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Donnerstag, 31.03.2005
Im Gegensatz zu gestern bringt mich beim Autofahren heute nichts aus der Ruhe...
Wir haben einen angenehmen Arbeitstag. Es ist selten, dass man auf dem Krankenwagen mal eine lange Pause hat und sogar einkaufen kann. Somit lande ich in einem Schuhladen *grins* Nein, ich kaufe mir dieses Mal keine Schuhe, sondern rufe mit dem Handy Norbert an, um die „Erlaubnis“ einzuholen, für ihn Schuhe zu kaufen. Ich habe da ein paar Herrenschuhe entdeckt, für die ich Liebe auf den ersten Blick empfinde. Norbert muss nie anprobieren, seine Größe passt immer. Nachdem ich das „O.K.“ zum Kaufen regelrecht erbettelt habe, da Männer ja nie etwas brauchen, kaufe ich ihm diese Schuhe *freu*
Als ich nach hause komme und er die Schuhe anprobiert hat, merke ich, dass meine Wahl gut war, denn sie passen nicht nur (wie immer), sondern gefallen ihm auch...
Mittwoch, 30.03.2005
Langsam zähle ich die Tage bis zu meinem Urlaub, obwohl ich doch seit der Krankschrift erst die dritte Woche arbeite. Aber vor einem Urlaub zählt man ja immer die Tage und freut sich drauf. Für meinen Tennisarm ist der Urlaub sicher ganz gut, denn die Beschwerden sind bereits wieder da, aber noch kann ich meine Tasse anheben....
Als ich von der Arbeit auf dem Heimweg bin, fahre ich tanken und nehme mir noch die Zeit für eine Wagenwäsche. Ich muss gestehen, dass es die erste Wäsche seit dem Kauf ist. Bisher habe ich immer nur innen sauber gemacht und gesaugt. Bei dem bisherigen Wetter tat mir immer das Geld für die Wagenwäsche leid. Immer Schmuddelwetter, und war es mal sonnig, dann lagen die Temperaturen unter 0°C... Nun komme ich aus der Waschanlage und erkenne meinen Felix kaum wieder. Sein strahlender Anblick bereitet mir richtig gute Laune. Ich setze guter Dinge meine Heimfahrt fort...
Dann, an einer roten Ampel steht rechts neben mir ein Auto, das geradeaus fahren will, aber dessen Spur nach der Kreuzung zur Parkspur wird. Man gibt Vollgas, will mich schneiden, um somit alle anderen hinter sich zu lassen, die sich normal eingeordnet haben. Aber auch mein Auto ist nicht langsam *schmunzel* Im Rückspiegel sehe ich ihn dann in der Parkspur stehen, er blinkt und wartet, weil ihn keiner reinlässt.... Eigentlich hasse ich solche Manöver, aber manchmal stinkt es mir, wenn man mich während der roten Ampelphase mitleidvoll von der Seite anschaut und mir dann seine Fahrkünste „vorführen“ will. Da ich so gut in Stimmung bin, ist es auf dem Heimweg nicht mein letztes „Opfer“. Jana hätte heute ihre helle Freude, denn sie fuhr sehr gut Auto und konnte solche Leute ebenso wenig leiden. Erst recht auf dem Motorrad – da hatte kein Auto eine Chance gegen sie. Jeder, der Motorrad fahren kann, weiß, dass kein Auto mit dieser Beschleunigung mithalten kann. Einmal kam Jana nach hause und sagte: „ Mum, da wollte doch ein Porsche an einer Ampel schneller anfahren als ich, aber ich habe ihn abgehangen!“ Ja, mein kleines Schaf, damals habe ich mir Sorgen gemacht, dass Dir auf dem Bike mal etwas passiert...
Dienstag, 29.03.2005
Während Norbert nun seinen Urlaub genießt, muss ich noch 4 Tage arbeiten. Als ich nach hause komme, sehe ich, dass Norbert sich nicht gerade ausgeruht hat. Ich finde ihm im Garten, wo er noch beschäftigt ist....
Nach dem Abendbrot sind wir beide ziemlich k.o. Während ich hier schreibe, schläft Norbert bereits vor dem Fernseher...
Ostermontag, 28.03.200
Es ist heute mild und sonnig, und wir verbringen darum den ganzen Tag mit Gartenarbeit. Im Frühjahr ist wie immer viel zu tun. Anfangs weiß man gar nicht, wo man anfangen soll, aber dann schaffen wir bereits eine ganze Menge. Im Garten ist es ähnlich wie im Haushalt: es fällt nur das auf, was nicht gemacht ist...
Den ganzen Tag an der frischen Luft, da bekommt man richtig Appetit. So fahren wir mit Norbert in eine nahe gelegene Puszta- Stube und lassen den Tag mit einem gemütlichen und leckeren Essen ausklingen
Ostersonntag, 27.03.2005
In der letzten Nacht wurden die Uhren auf Sommerzeit vorgestellt. Man "klaut" uns also wieder die eine Stunde, die wir im Herbst zurück bekommen. Ist ja alles soweit in Ordnung, aber ich habe heute ab 8 Uhr Dienst, das heißt, dass ich um 6 Uhr aufstehen muss, was nach alter Zeit 5 Uhr wäre! Meine Nachruhe ist demnach noch eine Stunde kürzer....
Ich muss gestehen, an solchen Tagen fällt es mir besonders schwer, denn die meisten Leute haben ein langes Osterwochenende und können ausschlafen... Obwohl, dieses Mal habe ich es schon gut, denn in anderen Jahren musste ich an allen drei Feiertagen arbeiten. Das soll jedoch kein Meckern oder Jammern sein, denn ich bin froh, dass ich noch arbeiten darf... Mein Beifahrer hat sich gestern krank gemeldet, bereits mehrere Tage ging es ihm nicht gut. Nun hat ihn Fieber völlig außer Gefecht gesetzt.
Ich bin also gespannt, wer mir als Vertretung geschickt wird. Es ist ein "alter Hase", der schon mehrere Jahre Telebuserfahrung hat. Unsere Tour beinhaltet weder Zeitstress noch Langeweile. Durch diese positiven Faktoren wird es ein angenehmer Arbeitstag....
16:30 Uhr ist Feierabend, also mit "Vollgas" nach hause zu Norbert und Jill! Zu hause ist für mich sowohl bei mir, als auch bei Norbert. Bin ich bei Norbert, fühle ich mich wohl und überlege, warum ich noch meine Wohnung halte. Bin ich in meinen eigenen vier Wänden, scheint es mir unmöglich, diese aufzugeben. Viele Erinnerungen halten mich, auch liebe Nachbarn wie Katrin würde ich sehr vermissen... In der letzten Zeit hat mir bei vielen Entscheidungen Jana geholfen. Ich sah ihre Mimik oder hörte ihre Meinung zu vielen Dingen, denn unsere "gemeinsame Antenne" besteht nach wie vor... Aber bei dieser Entscheidung will sie mir scheinbar nicht helfen... Warum muss ich diese Entscheidung allein treffen?
Übrigens: Auf der Link-Seite ist die neue Adresse von Steffis Homepage zu finden. Sie ist schon einige Tage fertig, aber Steffi hatte noch einige "technische" Probleme. ...
Sonnabend, 26.03.2005
Morgens packe ich einiges zusammen, denn wir wollen heute zu Norbert. Da Norbert ja schon eine Woche vor mir Urlaub hat, will er die Zeit für den Garten nutzen, vorausgesetzt, das Wetter spielt mit. So kann Jill kommende Woche vorerst bei Norbert bleiben...
Karfreitag, 25.03.2005
Selten, dass ich an Feiertagen frei habe, so heute...
Den heutigen Tag haben wir darum für die Familie reserviert. Norberts Sohn Andi kommt mittags mit seiner Freundin zu uns. Wir fahren dann zusammen zu Norberts Mutter. Dort sitzt schon Momo, leider ohne ihren Freund, der heute Dienst hat. Wie immer, wenn wir alle bei Norberts Mutter zusammen treffen, gehen wir in die wenige Meter entfernte Gaststätte, die von einem Jugoslawen bewirtschaftet wird. Es wird ein gemütlicher Nachmittag. Obwohl wir vom Essen alle richtig satt geworden sind, gibt es danach bei Norberts Mutter noch Kaffee *stöhn* Aber bei dem leckeren Kuchen kann man kaum widerstehen. Ein gemütlicher Nachmittag...
Donnerstag, 24.03.2005
Gestern hat unser Hauswart die „Suzi“ (das Motorrad) aus dem Winterquartier geholt, aber er rief mich an und sagte mir, dass sie leider nicht angesprungen ist. Dann hat er die Batterie über Nacht an das Ladegerät angeschlossen. Heute telefonieren wir nochmals, aber leider hat es nichts genützt. Er hatte eigentlich Lust auf eine „Einführungsrunde“ und wollte, dass ich Ostern vielleicht auch in die Motorradsaison starten kann, zumal er ab morgen zwei Wochen Urlaub hat. Nun ist er ziemlich ratlos.
Meine Pause kann ich heute wieder zu hause machen. Bevor wir weiterfahren, nehme ich meinen Zündschlüssel von der Suzi mit, denn ich habe so eine Idee... Diese scheint nicht falsch zu sein, denn Suzi springt an! Ich nehme also mein Handy, rufe den Hauswart an und zwei Minuten später steht er neben mir und freut sich wie ein Kind *grins*
Auf diese Idee kam ich durch eine Begebenheit mit Jana, über die ich immer noch schmunzele, was mir andererseits aber bis heute richtig leid tut:
Janas Bike ging nach kurzer Strecke aus und startete nicht mehr. Am nächsten Tag sprang es wieder an, und sie fuhr los... Nach ca. 1 bis 2 km ging das Bike aus und sprang nicht mehr an. Sie guckte auch in den Tank, Sprit war drin... Dann schob sie das Motorrad nach hause, kam hier in ihren dicken Motorradsachen total verschwitzt an und war vor Wut den Tränen nahe. Wir „bestellten“ für den nächsten Tag einen Bekannten, der uns schon mehrmals bei Problemen geholfen hat. Es dauerte keine fünf Minuten, denn er stellte fest, dass Jana den Benzinhahn hätte auf Reserve stellen müssen. Der Sprit, der im Tank noch zu sehen war, reichte nur noch für die Reservestellung. Es war Jana unheimlich peinlich....
Daran habe ich mich heute erinnert, stelle darum den Benzinhahn auf Reserve... Die Suzi springt an, und ich höre den Sound des nahenden Sommers... Aber nicht nur unser Hauswart und ich freuen uns darüber. Ich sehe mein kleines Schaf lächeln, aber es ist wohl mehr ein Grinsen...
Mittwoch, 23.03.2005
Als heute mein Wecker klingelt, stehe ich gleich auf und habe richtig schön Zeit, bevor ich los muss. Irgendwie bin ich richtig gut drauf. Auf dem Weg zur Arbeit ist die gestern gebrannte mp3- CD im Autoradio und spielt meine Lieblingsmusik. Meine Laune ist dadurch nicht zu toppen. Unsere Tour ist ähnlich wie gestern, keine Leerzeiten und trotzdem kein Zeitstress. Aber auf längeren Fahrten entgleiten meine Gedanken. Ich bekomme ein schlechtes Gewissen wegen meiner guten Laune. Darf ich so gut drauf sein? Wie vertragen sich meine ständigen Gedanken an Jana mit meiner guten Stimmung? Sie ist immer da, aber meine Sehnsucht unendlich, und ich habe gute Laune? Wie passt das zusammen? Ich finde keine Antworten, aber sehe Jana immer nur lächeln...
Als ich Feierabend habe, werde ich zurück in die Gegenwart geholt. Als ich Jill aus der „Huta“ abhole, erzählt mir Eva, dass ihr Schwager heute mit seinem Hund da war und dieser Hund Jill angreifen wollte. Sie hat es im letzten Moment verhindert... Eva ist immer noch völlig neben der Spur und erzählt mir, dass ihr heute klar geworden ist, welche Verantwortung sie trägt. Sie bittet mich daraufhin, dass ich mir eine andere Betreuung für Jill suche...
Ja, nun ist guter Rat teuer, und ich muss dies erst einmal verdauen. Morgen kann ich Jill nochmals bei Eva „abgeben“. Dann hat Norbert 14 Tage Urlaub, während seiner zweiten Urlaubswoche habe auch ich frei. Aber bis dahin muss ich eine neue Lösung finden. Von meiner guten Laune ist nicht allzu viel übrig geblieben.... Ich weiß nicht warum mein kleines Schaf so sicher ist und mich tröstet: „Mum, Du hast bisher immer für alles eine Lösung gefunden....“
Dienstag, 22.03.2005
So verrückt wie gestern fängt der heutige Tag glücklicherweise nicht an. Unsere Tour hat nicht so viele Lücken wie gestern, aber ist trotzdem auch nicht stressig. Wir schaffen alle Zeiten ohne Verspätung, haben kaum Treppen, nette Fahrgäste... Da macht doch die Arbeit richtig Spaß!
Zum Feierabend treffe ich in der Garage Jens und René, das sind mein Kollege und sein Beifahrer (Zivi), die mir beide die Standheizung eingebaut haben. René, der auch Autoschlosser gelernt hat, schnappt sich gleich mein neues Autoradio und baut es in meinen PKW ein. Ich bin total überrascht, denn es hätte doch noch Zeit gehabt. Jens fragt mich, ob er mir das alte Radio aus dem PKW in den Krankenwagen einbauen soll, denn darin ist bisher ein ganz simples Radio mit Kassette. Gute Idee, denn das CD- Laufwerk scheint ja nun doch noch in Ordnung zu sein. Jens baut auch sofort um... Diesen Krankenwagen fahre ich zwar nur jede zweite Woche, aber in dem Telebus, den ich abwechselnd fahre, ist bereits ein CD- Radio. Ein kleines Problem gibt es allerdings noch. Der Antennenstecker von meinem PKW passt nicht an das neue Radio, also muss ich morgen noch einen Adapter besorgen. CD kann ich schon hören, hatte nur auf der Heimfahrt keine dabei *schmunzel* Da dieses neue Radio auch mp3- Dateien abspielt, habe ich bereits reichlich Titel für eine mp3- CD zusammen getragen, muss sie nur noch brennen, was ich jetzt noch tun werde....
Montag, 21.03.2005
Kann man verschlafen, wenn man erst um 9:30 Uhr Dienstbeginn hat? Ja, man kann! Ich habe es heute geschafft. Mein Wecker klingelt um 6 Uhr, ich drücke immer wieder auf Pause, so dass er nach einigen Minuten wieder klingelt. Nach fast einer Stunde mache ich ihn dann richtig aus, denn nun will ich gleich aufstehen – und schlafe wieder ein.... Irgendwann komme ich zu mir, schaue auf den Wecker, und es ist bereits 8:40 Uhr! Normalerweise würde ich seit 10 Minuten auf dem Weg zur Arbeit sein... Ich muss wohl kaum beschreiben, wie ich von Panik ergriffen aufgesprungen bin. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal verschlafen habe und zu spät zur Arbeit gekommen bin... Aber ich komme heute nicht zu spät, sondern habe „nur“ verschlafen! Zwei Minuten vor Dienstbeginn bin ich in der Firma. Dass ich es noch geschafft habe, kann ich selber kaum glauben. Allerdings war das Verschlafen nicht der erste und letzte Schock, denn der Bus, mit dem ich fahren soll, ist nicht da. So muss ich erst noch telefonieren, um zu erfahren, mit welchem Bus ich nun fahren soll. Aber dann werde ich langsam wieder ruhiger, denn wir haben auf dem Telebus eine Tour, die im Vergleich zur vorigen Woche auf dem Krankenwagen fast einem Erholungsurlaub gleicht *schmunzel* Damit verfliegt auch meine schlechte Laune, von der ich glaubte, dass ich sie den ganzen Tag nicht mehr loswerde, und mein Stimmungsbarometer steigt sogar....
