mal über, aber das ist schon lange her *schmunzel* Also füllen wir die Tonnen mit dem Gartenschlauch wieder auf. Norbert stöhnt immer, wenn ich nach drei Tagen sage, dass die Tonnen fast leer sind. Darum fülle ich sie heute einmal selber und weiß nun, warum es Norbert nicht so gern macht. Es dauert nämlich ganz schön lange, bis 200 Liter durch den Schlauch gelaufen sind *grins*
Ja, und nun läuft inzwischen der Countdown zum Spiel Deutschland - Italien. Viel Wirbel gab es noch in den letzten 2 Tagen wegen Torsten Frings, der nun leider für das heutige Spiel gesperrt ist. Ich persönlich habe mich sehr darüber geärgert... Aber ändern kann ich es leider nicht und hoffe, dass unsere Spieler heute nach dem Motto spielen: Nun erst recht! Wenn ich aber den Anfang des Spiels nicht verpassen will, dann muss ich jetzt aufhören...*Daumen drück*
Montag, 03.07.2006
Mein "Arbeitsplan" umfasst heute nur das Bad, und ich mache es schon sehr früh sauber, denn es wird zusehends warm und wärmer. Neulich habe ich früh um 6 Uhr Unkraut gezogen, da war es draußen noch angenehm...
Zwischen 9 und 10 Uhr kommt jemand von einer Firma, um sich unsere Fenster im Untergeschoß anzusehen, noch sind es ja Kellerfenster *schmunzel* Den ersten Kostenvoranschlag haben wir bereits, nun werden wir mal sehen, was uns die zweite Firma anbietet...
Nachmittag will ich eigentlich zu Norberts Tochter Momo, aber sie ruft schon gegen 10:30 Uhr an, dass sie bereits zu hause ist. Sie und ihr Freund bekommen heute DSL, und ich soll die Geräte verkabeln. Das Komische ist, dass dort die Telekom noch kein DSL anbieten kann. Durch Zufall bekamen wir heraus, dass aber Arcor in diesem Wohngebiet DSL- Leitungen hat, und der Anschlusscheck im Internet bestätigte dies. Nun haben wir ja seit einer Weile mit Arcor Frieden geschlossen *schmunzel* Also machten wir eine Kundenwerbung, und bekommen dafür sogar 40 € Prämie *schmunzel* Das Modem und der Splitter sind schnell angeschlossen, das Telefon geht, aber der Internetzugang über DSL klappt noch nicht. Ich schließe für alle Fälle zusätzlich noch das alte Modem an, damit sie nicht auf dem Trockenen sitzen. Später sagt mir dann Momo am Telefon, sie habe inzwischen auf der Arcor- Homepage gelesen, dass man die Geräte früh anschließen soll, da zwischen 8 und 12 Uhr umgestellt wird. Da waren wir wohl etwas spät, aber sicher wird sich das alles regeln und nicht wieder zu einer Endlosgeschichte *zwinker*
Als Norbert von der Arbeit kommt, erzählt er mir, dass er keine Gießkanne im Auto hat, denn er parkt doch immer vor dem Friedhof und wollte eigentlich heute gießen. So fahren wir noch einmal zusammen los. Eine Blume wollte ich schon neulich durch neue ersetzten, da sie zwar nicht eingegangen war, aber nach der Blüte keine neuen Knospen mehr ansetzt und etwas traurig aussieht. Darum halten wir zuvor am Holländer und nehmen Kalanchoe mit. So spannend die Fußball- WM ist, aber den Pflanzen auf dem Grab hat sie leider geschadet, denn auch an den Tagen, wenn nicht in Berlin gespielt wird, ist dort alles zugeparkt, weil auch die Waldbühne in der Nähe ist und dort über eine Großleinwand übertragen wird. Bei dem Wetter kann man auch erst abends gießen, denn selbst heute um 18 Uhr brennt die Sonne noch ganz fürchterlich, und ich bin froh als ich wieder zu hause bin. Was mache ich also? Ich gehe in mein Untergeschoß, dem angenehmsten Raum während dieser Hitzewelle....
Sonntag, 02.07.2006
Im Gegensatz zu den letzten beiden Tagen ist es heute bei uns richtig ruhig *grins* Norbert guckt zwar Tour de France, aber dabei jubelt oder schimpft er eigentlich nie. Somit fällt mir momentan auch nichts ein, was ich heute unbedingt schreiben müsste. Also werde ich mich jetzt mit der Gießkanne auf meine abendliche Runde begeben...
Sonnabend, 01.07.2006
Das Wochenende steht natürlich im Zeichen des Fußballs, wie könnte es anders sein *schmunzel* Auch heute gibt es eine Entscheidung durch Elfmeter- Schießen, und es sind die Engländer, bei denen die Tränen laufen... Die heutigen Tageszeitungen sind voll mit Bildern vom gestrigen Jubel, und schmunzeln muss ich bei einem, wo unsere Bundeskanzlerin aufspringt und jubelt. Ein anderes zeigt sie bei einer Umarmung mit unserem "Kaiser" Franz Beckenbauer, ich finde es richtig putzig...
Zurzeit läuft noch Brasilien gegen Frankreich, und vor wenigen Minuten zuckte ich hier zusammen, weil Andi oben im Wohnzimmer Freudenschreie von sich gab. Er ist für Frankreich, Norbert für Brasilien...
Bei mir im Zimmer läuft der Fernseher momentan nur nebenbei, denn die letzten zwei Stunden hatte ich wieder einmal ein Computerproblem. Ich habe heute im Internet durch Zufall entdeckt, dass es inzwischen den Internet Explorer 7 gibt. Obwohl ich eigentlich nur den Avant Browser benutze, bin ich natürlich neugierig geworden und habe mir den IE 7 herunter geladen und installiert. Microsoft hat nun bei der Installation einen Check eingebaut, der überprüft, ob man eine registrierte Windows- Version auf dem Computer hat. Aber darüber kann ich lächeln, denn mein Windows XP ist sauber *grins* Aber beim Neustart blieb mein Computer immer wieder stehen, startete nicht zu ende. Dann klappte es mal, dann wieder nicht... Letztendlich habe ich den Internet- Explorer 7 wieder deinstalliert, und mein Computer hat beim Neustart keine Probleme mehr...
Inzwischen ist auch das Fußballspiel zu ende, Frankreich hat 1:0 gewonnen, und man sieht traurige Brasilianer. Am Dienstag folgt das Halbfinale, Deutschland wird wieder fiebern, und ich darf gar nicht daran denken, wie es Norbert dann geht.... *schmunzel*