Zwischendurch haben wir mehrmals längere Zeit nichts zu tun, sind in meiner Wohnnähe und trinken hier einen Kaffee. Später haben wir nochmals Zeit. Ich kaufe eine Kerze, hole in einem Blumenladen ein Töpfchen mit Osterglocken und fahre zum Friedhof. Beim letzten Besuch war alles vom Schnee bedeckt und kein Mensch auf dem Friedhof zu sehen. Heute sieht man schon vereinzelt Blumenschalen mit Primeln, auch sind ganz wenige Gräber bereits mit Stiefmütterchen bepflanzt, obwohl noch nicht einmal das Wasser angestellt ist. Die Besenheide hat sich über den Winter gut gehalten, aber staunen tue ich über das Moos, welches ich im Sommer mit Renate als neue Randbepflanzung aus dem Blumenkasten umgesetzt habe, als die andere Moosart eingegangen war. Es sieht frisch aus, als würde es bereits weiter wachsen. Die Osterglocken setze ich im Topf in eine Lücke zwischen die Besenheide, damit schon vor der bevorstehenden Frühjahrsbepflanzung etwas Blühendes auf dem Grab ist. In einer leeren Grabvase ist noch Regenwasser, womit ich sogar etwas gießen kann. Nachdem ich dann die Kerze angezündet und in die Laterne gestellt habe, hocke ich noch eine Weile vor dem Grab, und meine Gedanken sind ganz weit weg...
Sonntag, 20.03.2005
Trotz Sonntag stehe ich um 7 Uhr auf, denn kurz nach acht will ich meine Schwester abholen, da sie mit zu Olav kommt. Wir kommen zu dieser Zeit gut durch die Stadt und sind in einer guten halben Stunde bei ihm. In der Woche im Berufsverkehr bräuchte ich eine Stunde...
Olav geht es ziemlich mies. Er hat sich eine heftige Erkältung eingehandelt, darum bleiben wir nicht lange. Trotzdem freut er sich riesig über die Isdn- Anlage. Dann baue ich ihm noch die Ethernet- Karte in den Computer ein. Diese hatte ich damals, als er Janas Computer übernahm, ausgebaut und aufgehoben... Wir trinken noch einen Tee, dann verabschieden wir uns auch schon wieder, denn mein Ole- Bole hängt ganz schön durch.
Auf dem Heimweg gehe ich noch auf eine halbe Stunde mit zu meiner Schwester, denn auch sie hat noch ein Problem. Sie wollte über Outlook Mails senden und empfangen, aber es sollte nicht so richtig klappen. Ich halte nicht viel von Outlook, installiere ihr Phönix- Mail, und siehe da, es klappt nach Eingabe der Mailserver auf Anhieb! Ich habe dieses Mail- Programm durch Zufall vor kurzem entdeckt und bin insofern davon ganz angetan, da ich es selber auf einem USB- Stick habe und dadurch sowohl am PC wie auch am Laptop betreiben kann. Wenn ich also wieder mal formatiere, bleibt mein Email- Programm mit Adressen und allen gespeicherten Mails erhalten, denn es erfolgen keine Einträge in Windows *freu* Bei meiner Schwester installiere ich Phönix- Mail auf eine 16MB- Speicherkarte, die in einem Kartenleser am USB- Port hängt. Diese Speicherkarte ist eigentlich von der Digitalkamera, aber wird nicht mehr benutzt, da in der Kamera eine 64MB- Karte steckt. Man, nun habe ich hier wahrscheinlich für einige Leser in fachchinesisch erzählt... Ich weiß, vor kurzem hätte auch meine Schwester nur „Bahnhof“ verstanden, aber ich muss sagen, sie hat schnell und viel dazu gelernt! Es macht ihr auch richtigen Spaß, vor allem das Fotografieren mit der Digitalkamera, die sie natürlich heute bei Olav dabei hatte *grins*...
Zwei guten Taten an einem Tag: Olav hat nun für sein DSL alles beisammen, meine Schwester hat ein Problem weniger.... Ich fahre nun zufrieden nach hause, und bald kommt auch Norbert. Ich „stelle fest“, dass ich mich immer noch freue, wenn ich ihn wiedersehe *lächel* Mein kleines Schaf lächelt auch....
Sonnabend, 19.03.2005
Zu mehr als dem einen Satz war ich gestern nicht mehr in der Lage. Heute früh raffe ich mich auf und verbringe den ganzen Vormittag mit allen möglichen Hausarbeit, jedoch soll mit Details hier niemand gelangweilt werden *schmunzel*
Nach Putzen, Waschen und abschließender „Wellness“ bin ich wie immer erst einmal richtig zufrieden und mache es mir zur Bundesliga vor dem Fernseher gemütlich. Heute gucke ich noch hier allein, denn Norbert kommt erst morgen wieder. Da ich an diesem Wochenende ursprünglich zu meiner Mutter fahren wollte, hatte Norbert sein Wochenende zu hause mit seinem Sohn verplant. Da die Wettervorhersage so unsicher war, wollte meine Mum, dass wir es verschieben. Sie hätte dann keine ruhige Minute, wenn ich mit dem Auto unterwegs bin, und diese Angst will ich ihr nicht zumuten.
Morgen Vormittag will ich dann mal zu Olav fahren. Er bekommt am Mittwoch Isdn mit DSL, hat bereits NTBA, Splitter und DSL- Modem erhalten, aber besitzt keine Isdn- Anlage für seine analogen Telefone. Ich habe hier noch meinen ersten alten Terminaladapter, suche dafür neue Treiber für WinXP, da die Anlage über den Computer programmiert wird, aber es ist nichts zu machen. Wie ich nach langem Suchen im Internet erfahre, läuft diese Anlage nicht mehr unter WinXP oder nur mit großen Schwierigkeiten und vielen Tricks. Ich gebe auf, setze mich nach 18 Uhr ins Auto und fahre zum Media- Markt, der bis 20 Uhr offen hat...
Freitag, 18.03.2005
Auch diesen Tag haben wir geschafft, und nun geht es in das wohlverdiente Wochenende...
Donnerstag, 17.03.2005
Mit der Arbeit geht es heute, aber dafür plagen mich ab Mittag starke Magenkrämpfe. Ich kann mir die Ursache nicht erklären. Gegessen habe ich nichts verdorbenes oder so. Eigenartigerweise hört es eine halbe Stunde vor Feierabend wieder auf. Ich bin einfach nur froh, denn die letzten Stunden waren reine Quälerei. Ich bin froh, als ich zu hause bin. Hier bekomme ich kaum noch etwas auf die Reihe, bin einfach nur k.o. Darum soll es für heute genug sein, gehe jetzt schnell noch mit Jill runter und dann mal zeitig ins Bett...
Mittwoch. 16.03.2005
Man möge mir verzeihen, wenn ich wieder mal einen Tag ausgelassen habe... Musste gestern einige Post beantworten, und die Zeit nach Feierabend ist eben doch knapp bemessen. Da geht man früh um 5:45 Uhr aus dem Haus, fährt nach der Arbeit kurz zu Lidl und ist dann 17:30 Uhr endlich zu hause. Spät schlafen gehen kann man sich nicht leisten, denn um 4:45 Uhr klingelt wieder der Wecker... Hat man Arbeit, dann ist der Tag immer viel zu kurz. Man sehnt sich nach mehr Freizeit und freut sich auf jedes Wochenende. Wäre man arbeitslos, hätte man zwar die Zeit, die man sich sonst immer gewünscht hat, aber kann diese kaum genießen. Meist ist es durch die finanziellen Einschnitte kaum möglich, den Alltag angenehm zu gestalten. Hinzu kommt, dass das Selbstwertgefühl im Keller landet... Ist das nicht alles paradox? Ich versuche darum, der Situation die positiven Seiten abzugewinnen und auch so zu denken.
Bevor ich hier ins Philosophieren komme, höre ich lieber auf und komme zurück in den heutigen Tag.
Arbeitsmäßig haben wir im Gegensatz zu den letzten zwei Tagen eine mehr als stressige Tour (in jeder Hinsicht).
Dafür genieße ich die kleinen Freuden nach Feierabend: Jill überschlägt sich, als sie aus der „Huta“ abgeholt wird und wir nach hause fahren. Auch ein Telefonat mit Steffi muntert mich auf, denn nicht mehr lange, dann „darf“ ich ihre neue Homepage- Adresse hier mitteilen. Als ich den Computer anmache, habe ich eine liebe Email von meinem Ole- Bole... Für diese kleinen Freuden bin ich sehr dankbar, sie lassen den Ärger meines Arbeitstages von meinen Schultern fallen...
Montag, 14.03.2005
Schneller, als ich dachte, ist mein erster Arbeitstag vergangen. Mein Arm hat es gut überstanden. Allerdings habe ich dies teilweise auch meinem neuen Beifahrer zu verdanken, der den Rollstuhl auf Treppen so sicher im Griff hat, dass ich heute fast ins Staunen kam. Als ich wie immer an den Fußstützen gegenhalten wollte, um ihm ein Teil des Gewichtes beim Überwinden der Stufen abzunehmen, kam ich mir fast lächerlich vor, denn ich kam kaum hinterher *schmunzel* Bei anderen Beifahrern hatte ich oft das Gefühl, als stemme ich die Rollstühle allein....
Kaum bin ich zu hause und esse, da klingelt das Telefon. Meine Mum fragt mich, wie ich denn den ersten Tag überstanden habe. Während unseres Gespräches klingelt dann das nächste Telefon. Meine Schwester stellt mir die gleiche Frage *grins*
Ich will eigentlich gleich „fleißig“ sein und Tagebuch schreiben, aber mein voller Magen nimmt mir sämtliche „Denkenergie“. Dann klingelt auch nochmals das Telefon. Meine Nachbarin Katrin will mir Kuchen hochbringen, denn ihr Sohn Markus, der helfende Engel bei Computerproblemen, hatte auch gestern Geburtstag. Mit Katrin habe ich lange nicht zusammen gesessen, somit erzählen wir wieder mal eine Weile...
Nun haben wir unseren Schwatz beendet, mit Jill habe ich die letzte Runde gemacht, und tippe....
Sonntag, 13.03.2005
Früh komme ich kaum aus dem Bett. Was soll das erst morgen werden? Na ja, erfahrungsgemäß ist man nach zwei bis drei Tagen wieder im alten Trott des Arbeitslebens angekommen, als wäre es nie anders gewesen....
Heute hat meine Schwester Geburtstag. Ich freue mich, dass ich der erste Anrufer und Gratulant bin! Obwohl sie einige Zentimeter weniger misst, bin ich bis heute noch die „Kleine“. Das liegt wohl daran, dass sie mir viereinhalb Jahre voraus hat. Ja, ja, so etwas wird man wohl genauso wenig los, wie frühere Spitznamen... Bei meiner Schwester hat sich einiger Besuch angesagt, so dass wir uns lieber ein anderes Mal treffen, wo wir dann gemütlich beim Griechen oder Chinesen in Ruhe quasseln können...
Da ich ohnehin dieses Wochenende allein bin, nutze ich die Zeit und den Tag, um noch mit einigen Dingen in die Reihe zu kommen. Als ich gegen Abend mit Renate telefoniere, stellen wir eine weitere Gemeinsamkeit fest: Unseren Haushalt haben wir komischerweise immer besser im Griff, wenn wir arbeiten gehen. Man teilt sich seine knapp bemessene Zeit genauer ein, erledigt viele Dinge schneller und effektiver als sonst, um noch etwas Zeit für sich selbst übrig zu haben. Fast ein Phänomen, oder vielleicht doch normal?
Sonnabend, 12.03.2005
Nachdem ich heute aufgestanden bin, gehe ich kurz vor 8 Uhr mit Jill zur Gassi- Runde und fahre auch gleich zu Lidl. Mein Auto habe ich gestern unerlaubt auf unserem Hof abgestellt, da durch die Eröffnung der Tourismus- Börse unsere Straße wieder bis auf die letzte Lücke zugeparkt war. Für uns Anwohner ist die Nähe zum Messegelände während stark besuchter Veranstaltungen wie Grüne Woche, Funkausstellung etc. der absolute Stress. Obwohl im Verkehrsfunk immer die Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln empfohlen wird, ignorieren es viele Leute und denken, dass man um die Ecke bestimmt noch etwas findet... Unsere sonst relativ ruhige Wohnstraße, wo auch so schon die Parkplätze knapp sind, wird dann zum Highway....
Gegen 8:30 Uhr bin ich von Lidl zurück und ergattere ganz glücklich eine Parklücke direkt vor dem Haus! Die ITB öffnet erst um 10 Uhr, dadurch habe ich zu dieser frühen Zeit wahrscheinlich noch eine Chance gehabt. Nun bleibt mein Auto bis Montag früh stehen!
Ich hatte vor einigen Jahren einen Mieterparkplatz auf unserem Hof, dieser kostete damals monatlich 100,- DM bzw. dann 50,-€. Zu der Zeit hatten wir noch den 190er Mercedes, aber Jana und mir standen oft fast die Tränen in den Augen, denn unser geliebtes Auto tat uns einfach nur noch leid. Wir hatten nämlich das Pech, einen Parkplatz unter einem Baum zu haben, wo sich sämtliche Spatzen der Umgegend trafen. Unser Auto war täglich von vorn bis hinten regelrecht zugesch..... Sicher schmunzelt jetzt manch einer, klingt ja auch lustig, aber auf Dauer gibt das reichlich Lackschäden, den Vogelkot frisst sich regelrecht in den Lack ein, und dafür habe ich monatlich auch noch bezahlt! Selbst eine Wagenwäsche schafft es nicht, diesen Vogeldreck vollständig zu entfernen. Einmal habe ich nachmittags mein Auto auf dem Mietparkplatz abgestellt, nachdem ich aus der Wagenwäsche kam und es mit Nachbehandlung richtig sauber hatte. Am nächsten Morgen machte ich mir die Mühe, die neuen Kleckse zu zählen, es waren an die 40.... Nach einigem Schriftverkehr mit der Wohnungsgesellschaft kündigte ich diesen Parkplatz, denn man war nicht bereit, Abhilfe durch Überdachungen zu schaffen. Wieso sollte ich dafür bezahlen, dass mein Auto auf einem (nicht gerade billigen) Stellplatz eigentlich nur Schaden nahm? Seitdem muss ich eben wieder wie viele andere auf der Straße nach einer Lücke suchen...
Als Jana dann ihr erstes eigenes Auto, einen Corolla Baujahr 1989 hatte, standen wir im täglichen „Wettbewerb“. Wenn sie auch nur einige Meter näher an unserem Haus einen Parkplatz gefunden hatte, brauchte ich auf ihren Spott nicht lange zu warten... Ich habe ja schon mehrmals geschrieben, dass Jana sehr schadenfroh war, aber übel nehmen konnte ich es ihr nie! Oftmals musste ich dann auch irgendwann mitlachen. Ich sehe sie vor mir, vergessen werde ich ihr Lachen nie! Aber ich würde sie so gern in den Arm nehmen....
Freitag, 11.03.2005
Heute ist der nächste Termin beim Orthopäden. Ich sage ihn ab, denn seit der letzten Spritze bin ich endlich beschwerdefrei. Ich will es einfach versuchen! Nach fünf Wochen wird es auch höchste Zeit..
Heute bekomme ich Besuch! Jetzt könnte ich ein Quiz starten, aber ich will niemanden auf die Folter spannen, Steffi kommt! Wir haben wieder längere Zeit nichts voneinander gehört, aber ich akzeptiere immer, wenn Steffi sich für einige Zeit zurückzieht. Dafür freue ich mich umso mehr, wenn ich von ihr höre. Ich weiß, dass es ihr meist nicht gut geht, wenn sie sich nicht meldet.
In der letzten Zeit wurde ich mehrmals gefragt, was Steffi denn macht. Es ist für mich nicht einfach, darauf zu reagieren. Einerseits beeindruckt es mich, dass man nachfragt – in einer Zeit, wo eigentlich jeder nur noch an sich selber denkt... Aber ich stehe dann zwischen „Baum und Borke“, wie man so sagt, denn ich möchte nicht ungefragt Auskünfte erteilen, weil ich weiß, dass es Steffi nicht „gefallen“ würde. Ich möchte es einfach ihr selber überlassen... Darum möge man mir verzeihen, wenn ich auf derartige Anfragen nur sehr verhalten oder gar nicht antworte. Für alle treuen Leser: Steffi hat bereits vor einiger Zeit ihre Homepage aus dem Netz genommen. Sie war an einem Punkt, wo sie dachte, dass nichts mehr geht... Seitdem ich den Server gewechselt habe, kann ich sogenannte Subdomains einrichten. So habe ich für Steffi etwas Speicherplatz reserviert, ihr eine Subdomain eingerichtet und sie ermutigt, wieder eine Homepage ins Netz zu stellen. Es hat eine Weile gedauert, aber nun ist Steffi fleißig am Basteln! Ich freue mich sehr darüber! Steffi, ich weiß, dass Du hier täglich liest, also lass mich wissen, wann ich das „Geheimnis“ Deiner neunen HP- Adresse lüften darf!
Der heutige Tag war richtig schön. Zwar haben wir gemeinsam noch etwas mit der neuen TV- Karte ‚“gebastelt“, aber reichlich Spaß dabei... Auch kann Steffi miterleben, wie wir meine Schwester mit einer neuen Computer- Maus überraschen. Es ist schön, wenn man heutzutage mit solchen „Kleinigkeiten“ Menschen eine Freude bereiten kann....
Donnerstag, 10.03.2005
Einer von den nervigen Tagen.... Eigentlich mache ich den ganzen Tag nichts anderes, als mich mit der TV- Karte im PC und deren Software zu beschäftigen. Ich kann zwar Fernsehprogramme empfangen, aber wenn ich mitschneide, kommt bei der Wiedergabe kein Ton. Zwischendurch kommen noch Fehlermeldungen, mit denen ich kaum etwas anfangen kann und nicht weiß, wie ich sie beheben soll. Im Internet finde ich unter anderem ein Forum, wo Probleme mit diese TV- Karte beschrieben werden. Die größten Probleme gibt es komischerweise unter Windows XP! Der Ebay- Verkäufer hatte der gebrauchten TV- Karte die originale Treiber- CD und eine mit neueren Treibern beigelegt. Dann „stöbere“ ich mal auf der Original- Treiber- CD und entdecke rein zufällig, dass diese Dateien im Juni 1998 erstellt wurden, also habe ich Uralt- Ware gekauft. Dann baue ich das blöde Ding nur noch aus und werde nun von meinem Rückgaberecht, das dieser Händler eingeräumt hat, Gebrauch machen. Neu hätte diese TV- Karte das Doppelte gekostet, da habe ich wohl am falschen Ende gespart. Was sagt meine Mutter immer: Man wird alt wie ein Haus und lernt nie aus! Diesen Spruch kennt auch mein kleines Schaf und lächelt wieder einmal ganz schelmisch....
Mittwoch, 09.03.2005
Ein ereignisreicher Tag: meine Schwester macht heute Vormittag nach meinen "Arbeitseinsätzen" bei ihr einen Gegenbesuch und bringt frische Brötchen mit. Wir frühstücken gemütlich und quatschen ausgiebig. Mittags verbinden wir das Angenehme mit dem Nützlichen, ich fahre meine Schwester nach hause, transportiere einen nicht mehr benötigten Drehstuhl für den Computer und habe gleichzeitig Jill dabei...
Trotzdem habe ich keine Treppen gespart, denn kaum bin ich wieder zu hause, bekomme ich einen Anruf. Ich kann meinen Tee abholen, den ich neulich online bestellte. Ich trinke am liebsten aromatisierten Schwarztee und habe bei einer Online- Bestellung ein richtiges Schnäppchen gemacht. In einem Teeladen bezahle ich nie unter 2,20 € pro 100g Tee, online habe ich ihn für knapp 1,50 €/100g bekommen. Dabei ist zwar eine Mindestbestellmenge Voraussetzung, aber bei unserem Teekonsum kein Problem. Außerdem will ich meiner Mum etwas abfüllen und schicken. Im Nachhinein bekam ich mit, dass ich den Tee bei einem Berliner Großhandel bestellt habe und weitere 5,50 € durch Selbstabholung sparen kann. Also wieder die 5 Treppen runter und im Auto nach Schöneberg... Nun habe ich 4 mal 1 Kilo aromatisierten Schwarztee in den Geschmacksrichtungen "Karibik Sun", "Orange", "Pfirsich", "Rhabarber Sahne" und zwei Tüten Kandis- Zucker im Auto. Als ich zu hause die Tüten öffne, um für meine Mum von jeder Sorte einiges abzufüllen, duftet einer besser als der andere! Ich habe echt ein "Problem", um mich zu entscheiden, welchen Tee ich zuerst probiere...
Dann geht es am Computer weiter. Die Installation der TV- Karte bringt nochmals einige Probleme, aber wieder hilft mir Markus weiter, und mein Frust hält sich somit in Maßen. Der Tag war auf keinen Fall langweilig, und auch mein kleines Schaf gönnt mir nun meine wohlverdiente Nachtruhe...
Dienstag, 08.03.2005
Beim Orthopäden wird mein Arm heute geröntgt, da keine wesentliche Besserung seit der Spritze eingetreten ist. Glücklicherweise ist nichts Auffälliges. Dann bekomme ich eine weitere Spritze in den Ellenbogen und soll Freitag wiederkommen...
Im Briefkasten habe ich einen Zettel. Der Postbote hat bei Nachbarn eine Sendung abgegeben. Juchhu, es ist mein neuer Computer! Aber die Freude währt nicht lange, denn während der Installation des Betriebssystems gibt es Probleme. Dann geht nichts mehr, und ich drehe mich im Kreis... Ich bin fast so sauer wie gestern, nun habe ich den Computer und komme nicht weiter. Abends "erwische" ich Markus, der helfende Engel und Sohn meiner Nachbarin Katrin, er hilft... Ich will niemanden mit Erklärungen langweilen, woran es lag , aber dann geht es vorwärts! Ohne Markus würde ich jedoch immer noch schmollen. Noch ist nicht alles fertig, aber es sieht gut aus, und dieser Tagebucheintrag entsteht bereits auf dem "Neuen". Also dann bis morgen, denn es ist 23:30 Uhr, und ich kann mich kaum noch auf dem Stuhl halten....
Montag, 07.03.2005
Ab 10 Uhr schaue ich fast alle 10 Minuten aus dem Fenster, ob ich das Paketauto sehe. Mein neuer Computer müsste kommen, da er Freitag versendet wurde. Mir scheint fast, als gibt es heute überhaupt keine Paketpost, denn ich sehe nicht einmal dieses gelbe Auto. Gegen 14 Uhr bin ich langsam frustriert, um nicht zu sagen stinksauer! Dann wird er wohl morgen kommen, wenn ich gerade am späten Vormittag wieder beim Orthopäden bin *schmoll*
Nachmittags bin ich dann total unzufrieden, weil ich meinen Tag völlig anders geplant hatte. Außerdem grüble ich immer noch, warum bei meiner Schwester der Internetzugang über das Modem nicht klappt. Irgendetwas muss ich tun... Ich packe den Laptop ein und fahre zu meiner Schwester. Dort will ich versuchen, über das Modem von meinem Laptop ins Internet zu kommen und dann die Modem- Einstellungen vergleichen. Beim ersten Versuch bin ich mit dem Laptop online *grübel, grübel* Obwohl ich nun die Modem- Einstellungen angleiche, klappt es am großen Computer immer noch nicht. Dann ziehe ich mal das Kabel vom internen Modem des Computers ab und stecke es an den Laptop. Nun kommen die bekannten Fehlermeldungen.... Also kann es nur noch am Kabel liegen! Wir schauen mal hinter ein Regal, wo das Modemkabel langgeht und entdecken eine Steckverbindung... Muss ich noch mehr dazu sagen?
Ich bin richtig erleichtert, denn langsam begann ich, an mir selber u zweifeln. Meine Schwester freut sich, dass der Internetzugang nun funktioniert! Kleine Ursache, große Wirkung! Nun kann ich meinen Laptop einpacken und fahre nach hause. Jill freut sich, dass ich wieder da bin. Mein kleines Schaf lächelt zu mir, als wollte sie sagen: „ Mum, ich wusste, dass du das schaffst. Dann kommt morgen auch dein neuer Computer...“
Sonntag, 06.03.2005
Es ist fast 10 Uhr, als wir durch das Telefon geweckt werden, war auch ganz schön spät gestern...
An diesem Wochenende startet die neue Formel 1-Saison. Durch neue Regeln wird fast alles auf den Kopf gestellt, teilweise erscheint es mir etwas ungerecht. Jana und Mario, die beiden Ferrari- Fans, sehe ich schmollen, denn Schumi musste seine Qualifikation im strömenden Regen fahren und bekam dadurch nur einen hinteren Startplatz. Auch heute geht nicht alles glatt, denn durch einen Crash ist für Schumi das Rennen vorzeitig beendet. Frust bei den Fans, und ich muss mein kleines Schaf wohl wieder trösten...
Da können wir nur noch hoffen, dass es in einigen Minuten beim Bundesliga- Spiel Hertha gegen Kaiserslautern etwas besser aussieht, sonst muss nachher auch Norbert noch getröstet werden *grins*
Sonnabend, 05.03.2005
Mit meiner Schwester habe ich ja vereinbart, dass ich nun heute noch mal hinkomme, um speziell ihren Internetzugang zu testen. Es klappt leider nicht so, wie ich es erhofft habe.
Dann mache ich meine Schwester noch mit einigen „Neuheiten“ vertraut. Sie ist ganz begeistert, wie man am USB- Port noch einen Hub (Verteiler) anschließt, Sticks oder Kartenleser ansteckt und Daten überträgt. Dann „demonstriere“ ich ihr noch, wie schnell man die Fotos von der Digitalkamera auf dem Computer hat. Da fällt meiner Schwester fast die Kinnlade herunter, denn es ist alles absolutes Neuland für sie. Ich freue mich, dass es ihr gefällt. Dann beende ich erst einmal die heutige „Lektion“, denn es war scheinbar sowieso zuviel auf einmal. Jetzt hat sie reichlich Beschäftigung, und wenn es nicht gleich so klappt, kann sie ja ihre „kleine Schwester“ fragen *schmunzel*
Freitag, 04.02.2005
Wenn mein Arm am Anfang dieser Woche keine merkliche Besserung zeigt, sollte ich mir einen Termin beim Orthopäden holen. Das habe ich dann auch getan und habe heute um 10:50 Uhr einen Termin. Gegen 10:30 Uhr bin ich bereits da und sitze nun geduldig im Wartezimmer. Ab 11:45 Uhr erscheint mir jedoch alles etwas komisch. Leute, die nach mir kamen, wurden kurze Zeit später aufgerufen und sind längst weg... Ich gehe zur Anmeldung und frage, ob man mich eventuell vergessen hat. Ja, man hat mich vergessen! Die Schwestern rotieren, es ist ihnen sehr unangenehm und peinlich. So etwas passiert scheinbar nur mir, das habe ich früher schon einmal erlebt! (Ich bin ja auch diejenige, die für fünf Minuten im Parkverbot einen Strafzettel bekommt, während andere den ganzen Tag ungestraft im Halteverbot stehen...) Ich bin dann als nächste dran (logisch!). Der Arzt fragt mich zuerst, ob ich wirklich Tennis spiele und erkundigt sich dann nach der Belastung, die zu diesen Beschwerden geführt hat. Ich erzähle ihm von den schweren Rollstühlen und der Schlepperei. Er macht einige Bewegungstests mit meinem Arm, stuft die Beschwerden als typisch ein und will auch mit der „typischen“ Spritze behandeln. Man piekt mich also in den Ellenbogen, und im nächsten Moment habe ich dort eine richtig dicke Beule! In der Spritze war solch weißes Zeug, scheinbar dickflüssig, was sich erst verteilen muss. In den Stunden danach habe ich mehr Beschwerden als vorher, mein Arm schmerzt auch, wenn ich ihn nicht bewege. Ich hoffe, dass dies „normal“ ist und nun vielleicht doch bald eine Besserung eintritt. Am Dienstag habe ich einen weiteren Termin beim Orthopäden. Die Schwestern versprachen mir, dass es dann schneller geht...*schmunzel*
Donnerstag, 03.03.2005
Den großen Computer habe ich nun für meine Schwester fertig eingerichtet, sogar den T- Online- Zugang für ihr Modem habe ich vorbereitet. Dadurch musste ich ihn vom Router trennen, kann also derzeit nur mit dem Laptop online gehen. Aber macht ja nichts...
Nachmittag kommt Olav. Ich nutze die Gelegenheit, lasse Olav den Tower in mein Auto laden, und wir fahren ihn zu meiner Schwester. Mit im „Gepäck“ habe ich meine alte Digitalkamera, einen Kartenleser, den ich nicht brauche, ein Ladegerät für Akkus, einen USB- Hub.... Ich will mit Olav den Computer gleich anschließen und testen, aber irgendetwas geht immer schief! Die Tastatur von meiner Schwester ist so alt, dass der Stecker nicht in den heute gängigen PS2- Anschluss passt. Einen Adapter haben wir natürlich auch nicht zur Hand, woher auch? Mich bringt so etwas auf die Palme *grummel* Olav will nun Anfang nächster Woche eine Tastatur mitbringen, die er nicht mehr benutzt, die aber den passenden Anschluss hat. Schade, hätte gern probiert, ob alles läuft...
Als ich wieder zu hause bin, kommt mir da so eine Idee! Hier liegt ja meine Tastatur, wozu der neue Computer noch nicht da ist. Ich rufe also meine Schwester noch mal an und mache ihr den Vorschlag, am Wochenende mit meiner Tastatur den Test zu machen. Bis Anfang nächster Woche ist mir einfach zu lange, bin schon immer ein ungeduldiger Typ... da schmunzelt auch mein kleines Schaf...
Mittwoch, 02.03.2005
Nachdem ich morgens aufstehe, mache ich gleich die Standheizung in meinem Auto an. Als wir die Gassi- Runde hinter uns haben, ist das Auto warm, und ich fahre mit Jill gleich zu Lidl, denn einiges ist zu besorgen. Für mich heißt das, dass ich einmal die 5 Treppen gespart habe *freu*
Ein wenig Hausarbeit mache ich fast nebenbei, bin ja nun auf dem Laufenden und habe keinen Stress. Dann bastele ich in aller Ruhe wieder einmal an meiner evero- Homepage, die ich ja noch rekonstruieren muss. Macht richtig Spaß heute, komme ein ganzes Stück weiter. Kopierte alte Texte bearbeite ich teilweise, da mir bessere Formulierungen einfallen. Morgen werde ich wohl weiter machen, denn dann hatte ich noch einiges am großen Computer zu tun, einiges deinstallieren, andere Dinge neu installieren, denn in einigen Tagen bringe ich ihn zu meiner Schwester. Sie hat einen alten Computer von mir mit 200 MHz, ohne USB und einer kleinen Festplatte. Als wir telefonierten, stellte ich fest, dass ich ihr nicht einmal meine alte Digitalkamera vermachen kann, wenn sie kein USB und solch kleine Festplatte hat. Aufrüsten lohnt da auch nicht mehr. Irgendwie ließ mir das keine Ruhe, da habe ich mir ein gutes Sonderangebot ausgesucht, um meiner Schwester mit dem 1400- MHz- Computer (60 GB Festplatte, 4 USB- Anschlüsse und CD- Brenner) eine Freude zu machen. Vieles wird für sie sogar Neuland sein, aber das schafft sie schon...
Ich kann mir denken, dass manch einer in der letzten Zeit ins Grübeln kommt und denkt: „Man, die wäre fast arbeitslos geworden, aber kauft sich ein Auto und alle möglichen anderen Dinge...“ Ja, stimmt, ich bin zwar keinem Rechenschaft schuldig, aber nicht der Typ, der um alles ein Geheimnis macht. Da fast alle Kollegen nach der Kündigung vor dem Arbeitsgericht geklagt haben, bekamen wir eine Abfindung. Dazu kam eine Versicherung, die über die Firma lief und somit hinfällig wurde. Ich habe sie mir auszahlen lassen, mich damit schuldenfrei gemacht und mir noch einige Wünsche erfüllt. Nun ist noch ein Rest, den ich „auf Eis“ legen werde, um für „unverhoffte Sonderausgaben“ gewappnet zu sein...
Dienstag, 01.03.2005
Nun haben wir schon März, aber draußen sieht es ganz anders aus! Es macht mich immer wütend, wenn im Januar 15 Grad sind und dann der Winter bis in den März hinein geht. Aber ändern kann man es leider nicht…
Ich verbringe den halben Tag nochmals damit, um einige Hausarbeit zu erledigen. Ich muss trockene Wäsche abnehmen und zusammen legen. Auch setze ich mich seit langem wieder einmal an die Nähmaschine und arbeite meine dort abgelegte Flickwäsche auf. Dabei ist auch eine neue Jeans, die ich kürzer machen muss, weil sie in meiner Länge ausverkauft war. Für mich kein Problem, habe es ja mal gelernt…*schmunzel* Vor der Wende habe ich viel öfter genäht, aber nicht nur Flickarbeiten. Damals habe ich meine Kinder und mich zum größten Teil durch eigenes Schneidern eingekleidet. So waren meine Kinder und ich immer modisch gekleidet. Viele haben mich damals um diese Fähigkeiten beneidet, denn es hat nicht nur viel Geld gespart. Auch haben die Klamotten von der Stange zu DDR- Zeiten kaum jemanden hinter dem Ofen vorgelockt. Heute lohnt das Schneidern kaum noch, denn für den Stoffpreis bekomme ich bereits viele Sonderangebote und Schnäppchen… Dann gibt es auch noch Ebay! Da habe ich doch vor kurzem eine gebrauchte Lederjacke mit gewachsenem Fell in der letzten Minute zum Startpreis von 10,-€ erstanden, ein topp Teil!
Total anderes Thema: Wieder einmal habe ich Probleme mit dem Besucherzähler. Er erscheint nicht nur auf der Startseite, sondern auf allen Seiten. Lange probiere ich... Nun erscheint er nur noch auf der Startseite (tiefer), hoffe, dass ich mich nicht zu früh freue... Eine Erklärung erspare ich mir, will niemanden langweilen *schmunzel*, gute Nacht....
Montag, 28.02.2005
Den Sonntag habe ich mir gespart, oder ist es interessant, wenn ich ausführlich von einem Sonntag schreibe, wie ihn viele Leute verbringen, ruhig, gemütlich und faul?
Dafür ist heute einige Action angesagt. Den halben Tag mache ich die Wohnung sauber, denn es geht alles viel langsamer, da ich versuche, meinen Arm nicht zu belasten. Oft ist es richtig komisch, und ich komme mir wie ein Tollpatsch vor *grins* Aber ich muss etwas tun, habe sonst das Gefühl, dass ich „im Dreck“ sitze. Sicherlich sind Ordnung und Sauberkeit relative Begriffe, aber ich habe meinen persönlichen Maßstab: wenn ich eine Woche nichts getan habe, „spüre“ ich die Unsauberkeit, auch wenn man sie nicht unbedingt sieht…
Als ich gegen 15 Uhr ziemlich zufrieden bin und es mir „nur kurz“ auf der Couch gemütlich mache, schlafe ich ein. Munter werde ich gegen 17 Uhr, da sitzt bereits Norbert neben mir…
Dann gibt es zum Tagesausklang noch Stress. Trotz Hilfe von Markus streikt mein Router. Vor ein paar Tagen der Drucker, nun das noch! Es ist wie mit der Waschmaschine, die nicht mehr will. Prompt geht danach der Geschirrspüler, der Kühlschrank oder der Fernseher kaputt. Beim Router ist auch nach einem Reset (Zurücksetzen in den Auslieferungszustand) nichts mehr zu machen. Also zum Mediamarkt und nach einem Router geguckt, dieses Mal ein Markengerät…. Wie man an der Tagebuchaktualisierung sieht, funktioniert nun alles, und mir geht es wieder besser, meinem kleinen Schaf natürlich auch…
Sonnabend, 26.02.2005
Nach dem Aufstehen rufe ich Norbert an. Danach schalte ich per Funkfernbedienung die Standheizung vom Auto an, um nicht Scheiben kratzen zu müssen. Dann gehe ich mit Jill zur Gassi- Runde und steige in das vorgeheizte warme Auto *freu*
Ich hole Norbert ab, dann frühstücken wir hier ganz gemütlich. Im Fernsehen läuft Wintersport, Riesenslalom, Abfahrtslauf, da gucke ich gern mit…
Ab 15:30 Uhr ist dann wieder Bundesliga live auf Premiere. Es ist zu spannend, als es nebenbei am Computer mitzusehen. Ich setze mich zu Norbert auf die Couch, stopfe allerdings nebenbei meine preiswerten Zigaretten aus Stix… Das Spiel von Hertha gegen HSV (Hamburg) ist der reinste Krimi. Eigentlich spielt die Berliner Mannschaft schlechter, aber hat mehr Glück als Verstand und profitiert zusätzlich noch von Fehlentscheidungen der Schieds- und Linienrichter. So richtig befriedigend ist der Sieg von Hertha daher nicht, aber wir sind trotzdem froh, als die Partie für Hertha positiv endet. Na ja, es gab in früherer Zeit auch Spiele, bei denen man das Gefühl hatte, als hätte der Schiedsrichter nicht neutral, sondern gegen Hertha entschieden. Vielleicht ist es die ausgleichende Gerechtigkeit… Ich hoffe nur, dass ich mir mit diesen Zeilen nicht allzu viel Feinde mache, man möge mir verzeihen….
Freitag, 25.02.2005
Der Tag ist ziemlich hektisch.
Zuerst habe ich um 9:15 Uhr einen Termin bei meiner Ärztin. Es ist mir fast schon unangenehm, aber ich muss ihr sagen, dass mein Arm seit einer Woche kaum eine Veränderung zeigt. Es ist weder besser noch schlechter geworden, obwohl ich ihn bewusst schone und immer bandagiere. Wir verbleiben, das ich mich nun nächste Woche bei einem Orthopäden vorstelle, wenn bis Montag wirklich keine deutliche Besserung eintritt.
Wieder zu hause, rufe ich meine Chefin an und teile ihr dies mit. Sie bittet mich gleichzeitig um Kopien von meinem P- Schein und Führerschein, was die Firma jedes Jahr haben will. Kein Problem, denn mit meinem „All- in- one- Gerät“ (drucken, scannen, kopieren und faxen) kann ich sogar Farbkopien machen. Aber dann streikt das Biest! Er druckt noch mit Mühe und Not, aber scannen, kopieren und faxen geht nicht mehr. Es kommen die unmöglichsten Fehlermeldungen. Ja, und prompt grinst da wieder einmal „jemand“ vor lauter Schadenfreude…
In einem Internetforum finde ich Fragen und Antworten zu genau diesem Problem. Es sieht nicht gut aus. Eine Reparatur würde nicht unter 150,-€ kosten. Ich rufe Norbert auf Arbeit an, um ihm von meinem Problem zu erzählen. Er hat gerade ein Prospekt aus der heutigen Tageszeitung zur Hand, in dem ein entsprechendes Gerät für 169,-€ im Angebot ist. Also ist wohl klar, dass sich eine Reparatur kaum lohnt, zumal ich dann auch mehrere Wochen auf mein Gerät verzichten müsste. Ich verabrede mich mit Norbert am U- Bahnhof, wenn er von der Arbeit kommt, dann wollen wir das Gerät holen, bei ihm zu hause etwas erledigen und einkaufen.
Kurze Zeit später klingelt mein Handy. Eine SMS von Olav kommt, dass er spätestens um 18 Uhr bei mir ist und Hilfe am PC braucht. Nochmals rufe ich Norbert an und frage, ob wir bis 18 Uhr zu hause sind. Ich merke, dass er sich gestresst fühlt. Er macht den Vorschlag, dass ich meinen neuen Drucker allein hole und er in Ruhe nach hause fährt und seine Dinge erledigt. Alles weitere klären wir dann telefonisch. Ist o.k., will ihn auch nicht nerven. Ich hole mein neues All- in one- Gerät, schließe es an und mache Kopien vom P- Schein und Führerschein. Bin von den Farbkopien total begeistert und mache den Brief für meine Chefin fertig.
Dann warte ich auf Olav… Irgendwann rufe ich ihn auf dem Handy an, um ihm zu sagen, dass ich da bin und auf ihn warte. Er stutzt, daraufhin ich auch… Ja, seine SMS war bereits zwei Tage alt. Mein Handy war aus, und beim Einschalten kam die zwei Tage alte SMS an. Auf das Datum hatte ich nicht geachtet….
Ja, lachen ist erlaubt, denn bekanntlich braucht man ja dann nicht für den Spott zu sorgen……
Donnerstag, 24.02.2005
Danke an meinen Ole- Bole, der mir mit seinem Eintrag im Gästebuch beigestanden hat! Um Spekulationen diverser anonymer Schreiber vorzubeugen: ich habe Olav nicht um diesen Eintrag gebeten, im Gegenteil, ihm ist einfach „nur“ der Kragen geplatzt! Danke auch an Birgitt für ihre Zeilen!
Mein kleines Schaf meckert inzwischen schon wieder mit mir: „Mum, höre endlich auf, wer genug Verstand hat, kann auch selber urteilen!“ Ja, sie hat Recht.... Nur einen Satz bzw. eine Frage noch: Möchte auch nur ein anonymer Schreiber mit mir tauschen?
Aber bei allem Schwachsinn, der „nebenbei“ passiert, gibt es auch noch etwas zum Lächeln. Ich weiß nicht, ob ich es sogar schon einmal geschrieben habe, aber heute wiederholte sich eine Situation, die einen doch zum Schmunzeln bringt: Ich komme mittags mit Jill von der Gassi- Runde. Wie immer, bleibt sie an jedem Hausflurfenster stehen, denn diese sind durchgehend, und Jill nutzt jede Gelegenheit, um aus dem Fenster zu sehen, vor allem, wenn sie andere Hunde auf der Straße sieht... Bei fünf Etagen bin ich ja für jede Pause dankbar, aber oft ist Jill überhaupt nicht mehr weiter zu bewegen. Da bin ich weiter gegangen und ließ die Wohnungstür nur angelehnt. Irgendwann hörte ich Jill vor der Tür stehen und jammern. Was mir als Erstes einfiel, war Jeannie, Janas Rottweiler. Jeannie hätte die Tür bis zum Anschlag aufgestoßen und hätte sich mit wedelndem Schwanz zurück gemeldet! Aber Jill bleibt stehen und jammert!
Nach der abendlichen Runde ist es nicht viel anders. Ich bin inzwischen in der Wohnung und rufe nach Jill. Zuerst steht sie wieder vor der Tür und jammert. Irgendwann versucht sie dann, sich durch die handbreite Öffnung der Tür in die Wohnung zu „mogeln“... Ob mein Hund langsam lernt? Oft sage ich im Spaß: “Ich habe keinen Hund, sondern einen Sharpei!“ Immer muss ich dabei an Jeannie denken. Man kann beide Hunde kaum vergleichen, dafür sind sie von der Mentalität her zu unterschiedlich, aber um Jeannie habe ich Jana immer beneidet. Es tut mir so unendlich leid, dass ich sie nicht behalten konnte, aber es wäre egoistisch gewesen... Ich glaube, dass es ihr heute gut geht, auch wenn ich sehr traurig bin, dass sich ihr jetziger Besitzer nicht mehr meldet. Schade....
Mittwoch, 23.02.2005
Eigentlich ist meine Laune richtig gut, denn mein Ole- Bole lässt sich wieder mal sehen. Es gibt auch gerade gefüllte Zucchini, und Olav kann gleich mitessen. Da muss ich so daran denken, dass es mir bei Muttern auch immer gut geschmeckt hat und heute noch schmeckt *freu*
Olav setzt sich dann an meinen großen Computer. Er will diverse Zeugnisse einscannen, um online Bewerbungen zu verschicken. Ich sitze derweil am Laptop, wo nach dem Formatieren noch einige Dinge einzurichten sind. Derweil kommt eine Benachrichtigung über einen Gästebucheintrag. Wie immer habe ich die Möglichkeit ihn frei zuschalten oder zu löschen. Ich lasse ihn stehen, denn er spricht für sich:
„Auf dem Heimweg fahre ich zum Friedhof. Mehrere Wochen war ich nicht da.
Wenn Sie Ihrer Tochter zu Lebzeiten genausoviel Aufmerksamkeit haben zukommen lassen, wie Ihrem Grab, dann sieht man deutlich klarer. Wichtiger ist es wohl, sich selbst darzustellen.
Sehr traurig“
(23.02.2005 – 18:57 Uhr - IP- Adresse: 217.237.5.16)
Wie immer: solche Einträge werden anonym gemacht, der Schreiber nennt sich „Badewanne“, scheinbar entspricht sein geistiges Niveau dem des Badewassers...
Verteidigen muss ich mich nicht, aber einige Sätze seien mir gestattet: Als erstes die Frage, was wichtiger ist: der tägliche Besuch auf dem Friedhof oder die ständige gedankliche Verbindung? Jana ist immer bei mir, aber auf dem Friedhof habe ich immer das Gefühl, als schickt sie mich nach hause, weil sie nicht dort ist... Hier ist sie ständig da, lächelt, grinst oder sagt mir, was ich lassen soll. Jetzt ist sie gerade sauer mit mir, denn sie ist der Meinung, dass ich über solch einen Schwachsinn eigentlich erhaben sein sollte...
Dienstag, 22.02.2005
Durch meinen "Tennisarm" bin ich nun die dritte Woche zu hause. Ich finde es einerseits blöd, weil die Besserung nur zögerlich verläuft und es mir meinem Arbeitgeber gegenüber unangenehm ist. Andererseits wird es mir ja nie langweilig *schmunzel* Also nehme ich mir für den heutigen Tag vor, den Laptop neu einzurichten, das heißt, ich formatiere ihn... Nachdem ich vor kurzem das gleiche mit dem großen Computer gemacht habe, soll auch der Laptop von Müll und Restdateien befreit werden. Alles läuft zur vollsten Zufriedenheit, nur beim Internetzugang über den Router gibt es arge Probleme. Aber da wohnt ja ein Engel unter mir, Markus, der Sohn von Katrin, der mir schon oft geholfen hat. Somit läuft nun auch der Internetzugang, denn sonst könnte ich diese Zeilen nicht in das Tagebuch schreiben...
Montag, 21.02.2005
Am späten Vormittag fahre ich zu Norberts Tochter. Sie ist in der Wohnung ihres Freundes, wo meine Hilfe gebraucht wird. Ich soll den Internetzugang einrichten, was mir nach einigen kleinen Hürden auch gelingt...
Auf dem Heimweg fahre ich zum Friedhof. Mehrere Wochen war ich nicht da. Hier liegt noch der Schnee, alle Gräber sind wie zugedeckt. Es ist fast etwas gespenstisch, denn ich scheine der einzige Besucher zu sein – außer einem Eichhörnchen...
Sonntag, 20.02.2005
Da ist man zu hause und hat nur Zeitstress. Nachdem die Homepage auf den anderen Server umgezogenen war, musste ich einen neuen Besucherzähler einbauen, da der bisherige auf dem alten Server war. Angebote gibt es reichlich. Ich habe etliche ausprobiert, eingefügt, wieder gelöscht... Entweder gefielen mir die Designs nicht, sie funktionierten unzureichend oder boten ungenügend statistische Funktionen. Dabei saß mir die Zeit Nacken, denn ich wollte nach dem letzten Zählerstand nicht allzu viel Zeit verstreichen lassen. Dann fand ich nach langem Suchen einen guten Anbieter, von dem ich auch gleich auf meiner evero- HP einen Counter eingefügt habe.
Zwischendurch ist mir dann noch ein Missgeschick passiert. Ich wollte eine „Kleinigkeit“ auf evero.de verändern, speicherte zu schnell ab und habe die gesamte Navigation der HP verpfuscht! Panik pur! Ich habe es auch nicht mehr hinbekommen. Also alles von vorn... Wenigstens die Texte und Fotos kann ich von der vermurksten Version noch hinüber kopieren, so dass ich nicht alles neu formulieren muss.
Ja, langweilig wird mir scheinbar nie, im Gegenteil! Das CD- Laufwerk meines Autoradios funktioniert nur nach Lust und Laune, also wieder stundenlange Besuche bei Ebay *schmunzel* Es wäre ja schneller gegangen, wenn ich mich hätte entscheiden können! Aber ich habe wieder ein Schnäppchen gemacht, weil ich Geduld hatte *freu* Ich hätte das gleiche neue Autoradio per Sofortkauf für 139,-€ haben können, aber ersteigerte es für 81,-€, spare also 58,-€! Da lächelt sogar mein kleines Schaf und lobt mich....
Donnerstag,17.02.2005
Nun ist die Homepage auf dem neuen Server.... Gestern am späten Abend merkte ich, dass die Seite nicht mehr erreichbar ist, habe dann die Daten auf den neuen Server hochgeladen, aber nichts passierte. Dann wartete ich noch bis nach 24 Uhr, aber umsonst. Heute Morgen ergreift mich fast die Panik, als die Homepage immer noch nicht erreichbar ist. Ich lade die Daten nochmals auf den Server, klicke im Browser ständig auf „Aktualisieren“. Gegen 08:15 Uhr erscheint die Homepage dann endlich... „Geht doch, geht doch...!“ höre ich da jemanden sagen... *schmunzel*
Dienstag, 15.02.2005 – Zweiter Eintrag
Positive Nachrichten soll man nicht allzu lange für sich behalten! Der Augenarzt ist nach der Untersuchung sehr zufrieden *freu* Anfang April muss Norberts Mutter sich nochmals vorstellen, zuvor wird sie von ihren normalen Augenarzt betreut. Wir sind überrascht, dass es heute relativ schnell geht. Bereits nach einer Stunde können wir mit dem Auto das Gelände des Virchow- Klinikums wieder verlassen und müssen nicht einmal Parkgebühren bezahlen, denn bis zu 60 Minuten ist das Parken kostenlos.
Ich fahre mit Norberts Mutter noch zu Lidl, damit sie mal selber aussuchen kann, was sie möchte. Sonst muss sie immer vorher sagen, was man ihr mitbringen soll. Am Bäckereistand nehmen wir uns noch ein Stück Kuchen mit, trinken dann bei ihr noch gemütlich Kaffee. Ja, dann muss ich auch langsam nach hause, denn Jill wartet und Norbert wird bald kommen...
Dienstag, 15.02.2005
Sorry, gestern Abend bin ich regelrecht bei Ebay „versumpft“ und habe doch dabei das Tagebuch ganz vergessen. Das fiel mir dann beim Einschlafen ein. Eigentlich sollte ich für Norbert nach einer Stereoanlage schauen. Gelandet bin ich bei einer beleuchteten Hausnummer, die sich mit Solarenergie auflädt. Davon war Norbert ganz angetan. Dann suchte ich Ersatz für meine Nachttischlampe, die vor zwei Tagen zu Bruch ging, aber landete bei einer preiswerten Großpackung getrockneter Rinderohren für Jill... Nun habe ich die Überweisungen getätigt und Ebay weggeklickt, denn wer weiß, was ich sonst noch finde *schmunzel*
Ich muss auch langsam auf die Uhr schauen, denn Norberts Mutter hat heute einen Termin zur Nachuntersuchung in der Augenklinik. Da ich noch zu hause bin, habe ich heute die Begleitung übernommen. Bin nur gespannt, wie lange wir warten müssen, denn bei der Voruntersuchung hat es trotz Termin vier Stunden gedauert *stöhn*
Also werde ich nun mit Jill die Mittagsrunde gehen und dann langsam aufbrechen.
Übrigens, eine Antwort habe ich zwar nicht bekommen, aber gestern Morgen waren meine privaten Fotos von der Rottweiler- Seite gelöscht, eine zweite Mahnung war also nicht nötig.
Sonntag, 13.02.2005
Wenn man heute aus dem Fenster schaut, dann gibt es doch nichts gemütlicheres, als die eigene warme Stube! Bei der morgendlichen Gassirunde laufe ich mit Jill durch den Regen. Alle paar Meter schüttelt sie sich. Mittags werden die Tropfen größer, und Jill macht gerade so ihre Pfütze, dann zieht sie zur Haustür zurück. Mir soll es recht sein *grins* Eine Weile später traue ich meinen Augen kaum, es schneit....
Auf meine Abmahnung wegen der Copyright- Verletzung habe ich noch keine Antwort erhalten. Die Fotos sind nach wie vor auf rottweiler.de in der Fotogalerie zu sehen. Mal sehen, ob eine zweite Mahnung ebenfalls ignoriert wird...
Nachdem ich mit meiner evero- Homepage vor einiger Zeit auf einen anderen Server umgezogen bin, bereite ich nun auch diese Homepage auf einen Wechsel vor. Ich wollte erst einmal sehen, ob es Probleme gibt. Aber alles war super und verlief fast nahtlos. Der neue Server bietet einen wesentlich höheren Download- Traffic sowie mehr Funktionen zu einem günstigeren Preis. Auch habe ich dort bereits einen Tarif, mit dem ich sowieso zwei Domains betreiben kann, würde also sonst doppelt bezahlen.
Sonnabend, 12.02.2005
Nachdem ich gestern mein Tagebuch aktualisiert habe, surfte ich noch etwas durch das Internet. Wollte mal sehen, ob der jetzige Besitzer von Janas Rottweiler Jeannie inzwischen seine Homepage eingerichtet hat, denn eine Domain hat er, aber leider höre ich längere Zeit nichts mehr von ihm, was mich sehr traurig macht. Eigentlich schuldet er mir sogar noch Geld, denn wir hatten einen niedrigen Preis vereinbart und im Kaufvertrag die Option, dass eine Restzahlung fällig ist, wenn Jeannie die Zuchttauglichkeitsprüfung besteht. Diese hat sie ja und inzwischen auch Nachwuchs.... Aber trotz mehrmaliger bescheidener Anfrage habe ich diese Restzahlung bis heute nicht bekommen, wurde immer nur vertröstet. Am 17.Dezember 2002 habe ich mich von Jeannie unter Tränen verabschiedet. Mir war immer wichtig, dass sie es gut hat, habe darum auch nie über diese finanzielle Abmachung geschrieben. Aber es macht mich sehr traurig, dass man meine persönliche Situation so ausgenutzt hat...
Als ich nun gestern Abend den Namen von Jeannie in der Suchmaschine „google“ eingebe, finde ich zwar nicht die Homepage des jetzigen Besitzers vom „Zwinger von Immenstetten“, sondern erlebe eine weitere „Überraschung“. Da gibt es eine Rotweilerseite, wo 17 meiner privaten Fotos von Jeannie und Jill in einer Foto-Galerie zu sehen sind. Diese sind am 19.09.2003 von einem Gast auf dieser Homepage eingefügt worden. Gehe ich mit der rechten Maustaste auf eines von den Fotos, werde ich auf die Copyright- Rechte des Homepage- Betreibers verwiesen! Mir fehlen echt die Worte....
Heute habe ich es nun eine Nacht überschlafen, sende dem Homepagebetreiber ein Mail, in der ich ihn abmahne und um die sofortige Entfernung der Bilder bitte. Ich habe mich mal im Internet schlau gemacht. Copyright- Verletzungen sind kein Kavaliersdelikt und werden mit bis zu 3 Jahren Haft bzw. 500.000,-€ geahndet.
Freitag, 11.02.2005
Vormittags muss ich zu meiner Ärztin. Die extremen Beschwerden sind weniger geworden, aber insgesamt für mich unbefriedigend. Vieles mache ich mit der linken Hand, aber ich bin Rechtshänder! Ich greife zwar nach meiner Tasse mit der linken Hand und denke laufend daran, den linken Arm nicht zu benutzen, aber ich kann mich nicht mit der linken Hand kämmen! Auch gibt es noch andere Dinge, die man ganz automatisch mit der rechten Hand macht, weil es sonst total daneben gehen würde *schmunzel* Meine Ärztin hat vollstes Verständnis und sagt mir auch, dass dies alles normal sei. Ich bekomme vom Handgelenk bis ganz oben einen Verband mit Voltaren- Salbe, um die Bewegungsfreiheit einzuschränken und den Arm damit noch ruhiger zu stellen. Dies ist die Vorstufe zum Gips... Das fehlte mir gerade noch!
Donnerstag, 10.02.2005
Als es in der Mittagszeit klingelt, steht mein Ole- Bole vor Tür, und ich muss ihn erst einmal ganz doll drücken! Ich freue mich soooooo... Wir machen uns einen gemütlichen Nachmittag und erzählen viel. Auch kann Olav noch etwas im Internet stöbern, denn zu hause hat er keine Flatrate... Er schickt auch eine Online- Bewerbung ab, denn im Moment ist er ausschließlich mit Arbeitssuche beschäftigt. Bevor er zu mir gekommen ist, war er wieder auf dem Arbeitsamt. Es ist einfach haarsträubend, wenn man hört, dass verschiedene Mitarbeiter zu ein und dem gleichen Sachverhalt total entgegengesetzte Auskünfte geben! Auch muss man zusehen, dass man mit beigebrachten Bescheinigungen beim gleichen Sachbearbeiter landet, denn jeder möchte andere. Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man fast darüber lachen...
Mittwoch, 09.02.2005
Mit der morgendlichen Gassirunde verbinde ich gleich einige Erledigungen, um mir ein nochmaliges Treppensteigen zu ersparen (stöhn) Ich laufe mit Jill eine Runde in Richtung Auto, wo ich natürlich per Funkfernbedienung bereits die Standheizung eingeschaltet habe. So steigen wir in ein angenehm vorgeheiztes Auto (beide freu), fahren zur Post und dann zu Lidl, um einige Kleinigkeiten einzukaufen...
Auf dem Rückweg halte ich noch an der Apotheke, um mir Voltaren- Gel zu holen. Mein Arm ist zwar in den ersten zwei Tagen durch die Ruhe besser geworden, aber wenn man weniger Beschwerden hat, denkt man nicht mehr daran und hantiert mit dem Arm unbemerkt – bis man durch die Schmerzen wieder alarmiert wird. Somit habe ich heute wieder heftige Beschwerden und möchte diese mit der Salbe etwas lindern. Auch achte ich darauf, dass ich den Arm wirklich wieder ruhig stelle. Meine Computermaus kommt dem sehr entgegen, denn ich habe nur Trackballmäuse, die ich lediglich mit den Fingern bedienen muss, wobei der Arm ruhig liegen bleibt. Bloß gut, denn sonst hätte ich vielleicht noch eine andere Krankheit. Diese steht zwar in noch keinem Medizinlexikon, aber wird in der nächsten aktualisierten Auflage garantiert aufgenommen: „Unbedienbarkeit des Computers mit folgenschwerem Kommunikationsdefizit“ Ja, da sehe ich nicht nur Jana lachen, auch Mario schmunzelt....
Ich habe ja mal geschrieben, dass ich das Gefühl habe, als guckt mich Jana vom gleichen Bild mal schmunzelnd, mal kritisch, mal lachend und manchmal auch nachdenklich an... Ich weiß nicht warum, aber als ich heute den Blumentopf neben Janas und Marios Bild gegossen habe, schaute mich Jana an, als würde sie sich endlos freuen und strahlte mich an. Warum erscheint sie mir auf ein und dem gleichen Foto immer anders?
Dienstag, 08.02.2005
Norberts Mutter ist gestern Nachmittag überraschend aus dem Krankenhaus entlassen worden. Wir freuen uns darüber, denn heute ist ihr 78. Geburtstag. Oma will heute eigentlich gar nichts machen bzw. ihre Feier auf später verschieben. Aber wir bringen es nicht fertig, sie heute allein zu lassen. Andi kommt mittags zu mir und fährt mit mir mit. Als wir ankommen, ist der Kaffeetisch bereits gedeckt, Momo ist auch schon da. Wenige Minuten später trifft Norbert ein, der direkt von der Arbeit kommt. Es wird ein gemütlicher Nachmittag, obwohl für Norberts Mutter sicher auch anstrengend, denn sie soll ja immer noch nach unten gucken... Manchmal kann man kaum unterscheiden, ob Oma nur nach unten sieht oder einfach nur müde geworden ist... Gegen 19:30 Uhr „erlösen“ wir sie von unserer Anwesenheit und verbleiben, dass wir nächste Woche die Feier fortsetzen...
Als wir mit Norbert nach hause kommen, habe ich noch Post im Briefkasten. Es ist vom Polizeipräsidenten. Als ich nach dem Unfall mit Jill zum Tierarzt fuhr, hatte ich mein Auto nach erfolgloser Parkplatzsuche in meiner Verzweiflung im Parkverbot vor der Praxis abgestellt. Prompt hatte ich nach den knapp eineinhalb Stunden einen grünen Zettel an der Windschutzscheibe. Als nun vor gut einer Woche der dazugehörige Ordnungsgeldbescheid kam, schrieb ich eine Stellungnahme. Ich schilderte die Situation vom 19. Januar und bat darum, dass man aufgrund dieses Notfalls unbürokratisch auf eine Verwarnung mit Ordnungsgeld verzichtet. Am Ende meiner Stellungnahme fügte ich dieses Bild von Jill ein....

.... und bedankte mich im Voraus, falls die Bürokratie Verständnis für menschliche und tierische Notfälle hat.
In dem heutigen Schreiben steht: „... das gegen sie eingeleitete Ordnungswidrigkeitsverfahren habe ich gemäß § 47 OWiG eingestellt.“ Ich freue mich sehr darüber und sehe auch sofort ein Lächeln von meinem kleinen Schaf...
Montag,07.02.2005
Gleich um 8 Uhr gehe ich zum Arzt. Obwohl ich kein Sportler bin, wird ein Tennisarm diagnostiziert *grins* Alle Symptome sind typisch, und die einzige Therapie ist Ruhe, Ruhe, Ruhe... Sollte es nicht besser, sondern schlimmer werden, muss ich zum Orthopäden und bekomme Spritzen ins Gelenk. Also werde ich meinen Arm lieber schonen und hoffe, dass mir die Spritzen erspart bleiben...
Am Nachmittag gehe ich mit Jill noch einmal zur Tierärztin, denn die verheilte Naht ist an einer Stelle noch auffällig dick. Sie kann mich aber beruhigen, es ist eine Schwellung, die halt noch ein Weilchen braucht. Dann werden Jill noch die Ohren sauber gemacht und die Krallen geschnitten.
Abends bekommen wir Besuch. Mein Kollege und sein Beifahrer, die beide meine Heizung eingebaut haben, sind mit dem Telebus in der Nähe und haben etwas Zeit. Er bringt mir auch das Starthilfekabel mit, welches er mir noch für alle Fälle besorgt hat *schmunzel*. Wenn man es dann hat, braucht man es ja meist nicht mehr, aber besser so als umgekehrt! Mit der neuen Batterie habe ich auch keine Probleme mehr. Nach einem Kaffee müssen die beiden weiter. Ich gebe gleich meinen Krankenschein mit...
Sonntag, 06.02.2005
Als ich wach werde, merke ich schon, dass mein Arm nicht besser geworden ist, sondern eher noch schlimmer. Wäre ja auch zu schön gewesen, also morgen zum Arzt...
Nachmittag besuchen wir Norberts Mutter im Krankenhaus. Sie ist am linken Auge operiert worden. Es ist alles gut verlaufen, aber sie muss zwei Wochen nur nach unten gucken und darf nur auf dem Bauch schlafen....
Als wir wieder zu hause sind, fängt bald Bundesliga an. Ich mache noch schnell etwas zu essen, dann sitzt Norbert vor dem Fernseher, ich am Computer, also wie immer *schmunzel*
Ich bin wieder den ganzen Abend bei Ebay und stöbere. Es ist wie ein Baum: man klettert am Stamm hoch und landet auf allen möglichen Ästen und findet kein Ende, denn jeder Ast bietet eine neue Aussicht... Prompt grinst da wieder jemand: „Mum, es wird Zeit....“
Sonnabend, 05.02.2005
Manchmal kann man abends einfach nicht mehr, so auch gestern. Nach der Arbeit waren wir mit Norbert noch einkaufen, dann sind wir in meine Wohnung gefahren. Die letzte Woche hatte es doch in sich, der lange späte Dienstag, dann Dienste mit mehr als 8 Stunden. Wir hatten zwar kaum Zeitstress, aber an Freizeit blieb nicht viel. Gestern hatten wir zwar eine kurze Dienstzeit, aber dafür nahmen die Treppen kein Ende. Wir hatten reichlich Rollstühle mehrere Etagen hochzutragen. Ich war einfach nur fertig...
Heute spüre ich nun die Folgen. Schon in der Nacht wurde ich mehrmals vor Schmerzen wach. Ich hatte schon längere Zeit Beschwerden im rechten Ellenbogen, nun aber tut jeder Handgriff weh, und ich kann kaum eine Tasse hochheben. Es ist ein Schmerz wie bei Sehnenscheidenentzündung, aber strahlt vom Ellenbogen aus durch den ganzen Arm bis in die Schulter. Ich rufe heute Vormittag meine Chefin an, um ihr die Möglichkeit zu geben, für alle Fälle am Montag eine Vertretung bereit zu haben. Oft genug hat sie den Stress, dass früh um 5 Uhr sich ein Kollege krank meldet und sie zu früher Stunde herum telefoniert, um eine Vertretung zu finden, damit der entsprechende Bus nicht ausfällt. Ich beneide sie darum nicht, sondern wundere mich nur, dass sie noch nie unfreundlich reagiert hat. Auch an dem Tag, als Jill vom Auto angefahren wurde, musste sie innerhalb einer Viertelstunde eine Vertretung finden. Trotzdem sagte sie zu mir am Telefon, dass ich vorsichtig zum Tierarzt fahren und nicht noch einen Unfall bauen soll. Sie hat selber einen Hund und fragt seitdem immer, wie es Jill geht...
Wenn mein Arm nicht besser wird, muss ich wohl Montag zum Arzt. Mir ist dabei gar nicht so richtig wohl, denn ich habe die Befürchtung, dass es mittlerweile die Folgen meiner teilweise sehr schweren Arbeit sind, die irgendwann zu Dauerschäden werden und nicht mehr reparabel sind. Aber welche Wahl hat man denn mit 51 Jahren bei derzeit fünf Millionen Arbeitslosen?
Donnerstag, 03.02.2005
Genau wie gestern mache ich morgens per Knopfdruck die Standheizung an. Ca. 20 Minuten später rufe ich ebenso per Funkfernbedienung die Innentemperatur des Autos ab, sie zeigt bereits 13 Grad. Ich gehe langsam raus, freue mich auf das warme Auto und ziehe vor dem Einsteigen meine Jacke aus. Als ich jedoch den Zündschlüssel drehe, ist außer einem kurzen „klick“ nichts zu hören. Ich glaube es nicht! Aber auch weitere Versuche bringen nichts. Schei......! Mich ergreift voll die Panik, denn gerade heute ist Norbert bereits weg und mit seinem eigenen Auto gefahren... Ich rufe in meiner Not meinen Kollegen an, der die Heizung eingebaut hat. Er kann zwar aus der Ferne nicht helfen, aber gibt mir einen Tipp. So bestelle ich ein Taxi für Starthilfe, was scheinbar nicht ungewöhnlich ist, denn in der Taxizentrale wundert sich niemand über mein Anliegen. Man schickt mir einen Wagen, und ein sehr netter Taxifahrer gibt mir Starthilfe, was 12,-€ kostet. Aber egal, so „fliege“ ich gerade so drei Minuten vor Dienstbeginn auf unserem Garagenhof ein. Von meinem Notrufkollegen werde ich bereits erwartet. Er wird mir heute eine neue Batterie einbauen. Scheinbar war die jetzige noch die erste, also gute sechs Jahre alt.
Wenigstens bringt der Arbeitstag keinen außergewöhnlichen Stress... Ich hole mir irgendwann dann die Morgenpost, um mir den Artikel anzuschauen...
Als ich dann nach hause komme, erzähle ich Norbert von meinem morgendlichen Stress. Natürlich muss ich von ihm und Andi Spott und Gelächter einstecken, was sonst! Das grinst aber noch jemand...
Mittwoch, 02.02.2005
Als ich heute morgen aufwache, muss ich erst einmal überlegen.... Dann merke ich, dass ich nur geträumt habe. Bloß gut, denn man hatte mir mein Auto geklaut!
Nun kann ich heute zum ersten Mal die Fernbedienung meiner Standheizung betätigen und mein Auto vorheizen. Ich freue mich wie ein Kind, als ich mit Norbert in das einzige Auto einsteige, das keine vereisten Scheiben hat.
Unser Arbeitstag auf dem Krankenwagen verläuft erstaunlich ruhig. Als wir gerade Pause haben, ruft die Redakteurin von der Morgenpost an. Wir telefonieren ziemlich lange. Sie möchte aus aktuellem Anlass darüber schreiben, wie ich mit meiner Trauer umgegangen bin, was mir geholfen hat und wie ich heute lebe. Sie schickt mir noch einen Fotografen, mit dem ich mich zum Feierabend kurz treffe, denn morgen soll der Artikel erscheinen...
Dienstag, 01.02.2005
Heute steht es in allen Berliner Zeitungen... Ich bin immer wieder mit meinen Gedanken ganz weit weg...
Ich bekomme einen Anruf von der Bildzeitung. Es ist die Redakteurin, mit der ich hin und wieder auch privaten Kontakt habe. Sie wurde Sonntag Abend zum Ort des traurigen Geschehens geschickt und überlegt seitdem, ob sie mich anruft... Sie dachte sofort an Jana und Mario. Wir reden eine Weile, und ich erzähle ihr, wie nah mir das geht, und dass man noch einmal alles vor Augen hat und in Gedanken bei den Angehörigen ist... Sie fragt mich, ob sie von unserem Gespräch schreiben darf. Ich habe nichts dagegen, denn am liebsten würde ich die Mütter in die Arme nehmen und trösten, obwohl ich weiß, dass nichts und niemand einen trösten kann.
Eigentlich sollte der heutige Tag für mich mit Freude erfüllt sein, denn meine Vorfreude auf den Einbau der Standheizung war riesengroß. Als ich Feierabend habe, ist mein Felix noch aufgebockt. Es gab Probleme mit der Halterung, was viel Zeit gekostet hat. Dadurch hat alles länger gedauert, als geplant, und ich komme erst gegen 22 Uhr nach hause. Norbert kann ich gerade noch ein Gute- Nacht- Küsschen geben. Nun schläft er, ich schreibe hier... Aber jetzt wird es auch für mich Zeit, denn der Wecker ist immer so erbarmungslos! Meine Gedanken machen jedoch, was sie wollen. Ich kann nicht einfach den Schalter ausknipsen, denn ich weiß, dass es Menschen gibt, die vor Trauer und Fassungslosigkeit jetzt nicht schlafen können, die einen langen und schweren Weg vor sich haben......
Montag, 31.01.005
Ich bin diese Woche wieder mit Krankenwagen dran, also gibt es keine Langeweile. Nach dem Dienst wieder zum Tierarzt... Heute werden an Jills linker Hinterpfote die Fäden gezogen. Meine kleine Schnecke ist sehr tapfer. Ich habe zwar noch einige Auflagen, aber vorerst war dies nun unser letzter Besuch beim Tierarzt. Als ich nach hause komme, wartet Norbert bereits auf uns. Ich packe einiges zusammen, denn Jill wird die nächste Zeit von Norberts Sohn Andi betreut. Die „Huta“ hat ab morgen Urlaub, somit musste ich mir etwas einfallen lassen...
Ich bin heute den ganzen Tag ziemlich bedrückt, denn gestern Abend ist in Berlin ist ein weiterer gemeinsamer Selbstmord geschehen. Es ist nicht weit von Norbert passiert, ein 18jähriger Berliner sprang mit einem 19jährigen Mädchen aus Baden- Württemberg aus dem 8. Stock. Ihre leblosen Körper wurden gestern Abend gegen 20:30 Uhr entdeckt. Ich erfuhr es heute früh per Email, denn eine Redakteurin von der Berliner Morgenpost hatte darum Kontakt zu mir aufgenommen. Den ganzen Tag muss ich an die Eltern denken, durchlebe noch einmal den 3. November 2002 und bin mit meinen Gedanken mehr bei den Angehörigen als bei der Arbeit...
Sonntag, 30.01.2005
Nachdem wir gestern einen Notruf von Norberts Mutter erhielten, weil ihr Telefon nicht mehr ging, und der Akku ihres Handys nach zwei Sätzen leer war, fuhren wir hin und brachten die Sache in Ordnung. Dann, wieder zu hause, schaute ich bei Ebay nach einem neuen Akku für das Handy von Norberts Mutter. Na ja, gefunden habe ich einen und auch bestellt, aber wenn man mal bei Ebay stöbert, verrinnt die Zeit wie Sand zwischen den Fingern... Heute stöbere ich weiter, wo ich gestern vor Müdigkeit aufgehört habe. Ich suche ein schönes Fell für Jill, das ich für sie in den Kofferraum vom Auto legen kann, aber kann mich bis jetzt nicht entscheiden. Dann „lande“ ich bei mit Lammfell gefütterten Stiefeletten, denen ich nicht wiederstehen kann. Eigentlich besitze ich auch gar keine Winterschuhe, habe deswegen ständig kalte Füße, da ich den ganzen Winter Halbschuhe trage. Ach, und dann sieht man noch so viele andere Dinge! Aber es ist wie in einem Kaufhaus: es gibt vieles, aber nicht alles braucht man... Mein kleines Schaf passt gut auf und sagt mir, was wirklich notwendig ist. Danke, dass Du immer da bist, wenn ich dich brauche...
Freitag, 28.01.2005
Ich bin den ganzen Tag gut drauf, denn der Freitag verläuft ebenso ruhig wie die letzten Tage. Mein Dienst beginnt zwar um 7:30 Uhr, aber den ersten Fahrgast muss ich erst um 9:45 Uhr wenige km entfernt abholen. So sitze ich noch eine Weile in der Werkstatt, die etwas beheizt wird und trinke Kaffee (schmunzel) Auch kann ich die Zeit nutzen, um meine Mum zu einer menschlichen Zeit mit dem Handy anzurufen, um ihr zum Geburtstag zu gratulieren. Sie freut sich über meinen Anruf...
Als wir dann unterwegs sind, freuen wir uns, denn ein Fahrgast, den wir hätten drei Etagen hochtragen müssen, storniert seine Fahrt. Vor dem Feierabend ist noch genug Zeit, um in die Wagenwäsche zu fahren, denn der Bus sieht durch das Wetter grauenhaft aus. Ich möchte ihn sauber abstellen, denn nächste Woche fährt ihn ein anderer Kollege, da ich wieder mit Krankenwagenfahrten dran bin. Dann machen wir den Bus auch innen noch sauber und freuen uns auf das Wochenende.
Auf der Heimweg mache ich mit Jill beim Tierarzt halt, ist jedoch nur wenige Ecken von meiner Wohnung entfernt. Die Ärztin ist sehr zufrieden. Zu hause soll ich Jill möglichst ohne schützende Socken laufen lassen, damit Luft an die Wunden kommt. Nur lecken darf sich Jill daran nicht, also muss ich dann immer ein Auge auf sie werfen. Am Montag werden die Fäden gezogen. Momentan liegt meine kleine Schnecke unter dem Schreibtisch und schläft...
Donnerstag, 27.01.2005
Auch dieser Tag verläuft angenehm. Wenn jeder Arbeitstag so wäre, bräuchte ich morgens keinen Wecker, sondern würde vor lauter Vorfreude allein wach werden *grins*
Auch bekomme ich heute die Zusage, dass nächste Woche bei meinem Felix eine Standheizung eingebaut wird. Unser Kollege, der mir die Winterreifen montiert hat, wird sie mir einbauen. Er wurde von unserer Firma vor einigen Jahren zu einem Lehrgang geschickt. Seitdem kann er Standheizungen in Fahrzeuge einbauen und repariert die unserer Telebusse auch immer selber, wodurch unsere Firma teure Werkstattkosten spart. Würde ich diese Heizung bei Mercedes bestellen und einbauen lassen, würde ich den doppelten Preis bezahlen.
Ich freue mich wie ein Kind! Diese Heizung kann ich dann per Funkfernbedienung anmachen und die Temperatur programmieren, brauche nie mehr Eis von den Scheiben zu kratzen! Wenn man losfährt, wird das Auto bereits warm sein *freu* Das ist mindestens genauso schön, wie die Klimaanlage im Sommer: Jill wird nicht mehr vor Hitze hecheln, wenn draußen unmenschliche Wärme ist und man auch noch im Stau steht...
Nach der Arbeit fahre ich zu Norberts Mutter, ihre Wohnung liegt auf meinem Arbeitsweg. Dort steigen Norberts Kinder Andi und Momo zu mir ins Auto, die heute bei ihrer Oma waren und für eine Weile mit zu uns kommen... Papa und seine Kinder haben sich länger nicht gesehen. Da Norbert wieder seit längerer Zeit hier ist, kommunizierte er mit Andi fast nur noch telefonisch. Momo sieht man seit einiger Zeit auch kaum noch, denn sie ist immer bei ihrem Freund – sie scheint die große Liebe gefunden zu haben...
Mittwoch, 26.01.2005
Ein super Tag, auf Arbeit keinen Zeitstress, keine nervigen Fahrgäste, also alles im grünen Bereich. Ich bin richtig zufrieden, fahre nach Feierabend mit Jill zum Tierarzt. Auch dort verläuft alles positiv. Obwohl Jills Wunden noch nicht verheilt sind, aber zum Unglückstag vor einer Woche kein Vergleich...
Zu hause ist heute „Büroarbeit“ angesagt... Die Rechnung für den Erbschein ist mir von der Justizkasse zugeschickt worden. Ich überweise den Betrag und muss die Quittung per Anschreiben wegschicken, um die Rückerstattung zu bekommen. Außerdem hat mir meine Chefin ein „Ticket“ zugefaxt. Somit geht eine weitere Überweisung an die Landeshauptkasse, weil ich mit dem Telebus drei Minuten auf dem Fußweg geparkt habe, um beim Bäcker etwas für mein leibliches Wohl zu holen. Ja, ja, das grinst mein kleines Schaf wieder vor Schadenfreude...
Dienstag, 25.01.2005
Meine Winterreifen sind montiert, und ich bin nun beruhigt. Auf den Hauptstraßen kommt man gut voran, aber viele kleinere Straßen sind spiegelglatt. Mehrmals bin ich heute beim Aussteigen aus dem Telebus fast ausgerutscht.
Heute ist endlich mal ein Tag, an dem ich nach der Arbeit gleich nach hause fahren kann! Norbert und ich, wir trinken gemütlich Tee und essen Kuchen...
Montag, 24.01.2005
Da es in der Nacht nochmals Schnee gegeben hat, gehen wir heute früh eine halbe Stunde eher runter, denn ich muss meinen „Felix“ vom Schnee befreien und klare Sicht schaffen. Ich möchte keinen Stress haben, weil die Zeit knapp ist. Außerdem liegt der Satz Winterreifen, den ich mitbekommen habe, bei Norbert im Keller. Ja, da liegen sie gut *grins*
Gegen die letzte Woche auf dem Krankenwagen habe ich heute auf dem Telebus einen gemütlichen Arbeitstag. Wir haben zwischendurch viel Zeit, denn einige Leute stornieren ihre Fahrten, scheinbar wegen des Wetters... So hat man auch die Möglichkeit einiges zu erledigen *schmunzel* Ich kann in einem Laden für Autozubehör Radbolzen holen, denn für die Winterreifen auf Stahlfelgen brauche ich andere, als für die Sommerreifen auf Alufelgen. Diese Bolzen fehlten, sonst hätte sie mir der Autohändler bereits gewechselt. Dann schaffe ich es sogar noch, bei Norbert vorbei zu fahren, die Winterreifen in den Bus zu packen und mitzunehmen. Morgen wird mir dann ein Kollege, der in einem abgetrennten Teil unserer Busgarage eine kleine Werkstatt für Kleinreparaturen eingerichtet hat, die Räder wechseln *freu* Allein das Wissen, dass man dann sicherer fährt, ist Balsam für die Nerven. Mein kleines Schaf sagt nichts, sondern lächelt nur...
Nach der Arbeit ist wieder ein Besuch beim Tierarzt angesagt. Ich freue mich, als die Tierärztin sehr zufrieden feststellt, dass beim Spülen der Naht an der linken Hinterpfote kein Eiter mehr fließt, sondern nur noch Wundflüssigkeit. Auch am Ballen der rechten Hinterpfote ist bereits eine Besserung festzustellen. Ich freue mich für meine kleine Schnecke! Nun müssen wir erst in zwei Tagen wieder zum Doktor!
Sonntag, 23.01.2005
Es ist schön, wenn man nicht vom Wecker hochgerüttelt wird, sondern ganz allein und vor allem freiwillig die Augen öffnet. Im Laufe des Tages kommt der Winter nach Berlin, und draußen sieht es ungemütlich aus. Ich kann dem Winter nichts abgewinnen, vor allem in der Großstadt finde ich ihn völlig überflüssig.
Ich baue heute weiter an meiner evero- Homepage und vervollständige die Seite über Familie und Freunde.
Während ich hier schreibe, flucht Norbert vor dem Fernseher, wo das Bundesligaspiel Bochum gegen Hertha läuft. Mein kleines Schaf schmunzelt...
Sonnabend, 22.01.2005
Gestern war ich nur noch fertig. Als mir der Kopf fast auf den Laptop fiel, wollte ich mich etwas auf der Couch ausruhen. Mitternacht wurde ich dann kurz wach und ging ins Bett...
Heute morgen habe ich seit langer Zeit mal das Gefühl, ausgeschlafen zu haben. Um 10 Uhr sind wir mit Jill wieder beim Tierarzt zum Verbandwechsel. Obwohl ihre Wunden noch schlimm aussehen, ist trotzdem bereits eine Besserung zu sehen. In der Apotheke hole ich ein Antibiotikum ab. Diese Tabletten Jill zu verabreichen, wird wohl ein Problem. Aber von der Tierärztin bekomme ich einen guten Tipp: Leberwurst! Ich umhülle also die Tabletten jedes Mal mit Leberwurst und Jill nimmt sie wie ein Leckerli *freu*
Die Winterpause der Bundesliga ist vorbei. Ab 15:30 Uhr ist also wieder mal Fußball live auf Premiere angesagt. Ich nutze noch die Zeit davor, um einiges aufzuräumen und mit Staubsauger und Staubtuch die Wohnung auf Vordermann zu bringen. Mit dem Stress der letzten beiden Wochen ist viel liegen geblieben. Sicher braucht man noch keine Schippe, um den „Dreck“ zu beseitigen, aber Sauberkeit und Ordnung sind ja auch relative Begriffe. Mir geht es jedenfalls hinterher wesentlich besser. Das Gefühl der wiederhergestellten Sauberkeit und Ordnung macht mich zufrieden und innerlich ausgeglichen.
Seit langer Zeit bastele ich abends wieder mal an meiner eigenen Homepage, morgen geht es weiter. Ich hoffe, dass ich dann aktualisieren kann...
Donnerstag, 20.01.2005
Zwar habe ich heute relativ zeitig Feierabend, bin aber erst zwei Stunden später zu hause, denn ich fahre gleich mit Jill zum Tierarzt. Norbert hole ich auf dem Weg dorthin an der U-Bahn ab.
Die Verbände werden abgenommen. Die Ärztin spült die Wunden, denn sie neigen zu Entzündungen, weil sie sehr dreckig waren. Meine kleine Schnecke ist sehr tapfer, aber auch froh, als sie mit frischen Verbänden endlich vom Tisch runter kann.
Mittwoch, 19.01.2005
Vorgestern endlose Freude, heute der totale Schock...
Ich komme früh mit Jill zur Arbeit, parke genau gegenüber der Toreinfahrt unserer Firma und lasse sie wie immer ohne Leine aus dem Auto springen. Es ist eine schmale unbefestigte Straße ohne Fußweg. Alle Autos fahren fast nur Schritttempo. Ein Auto hält auch an, da der Fahrer Jill sieht. Ich rufe sie zu mir, lobe sie dafür... Aber dann will sie auf die andere Seite, und im gleichen Moment fährt das Auto auch wieder an. Ich schreie, Jill ebenfalls, denn sie wird vom rechten Vorderrad angefahren. Das Wimmern von Jill werde ich nicht vergessen... Aber sie steht wieder auf und hinkt mit angezogener Hinterpfote weiter. Ich zittere am ganzen Körper, aber Jill auch, und sie tut mir so leid, denn ich bin daran Schuld. Ich rufe meine Chefin an und stottere, dass ich zum Tierarzt muss. Ich habe aber nicht die Telefon- Nr. im Handy. So klingele ich Katrin raus, die im Schlafanzug hoch in meine Wohnung läuft, um mir die Nummer durchzugeben. Dann telefoniere ich mit unserer Tierärztin auf dem Handy, denn in ihrer Praxis ist noch der AB an. Ich trage Jill ins Auto und fahre los. Die Fahrt ist für mich endlos, ich heule im Auto, denn meine Angst um Jill ist endlos...
Ich trage meine kleine Schnecke die zwei Etagen zur Tierärztin hoch, sie erwartet mich schon. Der erste Stein fällt mir vom Herzen, als sie sagt dass nichts gebrochen ist, für mich fast ein Wunder! Aber Jill hat an der linken Hinterpfote eine lange klaffende Wunde, die genäht werden muss. Die Tierärztin versetzt Jill in Narkose. Ganz schnell schläft sie ein. Ich bleibe die ganze Zeit bei ihr und streichle meine kleine Maus. Auch die rechte Hinterpfote muss behandelt werden, denn der Ballen ist offen und blutet. Die Ärztin hat lange zu tun, um die Wunden sauber zu machen, denn durch die unbefestigte sandige Straße ist viel Schmutz drin. Nun hat Jill beide Hinterpfoten dick verbunden, zuletzt bekommt sie noch ein Antibiotikum und Schmerzmittel gespritzt. Da sie noch völlig benommen ist, trage ich sie zum Auto. Die nette Tierärztin kommt mit und macht mir die Heckklappe auf. In den nächsten Tagen muss ich täglich mit Jill zum Verbandwechsel...
Zu hause angekommen muss sie auch hier getragen werden, und das in den 5. Stock! Ich hole mir Hilfe beim Hausmeister, denn Jill wiegt 16 Kilo. Kurz vor seinem Feierabend tragen wir sie gegen 14 Uhr nochmals runter zum Gassi machen und wieder hoch. Ein herzliches Dankeschön an unseren guten „Hausgeist“!
Seitdem ich zu hause bin, komme ich kaum vom Telefon weg. Zuerst muss ich meiner Mum und Norbert erzählen, was passiert ist. Dann rede ich noch mit Bea, die auch zwei Sharpeis haben und Norberts Mutter. Alle sind sehr erschrocken. Als ich Renate erreiche, kommt am anderen Ende fast ein Aufschrei, denn ich habe den ersten Satz blöd angefangen. Als ich dann alles erzählt habe, sagt mir Renate, dass sie am ganzen Körper zittert...
Vor einer Stunde nun ruft mich Norbert noch mal an. Er ist jetzt auf dem Weg hierher, damit ich abends nochmals Hilfe für Jill habe. Ich freue mich auf Norbert, denn einige Tage haben wir uns nur kurz oder gar nicht gesehen, da er zu hause einigen Schriftkram erledigen musste.
Jill liegt vor der Couch und schläft, eigentlich wie immer.... Katrin und Renate sagten heute zu mir, dass Jill einen Schutzengel gehabt hat. Ja, das glaube ich auch. Ich weiß sogar, wie der Schutzengel heißt und sehe ihn lächeln... Danke, mein kleines Schaf!

Dienstag, 18.01.2005
Nach dem ganzen Trubel und der Anspannung der letzten Woche merke ich, dass ich völlig geschafft bin. Hinzu kommt, dass ich heute 10 Stunden Dienst auf dem Krankenwagen hatte. Wir konnten nicht einmal eine richtige Pause machen, da wir nur von einem zum anderen gehetzt sind.
Darum will ich es kurz machen und zeitig schlafen gehen, denn es war in der letzten Zeit immer sehr spät...
Montag, 17.01.2005
Wo soll ich heute anfangen? Stehe noch total neben der Spur, aber heute mal im positiven Sinne.
Heute morgen fällt mir ein, dass ich fast auf den Tag genau vor neun Jahren (am 16.01.1996) den 190er Mercedes gekauft habe. Jana und ich, wir strahlten damals vor Freude um die Wette! Aber mein kleines Schaf ist auch heute bei mir...
Als ich endlich Feierabend habe, werde ich komischerweise immer ruhiger. Ich setze Jill bei Norbert ab, denn im Kofferraum vom Mercedes wird der Satz Winterreifen liegen. So ist es dann auch. Dann werden alle Formalitäten erledigt. Bevor ich mich nun verabschiede, bekomme ich vom Autohändler eine Flasche Sekt, und er wünscht mir allzeit gute Fahrt.
Nun fahre ich wieder zu Norbert. Ob sich Jill nun über das Auto oder meine Rückkehr freut, sei einmal dahingestellt *schmunzel* Die Winterreifen kommen vorerst bei Norbert in den Keller, damit Hundchen hinten Platz hat. Als ich zum Heimweg aufbrechen will, hebe ich Jill in den Kofferraum, denn der „Einstieg“ ist etwas höher. Auch guckt sie ganz schön blöd...
Zu hause angekommen, komme ich gute zwei Stunden nicht zur Ruhe, denn auf meinem Telefon sind reichlich unbeantwortete Anrufe. Ich telefoniere mit meiner Mum, die ganz aufgeregt ist, mit Olav, mit Renate, auch meldet sich Petra aus Flensburg als gut angekommen zurück... Es gibt auch noch eine weitere gute Nachricht, denn mein Ole-Bole hat heute seine mündliche Prüfung bestanden und darf sich nun Veranstaltungskaufmann nennen. Ich freue mich so sehr für ihn, denn ich habe selbst erfahren, wie das Selbstwertgefühl steigt, wenn man endlich einen Berufsabschluss in der Tasche hat! Der 17. Januar 2005 ist also ein Tag, der es in sich hat... Aber bei all der Freude bin ich nie allein, denn mein kleines Schaf ist heute ständig bei mir, freut sich für ihren Bruder und ihre Mum...
Übrigens habe ich einen Kosenamen für das Auto gefunden... Danke für die Mail mit den Vorschlägen *grins* Janas Pseudonym im Internet war Paulixchen. Sie setzte es damals zusammen aus zwei Namen ihrer früheren Meerschweinchen: Paula und Felix. Mein erstes Auto nach der Wende (der Opel- Corsa) hieß damals Paulchen, darum soll nun Felix der Name für das neue Auto sein. Im Vornamenbuch steht als Erklärung für Felix: „der Glückliche“. Ja, Felix hat auch Glück, dass er an mich geraten ist *schmunzel", denn er wird es bei mir richtig gut haben!
Da grinst Jana gleich noch einmal... Aber nun schickt sie mich ins Bett, weil mir bereits die Augen zufallen....
Sonntag, 16.01.2005
Petra und ich, wir stehen kurz nach 7 Uhr auf, denn wir haben heute eine Tagestour vor uns. Wir frühstücken kurz, trinken unseren Kaffee und Tee, dann geht es los. Jill geben wir auf dem Weg bei Norbert ab. Dann fahren wir in Richtung Tropical Island, dem neuen Touristenziel in der Nähe von Berlin. In dieser ehemaligen Cargo- Lifter- Halle ist ein Freizeitparadies entstanden. Es ist schon beeindruckend, was man dort in der kurzen Zeit geschaffen hat, Presse und Fernsehen haben ja reichlich darüber berichtet. Aber man merkt auch, dass es kurz vor der Eröffnung am 19. Dezember knapp mit der Zeit wurde. Speziell im tropischen Regenwald sehen viele Pflanzen sehr traurig aus und haben noch Baustaub auf ihren Blättern... Petra geht eine Runde schwimmen, während dessen schlafe ich am Strand auf der Liege ein... Dann kümmern wir uns um unser leibliches Wohl, denn mitbringen darf man nichts. Als unsere vier Stunden für 20,-€ abgelaufen sind, brechen wir zum Heimweg auf. Jede weitere Stunde würde zwar nur 1,-€ kosten, aber uns reicht die Zeit... Auf dem Heimweg fahren wir wieder zu Norbert, um Jill abzuholen. Wie immer überschlägt sie sich vor Freude...
Nachdem wir etwa eine halbe Stunde bei Norbert verbracht haben, fahren wir in meine Wohnung. Kaum angekommen, meldet sich meine Nachbarin Katrin. Sie kommt noch auf einen Schwatz zu uns, denn sie kennt Petra auch bereits vom Telefon. wir haben mal zu dritt über Raumton geplaudert.
Gegen 21 Uhr wird Petra abgeholt... Nun ist es hier wieder sehr still geworden. Ich packe für morgen noch alle notwendigen Dinge zusammen, denn nach dem Dienst werde ich nur noch eine Tour mit dem Ford- Mondeo fahren, nämlich zum Händler, um ihn abzugeben... Seit Tagen schon sehe ich mein kleines Schaf lächeln, denn ich weiß, wie sehr sie sich für mich freut.... Nun muss ich mir nur noch einen Kosenamen für das Auto überlegen, denn alle geliebten Autos hatten bisher einen, nur der Mondeo nicht...
Sonnabend, 15.01.2005
Da bin ich doch gestern Abend hier auf meinem Drehstuhl vor dem Computer eingeschlafen! Ich war aber auch total geschafft... Um 03:15 Uhr wurde ich "munter", schaute auf die Uhr, machte den Computer aus und ging die paar Schritte ins Bett.
Heute früh komme ich natürlich kaum aus den Federn, obwohl ich Besuch erwarte. Meine Zeit wird knapp, aber ich schaffe es noch. Dann klingelt auch das Telefon und Petra meldet sich. Sie ist ein ganz treuer Leser der Homepage und für ein paar Tage in Berlin. Heute kommt sie nun zu mir und bleibt bis morgen. Wir haben bisher ab und zu telefoniert und freuen uns auf unsere erste Begegnung. Ich gehe ihr entgegen, und Petra erkennt mich natürlich zuerst, aber mit Jill an der Leine ist das natürlich einfach *grins*
Es gibt viel zu erzählen. Gegen Mittag fahre ich mit Petra zum Autohändler, bringe die Doppelkarte von der Versicherung hin und unterschreibe die Vollmacht zur Ummeldung. So kann Petra sogar mein zukünftiges Auto ansehen. Ein "Probesitzen" lässt sie sich nicht nehmen und freut sich mit mir...
Dann lade ich Petra zu unserem Lieblingsgriechen ein und weiß, dass Renate jetzt sicher auch gern dabei wäre *schmunzel*... Es ist wie immer sehr lecker. Jill liegt brav unter dem Tisch, aber trotzdem zieht sie wie immer viele Blicke auf sich. Ich freue mich, wenn man meine süße kleine Schnecke immer so niedlich findet. Man kann einfach nicht an ihr vorbei schauen!
Als wir das griechische Restaurant verlassen, fahren wir zum Friedhof, denn Petra möchte gern Janas Grab besuchen. Nun kann Petra sehen, was sie bisher nur von Fotos kennt. Als wir den Friedhof wieder verlassen wollen, fällt uns ein Mann auf, den wir vorher bereits gesehen hatten und kaum beachteten. Aber dann bin ich plötzlich total geschockt, denn mir fällt auf, dass dieser Mann ziemlich ziellos umher läuft und seine Hand nicht nur in der Hosentasche hat, wie es anfangs aussieht... Mir setzt dies sehr zu , denn ich frage mich, wie krank man sein muss, um sich auf einem Friedhof vor anderen Leuten selbst zu befriedigen.
Freitag, 14.01.205
Der Tag hat es in sich! Der Stress, den wir in der ganzen Woche nicht hatten, scheint man auf einen Tag gelegt zu haben. Hinzu kommt, dass man scheinbar eher gegeneinander als miteinander arbeitet. Als wir unverschuldet mit Verspätung bei einem Fahrgast ankommen, wird uns gesagt, dass unsere Funkzentrale bei Anfrage geantwortet hat, dass man sich bei dem Fahrer beschweren soll. Mir reicht es heute! Ich war doch nicht Kaffee trinken und komme darum verspätet zu den Fahrgästen! Ich rufe meine Chefin an und beschwere mich über diese Art von "Zusammenarbeit" mit unserer Zentrale.
Aber der Tag ist hinüber, trotz mittlerweile einigen stornierten Aufträgen kommen wir erst nach einer halben Überstunde auf den Garagenhof.
Dann noch die abendliche Gassi- Runde mit Jill, die es in sich hat! Ich habe immer Tüten dabei und nehme Jills Haufen jedes Mal auf... Heute Abend aber rutsche ich auf fremder Hundekacke aus und stütze mich dabei so ab, dass ich nun eine verstauchte linke Hand und einen Bluterguss im Mittelfinger habe... Ich bin stinksauer...
Donnerstag, 13.01.2005
Seit drei Tagen habe ich nach Feierabend immer etwas zu erledigen. Zuerst war es die Probefahrt, das eigentlich angenehmste aller Dinge. Heute muss ich zur Bank, denn ich will das Auto bar bezahlen. Als ich nach hause komme, kann ich mich freuen, denn von der Bank habe ich den Fahrzeugbrief vom Mondeo im Briefrn mi gkasten, endlich! Jedoch bin ich entsetzt, denn man schickt mir den Fahrzeugbrief nicht einmal per Einschreiben! Da kann ich wohl froh sein, dass er nicht verloren gegangen ist..
Mittwoch, 12.01.2005
Abends der letzte Gedanke, morgens der erste: dieses Auto... Ich stehe total neben der Spur. Es gelingt mir einfach nicht, es ganz locker anzugehen... Nachdem ich meinen morgendlichen Muntermacher (Schwarztee) getrunken habe, kommt er auf dem gleichen Wege zurück wie ich ihn zu mir genommen habe, die Nerven spielen mir wohl einen Streich. Aber dies ist in der letzten Zeit keine Seltenheit. Sobald ich morgens irgendwie hektisch werde oder in Zeitnot komme, ballt sich mein Magen zu einer Faust... Auch, als ich ständig mit meinem "Lieblingskollegen" zusammen prallte, war mein Magen morgens auf "Wiedergabe" programmiert.
Der Arbeitstag vergeht schleppend,. Das blödeste ist, wenn man eine Stunde vor Feierabend mit der Arbeit fertig ist, aber trotzdem nicht nach hause gehen kann, weil man ja diesen blöden Fahrtenschreiber nicht eher entfernen kann. Aber dann ist es endlich soweit, ich fahre zum Autohändler, um ihm den Mondeo "vorzustellen". Er guckt ihn sich an, sagt lange nichts... Dann, zurück in seinem Büro, bietet er mir einen Preis, den ich nicht mehr akzeptieren kann, denn er liegt weit unter meinen Vorstellungen. Aber bei unseren Verhandlungen kommen wir uns entgegen und können uns einigen. Prompt sehe ich wieder mein kleines Schaf: "Mum, das war gut, ansonsten hätte es noch genug andere Mercedes gegeben..." Ich freue mich, dass Jana mich lobt! Nunmehr kann ich wohl die Tage zählen, die ich im Mondeo sitzen werde. Von jedem Auto, das ich bisher verkaufte oder in Zahlung gab, habe ich mich verabschiedet, denn sie waren mir immer irgendwie ans Herz gewachsen... Aber bei dem Mondeo war es von Anfang an anders.... An dem Tag, als wir mit Jana den 190-er Mercedes in Zahlung gaben und den Mondeo abholten - es war der 18. Juni 2002- wurde Janas Freund verhaftet. Von da an war nichts mehr wie früher. Von diesem Tag an veränderte sich alles... Wenige Monate später ging meine Welt unter...
Dienstag, 11.01.2005
Ich weiß gar nicht, wo ich heute anfangen soll... Außerdem sehe ich ständig Jana grinsen und sagen: "Mum, nimm ihn, was bessres bekommst du nicht!" Ich habe mehrere lange Telefonate hinter mir, Norbert, meine Mum und Renate....
Aber ich fange am besten mal von vorn an. Seit einiger Zeit gucke ich nach einem anderen Auto, meist bei mobile.de. Ich hatte ja mal geschrieben, dass ich mit dem Mondeo Kombi vom ersten Tag an nie recht glücklich war. Früher fand ich es überheblich, wenn jemand sagte: "einmal Mercedes, immer Mercedes!" Ich bin wahrlich nicht der Typ, der sich ein Auto zum Vorführen für die Nachbarn kauft. Aber unserem 190-er Mercedes habe ich die letzten gut zweieinhalb Jahre ständig hinterher getrauert, zumal mir der Mondeo auf den Fahrten zu Renate ständig seine Leistungsgrenze zeigte. Mit 65 KW konnte ich bergauf auf der Autobahn nichts mehr ausrichten, wurde immer langsamer und verkroch mich in die rechte Spur hinter einem LKW. Dem konnte ich gerade noch folgen...
Heute habe ich mir einen gebrauchten Mercedes C 200 Kombi angesehen... Es sind einfach Welten, die ihn vom Mondeo trennen! Ich habe eine Probefahrt gemacht, es war wie ein Highlight, eine andere Welt... Klingt das jetzt arrogant? Das ist bestimmt nicht meine Absicht! Ich habe auch mal klein angefangen. Wie stolz war ich vor Maueröffnung auf mein "Auto" als Trabbi- Besitzer! Nach der Wende freute ich mich über mein erstes "Westauto", einen gebrauchten Opel- Corsa. Diesen gab ich damals in Zahlung und holte mir einen neuen Hyundai, als er gerade neu auf dem deutschen Markt erschien. Zu der Zeit war er mit seinem Preis- Leitungsverhältnis vielen deutschen Autos überlegen... Der Zufall wollte es damals, dass ich weitere drei Jahre später bemerkte, dass ein gebrauchter Mercedes durchaus erschwinglich ist - und kaufte den 190-er, den ich nach gut sechs Jahren wegen der Hunde für den Mondeo Kombi in Zahlung gab....
Nun bin ich wieder am Ausgangspunkt. Morgen fahre ich zum Autohändler, der sich dann den Mondeo ansehen und mir ein Angebot für die Inzahlungnahme machen wird.... Das wird wohl die Stunde der Entscheidung werden... Nachdem ich vorhin bestimmt zwei Stunden telefoniert habe, zuerst mit Norbert, dann mit meiner Mum und mit Renate, weiß ich, dass mir alle Daumen gedrückt werden. Ganz besonderen Anteil nimmt meine Mum, und das tut einfach gut! Sie freut sich einfach mit mir und fragt nicht, warum ich meine Abfindung nicht auf die hohe Kante lege. Sie versteht mich einfach, so habe ich es mir immer gewünscht... Danke Mum! ...und da lächelt noch jemand: mein kleines Schaf...
Montag, 10.01.2005
Als ich auf dem Heimweg nach der Arbeit im Auto sitze, überfällt mich regelrecht eine Traurigkeit, die ich kaum beschreiben kann. Ich denke an das Motorradfahren, was mir mit Jana zusammen viel mehr Freude bereitete. Es fallen mir so viele Dinge ein, die mir ohne Jana kaum noch Spaß machen, bei denen sie mir immer fehlen wird ... Dann höre ich sie: "Mum, Du sollst nicht traurig sein", aber ich kann kaum etwas dagegen machen...
Erst, als ich mit Norbert telefoniere, der sich heute zu hause um einiges kümmern muss, wird meine Stimmung wieder etwas besser. Auch sehe ich Jana wieder etwas lächeln...
Nach diesen ersten Zeilen von meinem heutigen Tagebucheintrag telefoniere ich noch über eine Stunde mit meiner Mum. Wir haben eine schwere Zeit hinter uns, aber nun ist wieder ein sehr liebevolles und herzliches Verhältnis zwischen uns, und das tut einfach gut. Nichts ist so wertvoll, wie eine Mutter, die einen liebt und gleichzeitig versteht...
Sonntag, 09.01.2005
Soll ich wirklich schreiben, was ich heute alles mache? Ich lasse es lieber, oder interessiert es jemanden, dass ich heute eine Stunde mit meiner Mama telefoniere, was ich koche und dass gerade meine Waschmaschine schleudert? Wohl kaum!
Aber gerade bin ich wieder einmal Haushandwerker. Mein Deckenfluter hat seit einigen Tagen seine "Dienste" eingestellt. Da die kleine Lampe im Dimmer nicht mehr leuchtet, verdächtige ich ihn als Übeltäter und nehme diesen auseinander, aber nichts ist verschmort, auch die kleine Sicherung ist in Ordnung. Jedoch gebe ich nicht gleich auf! Ich schraube dann das Schutzglas über der Leuchtröhre ab und entdecke die Ursache! Ganz einfach, der Leuchtdraht ist durchgebrannt! Bekomme ich nun 100 Punkte? Da grinst doch jemand....
Sonnabend, 08.01.2005
Gestern habe ich nur gesagt: endlich Wochenende! Aber das trifft auch heute noch zu *grins*
So stressig war die Woche eigentlich gar nicht, aber trotzdem habe ich das Wochenende unheimlich herbei gesehnt! Ausschlafen, in Ruhe frühstücken, dann irgendwann noch etwas einkaufen, nicht auf die Uhr gucken müssen... Es ist einfach erholsam! Selbst das Staubwischen und Saugen macht heute fast Spaß, denn ich habe alle Zeit der Welt. So vergeht der Tag ganz gemütlich...
Nachdem ich mit Jill von der abendlichen Gassi- Runde zurück bin, meldet sich meine Nachbarin Katrin bei mir, um unsere Verkabelung zu lösen. Seit einigen Wochen ging ein Telefonkabel von meinem zu Katrins Fenster, so konnte sie vor ihrem Wechsel zu Arcor bereits vorher auf meiner Telefon- Flat telefonieren. Katrin kümmert sich immer um meine Blumen, nimmt die Post aus dem Briefkasten, wenn ich wegfahre oder mehrere Tage bei Norbert bin... Da war ich froh, dass ich ihr damit über Wochen bereits kostenloses Telefonieren ermöglichen und mich für ihre Hilfe etwas revangieren konnte. Nun hat sie ja seit einigen Tagen selber die Arcor- Telefon- Flat...
Donnerstag, 06.01.2005
Seit zwei Tagen habe ich einen neuen Beifahrer. Als mir meine Chefin dies am Dienstag mitteilte, sagte sie dazu, dass er Motorradfan ist und schmunzelte. Ich bin von ihm angenehm überrascht. Er geht sehr nett mit den Fahrgästen um. Natürlich haben wir auch des öfteren unser Lieblingsthema, das Motorrad *grins* Als wir heute Pause haben, möchte Marc gern bei "Louis" einen Hinterradständer für sein Bike holen. Es ist nur um die Ecke, also fahren wir dorthin. "Louis" ist ein Laden, wo es alles rund um das Motorrad gibt, von Kleidung bis Ersatzteile... Schon, als wir auf den Parkplatz fahren, bin ich mit meinen Gedanken wieder in der Vergangenheit. "Louis" war Janas und mein Lieblingsladen, sehr oft waren wir in diesem, denn es gibt ihn nur zweimal in Berlin. Wir freuten uns schon immer, wenn wir beim Betreten des Ladens mit einem freundlichen "Hallo!" von den Verkäufern begrüßt wurden. Oft sind wir einfach auf unseren Bikes hingefahren und haben nur mal so geschaut, denn der Laden hatte eine magische Anziehungskraft auf uns! Vorn neben den Kassen ist noch eine gemütliche Ecke mit Tischen und Fernsehern, wo Motorradvideos laufen, sowie einem Getränkeautomaten. Dort haben wir am Ende unseres Bummels immer einen Kakao getrunken, ein Zigarettchen geraucht und uns über unsere Einkäufe gefreut. Auch mit Marc setze ich mich noch 10 Minuten hin und hole mir wie früher einen Kakao... Ich kann mich aber nicht freuen und würde alles geben, um die Zeit zurück zu drehen....
Mittwoch, 05.01.2005
Morgens auf dem Weg zur Arbeit höre ich im Autoradio einen Titel von Take That. Sofort sind wieder Erinnerungen vor meinen Augen. Jana war wie so viele andere damals ein großer Fan von dieser Gruppe. Alles, was es über Take That zu hören oder zu lesen gab, wurde regelrecht in sich aufgesogen. Videos wurden aufgenommen, CDs gekauft... Dann kam die Trennung der Gruppe, und Jana erzählte mir, dass Mitschülerinnen von ihr sogar geweint hätten. Auch Jana war damals geschockt und so traurig, dass sie mir richtig leid tat und ich sie trösten musste...
Dienstag, 04.01.2005
Nachdem ich neulich nur zur Begleitung mit Steffi beim Psychologen war, habe ich heute selber einen Termin. Nach der Arbeit fahre ich nach hause, denn ich muss erst um 18 Uhr da sein. Dann muss Jill mal allein bleiben, denn Norbert ist heute auch nicht da.
Ich fühle mich bei dem Psychologen von Anfang an gut aufgehoben, habe mit dem Reden keine Probleme. Aus dem anfänglichen Fragen und Antworten wird jedes mal schnell ein Gespräch, und die Zeit vergeht wie im Fluge. Er hört mir aufmerksam zu und hat eigentlich noch nie gesagt, dass ich etwas anders machen soll, im Gegenteil. Er hat als neutrale Person meine Entscheidungen immer verstanden. Oft hat er zu mir gesagt, dass ich genau das machen soll, was ich für mich selber als richtig empfinde und was mir hilft. Damit hat er mir zu einem neuen Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen verholfen...
Montag, 03.01.2005
Heute ist der erste Arbeitstag im neuen Jahr. Es ist schon komisch, mein Arbeitsweg ist der selbe wie immer, ich mache die gleiche Arbeit, ich fahre den gleichen Bus, kenne viele Fahrgäste schon jahrelang. Aber ab heute bekomme ich für meine Arbeit weniger Geld - oder wäre arbeitslos, aber dann hätte ich noch weniger im Geldbeutel...
Heute sah ich eine Demo gegen das Arbeitslosengeld II. Die dadurch entstandenen Verkehrsbeeinträchtigungen habe ich gern in Kauf genommen. Ich finde es gut, dass gegen diese Arbeitspolitik demonstriert wird. Aber wo waren die vielen Arbeitslosen? Ich war etwas enttäuscht und hätte eigentlich mit viel mehr Demonstranten gerechnet.
Den ganzen Tag ist es regnerisch, es nieselt ständig. Als ich nach hause komme, dreht Petrus noch mal so richtig den Hahn auf, und es schüttet wie aus Kannen... Jill zieht an ihrer Leine zielgerichtet zur Haustür, denn Regen mag sie absolut nicht. Unter der Haustürüberdachung schüttelt sie sich dann fast pausenlos, um das Regenwasser aus ihrem Fell loszuwerden *grins*
Als ich meine Wohnung aufschließe, ist Norbert schon da, und Jill überschlägt sich fast vor Freude. Eine Weile später klingelt es - Katrin steht strahlend vor der Tür. Somit weiß ich sofort, dass heute die Umschaltung auf Arcor ohne Probleme geklappt hat. Sie ist richtig happy, und ich kann mich einfach nur für sie mitfreuen! Ab heute hat sie nun Isdn, kann sie mit der Tel.- Flat rund um die Uhr bundesweit soviel ins Festnetz telefonieren wie sie will, und hat auch 2000-er DSL mit Flatrate, und das alles für 59,-€ im Monat! Für diese Werbung müsste ich von Arcor eigentlich bald Prozente bekommen *schmunzel*
Sonntag, 02.01.2005
Bin gestern nicht so richtig fit gewesen, darum erst heute ein neuer Eintrag. Kaum tippe ich diese Zeilen, sehe ich doch schon wieder jemanden grinsen.... Aber so schlimm war es gar nicht, nur ist nach dieser langen Sivesternacht der persönliche Rhythmus total durcheinander geraten. Man schläft lange und ist doch nicht ausgeschlafen. Dann hat man zu nichts Lust. Ich nehme an, es ging nicht nur mir so...
Da ich bereits Silvester frei hatte, kam es mir gestern schon immer wie Sonntag vor, und ich freue mich heute, dass ich noch zu hause bleiben kann. Auch der heutige Tag verläuft ganz ruhig und gemütlich. Norbert und ich, wir genießen es.
Am Nachmittag bin ich für eine Weile bei meiner Nachbarin Katrin. Morgen wird sie auf Arcor umgeschaltet, nachdem sie auf meine Tarife fast neidisch war und bei der Telekom und AOL kündigte. Zum Anschalttermin müssen alle Geräte angeschlossen sein. Ihr Sohn Marcus hat gestern bereits die Isdn- Anlage, das DSL- Modem und die Starterbox verkabelt und eingerichtet. Katrin will von mir wissen, ob alles richtig ist, aber Marcus hat das super gemacht! So quasseln wir noch eine Weile. Nach einer guten Stunde will ich Norbert nicht länger allein sitzen lassen, jedoch ist ihm nicht langweilig geworden, denn im Fernsehen wird reichlich Sport übertragen. Ob er mich überhaupt vermisst hat?
Nun habe ich inzwischen meine Dienstzeit für morgen auf dem AB abgehört und mit Jills "Huta" telefoniert. Eva und Klaus sind aus dem Urlaub zurück, und ich telefoniere eine Weile mit Eva. Wir erzählen uns die letzten Neuigkeiten. Auch fragt Eva mich nach dem Ergebnis des Gerichtstermins....